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Prof. Dr. Uwe Backes: Warum die Mitte selbst extrem werden kann – Begriffsgeschichtliche Einsichten zum Extremismuskonzept

Die Extremismustheorie gilt vielfach als ein theoretischer Ansatz mit äußerst junger Geschichte. Zudem soll mit ihr angeblich eine Reinwaschung der politischen Mitte betrieben werden. Dass Beides nicht der Realität entspricht, kann ein unaufgeregter Blick in die Begriffsgeschichte zeigen.


Der Begriff des politischen Extrems wurzelt in der altgriechischen Maßethik. Das richtige Verhalten besteht darin, in jeder Situation eine Mitte (mesotes) zwischen Zuviel (hyperbole) und Zuwenig (elleipsis), Über- und Untermaß einzuhalten. Ein ausgearbeitetes System begrifflicher Kategorien findet sich bereits im „Staatsmann“ (Politikos) und den „Gesetzen“ (Nomoi) Platons. Hier wird die Maßethik mit der Verfassungslehre verbunden. Platons Staatsformen-Kontinuum erstreckt sich zwischen den Extremen der Despoteia/Tyrannis und der anomischen/gesetzlosen Demokratie (im Sinne der Pöbelherrschaft). Dazwischen liegen Oligarchie, Basileia (Königtum), Aristokratie und gesetzliche (durch Gesetze gezügelte) Demokratie. Die Mitte (meson), zugleich Maß (metrion) und Tugendhaftigkeit (arete) verbürgend, wird durch eine Mischung (meikte) und den Ausgleich für sich genommen schädlicher (kakon), extremer (akron) Verfassungselemente erreicht.

Aristoteles löste die platonischen Begriffe aus ihrem theologisch-ontologischen Rahmen, bettete sie in eine umfassende wissenschaftliche Systematik ein und verlieh ihnen einen politisch-realistischen Zuschnitt. In der „Nikomachischen Ethik“ bestimmte er die Tugend oder sittliche Tüchtigkeit (arete) als Mitte (meson) oder Mittleres (mesotes) zwischen einem Zuviel (Übermaß, hyperbole) und einem Zuwenig (Mangel, elleipsis), die als äußerste Enden, Extreme (akron, eschaton) eines Handlungskontinuums gedacht wurden. In der Politik verknüpfte er die ethische Mesoteslehre mit dem Konzept der Mischverfassung. Die Interessen der Ober- und Unterschichten sollten in einer von den Mittelschichten (mesoi) getragenen Gesellschaft ausgeglichen und mittels einer kunstvollen Komposition politisch-institutioneller Gestaltungselemente aus verschiedenen Verfassungsformen zum Ausgleich gebracht werden. Unter der Bedingung des Menschenmöglichen empfahl Aristoteles die aus „oligarchischen“ und „demokratischen“ Elementen gemischte „Politie“ als relativ beste Staatsform, in der die Devise von der Meidung der Extreme in eine Stabilität wie Bürgerfreiheit gleichermaßen gewährleistende Verfassung mündete.

Vom Aristotelismus zum neuzeitlichen Republikanismus

Der Aristotelismus hat mit seiner Verbindung von ethischer Mesoteslehre und politischer Mischverfassungstheorie die Ideengeschichte des Verfassungsstaates – nicht zuletzt durch die Vermittlung der Scholastik und des Humanismus – geprägt. Der Republikanismus der norditalienischen Stadtstaaten und später der Vereinigten Staaten von Amerika vermochte daran ebenso anzuknüpfen wie der Parlamentarismus der gemäßigten britischen Monarchie. Extreme waren Träger menschlichen Fehlverhaltens ebenso wie der ihm zugrunde liegenden Maximen und sozialen Kräfte. Als Begriffskategorie waren sie Teil einer Lehre, die Pluralismus und Gewaltenkontrolle der Mitte, Zerstörung des Pluralismus und Gewaltenkonzentration den Extremen zuordnete. Depluralisierung und Gewaltenentfesselung konnten durch die despotische Willkür eines Einzelnen ebenso bewirkt werden wie durch das anarchische Wüten der Massen. Diese beiden Hauptformen des politisch Extremen hatten bereits Platon und Aristoteles ihrer zweidimensionalen Begrifflichkeit zugrunde gelegt. Sie wurden fester Bestandteil der sich im 17. und 18. Jahrhundert in der Auseinandersetzung mit dem monarchischen Absolutismus entfaltenden liberalen Ideenwelt. Ihre unveränderte Relevanz dokumentierte aus dieser Perspektive die Französischen Revolution: ein legitimer demokratischer Aufbruch fällt ins Extrem, steigert sich zur Pöbelherrschaft und mündet in eine neue Form der Despotie.

