von Elmar Vieregge
   

Neonazis, Identitäre, Salafisten – Eine Nachbetrachtung der eskalierten Kölner Hooligan-Demonstration

Am 26. Oktober 2014 eskalierte in Köln eine von der Initiative „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) unter erheblicher Beteiligung von Rechtextremisten durchgeführte Kundgebung. Sie forderte 49 verletzte Polizisten und führte zu einer intensiven Presseberichterstattung, welche die sich aus dem rechtsextremistischen Engagement in der Fußballgewaltszene ergebende Gefahr thematisierte. Nach dem Abflauen der ersten Aufregung bietet sich auf der Basis eines Erlebnisberichts eine Nachbetrachtung zu den sich darüber hinaus ergebenden Aspekten an.

Die Kölner HoGeSa-Auftaktkundgebung (Foto: Elmar Vieregge)

Die Vorgeschichte: Gegen Salafisten … oder doch gegen alle Muslime?

Den Hintergrund für die unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark!“ durchgeführte Demonstration bildeten mehrere bundesweite, jedoch in Nordrhein-Westfalen besonders akute Entwicklungen. Eine betrifft die Fußballfanszene, beziehungsweise rechtsextremistische Aktivitäten innerhalb diverser Hooligangruppen. Deren Aktivitäten gingen in der jüngeren Vergangenheit unter anderem aufgrund verbesserter Sicherheitsstandards innerhalb der Stadien zurück, so dass manch ein Betrachter deren Niedergang sah. Andererseits existierten die Gruppen bundesweit weiter, denn sie konzentrierten sich auf verabredete Schlägereien in Gewerbegebieten oder Wäldern. Zudem blieben weiterhin Rechtsextremisten in Teilen der an sich nicht extremistischen Hooliganszene aktiv, wie etwa der seit den 1980er Jahren den gewalttätigen Anhang Borussia Dortmunds prägende, „SS-Siggi“ genannte Neonazi Siegfried Borchardt. Und während sich die Öffentlichkeit lange Zeit nicht besonders für den Hooliganismus interessierte, kam es bei mehreren Vereinen zu faninternen Rechts-Links-Auseinandersetzungen. Das betraf unter anderem Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf, Alemannia Aachen oder den MSV Duisburg.

Die zweite Entwicklung betrifft die islamistische Szene. Sie konnte sich insbesondere in Nordrhein-Westfalen lange Zeit nahezu ungehindert entwickeln und ihre Präsenz auf den Straßen ausbauen. Dazu gehörten Koranverteilaktionen in diversen Einkaufsstraßen, der Errichtungsversuch eines islamistischen Zentrums in Mönchengladbach, nächtliche Streifen einer „Scharia-Polizei“ in Wuppertal, das Anwerben djihadistischer Kämpfer in Dinslaken, ein verhinderter Mordanschlag auf den Pro NRW-Vorsitzenden in Leverkusen sowie ein missglückter Bombenanschlag im Hauptbahnhof in Bonn.

Die dritte Entwicklung betrifft das Spektrum der sich islamkritisch gebenden Vereinigungen, bei denen zuweilen nicht klar ist, ob sie sich nur gegen islamistische Extremisten richten oder ob sie eine Positionierung gegen den religiösen Extremismus als Tarnung für eine rassistisch fundierte Generalfeindlichkeit gegenüber Einwanderern aus muslimischen Ländern nutzen. Deren Angehörige, darunter so genannte Identitäre, sehen sich als Verteidiger des aus ihrer Sicht durch eine Einwanderungsinvasion bedrohten Europas und berufen sich auf die antiken Griechen und deren Kampf gegen persische Invasionsheere.

