von Armin Pfahl-Traughber
   

Neofaschisten in Griechenland: Die Partei „Goldene Morgenröte“

Der Journalist Dimitris Psarras legt mit seinem Buch „Neofaschisten in Griechenland. Die Partei Chrysi Avgi“ eine Gesamtdarstellung zu Entwicklung, Ideologie, Organisation und Strategie der Partei „Goldene Morgenröte“ dar. Die Publikation beschreibt und untersucht informativ und kenntnisreich den Aufstieg einer offen rechtsextremistischen Partei zu einer etablierten Wahlpartei in einem EU-Land in der Krise.

Buchcover "Neofaschisten in Griechenland"

Kommt es in Demokratien zu ökonomischen und politischen Krisen, entstehen für extremistische Kräfte günstige Rahmenbedingungen. Genau dies ist in Griechenland der Fall, wo die Finanz- und Wirtschaftskrise zu einem erheblichen Legitimationsverlust für die etablierte Politik führte. Die dortigen gesellschaftlichen Verhältnisse liefern insofern auch ein Szenario für eine Krisen- und Umbruchphase moderner Gesellschaften. In ihr gelang der Aufstieg einer Partei, die sich ganz offen fremdenfeindlich und rechtsextremistisch gibt: „Chriysi Avgi“ („Goldene Morgenröte“). Deren Entstehung und Entwicklung behandelt der Journalist Dimitris Psarras, ausgewiesener Buchautor zum Thema und engagiertes Mitglied der Recherchegruppe „Ios“ („Virus“), in seinem Werk „Neofaschisten in Griechenland. Die Partei Chrysi Avgi“. Er will darin folgende Frage beantworten: „... wie konnte das auf seine Toleranz und Gastfreundlichkeit stolze Griechenland auf die unterste Stufe der fremdenfeindlichsten europäischen Gesellschaften herabsinken?“ (S. 19).

Denn: „Es brauchte zwei Anläufe parlamentarischer Wahlen innerhalb weniger Wochen, um zu verdauen, was bis vor Kurzem noch unglaublich erschien. Griechenland wurde zum ersten Land Europas, in dessen Parlament eine Partei einzog, die offen den Nationalsozialismus als ihr Vorbild benannte, und dies auch noch mit keineswegs unbedeutenden sieben Prozent“ (S. 19). Den Aufstieg von Chrysi Avgi ebendort hin will Psarras auf Basis seiner journalistischen Recherchen beschreiben und bewerten. Dazu geht er zurück in die 1970er Jahre, wo nach der Abschaffung der seinerzeitigen Diktatur die ersten rechtsextremistischen Bestrebungen neuerer Art aufkamen. Im Kontext dieser Entwicklung entstand auch die Zeitschrift Chrysi Avgi, die als politischer Ausgangspunkt für die spätere Entstehung der gleichnamigen Partei der Gegenwart anzusehen ist. Danach schildert der Autor „die Metamorphose einer nationalsozialistischen, von rechtsgültigen Verurteilungen für blutige Angriffe auf den ‚inneren Feind’ belasteten Gruppierung in eine konforme Partei ...“ (S. 20).

Hierbei zeigt sich immer wieder, dass Chrysi Avgi in Handlungen und Ideologie direkt oder indirekt auf Faschismus und Nationalsozialismus bezogen ist. Dafür steht das gewaltgeneigte Agieren auf der Straße ebenso wie die offenkundige Bewunderung für die Hitler-Partei. Um so erklärungsbedürftiger ist daher der Anstieg der Wählerzustimmung, wofür Psarras auf das Aufzeigen der „Migrantenfrage“ und die „sozialen“ Aktivitäten der Neonazis, aber auch auf fehlende Ausgrenzung in Gesellschaft, Medien und Politik verweist. Hierbei wird auch der kritische Blick auf die Akzeptanz in bedeutenden Institutionen wie der Kirche und der Polizei geworfen. So hießt es etwa: „Nach Aussagen aus unterschiedlichen Gegenden Griechenlands ermuntern regionale Bischöfe die Priester, der Chrysi Avgi, wo immer es möglich ist, Stimmen zu verschaffen ...“ (S. 108) oder: „Die ‚Übereinstimmung ... bestätigte sich ... bei den Wahlen ... Hier wurde festgestellt, dass die Stimmen für die Organisation in den Wahllokalen besonders hoch waren, in denen ... Polizisten wählen“ (S. 93).

