von Hanka Kliese
   

Pro Deutschland auch in Chemnitz ohne Resonanz

Zehn bis fünfzehn Teilnehmer nahmen am Tour-Stopp der Pro-Partei in Chemnitz teil. Die Veranstalter blieben unter sich. Mehr als ein Zaungast allerdings war Pro Chemnitz-Chef Martin Kohlmann. Er suchte offen den Schulterschluss, doch das Interesse blieb aus.

Für ihren Halt in Chemnitz hatte sich die islamfeindliche Partei Pro Deutschland - möglicherweise in Ermangelung islamisch geprägter Institutionen - das Alternative Jugendzentrum (AJZ) als Ort der Provokation gewählt. Das AJZ kann seit vielen Jahren als feste Burg gegen Rassismus und Neonazismus in Chemnitz gelten und hatte entsprechend reichlich Gegendemonstranten mobilisiert.

Trotz fehlender Zuhörer redeten die Akteure von Pro Deutschland ausdauernd gegen die Musik-und Protestklänge der Gegendemonstration des AJZ an. Der Chef der Chemnitzer Stadtratsfraktion von Pro Chemnitz, Martin Kohlmann, zeigte sich öffentlich als Unterstützer Pro Deutschlands. Er wurde in einem Redebeitrag von Lars Seidensticker für seinen aufrechten Kampf gegen "die Kommunisten" im Chemnitzer Rathaus belobigt.

Kohlmanns Präsenz bei der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Pro-Partei ist insofern bemerkenswert, dass er bisher viel Mühe darauf verwendete, gerade nicht offiziell in diese Kategorie zu fallen. 


Nach etwa anderthalb Stunden endete die Demonstration - ohne Zuschauer und ohne Zwischenfälle.

Kommentare(1)

Zipfelmütz Mittwoch, 18.September 2013, 10:50 Uhr:
"....Pro Deutschland auch in Chemnitz ohne Resonanz..."
Dürfte morgen in HRO nicht anders werden.
 

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