von Anna Müller
   

Pegida: Fast 20.000 Menschen legen Dresdner Innenstadt lahm

In der Dresdner Innenstadt demonstrierten am Montagabend rund 10.000 Pegida-Anhänger und über 9.000 Gegendemonstranten. Beide politischen Lager verzeichneten somit erneut mehr Teilnehmer als in der Woche zuvor. Erstmals verzichteten die Islamkritiker auf ihren sogenannten Spaziergang und hielten lediglich eine Kundgebung ab. Am Rande der Demonstrationen kam es zu kleineren Auseinandersetzungen.

Fronttransparent der Gegendemo, Archivfoto: Marcus Fischer

In der vergangenen Woche hatten etwa 7.500 Menschen am islamfeindlichen Aufmarsch der Pegida teilgenommen. Der Aufzug war von Gegendemonstranten zur Umkehr gezwungen worden. Möglicherweise aus diesem Grund verkündeten die Pegida-Organisatoren bereits Ende vergangener Woche dann, dass sie diesen Montag auf ihren „Spaziergang“ verzichten würden und nur eine Kundgebung geplant sei. Die offizielle Begründung bezog sich aber auf die Einzelhändler der Innenstadt. Diese hätten sich über Einbußen beklagt, da jeden Montag ein Großteil der Innenstadt gesperrt werde. Nun wolle man auf sie Rücksicht nehmen.

Neuer Teilnehmerrekord

Aber auch diesen Montagabend änderte sich die Situation nicht, da erneut viele Straßen gesperrt wurden. Dem Aufruf der Pegida folgten rund 10.000 Menschen – ein neuer Teilnehmerrekord. Dem MDR sagte ein Sprecher der Polizei: „Mit Beginn der Kundgebung gab es einen dramatischen Zulauf.“ Auch dieses Mal waren unter den besorgten Bürgern stadtbekannte Rechtsextreme, wie die ehemaligen NPD-Landtagsabgeordneten René Despang und Arne Schimmer.

Neben Lutz Bachmann, der in der letzten Woche wegen seiner kriminellen Vergangenheit für Aufsehen sorgte, trat laut Morgenpost als Redner auch „Ed aus Utrecht“ auf. Er wolle holländische Zustände in Dresden vermeiden, denn dort seien 80 bis 90 Prozent Wirtschaftsflüchtlinge.

Bachmann habe dann den Rücktritt der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) gefordert, da sie sich mit Gegendemonstranten, die zu Gewalt aufgerufen hätten, verbündet habe. Dass Orosz ihren Rücktritt aus gesundheitlichen Gründe sowieso angekündigt hat, war ihm offenbar entfallen. Nach rund einer Stunde wurde die islam- und asylkritische Veranstaltung beendet.

Mehr Gegendemonstranten als erwartet

Schon gegen 17 Uhr startete der Sternlauf unter dem Motto „Dresden für alle“. Das Bündnis „Dresden nazifrei“, Glaubensgemeinschaften, Parteien und Verbände sowie der Studentenrat der TU Dresden hatten Demonstrationen organisiert, die von sechs verschiedenen Ausgangspunkten in die Innenstadt auf den Rathausvorplatz führten. Auch Ministerpräsident Tillich (CDU), Sachsens SPD-Chef Martin Dulig (SPD) und die Dresdner Oberbürgermeisterin hatten die Bürger aufgerufen, an der Gegendemonstration teilzunehmen.


Dort versammelten sich dann über 9.000 Menschen. Der Rektor der TU Dresden, Hans Müller-Steinhagen, trat ans Mikrofon und betonte laut DNN: „Dresden steht für Toleranz und Internationalität. Wir sind hier, um das verzerrte Bild der vergangenen Wochen zu korrigieren.“ Auch Annekatrin Klepsch von der Linken sprach zu den Demonstranten und sagte: „Wir wollen, dass Dresden weltoffen ist für alle Menschen, die uns besuchen. Deshalb müssen wir diese Weltoffenheit auch demonstrieren.“

Als Zeichen gegen Fremdenhass wurden dann vom Rathausplatz weiße Luftballons in die Luft gelassen.