Allein schon mangels anderer ausführlicher Darstellungen zu Chrysi Avgi in deutscher Sprache verdient die Übersetzung von Psarras Buch besondere Aufmerksamkeit. Er erweist sich darin als guter und langjähriger Kenner der politischen Entwicklung des Rechtsextremismus in Griechenland, was sich auch an der Herausarbeitung der Besonderheiten dieser Partei gegenüber den anderen Organisationen in dem genannten politischen Lager zeigt. Darüber hinaus erhält man Informationen zu allen relevanten Fragen, sei es zu Ideologie, Organisation oder Strategie der Partei. Die Betrachtungen zur Wählerbasis sind ein wenig knapp geraten, liefern aber durchaus einen interessanten Einblick in die gesellschaftliche Unterstützung von Chrysi Avgi. Für seine These, wonach die Partei Beziehungen zum „Tiefen Staat“ habe, fehlt es aber an ausführlicheren Belegen und Einschätzungen. Indessen liegt mit dem journalistischen Buch, das trotz genauer Belege keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt, ein überaus informatives Werk zum Thema vor.

Dimitris Psarras
Neofaschisten in Griechenland. Die Partei Chrysi Avgi
LAIKA-Verlag, Hamburg, 2014
215 Seiten, 19 Euro

Kommentare(19)

nur mal angemerkt Donnerstag, 06.Februar 2014, 11:38 Uhr:
Jede "Demokratie" bekommt irgendwann dass was sie sich mit ihren Fehlleistungen hart erarbeitet hat!
 
Roichi Donnerstag, 06.Februar 2014, 13:31 Uhr:
@ nur mal angemerkt

Dass du für eine Diktatur plädierst, überrascht wenig.
Dich sollte allerdings nicht überraschen, dass die Mehrheit der Menschen sowas nicht haben möchte, weshalb du ein Randdasein mit deiner Meinung bestreitest und auch nicht dort herauskommen wirst.
 
Schlauberger Montag, 10.Februar 2014, 14:32 Uhr:
@ Röchl

Die Mehrheit der Menschen will Arbeit, Sicherheit und ein gutes Leben, die Frage der Staatsform ist da vorwiegend vollkommen unbedeutend. Eure ,,Demokratie" ist bei weitem nicht so populär wie ihr denkt, eben drum werden ja abweichende Meinungen so repressiv bekämpft. Eben WEIL sich die Zustände ruckzuck ändern können, und das wisst ihr. Dann stellt die Randgruppe mal schnell die Mehrheit und schwupps findet man sich auf der falschen Seite der Geschichte. Wäre nicht das erste Mal.

Demokraten sind grundsätzlich UNSOUVERÄN im Umgang mit ihren Gegnern. Man wird nie eine sachliche Diskussion über die Diktatur führen, immer nur polemisch ad hominem gehen (,,Hitler war dumm" usw.). Eben weil es der Demokraten-Ideologie entspricht in der ,,Demokratie" die beste aller möglichen Welten zu sehen darf über Gegenentwürfe nicht mal ansatzweise rational diskutiert werden. Ganz schwach ...
 
Roichi Montag, 10.Februar 2014, 17:54 Uhr:
@ Schlauberger

"Die Mehrheit der Menschen will Arbeit, Sicherheit und ein gutes Leben, die Frage der Staatsform ist da vorwiegend vollkommen unbedeutend."

Der Einstieg ist ja schonmal vielversprechend. Ein Widerspruch in einem Satz.
Denn unter Diktaturen war nichts davon gegeben. Schon gar nicht dauerhaft.

"Eure "Demokratie" ist bei weitem nicht so populär wie ihr denkt"

Zustimmungsergebnisse um die 98% sind dir also nicht genug?

"eben drum werden ja abweichende Meinungen so repressiv bekämpft."

