von Mathias Brodkorb
   

Offener Brief an Felix Menzel (Blaue Narzisse)

Am 21. Februar 2008 veröffentlichte ENDSTATION RECHTS. einen Beitrag über das rechte Projekt www.blauenarzisse.de. Noch am selben Tag meldete sich dessen Macher, Felix Menzel, mit einem offenen Brief zu Wort. Im Folgenden dokumentieren wir eine Antwort von Mathias Brodkorb (MdL).



Sehr geehrter Herr Menzel,

Sie haben sich am 21. Februar 2008 in einem offenen Brief an mich gewandt und Korrekturvorschläge zum Beitrag „Junge Freiheit 2.0 - Das jung-konservative Projekt www.blauenarzisse.de“ vorgetragen sowie um ein Interview für www.blauenarzisse.de gebeten. Da wir jüngst selbst auf ein Schreiben der DVU-Fraktionsvorsitzenden Liane Hesselbarth im Landtag von Brandenburg geantwortet haben, die weiter rechts stehen dürfte als Sie, werde ich auch Ihnen selbstverständlich eine Antwort nicht verweigern.

Da es sich bei Ihren Hinweisen nicht um Korrekturen von Tatsachenbehauptungen handelt, sondern diese eher den Bereich Meinungen/Interpretationen berühren, werden Sie sicher Verständnis dafür haben, dass wir sie unberücksichtigt lassen müssen.

Was das Interview angeht, muss ich Ihnen absagen – und zwar aus drei Gründen:

1. Sie richteten Ihre Anfrage nicht nur an mich persönlich, sondern sogleich an die Öffentlichkeit. Was immer Sie damit bezweckten: Das ist schlechter Stil.

2. Was ist der Grund dafür, dass Sie mich interviewen wollen? Ich habe einfach nur einen sachlichen Artikel über Ihr Projekt geschrieben – übrigens nicht ihret-, sondern meinetwegen.

3. Wir stehen an unterschiedlichen Enden des politischen Spektrums. Eines Ihrer Instrumente zur „rechten Milieubildung“ ist dabei das Projekt „Blaue Narzisse“. Eine Strategie dieses Instrumentes besteht darin, ganz bestimmte Interviews zu führen. In meinem Beitrag schreibe ich hierzu: „Wie die JF versucht www.blauenarzisse.de bspw. nicht unerfolgreich, angesehene Querdenker zu Interviews zu motivieren und so von deren symbolischem Kapital zu profitieren.“ Gewährte ich Ihnen das Interview, konterkarrierte ich ja direkt den Zweck meiner eigenen Analyse.

Ich bin mir sicher, dass Sie für diese Motivlage nicht ohne Verständnis sein werden, zumal „reden“ und „interviewen“ auch nicht ganz dasselbe sind.


Mit freundlichen Grüßen

Mathias Brodkorb

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