Nicht zufällig entstand mit der Französischen Revolution eine neue politische Taxonomie, die die antike Unterscheidung „extremer“ und „gemäßigter“/„mittlerer“ Formen mit den neuen, der parlamentarischen Sitzordnung entspringenden Richtungsbegriffen „rechts“ und „links“ verband. Die beiden traditionellen Extreme erhielten nun gewissermaßen ihren Platz an den Flügeln des politischen Kontinuums. Mit der Ausbreitung der Rechts-Links-Unterscheidung wurden auch die alten Begriffe weitertransportiert, auch wenn sie sich zum Teil vom Mischverfassungsdiskurs lösten, der im 19. Jahrhundert vielfach seine Bedeutung als zentrales Medium des Selbstdeutung des Konstitutionalismus verlor.

Der „Ismus“ „Extremismus“ fand mehrfach Eingang in die politische Sprache, ohne sich zunächst dauerhaft als eigene begriffliche Kategorie zu etablieren. Das vermutlich früheste Beispiel findet sich in einer Streitschrift des Bischofs von Winchester, Stephen Gardiner, des damals führenden englischen Kirchenrechtlers, der in den religiösen Auseinandersetzungen eine konservative Haltung einnahm und sich entschieden von der „new scoole of extremites“ (1546) abgrenzte, den Verfechtern eines radikal-reformatorischen Standpunktes in der Auseinandersetzung um die Prädestinationslehre und die Rolle des persönlichen Urteils in der Bibelauslegung. In Deutschland kam die Bezeichnung ebenfalls in einer Zeit heftiger religiöser Auseinandersetzungen auf. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges betitelte der Calvinist Ludwig Camerarius, Sohn des mit Melanchthon befreundeten Nürnberger Patriziers, Naturforschers und Arztes Joachim Camerarius, die Jesuiten als „Extremisten“ und „discipuli des Teufels“ (1648), die in ihrer Unversöhnlichkeit und Hartnäckigkeit die Hauptschuld an der Verwüstung des Reiches trügen. Viel später, im deutschen „Vormärz“ (zwischen der Julirevolution von 1830 und der „Märzrevolution“ von 1848) führte der Leipziger Liberale Wilhelm Traugott Krug „Extremisten“ (1838) wiederum als Synonym für „Ultraisten“ in die politische Sprache ein. In allen drei Fällen handelte es sich um Zeiten politischer Polarisierung, in denen die überkommenen Worte und Wendungen nicht auszureichen schienen, um ein als existenzbedrohende Gefahr wahrgenommenes Phänomen zu bezeichnen. Das gilt auch für die Russische Februarrevolution von 1917, mit der sich „Extremismus“ dauernd in der politischen Sprache – zunächst der westlichen Staaten – etablierte. In Frankreich und England wurde „Extremismus“ zum Schlagwort, mit dem allerdings zunächst mehr die Angst vor dem drohenden Separatfrieden (zugunsten Deutschlands) als die vor den Folgen der politischen Radikalität der Bolschewiki zum Ausdruck gelangte. Allerdings hatte bereits der aus dem Elsaß stammende sozialdemokratische Journalist Salomon Grumbach (Pseudonym: „HOMO“) in einem „L’Humanité“-Bericht über die 2. Zimmerwalder Konferenz (im schweizerischen Kienthal, April 1916) die schweizerischen Verbündeten Lenins als „extrêmistes“ charakterisiert und die von diesen abgegebene „Déclaration de principes“ mit den Worten kommentiert, sie eigne sich gut, „à créer une ligne de démarcation nette entre les socialistes démocrates et les socialistes ‚absolutistes’.“

