Neonazis wollen Antifa-Verbot

Aachen/Eschweiler − Der Pulheimer Axel Reitz will offenbar indirekt mit rund 100 „Kameraden“ gegen eine antifaschistische Regionalkonferenz aufmarschieren.

Donnerstag, 22. Oktober 2009
Redaktion

Nazigegner aus dem Großraum Aachen wollen am 31. Oktober in Eschweiler eine Regionalkonferenz unter dem Motto „Aktiv gegen Rechts“ abhalten. An dem Treffen werden zwecks Vernetzung zahlreiche Vertreter antifaschistischer Gruppen, Gewerkschaften und Bündnisse gegen Rechtsextremismus aus dem Großraum Aachen, Düren und Heinsberg teilnehmen. Schirmherr der Konferenz in Eschweiler ist Bürgermeister Rudi Bertram (SPD). Nicht in der im Kreis Aachen gelegenen Kleinstadt, wohl aber im rund 15 Kilometer entfernten Aachen wollen Neonazis offenbar dagegen aufmarschieren. Anmelder des braunen Spuks ist der einschlägig vorbestrafte Neonazi und Hetzredner Axel Reitz. Er hatte schon am 8. November 2008 und an Heiligabend Neonazi-Aufmärsche in Aachen abgehalten. In beiden Fällen war es zu starken Gegenprotesten vonseiten der Nazigegner gekommen. Beobachter vermuten, Reitz wolle sich nun mit der neuen Aktion revanchieren. Der provokative Aufmarsch in Aachen soll am 31. Oktober unter dem Motto „Gegen linke Gewalt – für das Verbot der Antifa“ stehen. (mik)

Kategorien
Tags