Zu einer Verbindung dieser Entwicklungen kam es in Mönchengladbach, wo seit 2010 Islamisten unter der Leitung des bundesweit bekannten Rheinländers Pierre Vogel ein Zentrum einrichten wollten und dafür ausgerechnet den Heimatstadtteil von Borussia Mönchengladbach wählten. Dies führte zu anhaltenden Protesten von Bürgern, aber auch von Angehörigen der dortigen Fußballfanszene. Zudem engagierte sich Pro NRW, unter anderem in Person von Dominik Roeseler. Die gespannte Stimmung eskalierte am 8. Februar 2014 als die Islamisten eine Kundgebung auf dem Marktplatz der Altstadt in der Nähe mehrerer Fußballfankneipen veranstaltete. Dabei kam es zu einer Attacke gewalttätiger Fans, die die Polizei unterband. In den folgenden Monaten gingen gewalttätige Fußballfans auch in anderen Städten gegen islamistische Veranstaltungen vor, so in Duisburg und Mannheim. Darüber hinaus organisierten Hooligans anti-islamistische Treffen in Essen und Dortmund. Zudem bildete sich die Initiative HoGeSa, bei der ein intransparentes Vorgehen auffiel, so dass unklar blieb, in welchem Ausmaß Rechtsextremisten und/oder Identitäre in ihr aktiv sind.

Die Demonstration: Fußball-Bier-Randale

In Köln meldete schließlich der mittlerweile als Pro NRW-Vertreter in den Mönchengladbacher Stadtrat eingezogene Dominik Roeseler die HoGeSa-Demonstration an. Eine zur Vorbereitung geführte Internetkampagne erzeugte umfangreiche Reaktionen, darunter auch einen Mobilisierungsaufruf der Neonazipartei Die Rechte. Während sich am 26. Oktober nur knapp 1.000 Gegendemonstranten auf dem Bahnhofvorplatz versammelten und von der Polizei vor Hooligan-Angriffen geschützt wurden, wurde dem Veranstalter der an der Rückseite des Hauptbahnhofs gelegene Breslauer Platz als Versammlungsstätte sowie ein Demonstrationsweg im angrenzenden Kunibertsviertel genehmigt.

HoGeSa-Aktivisten an ihrem Fahrzeug

Roeseler und die HoGeSa verbuchte zunächst einen großen Mobilisierungserfolg, denn es fanden sich rund 5.000 Personen ein. Wenngleich darunter auch etliche unauffällige Bürger waren, bestand der Kern aus Hooligans sowie Gelegenheitsgewalttätern. Diese Personenkreise reisten vor allem mit Regionalzügen an, wie etwa dem bei Fußballfans allseits beliebten NRW-Express, so dass sich im Bahnhof die Atmosphäre einer Auswärtsfahrt mit Randaleerwartung einstellte. Dementsprechend erfolgte ein gesteigerter Bierkonsum und es entstand eine aggressive Grundstimmung. Zwar verzichteten die Demonstranten größtenteils auf auffällige vereinsbezogene Kennzeichen, doch waren gewaltbereite Gruppen aus Köln und weiteren nordrhein-westfälischen Fußballstädten wie Aachen, Dortmund oder Essen erkennbar. Daneben erfolgte eine überregionale Beteiligung sowohl aus dem norddeutschen Raum als auch aus Rhein-Hessen oder Baden-Württemberg, etwa aus Mannheim oder Pforzheim. Dadurch ergab sich ein Großtreffen der deutschen Hooliganszene. An diesem beteiligten sich augenscheinlich viele erfahrene Fußballschläger, die in den 1980er und 1990er Jahren herangewachsen waren. Auffallend war auch die Anwesenheit von Fußballanhängern aus dem Ausland, etwa aus den Niederlanden und Belgien. Zudem fanden sich einige Personen mit nahöstlichen Gesichtszügen ein. Der Hintergrund für deren Erscheinen könnte darin bestanden haben, dass im Anbetracht der vom „Islamischen Staat“ in Syrien und im Irak verübten Massaker manche Migranten mit nahöstlichen Wurzeln jegliche anti-salafistische Initiative unterstützen könnten. Dabei könnten sie nach dem Prinzip „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ sogar an der Seite deutscher Rechtsextremisten und/oder Fußballschläger mitlaufen. Letztendlich beteiligten sich an der Hooligan-Demonstration so unterschiedliche Personen wie Normalbürger, Freunde der rechtsextremistischen Bekleidungsmarken „Ansgar Aryan“ und „Erik & Sons“, Ausländer, bekannte Neonazis oder klassisch mit Regenschirm „flanierende“ Althools.

