Neonazi-Prozess verschoben

Dortmund - Ein Prozess gegen Neonazis wegen des Vorwurfs einer Kirchenbesetzung verzögert sich wegen der Corona-Krise.

Dienstag, 12. Mai 2020
Redaktion

Rund dreieinhalb Jahre nach der Besetzung der Reinoldikirche in Dortmund durch Neonazis, Mitglieder und Funktionäre der Kleinstpartei „Die Rechte“ (DR) wollten diese das Verfahren für ihre eigene Propaganda nutzen und die Ankläger vorführen. (bnr.de berichtete) Beginnen sollte der Prozess in wenigen Tagen vor dem Amtsgericht Dortmund.

Laut einer Mitteilung auf einem inoffiziellen Verlautbarungs-Portal der DR seien die Verhandlungstermine nun jedoch aufgehoben worden. Der Prozess müsse neu terminiert werden. War zuerst noch von elf Angeklagten die Rede – darunter auch der heutige DR-Bundesvorsitzende Sven Skoda – hieß es nun in der Meldung auf dem Neonazi-Portal, zwölf Personen seien angeklagt. Wegen der Hygiene-Auflagen sei die Anwesenheit der Angeklagten, aller Strafverteidiger, der Staatsanwaltschaft, der Richter und Schöffen, Justizwachtmeister, Journalisten und Zuschauer in einem Raum nicht umsetzbar. (mik)

Kategorien
Tags