von Oliver Cruzcampo
   

Nach Schneeberg ist vor Schneeberg

Das dritte Aufeinandertreffen von Asylgegnern und Befürwortern im sächsischen Schneeberg ist passé. Zwar fanden sich erstmals mehr Gegendemonstranten vor Ort ein, doch konnten unter NPD-Führung erneut über 1.000 Anhänger mobilisiert werden. Da derzeit ganz Deutschland auf die Kleinstadt schaut, dürften Strategen der rechtsextremen Partei derzeit gezielt überlegen, wie sich das Modell auch auf andere Regionen übertragen lässt.

Allein Spiegel Online und die taz veröffentlichten im Nachgang der Demonstrationen in der sächsischen Kleinstadt Schneeberg sechs Artikel, dazu dürften sich Dutzende weitere Beiträge regionaler und überregionaler Medien gesellen.

Schnell wird klar: Kein anderer Ort symbolisiert derzeit besser die angeheizte Debatte um ansteigende Asylbewerberzahlen und den Umgang mit diesen Personen als die 15.000-Einwohner-Stadt im Erzgebirge. Binnen weniger Wochen kamen am vergangenen Sonnabend zum mittlerweile dritten Mal über 1.000 Personen zum sogenannten Lichtellauf zusammen, um gegen die Asylbewerberunterkunft zu protestieren.

Waren die Asylgegner am 19. Oktober noch größtenteils unter sich, wurde es am letzten Sonnabend bereits eng im Zentrum. An dem Aufzug unter dem Motto „Fragt uns Bürger! Wir sagen NEIN zum Asylmissbrauch!“ beteiligten sich rund 1.500 Menschen. Dem gegenüber standen gleich zwei Demonstrationen. Zu ersterer hatten die Fraktionen des Schneeberger Stadtrates aufgerufen, neben Bürgermeister Frieder Stimpel (CDU) nahm erstmals auch der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) teil. Die Teilnehmer des überwiegend bürgerlichen Spektrums erreichten dabei die gleiche Teilnehmerzahl wie die der Gegner der Asylunterkunft. Zudem waren rund 1.000 Linke aus dem gesamten Bundesgebiet angereist und warben für „Refugees welcome – gegen den rassistischen Mob in Schneeberg und überall“.

Der sogenannte Lichtellauf fand erneut unter Federführung des NPD-Kommunalpolitikers Stefan Hartung statt. Der 24-jährige legt wie immer Wert darauf klarzustellen, dass er die Demonstration als Privatperson und nicht als Parteifunktionär angemeldet hätte. Doch wie Spiegel Online bereits richtig feststellte, war es „faktisch [...] ein von der rechtsextremen NPD organisierter Protest.“ Nicht nur die beiden sächsischen NPD-Landtagsabgeordneten Jürgen Gansel und Mario Löffler waren vor Ort, auch mehrere erfahrene Ordner der rechtsextremen Partei seien entsandt worden. Längst ist auch klar, dass es sich bei den Teilnehmern des „Lichtellaufs“ größtenteils eben nicht um „besorgte Anwohner“ handelt – Hunderte Personen sind aus den umliegenden Regionen angereist. Dazu gesellen sich immer wieder etliche Neonazis.

Auch die Stimmung wird zunehmend aggressiver. So wurden laut Polizeibericht gegen Teilnehmer des NPD-Aufmarsches mehrere Anzeigen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz aufgenommen. So seien in etwa Pfefferspray und Schlaghandschuhe mitgeführt worden. Ebenfalls aus diesem Aufzug heraus sei ein 32-jähriger Fotoreporter durch einen Faustschlag verletzt worden.

Auf der Seite „Sehnsuchtsort“ heißt es folgendermaßen: „Teilnehmer aus Hartungs Zug verfolgen einen Berliner Journalisten, stellen ihn, schlagen ihm ins Gesicht, stoßen ihn gegen eine Hauswand und schleudern ihn schließlich auf die Motorhaube eines geparkten Fahrzeuges. Weder greifen die Polizisten ein, die den Zug begleiten, noch fühlt sich einer der Ordner der Demonstration zuständig. Die Kamera des Journalisten wird beschädigt, ein Objektiv zerstört, von der Motorhaube des Fahrzeuges läuft Blut, der Journalist blutet aus Wunden im Gesicht und muss vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gefahren werden.“ Ein Sprecher der Polizei bestätigte mittlerweile gegenüber ENDSTATION RECHTS., dass der Journalist in der Tat in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, um dort ambulant behandelt zu werden.