Während der Auftaktveranstaltung deutete sich an, dass die Organisatoren den Eindruck einer seriösen politischen Veranstaltung vermitteln wollten, denn es wurden lediglich einige unverfängliche Deutschlandfahnen sowie eine Flagge mit einem nordischen Kreuz in schwarz-rot-gold gezeigt. Der Zwiespalt zwischen dem politischen Anspruch der Veranstalter und dem sich überschneidenden rechtsextremistischen/gewalttätigen Potenzial zeigte sich nicht nur anhand der Zusammensetzung der Demonstranten, sondern auch anhand der auf einer kleinen Bühne vor einem weißen Transporter gehaltenen Reden und Musikbeiträge. So ergingen einerseits Erklärungen, nach denen eine politische Bewegung angestrebt sei, während andererseits die eigene Radikalität beschworen wurde. Zudem trat mit Hannes Ostendorf der Sänger der bei Rechtsextremisten beliebten Bremer Hooligan-Band „Kategorie C“ auf. Der identitäre Einfluss manifestierte sich durch den von großen Teilen der Demonstranten mehrmals getätigten Ausruf „Ahuu!“. Dieser entstammt dem amerikanischen Kinofilm „300“, der den von Selbstaufopferung begleiteten Kampf der Spartaner gegen eine persische Übermacht thematisierte und vor allem Identitären als Inspiration für einen eigenen abendländischen Kampf dient.

Nach der Auftaktveranstaltung bewegte sich der von Sprechchören wie „Wir wollen keine Islamistenschweine“ oder „Deutschland, Deutschland“ begleitete Demonstrationszug in Richtung des weniger als zehn Gehminuten nördlich des Bahnhofs gelegenen Ebertplatzes. Dabei dauerte es nicht lange bis zur ersten Eskalation der ohnehin grundaggressiven und leicht erregbaren Teilnehmer. Auslöser war nach Angaben der Polizei eine, von der Presseberichterstattung später kaum erwähnte, aus einem Wohnhaus erfolgte „Provokation“ von Personen, die ein Trikot des türkischen Vereins Galtasaray Istanbul präsentierten. Unmittelbar vor dem Erreichen des Ebertplatze kam es aus einer schmalen Seitenstraße zu einer weiteren „Provokation“ von Gegnern der Kundgebung, woraufhin die Demonstration erneut eskalierte. Wieder zeigte sich der Kontrast zwischen einem großen Teil der Demonstranten und den Veranstaltern. So bepöbelten Hooligans mehrere Pressevertreter, griffen einschreitende Polizisten an und beschädigten ein chinesisches sowie ein südamerikanisches Restaurant an der Einmündung der Seitenstraße. Dabei bemühten sich die vom Veranstalter eingesetzten Ordner, unter Verweis auf den politischen Charakter der Kundgebung, um eine Beruhigung der Lage, wurden aber von Gewalttätern aus den eigenen Reihen teils massiv beleidigt und bedroht. Die sich nun entwickelnde Straßenschlacht konnte die Polizei nur durch den Einsatz von Schlagstöcken und Reizgas sowie mit der Hilfe eines Wasserwerfers beenden.