Das Extremismuskonzept in vergleichender Perspektive und als Stigmawort

Die Extremismusvokabel blieb in der Zeit unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs auf die „extreme Linke“ beschränkt, wurde nach dem „Marsch auf Rom“ aber auf die neue Formation der „extremen Rechten“, den Faschismus, ausgedehnt. Damit gewann der Begriff die vergleichende Perspektive der platonisch-aristotelischen Kategorien zurück. Geistige Isomorphien der Extreme hatten liberale Beobachter wie Madame de Staël und Benjamin Constant schon in den ersten Jahren nach der Französischen Revolution herausgearbeitet. Im 19. Jahrhundert war es üblich geworden, die Extreme des politischen Spektrums aus der Sicht des Konstitutionalismus zu parallelisieren, neben den unübersehbaren Unterschieden die Analogien und Strukturähnlichkeiten herauszuarbeiten. An der mit dem Extremismusbegriff seit seiner Einführung in die wissenschaftliche Diskussion zu Beginn der 1920er Jahre untrennbar verbundenen komparativen Dimension haben sich immer wieder Kontroversen entzündet.

„Extremismus“ war meist eine Fremdbezeichnung, diente der Etikettierung von politischen Meinungen, Handlungsformen und Akteuren, von denen man sich scharf abgrenzte. Er war oft Mittel in politischen Auseinandersetzungen, eine Kampfvokabel, die im Rahmen einer Benennungsstrategie („naming“) zur abwertenden Kennzeichnung politischer Kontrahenten gebraucht wurde. Das Stigmawort markierte politische Legitimitätsgrenzen, war Teil von Normalisierungsdiskursen, in denen die Mehrheitsgesellschaft ihre Normalität und Mitte definierte. In ihnen kamen kulturelle Machtkämpfe zum Ausdruck, in denen politisch missliebige Kontrahenten an den Pranger gestellt wurden.

Die Begriffsgeschichte der „Extreme“ und des „Extremismus“ belegt die Variabilität und Kontextabhängigkeit der Vokabeln, die im äußersten Fall so weit führen kann, dass als Ausdruck einer „goldenen Mitte“ galt, was zuvor als extrem bekämpft worden war. Die an das Bild von der Mitte und den Extremen geknüpften Inhalte waren häufigen Veränderungen unterworfen und umfassen schon deshalb widersprüchliche Ideen und Anschauungen, weil die politischen Kontrahenten den auf sie gemünzten Begriff zuweilen aufgriffen und mit anderen Bedeutungen füllten.

Extremismus als Antithese des Verfassungsstaates

In der für die historische Ausformung des Verfassungsstaates wirkungsmächtigen aristotelischen Tradition drückt das Bild von der Mitte und den Extremen indes keine solche Beliebigkeit aus. Der Inbegriff des Extremen entspringt einem Konsens über das unbedingt Abzulehnende, das in der Verknüpfung von Mesoteslehre und Mischverfassungstheorie gleichsam die Quintessenz des abendländischen Konstitutionalismus bildet. Es erscheint daher nahe liegend, „Extremismus“ als Antithese des Verfassungsstaates zu bestimmen. Die Dichotomie Extremismus/Verfassungsstaat vermag das Begriffspaar Autokratie/Verfassungsstaat zu ergänzen, das einer der Pioniere der Extremismus- und vergleichenden Systemforschung, der deutsch-jüdische Staatslehrer Karl Loewenstein, in seiner „Verfassungslehre“ terminologisch entfaltet hat. Das zentrale Unterscheidungskriterium bildet die Frage nach Teilung und Kontrolle der Macht. Extremismus wäre demnach das Streben nach „Autokratie“ im Sinne der Konzentration und mangelnden Kontrolle staatlicher Gewalt.