In diesem Jahr soll es derweil keine weiteren Aufmärsche der Asylgegner geben, wie NPD-Kreischef Hartung der taz mitteilte. Offiziell aus Rücksicht auf die „tolle erzgebirgische Weihnacht“ – doch auch andere Gründe dürften zu dieser Entscheidung beigetragen haben. Einerseits dürften sich nach der mittlerweile dritten Demonstration etliche Anwohner vor allem eines wünschen: Ruhe. Das Blatt könnte sich schnell wenden und die bis dahin für die NPD durchaus positiv verlaufenen Ereignisse könnten sich auch gegen sie wenden. Die Rechtsextremen sind derzeit redlich darum bemüht, ihre bürgerliche Maske weiter aufrecht zu tragen. Tätliche Auseinandersetzungen durch bisher auffällig unauffällig mitlaufende Neonazis käme einem Worst-Case-Szenario gleich.

Die Strategen des sächsischen NPD-Landesverbandes, die größtenteils in der Landtagsfraktion beschäftigt sind, dürften die Entwicklungen rund um Schneeberg äußerst wohlwollend beobachten. Seit Jahren gab es kaum eine Entwicklung in der Bundesrepublik, die thematisch in das Programm der NPD passt und gleichzeitig derart anschlussfähig in der Bevölkerung ist.

2009 kamen die Rechtsextremen in dem Freistaat nur noch auf 5,6 Prozent und müssen im kommenden Jahr um den Wiedereinzug in den Landtag bangen. Seit Machtübernahme des NPD-Chefs und sächsischen Fraktionsvorsitzenden Holger Apfels vor rund zwei Jahren, musste die Partei in fast sämtlichen Bundesländern, in denen gewählt wurde, teils kräftige Stimmverluste verbuchen. Wäre kommenden Sonntag Wahltag im Freistaat, dürften sich Apfel & Co. wohl zumindest im Erzgebirge über passable Ergebnisse erfreuen.

Noch ein weiterer Umstand spielt den Rechtsextremen in die Hände. So hat der sächsische Ausländerbeauftragte Martin Gillo bereits mitgeteilt, dass aufgrund des anhaltenden Flüchtlingszustroms allein in Sachsen neben den derzeit bereits rund 50 bestehenden Unterkünften 40 weitere dazukommen könnten. Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis die NPD erneut unter einem Deckmantel versucht, aus den anreisenden Asylbewerbern politisches Kapital zu schlagen.

Fotos: Marcus Fischer

Kommentare(23)

Gorm der Alte Montag, 18.November 2013, 15:39 Uhr:
Upps, herr Ulbig war sogar vor Ort, mussten Ihm die Polizisten huldigen und konnten deswegen den Angegriffenen nicht zur Hilfe eilen, den bedrohten Journalisten keinen Schutz sondern saudumme Antworten geben ? Gegendemonstranten vosichtshalber kesseln statt den Angriffen der Neonazis Paroli zu bieten und Auflagen der Ordnungsbehörde kompromislos durchzusetzen ? Diese offene Kumpanei ist einfach durch nichts zu rechtfertigen, bin dafür allen Sachsen zu Weihnachten eine Ausgabe des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland in Großbuchstaben für Leseschwache unter den Tannenbaum zu legen.
 
General Montag, 18.November 2013, 17:03 Uhr:
Ja, ja die kleine Stadt Schneeberg im Erzgebirge.
Eine Politik die sich demokratisch nennt, sollte es auch sein.
Journalisten haben eigentlich die Aufgabe tatsachengerecht zu berichten
und nicht eine vorgegebene Meinung per Bild, Ton oder Schrift zu verbreiten.
Aber zum Recherchieren fehlt ihnen meistens der Mut und auch die Zeit.
Sie sind aber gerne bereit, wenn sie über Personen berichten, diese durch
ihre Berichte zu schädigen und seelisch sowie körperlich zu vernichten.
Auch wenn es nicht direkt um ein politissches Thema geht.
 
Amtsträger Montag, 18.November 2013, 17:17 Uhr:
Zunächst einmal ist fraglich, ob ein Beamter den Angriff überhaupt wahrgenommen hätte und die Möglichkeit zum Eingreifen bestand.