Fragt sich nur, wenn dem so wäre, wraum Leute wie die NPD und co. hier offen auftreten, Parteien gründen, Versammlungen abhalten, Material verteilen und Zeitungen herstellen dürfen. Um nur einige Bereiche zu nennen.
Diese Rechte sind in der Demokratie gegeben. Es besteht nur kein Anspruch auch bei den Leuten anzukommen.
Aber ich bin mir sicher, du wirst diese "repressive Bekämpfung" der "abweichenden Meinungen" sogleich belegen.
Ich bin gespannt.

Ende Teil 1
 
Roichi Montag, 10.Februar 2014, 17:54 Uhr:
Teil 2



"Dann stellt die Randgruppe mal schnell die Mehrheit und schwupps findet man sich auf der falschen Seite der Geschichte. Wäre nicht das erste Mal."

Die Drohung mit dem Volksgerichtshof wird nicht besser in der hundertsten Wiederholung.
Zumal du damit deinem Eingangsstatement widersprichst, denn zu "Sicherheit und gutes Leben" gehört auch nicht bedroht und verfolgt zu werden aufgrund "abweichender Meinung". Das aber postulierst du gleich mal für die Machtübernahme, womit deine oben genannte Bedingung für die Zustimmung zu deiner geliebten Diktatur wegfällt.

"Demokraten sind grundsätzlich UNSOUVERÄN im Umgang mit ihren Gegnern. "

Steile These. Aber offenbar brauchst du diese, um dich wenigstens marginal überlegen zu fühlen, wo du weder mit Fakten, Argumenten, noch Werten überzeugen kannst.
Und sieh mal an, wie souverän ich dich auskonter.

"Man wird nie eine sachliche Diskussion über die Diktatur führen,"

Och gerne. Nur bist du dazu offensichtlich nicht in der Lage. Wenn du dir schon selbst die Grundlagen entziehst.

Ende Teil 2
 
Roichi Montag, 10.Februar 2014, 17:55 Uhr:
Teil 3

"Eben weil es der Demokraten-Ideologie entspricht in der ,,Demokratie" die beste aller möglichen Welten zu sehen darf über Gegenentwürfe nicht mal ansatzweise rational diskutiert werden."

Rational ist dein Komemntar nicht. Dafür sehr emotional. Wie es typisch ist für Kommentare der Kamerraden und erst recht Verfechtern von Unterdrückung. Denn rational lässt sich diese nicht begründen, das musstest du in deinem Kommentar selbst feststellen, als du dir selbst die Grundlage entzogen hast.
Es bleibt allein die emotionale Ebene übrig. Und nichtmal auf der kommst du voran. Zusammenfassend hast du deinen Komemntar mit dem letzten Satz schon richtig bewertet: "Ganz schwach ... "

Ende Kommentar
 
Sonja Dienstag, 11.Februar 2014, 09:52 Uhr:
@Roichi
"Zustimmungsergebnisse um die 98% sind dir also nicht genug?
Beleg doch mal bitte, wo und für was es Zustimmungsergebnisse von um
die 98% gab.
Das ist der Witz der Woche. Aber wir wissen ja von wem.
 
Roichi Dienstag, 11.Februar 2014, 13:43 Uhr:
@ GenerälchenSonja

"Beleg doch mal bitte, wo und für was es Zustimmungsergebnisse von um
die 98% gab. "

Aber gerne. Für dich zum mitschreiben. Es geht um die Zustimmung zur Demokratie.
Die Grundaussage war:
"Eure "Demokratie" ist bei weitem nicht so populär wie ihr denkt"
Dazu ziehe ich jetzt Die Ergebnisse von Parteien heran, die sich für oder gegen die Demokratie aussprechen.
Ich beschränke mich dabei mal auf die letzten Jahre, weiter zurückliegende Ergebnisse werden dem Präsens in der Aussage nicht gerecht.
Dabei fasse ich die NPD als Demokratiefeindlich auf, hat sie ja selbst auch immerwieder betont. Die AfD ist trotz ihrer Rechtspopulistischen Ausrichtung noch für die Demokratie. Die DVU sehe ich wie die NPD als gegen die Dmokratie gerichtet und die Reps würde ich noch gerade so für die Demokratie einsortieren. Die PROlls sehe ich dagegen als gegen die Demokratie gerichtet ebenso die Schill-Partei.