Die Polizei geht mit Wasserwerfern gegen gewalttätige Demonstranten vor

Der Versammlungsleiter erklärte daraufhin die seiner Kontrolle entglittene Veranstaltung für aufgelöst. Dies hatte jedoch nur geringe Auswirkungen, denn die Protestierenden wurden von der Polizei nicht eingekesselt, sondern als weitergehender Aufzug zum Rhein und dann in südlicher Richtung zurück zur Rückseite des Bahnhofs geleitet. Auf diesem Weg griff in einem zu passierenden Parkbereich eine vierköpfige Streetfighter-Gruppe augenscheinlich migrantischer Herkunft versprengte Demonstrationsteilnehmer an, wurde aber umgehend von Hooligans zurückgeschlagen. Insgesamt zeigte sich, dass die 1.300 eingesetzten Polizisten nicht ausreichten um das gesamte Einsatzgebiet zu beherrschen. Dies begünstigte bei der Rückkehr auf den Breslauer Platz den Ausbruch einer weiteren Straßenschlacht sowie mehreren im Verlauf der Abreisebewegungen einsetzenden Scharmützeln.

Die Nachwirkungen

Die unmittelbare Auswirkung der Veranstaltung bestand in der Erzeugung einer enormen öffentlichen Aufmerksamkeit. Diese gestaltete sich jedoch für die verantwortliche Initiative HoGeSa zwiespältig. Sie erlangte zwar einen bundesweiten Bekanntheitsgrad, erlitt aber gleichzeitig einen Rückschlag für die von ihr behauptete politische Arbeit. Da die gerade erst entstandene Initiative kaum Informationen über die sie tragenden Personen preisgibt, kann derzeit nicht abgeschätzt werden, in welchem Umfang Rechtsextremisten in ihr aktiv sind und wie ernst es ihr mit der politischen Arbeit ist. Die radikalsten Teile der rechtsextremistischen Szene, insbesondere neonazistische Vereinigungen fühlen sich durch die Mobilisierung in Kombinationen mit der Straßengewalt ermutigt und werden erfahrungsgemäß versuchen, ihren Einfluss auf die Hooliganszene auszuweiten. Für die nicht gewalttätigen und sich gegenüber der Öffentlichkeit um ein seriöses Erscheinungsbild bemühenden Organisationen ist die Eskalation hingegen schädlich. Dies betrifft vor allem die durch das Engagement Dominik Roeselers belastete Vereinigung Pro NRW. Sie reagierte dann auch umgehend, indem sie ihren Funktionär auf einer am 3. November veranstalteten Gesamtvorstandssitzung scharf rügte und im Wiederholungsfall einen Parteiausschluss androhte. Roeseler bat daraufhin um Entschuldigung und kündigte an, sich zukünftig nicht mehr an HoGeSa-Kundgebungen zu beteiligen.

Im Hinblick auf die Hooligans widerlegt der 26. Oktober die Einschätzung einiger Experten, die ihre Subkultur als im Verschwinden begriffen eingeschätzt hatten. Für die Hooliganszene ist die Kölner Demonstration ein herausragendes Ereignis ihrer Geschichte. Dabei offenbart sich nun auch der breiten Öffentlichkeit die Existenz eines in ihr bestehenden rechtsextremistischen Potenzials. Andererseits zeigt sich, dass eine Instrumentalisierung von Hooligans zu unkontrollierbaren Gewaltausbrüchen führen kann, die kontraproduktiv für eine politische Arbeit sind, getreu dem Prinzip: „Die Geister die ich rief, werd’ ich nicht los“.

Aufgrund der Ausschreitungen wird es den zuständigen Behörden zukünftig leichter fallen, HoGeSa-Demonstrationen mit Auflagen zu belegen oder gar zu verbieten. Die Gelegenheit dazu könnte sich schon bald ergeben, denn die Initiative kündigte für den 15. November 2014 eine weitere Kundgebung an. Diese soll in Hannover stattfinden, dessen Hauptbahnhof der deutschlandweit wohl wichtigste Verkehrsknotenpunkt für reisende Fußballfans aller Art ist.

Fotos: Elmar Vieregge

Kommentare(17)

Sören Donnerstag, 06.November 2014, 11:08 Uhr:
Obwohl die Analyse im Allgemeinen ausgewogen ist, wird hier einfach nur totaler Blödsinn über die Identitären verbreitet.