Weiterhin ist fraglich, ob Maßnahmen zur Durchsetzung von Auflagen verhältnismäßig gewesen wären. Denn das Grundgesetz verbietet in Art. 20 III GG unverhältnismäßige Maßnahmen.

Hier auf Biegen und brechen eine "offene Kumpanei" erkennen zu wollen, ist mindestens sehr weit aus dem Fenster gelehnt.

Solange Gegendemonstranten mit Flaschen und Pyrotechnik werfen, sind derart viele Polizeikräfte gebunden, dass eine einschließende Begleitung eines Aufzuges von 1000 Menschen unmöglich wird.
 
kritiker Dienstag, 19.November 2013, 00:16 Uhr:
@ O.Cruzcampo
Die verhältnismäßig hohe Zahl der Schneeberger Teilnehmer am Lichtellauf ist
kein Verdienst der NPD, sondern ein Ergebnis der teilweise fehlenden und vor
allem falschen Informationspolitik der verantwortlichen Kreis- und Landespoli-
tiker hinsichtlich des geplanten sogenannten Asylbewerberheimes.
Die 1000 Linken Störer aus dem Bundesgebiet können sich wohl kaum
in die verständlichen Sorgen und Ängste der Schneeberger Bürger hineindenken.
Aber diese Leute erdreisten sich, die 1500 Schneeberger Bürger in unverschäm-
ter diskreditierender Weise als "rassistischen Mob" zu bezeichnen und benutzen
- wie von solchen Leuten ja leider gewohnt- Flaschen und Pyrotechnik als Wurf-
geschosse gegen friedliche Demonstranten und Polizisten - also sozusagen als
ihr "Argument". Ist das die "demokratische", zivilisierte Streitkultur der Linken ?
@ Amtsträger
Danke für Ihre emotionslosen und vor allem ideologiefreien Klarstellungen zum
Polizeieinsatz beim Lichtellauf.
 
Roichi Dienstag, 19.November 2013, 00:39 Uhr:
@ Generalhenriette

"Aber zum Recherchieren fehlt ihnen meistens der Mut und auch die Zeit."

Macht sich blöd, wenn man zusammengeschlagen im Krankenhaus liegt und das auch weiterhin befürchten muss bei Recherche.
Dann kommt eben für die Schläger keine erfreuliche Geschichte bei raus.

Ansonsten bietet dein Kommentar noch nichtmal ein trollfähiges Niveau, auf das man reagieren könnte.
 
General Dienstag, 19.November 2013, 11:50 Uhr:
@Kritiker
"Die 1000 Linken Störer aus dem Bundesgebiet können sich wohl kaum in die
verständlichen Ängste und Sorgen der Schneeberger Bürger hineindenken."
Nein, sie wollen es auch gar nicht. Genausowenig können und wollen es die
angereisten Politclowns.
@Roichi
"Macht sich blöd, wenn man zusammengeschlagen im Krankenhaus liegt und
das auch weiterhin befürchten muss bei Recherche."
Jeder seriöse Journalist bekommt die Möglichkeit zu einem direkten und
normalen Gespräch. Selbst recherchieren bedeutet aber nicht nur von
anderen abzuschreiben oder im Weltnetz nachzuschauen.
Wenn ich dich fotografiere und dieses Bild dann mit einem Text versehe,
der unwahr ist, dann ist das was ?
P.S. Schnee gibt es bald überall. Nicht nur in Schneeberg.
 
JK Inc Dienstag, 19.November 2013, 12:08 Uhr:
http://www.vice.com/de/read/bei-dieser-demo-kuemmerte-es-einige-polizisten-wenig-dass-journalisten-verpruegelt-wurden

Zu Kenntnissname.
 
Bürger Dienstag, 19.November 2013, 12:25 Uhr:
@ Roichi

"Macht sich blöd, wenn man zusammengeschlagen im Krankenhaus liegt und das auch weiterhin befürchten muss bei Recherche.
Dann kommt eben für die Schläger keine erfreuliche Geschichte bei raus."

Fragt sich nur,weshalb Herr Cruzcampo und die zahlreichen anderen "Medienvertreter",die über diese Veranstaltungen berichten,nicht zusammengeschlagen im Krankenhaus liegen?
 
Dresdner Dienstag, 19.November 2013, 13:23 Uhr:
@ General

"Journalisten haben eigentlich die Aufgabe tatsachengerecht zu berichten
und nicht eine vorgegebene Meinung per Bild, Ton oder Schrift zu verbreiten."