Ende Teil 1
 
Roichi Dienstag, 11.Februar 2014, 13:44 Uhr:
Teil 2

Fassen wir also die Ergebnisse der NPD, PRO, Schill und DVU zusammen als Maßstab für die Unbeliebtheit der Demokratie.
Dann ergibt sich für die gesamte BRD
2013 1,3% NPD + 0% DVU + 0,2% PRO = 1,5%
2009 1,5% NPD + 0,1% DVU = 1,6%
2005 1,6% NPD = 1,6%
2002 0,45%NPD + 0,83% Schill = 1,27%
Jetzt könnte man noch BüSo und einige andere Kleinstparteien hinzurechnen und käme jeweils vielleicht noch auf Zuwächse von etwa 0,5%.
Damit ergibt sich eine Ablehnungsquote der Demokratie von ca.2%, die über die Jahre doch recht stabil bleibt. Ergo ist die Zustimmung zur Demokratie mit ca.98% anzusetzen.
Die Zahlen stammen aus den Wahlergebnissen zum Bundestag.

Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht methodisch überfordert.

Ende Kommentar
 
Jupp Dienstag, 11.Februar 2014, 16:54 Uhr:
Und wo würdest Du die Nichtwähler hintun?
 
Dennis Dienstag, 11.Februar 2014, 18:12 Uhr:
@ Roichi;

Mensch, dass Du Dir soviel Arbeit machst.....
Der General ist doch schon bei mehr als drei Zahlen hintereinander überfordert. Ausserdem geht es dem oder der doch gar nicht darum, Antworten zu bekommen. Als Reaktion auf sowas kommt dann wieder irgendein sinn- und zusammenhangloses Geseiere.
Ausserdem weiß der General doch seber gar nicht mehr, was er wo und wann wozu unter welchen blödsinnigen Namen geschrieben hat. Der will doch nur trollen. Intellektuell kann der es nicht mal mit Frauenschläger Köster aufnehmen. Und das soll schon was heißen......
 
Roichi Dienstag, 11.Februar 2014, 21:23 Uhr:
@ jupp

Da sich die Nichtwähler entschieden haben, sich nicht zu äußern, kann man sie nicht berücksichtigen. Weder für die eine, noch die andere Seite.
Weiterhin kann man natürlich noch tiefer in die Statistik einsteigen. Dann kommt man auch darauf, dass die Stichprobe von 70,9% - 79,1% mehr als ausreichend ist, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten.

@ Dennis

Ich hatte grad mal wieder Spaß dran, die Kamerraden zu zerlegen.
War jetzt auch nicht wirklich viel Arbeit. Das flutscht inzwischen.
 
Schlauberger Mittwoch, 12.Februar 2014, 00:27 Uhr:
Röchl, lies und lerne:

-Anzunehmen in Diktaturen gäbe es niemals Arbeit, Sicherheit und gutes Leben, offenbart geschichtliches Scheuklappendenken wonach nur in der ,,Demokratie" die allgemeine Wohlfahrt gedeiht. Übrigens, warum ging die ,,Weimarer Demokratie" nochmal unter? Ach ja, weil alle Arbeit, Sicherheit und ein gutes Leben hatten, stimmt...lies mal zB. beim Haffner nach wie es wann in welcher Staatsform wie weiterging. Zugegeben: Gegner der Diktatur haben nicht wirklich ein gutes Leben in ihr, der brave Durchschnittsbürger lebt aber idR unbehelligt.

-Aus der Tatsache, daß die BRD eine Alibi-Partei wie die NPD zuläßt, sie aber gleichzeitig mit allen durchaus auch staatlichen (!) Mitteln bekämpft (Einheitsfront der ,,Demokraten" gegen NPD-Veranstaltungen, Verweigerung von Veranstaltungsräumen, staatliche Gelder gegen ,,Extremismus", faktische Berufsverbote usw.) zu schließen, man könnte sich hier als heimattreuer Mensch demokratisch frei entfalten, dieser Schluß ist naiv und falsch. Normalerweise kippen nur totalitäre Staaten LKW-Ladungen voller Abraum auf eine öffentliche Straße und untersagen dann ordentlich angemeldete Parteitage aufgrund von ,,Straßenbauarbeiten".