Rangeleien am Rande der Demos

Wie der MDR berichtet, sei es nach dem Ende der Pegida-Kundgebung zu Provokationen gekommen. So hätten die Kundgebungsteilnehmer Pyrotechnik auf die Gegendemonstranten geworfen. Auch von der Gegenseite seien dann Feuerwerkskörper zurückgeworfen worden.

Später habe die Polizei berichtet, dass sie zwei Teilnehmer von Seiten der Pegida festgenommen habe. Von drei Protestierenden habe sie die Personalien aufgenommen. Nachdem die Beamten eingegriffen hatten, habe sich die Lage aber wieder beruhigt.

Auch ein Reporter der NDR-Sendung „Extra 3“ sei von Pegida-Anhängern bedroht worden, als er sie als verkleideter Scheich zu ihren Erfahrungen mit Muslimen interviewen wollte, so die Sächsische Zeitung.

Ob auch in der kommenden Woche ein Sternlauf stattfinden wird, ist noch offen. Laut DNN wollen sich die Organisatoren bis kommenden Mittwoch zu dieser Frage äußern. Auch die Pegida haben noch nicht mit der Mobilisierung für die kommende Woche begonnen.

Kommentare(23)

Klaus Ehrlich Dienstag, 09.Dezember 2014, 16:52 Uhr:
Pegida und HoGeSa sind Geschwister. Wir sehen sie als eine Bewegung. Ob sie Fuss fassen kann oder nicht liegt u.a. an uns allen. Zur Einschätzung dieser unserer Meinung nach neuen nationalrassistischen Bewegung haben wir ein Diskussions- und Analysepapier verfasst. Die ersten beiden Teile stehen zur Diskussion:

HoGeSa & PEGIDA – neue Nationalrassistische Massenbewegung in Deutschland – Nationalsozialismus 2.0?

Hier geht es auch um die seit Sonntag Abend online stehenden neuen Vernetzungs- und Organisierungsforum der HoGeSa:
HoGeSa – Politically Incorrect’s SA? – – neue Nationalrassistische Massenbewegung in Deutschland – TEIL 2

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Kabal Dienstag, 09.Dezember 2014, 22:13 Uhr:
"Aufmarsch": Ich lese immer "Aufmarsch" oder dass die Pegida-Leute "marschieren" ... Wissen Linke wirklich nicht, was das Wort bedeutet? Hat die Abschaffung der Wehrpflicht solche Bildungslücken gerissen? Die Menschen da, die marschieren nicht - die gehen. Bestenfalls demonstrieren sie.

Ok, das war jetzt natürlich ironisch gemeint: ich weiß, dass die Wortwahl kein Versehen ist. Sie soll was suggerieren: martialisches Auftreten, Militarismus und die letzte politische Bewegung, die in Deutschland so richtig marschiert ist war natürlich ...

Interessant dagegen dass die Antifa in solchen berichten nie "marschiert". Dabei ist die immerhin mehr oder weniger uniformiert und verwendet mitunter das Wörtchen "militant" als Selbstbezeichnung ...
 
DasNiveau Mittwoch, 10.Dezember 2014, 07:22 Uhr:
@Klaus Ehrlich "Pegida und HoGeSa sind Geschwister."

>>Geschwister sind sich viel mehr unähnlich als man erwarten würde. Tatsächlich ähneln Geschwister sich nicht mehr als gleichaltrige, in ähnlicher Umwelt aufgewachsene, sich fremde Kinder.
Referat zur Arbeitsgruppe auf der Jahrestagung des BKJPP am 23.09.2000 in Berlin
 
nur mal angemerkt Mittwoch, 10.Dezember 2014, 12:22 Uhr:
"Auch Annekatrin Klepsch von der Linken sprach zu den Demonstranten und sagte: „Wir wollen, dass Dresden weltoffen ist für alle Menschen, die uns besuchen. Deshalb müssen wir diese Weltoffenheit auch demonstrieren.“ "

Das ist korrekt und kann nur unterstützt werden. Solange wie die Besucher das machen, was Besucher gewöhnlich so tun.

