von Robert Scholz
   

Politologe über Sarrazin, den Rechtspopulismus und Sympathien der Linken

Eine starke autoritäre Grundhaltung sei einer der Gründe für die Zustimmung vieler Mitglieder linker Parteien zu den umstrittenen Sarrazin-Thesen. Der Politikwissenschaftler Frank Decker sprach unter anderem über diesen Fakt mit der Tageszeitung „Die Welt“.

Bei Landtagswahlen in Ostdeutschland habe es „auch immer wieder direkte Wählerwanderungen von den Linken zu den Rechtsextremen gegeben. Und als Oskar Lafontaine von Fremdarbeitern sprach, war das der bewusste Versuch, bestimmte Versatzstücke aus dem Rechtspopulismus in eine linkspopulistische Ideologie zu integrieren.“

Bei Sarrazin sei nach Ansicht Deckers der Vorwurf des Rechtspopulismus gerechtfertigt. Dieser Populismus unterscheide sich vom Extremismus dadurch, dass er „die Grenze zur Systemfeindlichkeit“ nicht überschreite: „Rechtsextreme Parteien arbeiten gegen die Prinzipien der liberalen Demokratie, Rechtspopulisten strapazieren sie höchstens“, so Decker in dem Interview.

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