- 1928 haben auch nur 2,6% für die NSDAP gestimmt, nach deiner Lesart also eine ,,überwältigende Zustimmung" zur Weimarer Demokratie. 5 Jahre später war sie kaputt.

Ich wünsche dir viel Spaß dabei in den nächsten Jahren dem Untergang deiner liberalen Welt beizuwohnen. Es hat schon begonnen, horch...
 
Soldat Mittwoch, 12.Februar 2014, 08:58 Uhr:
@ Schlauberger
In Diktaturen gibt es durchaus Arbeit, eventuell ein gutes Leben aber definitiv keine Sicherheit. Sicherheit ist es nicht, wenn man für ein falsches Wort verhaftet und ohne fairen Prozess eingesperrt wird. Jetzt aber die Weimarer Republik als Vergleich heranzuziehen, das hinkt gewaltig. Wenn schon, dann muss man die Hochphasen der Republik mit den Hochphasen einer Diktatur vergleichen, gleiches Modell mit den Tiefpunkten. Und was stellen wir fest? 1933 erholte sich die Weltwirtschaft, die Arbeitslosenzahlen sanken also automatisch. Und wie war das in den sog. "Goldenen Zwanzigern"? Vollbeschäftigung hatte man da auch nicht, das will ich nicht behaupten. Aber die hatte man im Dritten Reich auch erst 1937, zumindest offiziell. Striche man die Wehrdienstleistenden und den RAD, dann kämen wir auch wieder auf andere Zahlen.

"1928 haben auch nur 2,6% für die NSDAP gestimmt, nach deiner Lesart also eine ,,überwältigende Zustimmung" zur Weimarer Demokratie. 5 Jahre später war sie kaputt."
1928 war die Demokratie der Ersten Republik so stabil wie noch nie. Erst in der Wirtschaftskrise haben dann KPD und NSDAP so viel Zulauf erhalten, dass die Weimarer Koalition keine Mehrheit im Reichstag hatte. Dieser Fakt hat der Demokratie das Genick gebrochen. Deswegen sind wir ja heute auch eine wehrhafte Demokratie. Aber mal zur heutigen Situation. Wir befinden uns auch in einer Wirtschaftskrise. MLPD und NPD erhalten aber nur geringsten Zulauf. Wo ist also die Gefahr?
 
Roichi Mittwoch, 12.Februar 2014, 09:35 Uhr:
@ Schlauberger

Ich lerne doch gerne.
Mal sehen, was du zu bieten hast.

"Anzunehmen in Diktaturen gäbe es niemals..."

Wie wäre es damit, nicht deine Annahmen zu behandeln, sondern meine Aussagen?

"Übrigens, warum ging die ,,Weimarer Demokratie" nochmal unter?"

Gute Frage. Beantworte sie dir mal anhand entsprechender Lektüre. Dann merkst du auch, was das mit der hiesigen Diskussion zu tun hat, oder auch nicht.

"Zugegeben: Gegner der Diktatur haben nicht wirklich ein gutes Leben in ihr, der brave Durchschnittsbürger lebt aber idR unbehelligt."

Die vielbeschworene Unterdrückung Andersdenkender. Soviel zu Sicherheit und gutem Leben, wenn man ständig Angst haben muss, nicht ins Visier zu kommen. Das trifft auch den Durchschnittsbürger. Allein der Verdacht reicht in der Diktatur aus, um das Leben mindestens unschön zu machen.
Sind es nicht gerade die Kamerraden, die genau diese Unterdrückung gegen sich postulieren? Und selber wollen sie diese eigentlich gegen ihre politischen Gegner einsetzen.
Die übliche Doppelmoral.