Verfassungsstaat und Extremismus lassen sich aber nicht nur auf der Ebene des staatlichen Institutionengefüges, sondern auch anhand der Struktur und Organisation des Machtprozesses bestimmen. Die bekannte Minimaldefinition des Verfassungsstaates von Robert A. Dahl erfasst diesen als „Polyarchie“, als ein System, in dem ein Wettbewerb um Einfluss, Macht und Ämter mit friedlichen Mitteln ausgetragen wird. Ein solches System setzt die Existenz mehrerer, miteinander konkurrierender Parteien und Interessengruppen (Pluralismus), die Legitimität politischer Opposition, institutionelle Mechanismen zur Regelung des Wechselspiels von Mehrheiten und Minderheiten (wie Wahlen und Parlamente) und die Geltung einer Reihe fundamentaler Freiheitsverbriefungen der Bürger gegen Übergriffe der Staatsgewalt wie auch zur Teilhabe (Partizipation) an den politischen Angelegenheiten (wie Meinungs-, Vereinigungs-, Versammlungsfreiheit) voraus. Machtkontrolle und Polyarchie/Pluralismus bedingen einander gegenseitig. Ohne ein funktionierendes, gewaltenbalancierendes Institutionengefüge gibt es keinen auf Vielfalt basierenden Willensbildungs- und Entscheidungsprozess, kann Konkurrenz nicht friedlich ausgetragen werden. Extremismus zielt demgegenüber auf „Monismus“ und „Monokratie“ im Sinne der Durchsetzung eines gebündelten Machtanspruchs, der Konkurrenz nach Möglichkeit ausschaltet, politische Vielfalt und Opposition nicht duldet, jedenfalls unschädlich zu machen sucht, politischen Wechsel unterbindet, autonomes Engagement von Gruppen und Einzelpersonen zumindest dann behindert und unterdrückt, wenn es den Ambitionen der Machthaber im Wege steht.

Die Mitte kann selbst extrem werden

Wenn diese Zielrichtung auch als Gemeinsamkeit aller Extremismen gelten kann, bedeutet dies nicht, sie seien auch in ihren primären Angriffspunkten identisch. Jedoch richten sich die Rechtsextremisten der Gegenwart meist gegen die egalitären Grundwerte des Verfassungsstaates und den ihm eigenen Minderheitenschutz. Politisch-religiöse Fundamentalisten wiederum nehmen in erster Linie Anstoß an der Gewährleistung weltanschaulicher Pluralität und der darin angeblich zum Ausdruck kommenden Dekadenz und Immoralität. Linksextremisten hingegen unterziehen jeglichen Status quo aus der Perspektive einer radikal-egalitären Vision der Totalkritik. Sie macht auch vor dem Regelwerk des Verfassungsstaates nicht halt, dessen Institutionengefüge als repressiv wahrgenommen und dessen freiheitssichernde Funktion verkannt wird. Die intellektuelle und moralische Faszination des radikalen Egalitarismus dürfte von ihm auch in Zukunft eine Herausforderung für den Verfassungsstaat mit seiner Werte- und Institutionenbalance ausgehen lassen.

Die geistige Auseinandersetzung mit ihm erscheint daher dringend geboten; doch sollte dies unaufgeregt und ohne Alarmismus und Exorzismus geschehen. Wenn der oft in polemischen Kontexten gebrauchten Wendung vom „Extremismus der Mitte“ eine gewisse Berechtigung zugesprochen werden kann, so in dem Sinne, dass politische Mitte (man denke an die systemtragenden Strömungen demokratischer Verfassungsstaaten) und Extremismen (sofern sie nicht als „lunatic fringe“ gänzlich marginal sind) zumeist in einer lebendigen Wechselbeziehung zueinander stehen. Sie zählen nach aller Erfahrung in gewisser Weise zum „Normalhaushalt“ offener Gesellschaften. Das Reüssieren von Extremismen weist oft auf Schwächen und Versäumnisse der politischen Mehrheitskultur hin. Kritik aus extremistischer Warte mag vielfach überzogen sein, enthält mitunter aber auch einen wahren Kern. Der Extremismus ist in mancherlei Hinsicht ein Spiegelbild sozialer Entwicklungen, lässt Rückschlüsse auf den Zustand der Mehrheitsgesellschaft zu. Die Mesoteslehre vermittelt die Einsicht, dass die Mitte etwas von den Extremen enthält. Diese treiben Prinzipien auf die Spitze, die in temperierter und balancierter Form von Nutzen sind. Vor allem politische Extremismen, die im Rahmen der Legalität agieren, können – wie in geringen Dosen Heilwirkung entfaltende Gifte – auf diese Weise Anstöße für Kurskorrekturen geben, auf vernachlässigte Problembereiche hinweisen und letztlich – neben ihren desintegrierenden Effekten – auch integrative Wirkungen zeitigen. Die Freunde des Verfassungsstaates sollten sich daher vor einem manichäischen Kreuzzugsdenken hüten, das unter dem Vorsatz schonungsloser Extremismusbekämpfung in die Verhaltensmuster des Antipoden verfiele. Denn eine Mitte, die ihre Prinzipien bis zur letzten Konsequenz treiben will, wird selbst extrem.