Die IB hat ihren Exponenten untersagt an dieser Demo teilzunehmen und sie auch im Nachhinein scharf kritisiert.
Die IB betrachtet die Polizei nicht als Gegner, sondern als Verbündete, dies konnte sie bei ihrer bis jetzt einziger Demo in Wien unter Beweis stellen.

Kurz und knapp: Identitäre haben nicht teilgenommen, der Ruf der Spartaner haben sie auch nicht für sich gepachtet.
 
Roichi Donnerstag, 06.November 2014, 14:37 Uhr:
@Sören

Steile Behauptung.
 
Irmela Mensah-Schramm Donnerstag, 06.November 2014, 16:26 Uhr:
@sören: Fakt ist, dass die Idenditären Moslemfeinde und auch Rechtsextreme sind! Dazu verbreiten sie Sticker, die dies eindeutig beweisen.
Dies zu leugnen, wäre sehr dumm!
 
Paule Freitag, 07.November 2014, 08:30 Uhr:
@Rudolf Renner
Und was genau hat deine schöne Geschichte mit dem Artikel zu tun? Oder bist du etwa Dynamo Dresden - Hooligan :0)
 
Irmela Mensah-Schramm Freitag, 07.November 2014, 08:30 Uhr:
@Rudolf Renner

Auf welcher Demo waren Sie denn ?
Nun in einem stimme ich Ihnen voll zu, da ich es auch zu blöd finde: das Gebrüll wie "Nie wieder Deutschland" und "Deutschland verrecke" kann ich selbst auch als Antifaschistin n i c h t ertragen.
Wir Deutsche - die wir ja nun mal sind - sind in der Pflicht, als eben Deutsche ganz deutlich und klar gegen Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus, aber auch die unsägliche Abgrenzung gegen Muslime uns entgegen zu stellen. Wir haben die Chance für eine lebendige Demokratie.
Nur stelle ich gerade immer wieder Dresden betreffend zum Beispiel um den 13. Februar fest, dass das Gedenken deutlich in Richtung Bombardements der Aliierten geht und die Ursache dazu sehr deutlich verdrängt wird.
Vor lauter Gedenken, werden dabei die Alt - und Neonazis völlig übersdehen und auch ausgeklammert und damit können eben die jungen Antifa- Leute nicht anders umgehen, als ihre Abneigung gegenüber Deutschland zum Ausdruck zu bringen.
Junge Menschen waren es auch, die mit mir eine Veranstaltung zum Gedenken am 27. Januar in einer Schule durchführen wollten, aber der Schulleiter sah "ROT" und erteilte mir Hausverbot.
All dies macht eben junge Leute so, wie Sie es nicht verstehen können und ich es aber auch nicht mag.
In Dresden lebt die erzkonservative Tradition, dies ist nun langsam auch bekannt.
 
Roichi Freitag, 07.November 2014, 10:05 Uhr:
@ Rudolf

Mir tut dein Sohn leid, diese Ideologie eingetrichtert zu bekommen.
Den Hass auf Menschen anderen Glaubens, auf Menschen anderer Herkunft, auf Menschen, die nicht irgendeiner erfundenen Norm entsprechen.
Da hilft auch der Endsieg nicht.

Achso:
http://www.dnn-online.de/dresden/web/regional/politik/detail/-/specific/Erneute-Pegida-Demo-in-Dresden-die-0-2-Prozent-Bewegung-2294221491
 
Irmela Mensah-Schramm Freitag, 07.November 2014, 16:13 Uhr:
Noch ein Nachtrag an @ Rudolf Renner:

Na ja, das jene PEGIDA -Demo eine Demo mit rechtem Touch ist, zeigt ja schon den Hintergrund des Anliegens, wie ich recherchiert habe.
So erklärt sich mir aber nun die Wut der Antifa..
Mir tut es leid um Ihren Sohn, da er auf dieser rechten Demo den entsprechenden rechten Einfluss erhält.........
 
Toni Freitag, 07.November 2014, 18:45 Uhr:
"Den Hass auf Menschen anderen Glaubens, auf Menschen anderer Herkunft, auf Menschen, die nicht irgendeiner erfundenen Norm entsprechen."

