von Robert Scholz
   

NPD-Landeschef trainiert Minikicker in Wattenscheid

Claus Cremer ist beileibe kein Unbekannter, vor wenigen Monaten machte er öffentlichkeitswirksam Wahlkampf für die NPD in Nordrhein-Westfalen. Cremer war als Landesvorsitzender Spitzenkandidat der rechtsextremen Partei. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat er ehrenamtlich auch die Minikicker des DJK Wattenscheid betreut. Nach einem Medienbericht hat sich der Verein umgehend von Cremer getrennt. So eine Konstellation sei untragbar, erklärte der Geschäftsführer gegenüber den „Ruhr Nachrichten“, die das Engagement publik machten.

Dass der NPD-Landesvorsitzende überhaupt in den Trainerstab der kleinsten Kicker des Vereins kommen konnte, wird auf die Vereinsstruktur zurückgeführt. Demnach habe der Verein 800 Mitglieder, die sich in vier Abteilungen selbstständig verwalten. Eine dieser Abteilungen ist der Jugendfußball. Der Gesamtgeschäftsführer des Vereins, Ibrahim Kulin,  hätte angedeutet, schreiben die „Ruhr Nachrichten“, dass der Leiter der Abteilung nicht überblickt habe, welche Reaktionen es auslöse, wenn er einen NPD-Mann zum Betreuer junger Kinder mache. 

Angeblich ist der Zeitung von besorgten Eltern bereits mitgeteilt worden, dass sie ihre Kinder bereits bei dem Verein abgemeldet hätten, weil sie unter allen Umständen verhindern wollten, dass ihr Nachwuchs mit dem „Gedankengut der rechten Szene in Kontakt gerät“.

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