von Oliver Cruzcampo
   

NPD-Bundesvorstandsmitglied Heise geht unter die Weinhändler

Beim W & B-Versand von NPD-Bundesvorstandsmitglied Heise aus dem thüringischen Fretterode ist jetzt Wein vom Mittelrhein erhältlich. „Der Leibstandarte edelster Tropfen“ soll gegenüber der Loreley gediehen sein. Mit dem Weinkauf, so der mehrfach verurteilte und knasterfahrene Neonazi Heise, unterstütze man „die Pflege und den Erhalt des Denkmals, des 1.SS-Panzer-Korps und anderer militärischer Gedenkstätten, welche in dieser bittersten Zeit der Erniedrigung unseres deutschen Vaterlandes, sonst dem Verfall anheimfielen“ (Fehler im Original).

Das 1971 in der rheinland-pfälzischen Taunusgemeinde Marienfels von ehemaligen Waffen-SS-Kameraden errichtete Denkmal, das an 20.000 Gefallene und Vermisste der 1. und 12. Panzerdivision der Waffen-SS erinnert, wurde 2004 durch Unbekannte zerstört und 2006 auf dem Privatgelände von Heise in Fretterode wieder errichtet. Wie der „blick nach rechts“ berichtet, kann der NS-Denkmal-Wein in der Preisklasse zwischen 15 bis 33 Euro pro Flasche in Holzkisten bei Heise bestellt werden.

Heise ist Mitglied im NPD-Bundesvorstand und seit Juni 2009 ebenfalls im Kreistag Eichsfeld vertreten. Im August 2008 wurde Heise zudem wegen Volksverhetzung verurteilt, weil er CDs, die zum Hass gegen bestimmte Volksgruppen aufriefen,verkauft haben soll. Strafe damals: 11 Monate auf Bewährung, 200 Sozialstunden Arbeit und 15.000 Euro Geldbuße. Dies war insgesamt bereits seine 12. Strafe.

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