Oi-Punk-Festival mit Rechtsrock

Schweden (Nyköping) – Das seit vielen Jahren angebotene „Kuggnäsfestival“ in Nyköping, bei dem sich auch immer wieder Rechtsrock im Programm findet, will nicht auf deutsche Beteiligung verzichten.

Dienstag, 22. Juli 2014
Redaktion

Das zeigt sich auch dieses Jahr vom 31. Juli bis 2. August. Es handelt sich dabei um ein Event, auf dem Oi-Punk, Metal und Wiking-Rock zu hören sind. Doch auch rassistischen, nationalistischen und blutrünstigen wie gewaltaffinen Tönen werden vom Veranstalter Platz geboten. 2010 und 2012 stand zum Beispiel die vom Verfassungsschutz Bremen beobachtete rechtsgerichtete Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ auf der Bühne.

In diesem Jahr wird die Gruppe „Selbststeller“ aus dem sächsischen Riesa beworben, die es seit 2000 gibt und die Verfassungsschützer als Neonazi-Band einordnen. Beobachter sagen ihr Verbindungen zum international agierenden, in Deutschland verbotenen „Blood&Honour“-Netzwerk nach. Ihr jüngstes Album ist beim Rechtsrock-Label PC-Records in Chemnitz erschienen.

Eine feste Größe auf dem dreitägigen Festival stellt die auch häufiger hierzulande auftretende schwedische Band „Pitbullfarm“ dar, die beispielsweise Ende Juni bei dem von Oliver Malina organisierten Open Air-Konzert in Nienhagen/Sachsen-Anhalt mitwirkte. Ihr Sänger Jocke Karlsson war Mitglied bei der rechtsextremen Band „Pluton Svea“. Er gehört aktuell auch zur Besetzung von „Völund Smed“. Diese schwedischen Kombo ist Dauergast beim „Kuggnäsfestival“. Die Band distanziert sich zwar regelmäßig von der rechten Szene, liefert gleichzeitig aber immer wieder Berührungspunkte mit dieser. Aktuell wird sie beispielsweise von der Textilmarke Erik & Sons gesponsert, die vornehmlich in rechtsgerichteten Kreisen ihre Abnehmer findet. (hf)

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