Ende Teil 1
 
Roichi Mittwoch, 12.Februar 2014, 09:36 Uhr:
Teil 2

"Aus der Tatsache, daß die BRD eine Alibi-Partei wie die NPD zuläßt,"

Die "Alibi-Partei" darfst du gerne mal begründen.
Eine Partei zu gründen steht jedem frei. Es gibt mehrere rechte Parteien. Es gibt auch mehrere Antidemokratische Parteien.
Du kannst gerne noch eine hinzufügen. Niemand wird dich hindern.
Aber dir ist offensichtlich nicht daran gelegen über Parolen hinauszukommen. Wiederholst du doch nur die üblichen Phrasen der Kamerraden.
Ich zitiere das mal trotzdem und fordere dich auf, das zu belegen:
"(Einheitsfront der ,,Demokraten" gegen NPD-Veranstaltungen, Verweigerung von Veranstaltungsräumen, staatliche Gelder gegen ,,Extremismus", faktische Berufsverbote usw.) "
Besonders würde mich dabei interessieren, warum denn der Protest gegen die NPD und co. so schlimm sien soll, ist es doch dasgute REchte eines Jeden seine Meinung frei zu äußern und dafür zu demonstrieren. Ein REcht, das die Kamerraden gerne für sich einfordern. Ups, jetzt hab ich dir schon eine Parole zerschossen.
Mach du erstmal weiter, bevor ich dir nichts mehr übrig lassen.

"Normalerweise kippen nur totalitäre Staaten LKW-Ladungen voller Abraum auf eine öffentliche Straße und untersagen dann ordentlich angemeldete Parteitage aufgrund von ,,Straßenbauarbeiten"."

Du glaubst auch jedes Märchen aus rechter Ecke.
Kannst ja mal rausfinden, wie schnell eine Baugenehmigung erteilt wird.

Ende Teil 2
 
Roichi Mittwoch, 12.Februar 2014, 09:36 Uhr:
TEil 3

"1928 haben auch nur 2,6% für die NSDAP gestimmt, nach deiner Lesart also eine ,,überwältigende Zustimmung" zur Weimarer Demokratie."

Also offensichtlich habe ich dich methodisch überfordert.
Deshalb zitiere ich nochmal meine Aussage zum betrachteten Zeitraum. Das ist durchaus wichtig.
"Ich beschränke mich dabei mal auf die letzten Jahre, weiter zurückliegende Ergebnisse werden dem Präsens in der Aussage nicht gerecht."
Würde man die Rechnung für die Weimarer Republik aufmachen, ergäben sich andere Parteikonstellationen. Und auch andere Zahlen.
Da deine Aussage aber in der Gegenwart angesiedelt war, wäre das weder zielführend, noch würde es zur Aussage passen. Es wäre reine Ablenkung.
Also betrachte ich das nicht.

"Ich wünsche dir viel Spaß dabei in den nächsten Jahren dem Untergang deiner liberalen Welt beizuwohnen. Es hat schon begonnen, horch... "

Noch so ein Endsiegprophet.

Zusammenfassen ergibt sich das übliche Bild rechter Kommentatoren.
Parolen, Behauptungen und natürlich der Endsieg.
Aber keine Fakten, Argumente oder Belege dafür.

Ende Kommentar
 
Schlauberger Mittwoch, 12.Februar 2014, 16:40 Uhr:
Ich brauche nicht mit jemandem zu ,,diskutieren" der mich ernsthaft dazu auffordert ich solle belegen wann der NPD Veranstaltungssäle verweigert wurden oder wann gewählte Volksvertreter Hand in Hand mit der Antifa gegen eine demokratisch legitimierte Partei (=NPD) demonstrieren. Jedem der sich mit dem Thema nur etwas näher befaßt, insbesondere also auch jedem ,,Antifaschisten", ist das alles sattsam bekannt. Es wäre vielmehr eine Herausforderung, Beispiele zu finden, wo dies NICHT geschehen ist!

Desweiteren habe ich meine Sichtweise vorgetragen, Tausende werden das lesen über die Zeit, ich bin zufrieden. Die Leistungen des wahnhaften Ritters von der traurigen Gestalt Röchl (,,Parolen zerschossen", Ungeheuer besiegt usw.) zu beurteilen, überlasse ich den Lesern.
 
Roichi Mittwoch, 12.Februar 2014, 22:51 Uhr:
@ Schlauberger

Dass du nicht diskutieren willst, ist klar.
Du hast ja auch nichts vorzubringen für deine Behauptungen. So blieben sie aber eben was sie sind, Behauptungen und Parolen eines NPD-Fans.
Soweit ist die Wertung dann doch recht einfach.

Du darfst aber natürlich imemrnoch mit Fakten, Belegen und Argumenten überzeugen.
 

Die Diskussion wurde geschlossen