Rahmeh Aladwan

Pro-Palästina-Aktivistin als Interviewpartnerin in Neonazi-Blatt

Die britisch-palästinensische Medizinerin Rahmeh Aladwan verbreitet immer wieder antisemitische Hetze. Am Donnerstag wurde Aladwan zum fünften Mal festgenommen. Ihr wird zur Last gelegt, gegen Haftauflagen verstoßen zu haben, die ihr nach früheren Festnahmen auferlegt worden waren.

Samstag, 28. März 2026
Anton Maegerle
Die Aktivistin Rahmeh Aladwan in einem Interview, Foto: Screenshot YouTube
Die Aktivistin Rahmeh Aladwan in einem Interview, Foto: Screenshot YouTube

„Ich wagte mich (..) auch an das absolute Tabuthema der jüdischen Vorherrschaft in vielen Bereichen heran“, so die in Großbritannien lebende und aus Jordanien stammende Pro-Palästina -Aktivistin Rahmed Aladwan. In einem Interview im Februar mit der rechtsextremen Monatszeitschrift „Aufgewacht. Die Deutsche Stimme“ schwadroniert die Ärztin über „jüdischen Suprematismus“, die „jüdische Lobby und ihre Medien“ und einen „Völkermord in Gaza“. Zionismus sei ein von „zionistischen Juden erfundener Begriff für die illegitime Bewegung des `jüdischen Nationalismus´ in Palästina“, so die britische Staatsbürgerin Aladwan. „Juden in Palästina“ diffamiert sie als „Einwanderer, die beschlossen haben, sich das Land der Palästinenser anzueignen.“

Interviewt wurde Aladwan von Sascha Roßmüller, einem langjährigen Bundesvorstandsmitglied der neonazistischen Partei Die Heimat (vormals NPD). Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) konstatierte einst, dass Roßmüller „judenfeindliche Stereotype“ verbreite und „beispielhaft für den Denkansatz in der NPD“ stehe, „das Judentum nicht religiös, sondern strikt ethnisch zu definieren.“

Verherrlichung der Hamas

Fazit des Verfassungsschutzes: „In schroff diskriminierender Weise grenzt Roßmüller Juden rhetorisch als `unüberbrückbar fremd´ aus.“ „Aufgewacht“-Chefredakteur ist Arne Schimmer, vormals NPD-Landtagsabgeordneter in Sachsen und später unter dem Pseudonym Sven Reuth Redakteur des antisemitischen Magazins „Compact“.

Die Pro-Palästina -Aktivistin gibt im Interview mit Roßmüller kund, dass sich „Staatsangehörige“ gegen Migration „wehren dürfen.“ Sie ist darüber hinaus der „Meinung, dass die Grenzen Großbritanniens geschlossen werden sollten, und ich bin gegen Masseneinwanderung.“ Im Herbst 2025 wurde Aladwan vorübergehend in Großbritannien in Polizeigewahrsam genommen, weil sie die Hamas-Gewaltverbrechen vom 7. Oktober verherrlicht, gegen Israel gehetzt und antisemitische Stereotype sowie Verschwörungstheorien öffentlich verbreitet hätte.

Am 7. Oktober, so Aladwan, sei Israel von den „Kräften des Widerstands“ „gedemütigt“ worden. Seine Vorherrschaft sei durch „die Kinder“ jener zerschlagen worden, die Israel aus ihren Häusern vertrieben habe. Unter dem Foto eines Bulldozers postete sie die Botschaft: „Ehre sei dem Bruch der 17 Jahre langen illegalen Belagerung (Gazas). Ehre sei dem palästinensischen Widerstand. Ehre sei unseren Märtyrern.“

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