"Als Zeichen gegen Fremdenhass wurden dann vom Rathausplatz weiße Luftballons in die Luft gelassen. "

Die dann irgendwo in der Pampa landen und dann als Kunststoffmüll die Umwelt verschmutzen. Den grünlinken Ökojammerern ist die Ökobilanz ihres Handelns in diesem speziellen Fall aber wurscht. Hauptsache ein Zeichen gesetzt, wogegen auch immer.

"Dresden steht für Toleranz ..."

Dann dürfte es kein Problem sein, die Meinung tausender Dresdner zu tolerieren, auch wenn sie "Gutmensch" nicht gefällt.

"Diese hätten sich über Einbußen beklagt, da jeden Montag ein Großteil der Innenstadt gesperrt werde. Nun wolle man auf sie Rücksicht nehmen. "

Eine Einsicht die "Gutmensch" auf seinen Randaleveranstaltungen völlig egal ist. Denn Einzelhändler sind Handlanger der bösen Konzerne und gehören bekämpft, notfalls mit Mahnwachen, Farbbeutelanschlägen und ähnlichem Schwachsinn
 
Björn Mittwoch, 10.Dezember 2014, 18:30 Uhr:
Die Demokratiefähigkeit von Pegida erkennt man an ihren Gegnern.
Von dort wird sie allerseits und ausnahmslos demagogisch betrachtet.

"Demagogie" aber, "ist die Vokalbel, welche die Demokraten verwenden, wenn die Demokratie sie erschreckt." Nicolas Gomez Davila

Ich bin immer wieder entzückt, wenn heuchlerische Demokraten, anderen demokratischen Bewegungen die Demokratie absprechen.
Wie aber jeder zivilisiert gebliebene Mensch jedoch weiß, sind gerade die Sie die verfechter des absoluten Absolutismus.

Mit freundlichen Grüßen und Gottes Segen
 
Roichi Mittwoch, 10.Dezember 2014, 21:11 Uhr:
@ nur mal reingefallen

"Solange wie die Besucher das machen, was Besucher gewöhnlich so tun."

Du meinst, sich benehmen, und nicht andere Menschen wegen ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion anpöbeln?
Da hast du bei deinen Kamerraden aber noch einiges zu tun. Immerhin wunderst du dich dann hoffentlich nicht, wenn euch niemand haben mag.

"Hauptsache ein Zeichen gesetzt, wogegen auch immer."

Wogegen steht im Artikel.
Übrigens gibt es auch biologisch abbaubare Ballons. Sind sogar die Meisten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Luftballon
Aber soweit denkt der nationale Troll nicht erst.

"Dann dürfte es kein Problem sein, die Meinung tausender Dresdner zu tolerieren, auch wenn sie "Gutmensch" nicht gefällt."

Nicht anderes ist geschehen.
Fragt sich nur, warum du ein Problem damit hast?
Oder eher nicht. Dich stören ja allgemein von deiner abweichende Meinungen.

"Eine Einsicht die "Gutmensch" auf seinen Randaleveranstaltungen völlig egal ist. "

Du meinst wohl die Ausrede, die die Organisatoren wählten, damit ihre Anhänger nicht mehr so viel randalieren.

"...und ähnlichem Schwachsinn "

Mit deinen Kommentaren vielleicht. Die sind solcher.


@ Björn

"Die Demokratiefähigkeit von Pegida erkennt man an ihren Gegnern."

Steile These. Und mal wieder nicht mehr als das.
Die differenzierten Betrachtungen in der Medienlandschaft gehen an dir natürlich vorbei.
Dir geht es ja schließlich nur um die Ideologie. Nicht um Demokratie.
 
Dresdner Mittwoch, 10.Dezember 2014, 21:46 Uhr:
@ angemerkt und björn

Kriegt Euch ein. Eine halbe Million Dresdner geht nicht zu Pegida.

Unkommentierter Zusammenschnitt vom 08.12.14 hier:
www.youtube.com/watch?v=i3iJk0Q12E8

Sicherlich haben sich die Gewerbetreibenden sehr gefreut hinterher diese demokratisch engagierten Herren bewirten zu dürfen.
 
Irmela Mensah-Schramm Mittwoch, 10.Dezember 2014, 23:32 Uhr:
Oh @ Björn, was die mal wieder dies für ein Schwachsinn ist.
Gott ist kein Nazi auf den Segen vonb Nazis verzichten wir lieber!
 
Irmela Mensah-Schramm Donnerstag, 11.Dezember 2014, 09:34 Uhr:
@ Dresdner

Jeder einzelne Dresdner, oder Sachse/Teilnehmer an der PEGIDA ist einer zuviel! Was die wegen angeblicher "Überfremdung" dazu treibt, flößt mir Furcht wegen Nationalfanatismus ein.
Menschen, die mit mehr als einer Deutschlandfahne - und manchmal mit bis zu 6 (!!!) Fähnchen durch die Gegend fahren, verursachen bei mir schon "Gänsehaut"!
 
Dumbo Donnerstag, 11.Dezember 2014, 11:04 Uhr:
Köstlich, wie die hier schreibenden Antidemokraten hyperventilieren...zu viel Demokratie macht jene eben perplex. Verständlich.
 
AW,Kiel Donnerstag, 11.Dezember 2014, 13:14 Uhr:
Mich wundert, dass noch keine hunderttausend Bürger auf den Straßen sind. Wenn der sächsische Ausländerbeauftragte der CDU bereist 2012 schrieb:
"Ab 2035 beginnt ein neues Zeitalter! Es wird ein Zeitalter sein, in dem wir Herkunftsdeutschen in unserem Land die Minderheit darstellen werden. Wie werden wird dann behandelt sein wollen? Freundlich, höflich und dazugehörig? Oder werden wir uns damit zufriedengeben, als geschützte Minderheit zumindest geduldet zu werden? Ist es okay, wenn wir dann so behandelt werden, wie wir Zuwanderer heute oft behandeln."
www.landtag.sachsen.de/dokumente/newsletter/Newsletter_06_12.docx
Wird es da nicht wirklich Zeit, dass wir darüber mitbestimmen sollten, wie unser Leben künftig aussehen soll, wie sich die Grundfesten, Werte und FDGO unserer Gesellschaft entwickeln sollen. Wenn ich mir die schlechte Integrationspolitik und die inkonsequente Asylpolitik anschaue, werden wir ernten, was die Politik gesät hat. Aktuell wird zwischen Asylsuchenden und Wirtschaftsflüchtlingen in Diskussionen kaum noch unterschieden, eine geregelte Einwanderungspolitik (das bedeutet Willkommenspolitik) verhindert. Sich der berechtigten Sorgen der Bevölkerung anzunehmen, damit diese nicht rechts außen landet, ist das Gegenteil von dem was aktuell propagiert wird. Dem Pegida Positionspaier kann ich mich da nur anschließen, insbesondere wenn man weiß, wie beschämend teilw. mit berechtigten Asylsuchenden umgegangen wird. Ich wünsche uns einen erfolgreichen Dialog!
 
münchhausen Donnerstag, 11.Dezember 2014, 13:41 Uhr:
Wer Nicolas Gomez Davila zitiert, um Anderen ein mangelndes Demokratieverständnis vorzuwerfen, der versucht wahrscheinlich auch die Schöpfungsgeschichte mit Charles Darwin zu belegen.
 
qual Donnerstag, 11.Dezember 2014, 18:19 Uhr:
lieber dumbo aw kiel
"Ein Neonazi will Viehmann nicht sein, auch wenn der „Hessische Rundfunk“ ihn einen nannte. Bei seiner Demo spricht er sich „gegen jegliche Art von Radikalismus“ aus. Wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, begann Viehmann jedoch ausgerechnet am 9. November einen Facebook-Eintrag mit der NS-Parole „Deutschland erwache!“. Als er sich in einem anderen Post über das „Judenpack“ echauffierte, schrieb er an die Adresse von Bundeskanzlerin Angela Merkel: „man sollte dich steinigen du Vieh“. Ein vermeintlicher „Massenmord“ Israels an Palästinensern wäre Auslöser von neuem Antisemitismus. Er hoffe, dass „hier bald eine Revolution ausbricht und dem ganzen Deutschen Politpack der Schädel eingeschlagen wird“ (alle Fehler im Original).
http://www.bnr.de/artikel/hintergrund/pegida-ableger-in-hessen
Schön zu sehen mit wem ihr so bei Demos kuschelt.
 
Björn Donnerstag, 11.Dezember 2014, 18:45 Uhr:
@Roichi
Mir geht es nicht um Demokratie. Ich bin Antidemokrat und vom selbstverständnis reaktionär.
Ich lehne jede demokratische Bewegung ab, sei sie grün, rot, schwarz oder braun. Oder im falle von Pegida farblos. Es ist nur ein vorzügliches Bsp. um euch vorzuführen.

@Irmela Mensah-Schramm
Gott verfügt als einziger über ein kohärentes Weltbild, auch wenn ihr Demokraten aller coleur euch gleiches anmaßt.

@münchhausen
Ich zitiere Gomez Davila nicht, um jemanden ein Demokratiezertifikat auszustellen, sondern um die Widerwärtigkeit und Heuchelei der Demokratie offenkund zu tun.
 
JayBee Freitag, 12.Dezember 2014, 09:46 Uhr:
Huch, haben wir einen neuen Björn? Oder eine neue Generalhenriette? Ich fand das erste Posting schon so komisch, aber das zweite ist doch ein Fake, oder?
 
Dennis Freitag, 12.Dezember 2014, 09:55 Uhr:
@ Björn:

"Ich bin Antidemokrat und vom selbstverständnis reaktionär."

Dass Sie mit Demokratie nicht am Hut haben, weiss hier mittlerweile jeder.
Ihre Äusserungen zeigen das zu genüge.

"Es ist nur ein vorzügliches Bsp. um euch vorzuführen."
Muahahaha!!! Selten so gelacht.
 
Björn Freitag, 12.Dezember 2014, 12:12 Uhr:
@Dennis

"Dass Sie mit Demokratie nicht am Hut haben, weiss hier mittlerweile jeder.
Ihre Äusserungen zeigen das zu genüge. "

Ganz herzlichen Dank. Erstaunlich empfinde ich lediglich die Worte "mittlerweile" und "zu genüge".
Sie werden ihre Gründe haben...

Einen gesegneten Tag
 
qual Freitag, 12.Dezember 2014, 15:52 Uhr:
lieber björn
"Die Demokratiefähigkeit von Pegida erkennt man an ihren Gegnern"
Dazu passt "Dresden: Sternlauf-Organisator wird von Pegida-Sympathisanten bedroht"
Von Demokratie haben Sie nicht wirklich Ahnung.

 
Amtsträger Freitag, 12.Dezember 2014, 22:45 Uhr:
Lieber Björn,

ich bin mit der Neubesetzung der "Björn"-Stelle bei der NPD sehr unzufrieden. Bitte geben Sie sich in Zukunft mehr Mühe.
Ihr Vorgänger hat da einiges mehr geleistet, als Sie bisher. Wo Sie es nur bis zu einem Augenrollen schaffen, hat Ihr Vorgänger Gelächter hervorgerufen...
 
Jupp Samstag, 13.Dezember 2014, 03:04 Uhr:
Ging es bei Pegida nicht mal um "antiislamistische Spaziergänge"? (Stand zumindest auch mal in einem Artikel hier) Im Moment erweisen beide Parteien, die diese Demos für bzw. gegen sich vereinnamen wollen, ihrer jeweiligen Sache einen Bärendienst. Und zwar derart, dass alle Themen durcheinandergemengt werden. Anscheinend, um sich selbst möglichst bestens in Szene zu setzen. Dabei fällt leider hinten runter, das Radikalismus von welcher Seite auch immer, uns aktuell nicht nach vorne bringt. Weder der, der uns den Untergang des Abendlandes prophezeit, noch der ich-seh-ne-Deutschlandfahne-also Schnapatmung, noch der, der für Scharia und gegen Juden hetzt. Wer also nicht nur gegen Radikale auf der ANDEREN Seite ist, der darf das Thema doch gerne differenziert anfassen.
Danke auch an @AW Kiel!
 
AW,Kiel Montag, 15.Dezember 2014, 12:40 Uhr:
@ qual: Die Menschen gehen doch nicht wegen einem Herrn Viehmann auf die Straße, sondern weil mittlerweile ein Tipping Point erreicht wurde. Ich sprach auch von den Sorgen vieler Menschen auf die es einzugehen gilt. Mit Ihrem Argument dürfte man auch nicht mehr wählen gehen, da viele Politiker Rechtsbruch begingen. Wir könnten auch die Demokratie abschaffen, da diese missbraucht werden kann und wird. In Teilen unserer Gesellschaft ist das „verstehen“ im Sinne von hineindenken, Verständnis und ein reflektieren, was wir künftig besser machen könnten, nun politisch inkorrekt. So etwas führt dann in einem anderen Fall dazu, dass es irrelevant ist, ob man gemeinsam mit der Asow-Miliz kämpft, weiß man sich ja auf der richtigen Seite. Wenn es uns nicht gelingt, einen Dialog in dieser Gesellschaft herzustellen, fliegt uns m.E. dieser Laden um die Ohren. Das wäre ja auch nichts Neues. Wir sollten dann im Namen endstation-rechts das „Endstation“ entfernen. Vielleicht wird es aber auch „links“, Teile der Antifa wirken schon wie eine SA. Wofür haben unsere Vorfahren dieses Land wieder aufgebaut, damit wir uns akt. die Schädel einschlagen? Tragen heute nicht wir die Verantwortung, was aus diesem Land wird? Ist Demokratie nicht mehr, als nur seine Stimme „abzugeben“ und gesagt zu bekommen, was man zu denken und zu tun hat? Da sind 10.000 Menschen, die etwas zu sagen haben. Es ist einer Demokratie einfach unwürdig, diese pauschal als „Nazis in Nadelstreifen“ zu bezeichnen.
 
qual Montag, 15.Dezember 2014, 16:23 Uhr:
lieber aw kiel
"Ist Demokratie nicht mehr, als nur seine Stimme „abzugeben“ und gesagt zu bekommen, was man zu denken und zu tun hat? Da sind 10.000 Menschen, die etwas zu sagen haben. Es ist einer Demokratie einfach unwürdig, diese pauschal als „Nazis in Nadelstreifen“ zu bezeichnen."
Dazu passt "Mehrere tausend Menschen haben am Sonntag (14.12.2014) in Köln gegen Rassismus und Rechtsextreme demonstriert. An dem Protestzug durch die Innenstadt beteiligten sich nach Veranstalterangaben rund 15.000 Personen, darunter zahlreiche bekannte Musiker."
" Wenn es uns nicht gelingt, einen Dialog in dieser Gesellschaft herzustellen, fliegt uns m.E. dieser Laden um die Ohren. " Dazu passt " Jauch erklärte, dass er Lutz Bachmann für die Livesendung angefragt hatte. An dieser Stelle hätte Bachmann die Möglichkeit gehabt, für Pegida zu sprechen. Es handle sich um eine Livesendung, "das ist eine Form in der nichts manipuliert werden kann." Bachmann kam nicht"
Halten wir fest : 15000 sind mehr wie 10000. Die Merheit siegt in einer Demokratie.
Halten wir weiter fest von seiten der PEGIDIA Macher ist kein Dialog erwünscht.
" Es ist einer Demokratie einfach unwürdig, diese pauschal als „Nazis in Nadelstreifen“ zu bezeichnen." Da haben Sie Recht . Nadelstreifen haben diese Nazis nicht. Sehen Sie hier. www.youtube.com/watch?v=SYQjD8zHgk4
 
Björn Montag, 15.Dezember 2014, 16:54 Uhr:
@qual

Wieviele Personen eurer gegnerischen Sekten habt ihr schon bedroht?
Gewiss, ich weiß: keine narürlich...

Ist nicht diese ganze Seite eine der Denuziation und Drohung entsprungenen Quelle?
Freilich gibt es noch schlimmere eurerseits und Gott alleine weiß, welche Perfiditäten ihr noch zu Tage tragt.

Mein Wissen über die Demokratie ist recht umfangreich, sodass ich ihr nur mit Abscheu begegnen kann.
Darüber zu diskutieren aber ist müssig, setzt es doch das Ablegen der ideologischen Glorifizierung vorraus. Dies aber ist dem modernen Menschen unmöglich geworden und darum wird auch ALLES scheitern was er (resp. ihr) je erschaffen habt.

Ich wünschen allen einen gesegneten Tag
 

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