von Storch Heinar
   

„Nazi Block adé“ – Storch Heinars Dresden nazifrei Gedenk- und Demokluft

Führerstorch Heinar ist schon in ständiger Flug- und Alarmbereitschaft. Spätestens am 18. Februar heißt es wieder „raus aus den Federn“ und in Dresden den braunen Horden entgegen treten - „Nazi Block adé“! Typisch Heinar: Mit festem Willen, immer die „fresheste“ Optik zu bieten, hat er denn auch gleich seine mittlerweile legendäre Dresden nazifrei Gedenk- und Demokluft designt, gestrickt und zusammengetackert.

„Da wird ja der Bock zum Gärtner“, so Storch Heinar mit Blick auf die Demos in Dresden völlig aufgebracht. „Erst verzapfen die Pappnasen um und mit Adolf Nazi einen derart historischen Mega-Mist, dass die Heide wackelt – und jetzt wollen sie die Schuld dafür von hinten durch die Brust ins Auge auch noch Bomber Harris und Co. in die Schuhe schieben.“

„Dieses alljährliche Schmierentheater gilt es dringend zu verhindern“, so Heinar am Rande der laufenden Vorbereitungen. Da gibt es einiges zu tun: Den „Nazi Block adé“-Shirts kruppstahlharte Bügelfalten verpassen, Gefieder auf Vordermann bringen, Eierlikörtanks füllen und die Fliegerbrille putzen... Es geht Schlag auf Schlag.

„In Kürze sind wir startklar“, verkündet Heinar. „Dann können wir den Neonazis in Dresden echt mal gemeinsam die Fakeln auspusten und ihnen eine endwitzige Polonaise direkt in die Elbe ans Herz legen: Nazi Block adé!“

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Kommentare(4)

Roichi Montag, 24.Januar 2011, 17:09 Uhr:
@ Ewald

Willst du jetzt also den Leuten absprechen, den Nazis ihre Meinung zu sagen?
 
Roichi Donnerstag, 27.Januar 2011, 19:22 Uhr:
@ Ewald

"Aber ist es ein Zeichen von Pluralismus und Toleranz, wenn man Andersdenkenden ihre grundgesetzlich verankerten Rechte nimmt?"

Ich nehme diese Rechte nicht. Ich stelle mich der Meinungsäußerung entgegen, indem ich meine Meinung zum Ausdruck bringe. Das wie kann man kritisch sehen, verstehe ich durchaus.
Vielleicht wäre eine andere Form erfolgreicher.
Ich könnte diese Rechte im Übrigen nicht nehmen. Das kann nur der Staat.

Die Auswirkungen zu beschreiben dürfte wesentlich komplexer sein. Du hast da einige sehr schwer zu beantwortende Fragen aufgeworfen.
Immerhin scheint es so zu sein, dass zumindest für die Mitläufer der Rechten Szene eine blockierte Demo nicht wirklich motivierend wirkt. Wie das auf den Kader wirkt, dürfte nicht so einfach zu beschreiben sein.

Ich würde wohl einen anderen Weg als Wels wählen. Widerstand wäre aber auch von mir zu erwarten.
Hoffentlich bleibt uns allen der praktische Versuch erspart.
 
Roichi Freitag, 28.Januar 2011, 00:28 Uhr:
@Ewald

Ich denke, was die Sitzblockaden betrifft, werden wir nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen.
Da sind unsere Ansichten einfach Grundverschieden.

Was die indirekte Wahlwerbung betrifft, so bin ich eher skeptisch, zeigt ein breiter Protest doch auch, dass die Mehrheit der Gesellschaft mit diesen Leuten und ihren Ideen ein Problem hat und diese Ideen nicht hinnehmen will.
Auch dieses Signal sollte nicht unterschätzt werden.

Was in Köln an der Uni passiert klingt eher nach möchtegern Ultralinken. Die gibt es hier in Berlin auch, und diese dürfen sich auch regelmäßig von mir anhören, was ich von solchen Aktionen halte.

"Eine zunehmend dominante, aggressive, intolerante Linke macht jemandem wie mir das sehr schwer. "

Für mich sieht es durchaus nicht so aus. Ich sehe eher, dass sich gerade die "normalen" Leute mehr einsetzen. Wobei auch das eine merkwürdige Form des Protestes wird. Die Wahrnehmung mag täuschen, aber ich denke, dies erstreckt sich nur auf einige Schichten der Gesellschaft. Andere verfallen in Apathie.
 
Ewald Knülle Freitag, 28.Januar 2011, 19:35 Uhr:
@ Roichi

Wir müssen ja nicht einer Meinung sein. Ihre Ansicht halte ich für verfehlt, aber zumindest nachvollziehbar und diskussionswürdig. Doch meiner Auffassung nach sind Gesetze, auf die man sich kollektiv geeinigt hat, dazu da, um sich dran zu halten. Wo es keine verbindlichen Regeln gibt, hat der stärkere recht.

Generell wird die Klage über starken Konformitätsdruck von Links gerne als Paranoia der Jammer-Rechten abgetan. Als Randexistenz im Mikrokosmos Uni will ich mir dazu kein Urteil erlauben. Nur soviel: Zu politischen Angelegenheiten äußere ich mich nach einprägsamen Erfahrungen in keiner Lehrveranstaltung mehr.

Ob das nur die, wie sie sagten, Möchtgern-Ultralinken sind, wage ich zu bezweifeln. Man denke an die Jusos, die unter einer aufstrebenden Juristin im Rahmen eines Bundeskongresses die Abschaffung des Kapitalismus beschlossen haben.

Wer in Apathie verfällt, daß sind dann eben Leute wie ich, die sich an die Wand gequetscht fühlen. In Konsequenz bin ich Nichtwähler.
 

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