Das ist eine sehr üble Unterstellung.

Ich behaupte jetzt einfach mal, dass du (Roichi) der wahre Hasser hier bist. So einfach ist das, ZACK!

Und beweise habe ich natürlich auch im Gepäck. Und zwar ganz eindeutige:
Du (Roichi) bist links, weil du dich gegen Rechts stellst. Das bedeutet, du bist Anhänger der Kommunistischen Partei. Kommunisten wiederum wollen die Weltrevolution und verehren Josef Stalin. Stalin hat Millionen Menschen ermorden lassen - aus Machtgier, Hass, Angst, Größenwahn, Judenhass usw.. Du Roichi bist ein menschenverachtender hasserfüllter Bösewicht, denn du stehst für eine Meinung, die keine ist, sondern ein Verbrechen.

Ist es nicht so?
 
Das Neutrum. Samstag, 08.November 2014, 02:13 Uhr:
Ob radikal links oder radikal rechts: mich kotzen beide Seiten nur noch an...
MEIN Leben soll in Ruhe funktionieren. Ich habe Türken, farbige, Polen und Deutsche in meinem Freundeskreis. Ich selbst bin deutscher und schäme mich nicht dafür. Ebenso wird es mir von meinen Freunden nicht zum Vorwurf gemacht, was auch albern wäre...
Ich bin der Meinung, dass ein wenig Nationalstolz auch erlaubt ist! Immerhin besteht Deutschland nicht nur aus dem Dämon "Hitler", sondern mehr aus Dichtern, Musikern und genialen Malern und weiteren hunderten Erfindern, die unsere Welt verändert haben.
ALLES auf 12 Jahre Nationalsozialismus zu reduzieren, ist unterwürfig und fast schon dumm...
WARUM darf man nicht sagen "Ich bin stolz auf mein Land und dessen Errungenschaften"? WO ist das Problem dabei? - Die Tabuisierung dessen macht das Problem doch nur grösser bzw. Ist sogar deren Ursprung!

Nach zwei Jahren lesen in diversen online-Publikationen muss ich sagen:
Liebe Linken & liebe Rechten: Ich verstehe Euch nicht!




Und das ist auch gut so...
 
JayBee Samstag, 08.November 2014, 09:49 Uhr:
" Immerhin besteht Deutschland nicht nur aus dem Dämon "Hitler", sondern mehr aus Dichtern, Musikern und genialen Malern und weiteren hunderten Erfindern, die unsere Welt verändert haben. "

Aber der Islam besteht nur aus Salafisten, oder wiemuss ich das verstehen, wenn ich mir die HoGeSa-Demo anschaue?
 
Elmar Vieregge Samstag, 08.November 2014, 15:20 Uhr:
@ Sören

Meine Thematisierung der Identitären bezog sich nicht auf eine bestimmte Vereinigung, insbesondere nicht auf die "Identitäre Bewegung" (IB), sondern um eine Erscheinung in einem unübersichtlichen Spektrum, dessen Protagonisten sich islamkritisch geben. "Darunter" befinden sich Identitäre; sie machen es aber nicht aussließlich aus.
Es stimmt, dass Identitäre den spartanischen Schlachtruf "Ahuu" nicht für sich "gepachtet" haben. Das habe ich auch nicht behauptet. Vielmehr habe ich angegeben, dass sich "vor allem" Identitäre durch die Spartaner inspiriert sehen. Allerdings entfalten die Identitären (meiner Meinung nach) auch durch den Bezug auf den Kampf der Spartaner eine vereinigungsübergreifende Wirkung.
Ob Identitäre an der Demonstration teilgenommen haben, kann ich nicht sagen, da ich dafür keine Belege habe. Eine absolute Aussage, nach der man eine Beteiligung ausschließen kann, erscheint mir aber mehr als gewagt bei einer Anzahl von 5000 Personen, deren individuelle politische Haltungen nicht bekannt sind.
Die Identitären wurden im dritten Absatz im Rahmen der Nennung einer aktuellen Entwicklung benannt, nicht als Teil der Demonstration. Es war nicht meine Absicht, eine Beteiligung zu insinuieren. In diesem Sinn war die von mir gewählte Überschrift, ungeschickt.
 
