von Robert Scholz
   

NPD-Amazonen bestätigen ihre Vorsitzende

Der Ring Nationaler Frauen (RNF), die NPD-Frauenorganisation, hat am Wochenende ihren Bundeskongress abgehalten und die amtierende Vorsitzende, Edda Schmidt, im Amt bestätigt. Erstmals vergaben die NPD-Damen auch den Titel „Frau des Jahres“. Erste Preisträgerin wurde Ursula Müller, die Vorsitzende der Hilfsgemeinschaft für nationale politische Gefangene (HNG).

Schmidt musste sich offenbar einer Kampfabstimmung stellen, bei der sie sich nach NPD-Angaben allerdings „souverän durchsetzte“. Als Stellvertreterinnen wurden Ricarda Riefling und Judith Rothe, zu Beisitzerinnen Stella Hähnel, Heidrun Walde und Jennifer Bagil gewählt.

Grußworte überbrachte statt des NPD-Vorsitzenden der Chef der sich verschmelzenden DVU, Matthias Faust. Neben der Fusion, heißt es in der alljährlichen Pressmitteilung, sei „eine wichtige Voraussetzung für weitere Erfolge die verstärkte Ansprache von Frauen“.

Zeichen des Bemühens um Mitgliedergewinnung ist anscheinend auch die Wahl der „volkstreuen ,Frau des Jahres‘“. Erste Titelträgerin ist mit Ursula Müller eine Frau, die in jüngerer Vergangenheit wegen ihres Vereins „Hilfsgemeinschaft für nationale politische Gefangene“ Schlagzeilen schrieb. Anfang September geriet die größte Neonazi-Organisation der Bundesrepublik in das Visier der Ermittler, da die Tätigkeiten des Vereins im Verdacht stehen, in aggressiv-kämpferischer Weise gegen die verfassungsmäßige Ordnung gerichtet zu sein. Ein Verbot ist nach Auffassung Müllers sehr wahrscheinlich, wie der „Blick nach rechts“ erst kürzlich berichtet hat.

Den Titel „Frau des Jahres“ könnte Müller aber auch für das Blumenbeet erhalten haben, das ihren Vorgarten laut Google Earth zieren soll (via NPD-Blog).

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