NPD-Chef mit „bewegter Vergangenheit“

Stuttgart – Die baden-württembergische NPD hat am Sonntag bei einem Landesparteitag Alexander Neidlein aus Crailsheim zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt.

Montag, 18. März 2013
Redaktion

Der 1974 geborene Neidlein tritt die Nachfolge von Jürgen Schützinger an, der angekündigt hatte, für ein Vorstandsamt auf Landesebene nicht mehr zur Verfügung zu stehen. (bnr.de berichtete) Neidlein fungierte zuvor als stellvertretender Landesvorsitzender und Landesgeschäftsführer der NPD. Er sei mit „überwältigender Mehrheit“ gewählt worden, berichtete Parteichef Holger Apfel auf seiner Facebookseite.

Schlagzeilen machte der „hemdsärmelige Mann der Tat“, wie Apfel Neidlein nennt, bisher vor allem wegen seiner Vergangenheit als Kroatien-Söldner und wegen eines Raubüberfalls  auf ein Lübecker Postamt im Jahre 1993. Apfel verteidigte die Personalentscheidung dennoch. Neidlein habe sich „weiterentwickelt“. Er habe seine „,bewegte’ Vergangenheit“ beim Parteitag „richtigerweise selbst zur Sprache gebracht – und u.a. darauf verwiesen, dass er seit Jahren seine eigenen gemachten Fehler und Erfahrungen zu nutzen sucht, um junge Menschen zu einem vernunftsgesteuerten Handeln anzuleiten“.

Als stellvertretende Vorsitzende der baden-württembergischen NPD wurden Matthias Brodbeck und Martin Krämer gewählt. Sie gehörten bisher als Beisitzer dem Vorstand an. (ts)

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