Soldat Samstag, 08.November 2014, 22:44 Uhr:
@ JayBee
"Aber der Islam besteht nur aus Salafisten, oder wiemuss ich das verstehen, wenn ich mir die HoGeSa-Demo anschaue? "

Ich glaub nicht, dass das die Kernaussage war. Wir Deutschen neigen, so zumindest meine Erfahrung, dazu in Absolute zu unterteilen. Entweder man ist völlig links, also für die völlige Globalisierung (im Sinne der Völkergemeinschaft), gegen Fremdenfeindlichkeit und Staatlichkeit oder man ist eben das genaue Gegenteil. Kann man denn nicht mehr für das Wohl seines eigenen Staates, dabei aber für eine allen dienlicher Einwanderungs-, Asyl- und Integrationspolitk sein? Kann man nicht gegen Frau Merkels Eurorettung sein, ohne Europafeind zu sein? Wir Deutschen sind so darauf konzentiert nicht rechts zu sein, dass wir den Blick für jede andere Realität verloren haben. Das bezieht sich nicht auf Individuen, sondern auf die breite Masse des Volkes.
 
Ein Nienhagener Sonntag, 09.November 2014, 00:38 Uhr:
"Und beweise habe ich natürlich auch im Gepäck. Und zwar ganz eindeutige:
Du (Roichi) bist links, weil du dich gegen Rechts stellst."

Wer gegen rechts ist, ist automatisch links?
Man kann ob solcher himmelschreienden Dummheit nur noch den Kopf schütteln
 
Roichi Sonntag, 09.November 2014, 11:52 Uhr:
@ toni

Netter Versuch einer Retourkutsche.
Nur leider hast du an allem vorbeigeredet und meinen Beitrag nicht verstanden.
So geht deine Retourkutsche ins Leere.

Wenn ich mir die Parolen dieser komischen Demo ansehe, und dazu die Aussagen vom Rudolf, wird sehr deutlich, dass es ganz klar nur darum geht, Menschen aufgrund ihrer Herkunft und Religion auszuschließen.
Genauso wie unreflektiert einfach allen antifaschistischen Menschen aufgedrückt wird, sie lungerten vermummt herum, hassten Deutschland etc.
Aus beidem spricht Angst und Hass vor und auf Dinge, die nicht verstanden werden. Mit denen man sich aber auch nicht befassen möchte und sich lieber im Hass ergeht.
Der Verweis auf den Endsieg ist da nur der Schlusstein.

Und jetzt darfst du versuchen das vielleicht auch mal zu verstehen.
 
Bürger Sonntag, 09.November 2014, 20:53 Uhr:
@ Tonilein
"Du (Roichi) bist links, weil du dich gegen Rechts stellst."
Nein, nein, man muss nicht links sein, um euch Scheiße zu finden. Dafür reicht ein gesunder Menschenverstand.
 
Amtsträger Sonntag, 09.November 2014, 21:37 Uhr:
Lieber Toni,

der Hass platzte den HoGeSa-Teilnehmern aus dem Gesicht. Mehr Beweis braucht man tatsächlich nicht.
Aber keine Sorge: Auf der anderen Seite ist das nicht anders...
 
Toni Montag, 10.November 2014, 09:19 Uhr:
@Nienhager, @Bürger

Ihr habt wohl ausversehen die beabsichtigte Ironie hinter meinem Beitrag nicht verstanden. Bitte ein zweites Mal im Ironiemodus durchlesen.

@Roichi

Na komm schon. Ein klein wenig hab ich dich gekriegt oder? ;-)
Sag nicht, du würdest nicht behaupten alle Rechten wäre Böse.

@Amtsträger

Ja, diese Hassverzerrten Gesichte sind immer wieder gruselig.
 

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