Offensive der „Rechten“ im Südwesten

In Hessen hat „Die Rechte“ einen neuen Landesvorstand gewählt, in Ingelheim will die Neonazi-Partei am 20. April gemeinsam mit Kameradschaften demonstrieren.

Freitag, 29. März 2019
Redaktion

Der Landesverband Hessen der Neonazi-Partei „Die Rechte“ hat vor wenigen Tagen laut eigener Mitteilung eine neue Landesspitze gewählt. Auf einem Parteitag im nordhessischen Neukirchen (Schwalm-Eder-Kreis) hat demzufolge Mike Guldner den Vorsitz übernommen. Ferner wurden demnach Tim Schmerer und Bastian Sure als Beisitzer gewählt. Eine erste Phase des Landesverbandes reichte von der Gründung Ende 2012 bis zur Auflösung März 2014. Eine Neugründung erfolgte dann am 26. August 2017. Seine Mitglieder hat die Splitterpartei besonders im Raum Marburg, Wiesbaden und im Main-Kinzig-Kreis. Guldners Vorgänger waren Pierre Levien und Christian Göppner.

Balladenabend mit „Renitenz“

Unterdessen kündigen der Landesverband Südwest der „Rechten“, der meist in Person von Florian Grabowski in Erscheinung tritt, zusammen mit der „Kameradschaft Rheinhessen“ und dem „Nationalen Widerstand Zweibrücken“ am 20. April in Ingelheim eine Demonstration unter dem Motto „Heimat erhalten, Familien fördern, Zukunft gestalten“ an. Bei den Aktivisten der Kameradschaften sowie der Splitterpartei besteht in mehreren Fällen eine Personalunion. In dieser Zusammensetzung ist man bereits häufiger gemeinsam aufgetreten, beispielsweise am 2. Februar mit Kundgebungen in den drei Städten Alzey, Wörrstadt und Wöllstein oder am 14. sowie 23. März bei Fackelmärschen in Zweibrücken.

Im Anschluss an die geplante Zusammenkunft in Ingelheim wird im Großraum Alzey/Worms noch ein Balladenabend mit „Renitenz“ angekündigt, dem Liedermacherprojekt der seit 2003 bestehenden Band „Breakdown“ mit Sänger Daniel Strunk, der schon 2014 ein Wahlwerbelied zur Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen eingesungen hat („Ich wähl‘ Die Rechte in Dortmund“). Er trat auch im Vorjahr bei einer Parteiveranstaltung in Karlsruhe auf. (hf)

Kategorien
Tags