Zur weiteren Lektüre empfohlen:

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Uwe Backes
Politische Extreme. Eine Wort- und Begriffsgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart
(Vandenhoeck & Ruprecht)
gebunden 310 S.
ISBN: 978-3-525-36908-1
Preis: 41,90 Euro

Kommentare(3)

B.C. Donnerstag, 10.Juni 2010, 09:11 Uhr:
ein sehr guter und verstaendlicher artikel fuer einen wie mich, der nicht so sehr in die extremismusdiskussion einsteigen moechte und auch nicht antike philosophie studiert hat. vielen dank.
 
loyalbushie Freitag, 11.Juni 2010, 06:51 Uhr:
Interessanter Ansatz... er übersieht allerdings meiner Auffassung nach, dass die so genannte "Mitte" auch als Resultierende im Interessenskampf gesehen werden kann, die das Mehrheitsempfinden bzw. das Empfinden der Mehrheit jener widerspiegelt, die sich an politischen Prozessen (zB durch Beteiligung an Wahlen) beteiligen.

Was in den USA, Ungarn, Polen oder Israel als "politische Mitte" bezeichnet werden würde, würde von wesentlichen Teilen der öffentlichen Meinung hier mittlerweile als "rechtsradikal" etikettiert werden bzw. ist dies bereits nicht selten der Fall. Es trifft zum Teil mittlerweile sogar schon die F.D.P., nur weil sie ab und an wagt, ein Bisschen weniger Etatismus, Gleichmacherei und offensive Umverteilung anzumahnen.

Hingegen wird bei uns heute weithin schon das als "politische Mitte" betrachtet, was vor 20-30 Jahren noch als weit links angesehen worden wäre.

Der Gedanke, dass diese "Mitte" noch die Tugend des "Maßhaltens" repräsentieren würde, erscheint vor dem Hintergrund, dass links der Mitte die Volkspartei SPD zu Gunsten der radikalen Parteien "Die Grünen" und "Die Linke" an Boden verliert (während sich die Union mehr und mehr als zweite sozialdemokratische Partei positioniert), als reichlich gruselig. Wenn es so weitergeht, wird in 10 Jahren dann die "Mitte" von Sahra Wagenknecht und Claudia Roth verkörpert, dann Gute Nacht...
 
B.C. Freitag, 11.Juni 2010, 08:39 Uhr:
"Hingegen wird bei uns heute weithin schon das als "politische Mitte" betrachtet, was vor 20-30 Jahren noch als weit links angesehen worden wäre."

vieles von dem, was 1850 als progressiv galt, klingt heute rechtsnational. so ist das nun mal mit dem fortschritt.

"dass links der Mitte die Volkspartei SPD zu Gunsten der radikalen Parteien "Die Grünen"..."

im gegenzug werden sie doch damit entschaedigt, dass die gruenen gar nicht mehr so radikal sind, wie in den 80er jahren.

"Wenn es so weitergeht, wird in 10 Jahren dann die "Mitte" von Sahra Wagenknecht und Claudia Roth verkörpert, dann Gute Nacht..."

vielleicht kommt das so. aber die beiden genannten damen werden auch nicht juenger. haeufig sind senioren konservativer, als die jugend. wenn sie trotzdem schwierigkeiten haben, sich zurechtzufinden, dann koennte es vielleicht auch an mangelnder anpassungsfaehigkeit liegen?
 

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