NPD-Kandidaten im Ländle

Villingen-Schwenningen – Die baden-württembergische NPD hat ihre Landesliste für die Bundestagswahl im September dieses Jahres bestimmt.

Donnerstag, 28. März 2013
Redaktion

Spitzenkandididat ist der ehemalige Polizeibeamte Jürgen Schützinger (Jg. 1953, Villingen-Schwenningen), von Oktober 2005 bis März 2013 Landesvorsitzender der baden-württembergischen NPD. (bnr.de berichtete) Schützinger, Mitglied der rechtsextremen „Gesellschaft für freie Publizistik“ (GFP) und des rassistischen „Schutzbundes für das Deutsche Volk“ (SDV), gehört seit 1984 dem Kreistag des Schwarzwald-Baar-Kreises an und ist seit 1980 Gemeinderatsmitglied in Villingen-Schwenningen.

Den zweiten Listenplatz hat Edda Schmidt (Jg. 1948, Bisingen), vormals „Gaumädelführerin“ und „Schriftleiterin“ der 1994 verbotenen Neonazi-Truppe „Wiking-Jugend“ (WJ), inne. Von Oktober 2009 bis Februar 2012 war Schmidt Bundeschefin der NPD-Frauenorganisation „Ring Nationaler Frauen“ (RNF). Schmidt, Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Zollernalb, gehört dem NPD-Landesvorstand an und fungiert als RNF-Landesvorsitzende. Bei der rassistischen „Artgemeinschaft“, dem „Glaubensbund wesensgemäßer Daseinsgestaltung“, ist die einschlägig verurteilte Schmidt für Referatsauftritte zu Themenfeldern wie „Ahnenerbe im Volkstanz“ bekannt.

Listenplatz drei hat der frischgebackene NPD-Landesvorsitzende Alexander Neidlein (bnr.de berichtete) inne. Neidlein (Jg. 1975), seit vormals Landesvorsitzender der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN), ist auch Landesgeschäftsführer der NPD, der er seit 1997 angehört.

Listenkandidat vier ist Jan Jaeschke (Jg. 1990, Mannheim), Vorsitzender des NPD-Kreisverbands Mannheim, seit wenigen Tagen NPD-Landesvorstandsmitglied. Auf Platz fünf kandidiert der neu gewählte NPD-Landesschatzmeister Heiko Köhler (Jg. 1974, Aidlingen). Der gebürtige Lausitzer gehört der NPD seit 2004 an.

Bei der Bundestagswahl 2009 erzielte die NPD im Ländle 1,1 Prozent (61 575 Wählerstimmen). (am)

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