von Robert Scholz
   

Pro-NRW signalisiert Bereitschaft für Zusammenarbeit mit den Republikanern

Die Bürgerbewegung pro-NRW schließt eine Kooperation mit den Republikanern offenbar nicht aus. Pro-Generalsekretär Markus Wiener nutzte den Übertritt eines Republikaner-Mitgliedes, um Gesprächsbereitschaft zu signalisieren.

Die ersten Konsequenzen zeitigt offenbar der Parteitag der Republikaner vom Wochenende. Hier konnte sich REP-Chef Rolf Schlierer zwar in seinem Amt behaupten, machte aber inhaltliche Zugeständnisse an seine innerparteilichen Kritiker. So wurde der Bundesvorstand mit einer auf dem Parteitag angenommenen Resolution beauftragt, „Gespräche und Verhandlungen mit anderen Parteien und Gruppierungen" zu führen. Explizit ausgeschlossen wurde allein die NPD, explizit genannt die „Pro-Bewegung".

Zumindest ein Mitglied der Republikaner wollte diesen Kurswandel Schlierers, der einer Kooperation mit Pro vor wenigen Monaten noch eine deutliche Absage erteilt hatte, aber offenbar nicht glauben. Ulrich Manes, bislang Kreisvorsitzender und Kreistagsabgeordneter in Minden für die Republikaner, erklärte nach pro-NRW-Angaben seinen Übertritt zu der Bürgerbewegung. Die nicht sonderlich mitgliederstarke Truppe will Manes nun gleich in „verantwortlicher Position“ einbinden.

Pro-Generalsekretär Markus Wiener nutzte den Parteiübertritt zudem, um ein deutliches Signal für Gespräche mit den Republikaner auszusenden. Manes habe demnach „erkannt, dass nur ein gemeinsames Handeln aller seriösen rechtsdemokratischen Kräfte in Deutschland die freiheitlich-konservative Wende“ bringen könne. „Dafür werden wir auch in Zukunft alles geben und dafür sind wir jederzeit zu Gesprächen mit allen konstruktiven Personen und Organisationen bereit”, so Wiener.

Ein angemessene und wohl von Pro auch erwartete Reaktion von den Republikanern, wäre nun das Zurückziehen der eigenen Liste zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai dieses Jahres. Zeit hätten die REPs dafür aber nur noch bis morgen. Verantwortlich für eine solche Entscheidung ist allerdings nicht Schlierer, sondern seine Ex-Stellvertreterin und unterlegene Herausforderin Ursula Winkelsett.

Keine Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen