von Robert Scholz
   

Palastrevolution bei den Republikanern? Landeschef von Rheinland-Pfalz soll Schlierer beerben

Nachdem die Republikaner mit 0,4 Prozent bei der Bundestagswahl ihr selbstgestecktes Minimalziel, die Sicherung der staatlichen Parteienfinanzierung, nicht erreicht hatten, rumort es in der Partei. In Rheinland-Pfalz wurde jüngst die Einberufung eines außerordentlichen Parteitages gefordert. Erklärtes Ziel ist die Ablösung des amtierenden Bundesvorstandes um Parteichef Rolf Schlierer.

Einstimmig bei nur einer Enthaltung fordern die Kreisvorsitzenden sowie der rheinland-pfälzische Landesvorstand der Republikaner den Bundesvorstand auf, noch in diesem Jahr einen außerordentlichen Bundesparteitag mit Neuwahlen des gesamten Bundesvorstandes durchzuführen.

Der amtierende Bundesvorstand soll nach dem Willen des Landesverbandes allerdings gar nicht erst wieder kandidieren. Konkret sollen Parteichef Rolf Schlierer, die geschäftsführende stellvertretende Bundesvorsitzende Ursula Winkelsett sowie der stellvertretende Bundesvorsitzende Johann Gärtner „den Weg für einen Neuanfang frei machen“. 

Schlierer versprach bereits vor der Bundestagswahl, „schonungslos bilanzieren und klare strategische und taktische Konsequenzen ziehen“ zu wollen. Von personellen Konsequenzen sprach Schlierer aber auch nach dem Wahldebakel bislang nicht.

Als Gegenkandidaten schlug der Landesverband seinen Vorsitzenden, den Fraktionschef im Mainzer Stadtrat, Stephan Stritter, vor.

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