Und, was hat der Zusammengeschlagene nun tatsachengerecht zu berichten?
 
Roichi Dienstag, 19.November 2013, 13:30 Uhr:
Zunächst einmal ein weiterer Bericht dazu:
http://www.vice.com/de/read/bei-dieser-demo-kuemmerte-es-einige-polizisten-wenig-dass-journalisten-verpruegelt-wurden
Gerade auch die Situation der Journalisten betreffend.

Schon immerwieder nett, wie die Kamerraden mit den Leuten umgehen, von denen sie sich was erhoffen, bzw. denen sie vorwerfen ungerecht zu berichten.
Dass dann keine sonderlich positive Berichterstattung bei rauskommt, dürfte selbst für den dümmsten Nazi erkennbar sein.


@ Kritiker

"Die 1000 Linken Störer aus dem Bundesgebiet können sich wohl kaum
in die verständlichen Sorgen und Ängste der Schneeberger Bürger hineindenken."

Och wie niedlich.
Die NPD Demonstranten sind natürlich alle lokal, während die Gegendemo nur extern herangekarrte Leute sind.
Das sollte selbst dir zu doof sein. Zumal gerade die NPD ihre Leute hinkarrt und die lokale Unterstützung zwar größer als üblich, aber immernoch gering ist.
 
Roichi Dienstag, 19.November 2013, 13:31 Uhr:
@ generalHenriette

"Jeder seriöse Journalist bekommt die Möglichkeit zu einem direkten und
normalen Gespräch."

Schlechter Witz.
Kein seriöser Journalist bekommt diese Gelegenheit. Nur die Schreiberlinge einschlägiger Propagandaschriften. Deren Meinung steht aber eh fest und entsprechend schreiben diese.
Aber das weißt du ja selbst.
Deshalb musst du hier lügen um wenigstens trollen zu können.

"oder im Weltnetz nachzuschauen."

Seriöse Journalisten schauen auch in diesem rechten Netzwerk rein.

"Wenn ich dich fotografiere und dieses Bild dann mit einem Text versehe,
der unwahr ist, dann ist das was ?"

Blödsinn. Aber was weißt du denn schon von Journalismus?
Wenn es nicht deine Meinung ist, bezeichnest du es als Lüge. So einfach ist deine Welt.

"P.S. Schnee gibt es bald überall."

Willst du jetzt auch noch in das Drogengeschäft einsteigen?
Würde zumindest deine Kommentare erklären.


@ Bürger

Einige haben eben mehr Glück.
Die Frage stellt sich aber nicht.
Denn worauf du anspielst ist immernoch GEwalt. Auch wenn du hier eine Rechtfertigung dieser andeutest, die nicht mehr als Rache, oder Hass ist.
Willst du wirklich Gewalt rechtfertigen?


@ JK

Sorry für die Doppelung, hab ich erst jetzt gesehen.
 
General Dienstag, 19.November 2013, 15:31 Uhr:
@Dresdner
"Und was hat der Zusammengeschlagene nun tatsachengerecht zu berichten?"
Das müsstest du schon ihn selber fragen.
Wenn ein Journalist z.B. über mich berichten möchte, erwarte ich das er das
tatsachengerecht tut. Bisher habe ich es nur erleben dürfen oder müssen,
das Mutmaßungen, Unterstellungen oder bewußt verdrehte Tatsachen dabei
herauskamen.
@Roichi
"Schlechter Witz."
Nein, es ist eine Tatsache.
"Aber was weißt du denn schon von Journalismus?"
Warscheinlich mehr, als du dir vorstellen kannst. Ich habe etwas mit Eva
Herman gemeinsam.
"Willst du jetzt auch noch in das Drogengeschäft einsteigen ?"
Spar dir doch bitte solche abwegigen Fragen.
"Blödsinn."
Vielleicht. Aber wenn ich es einer breiteren und interessierten Masse auch
zugänglich mache, ist es der Anfang vom Ende, für dich.
"So einfach ist deine Welt."
Natürliche Eleganz ist immer und überall wirkungsvoller und besser als Verkomplizierung von einfachen Dingen.
 
Leser2013 Dienstag, 19.November 2013, 16:08 Uhr:
Waren es wirklich Nazis... oder eher ein V- Mann? Immerhin haben jene den Mut ihre Meinung offen und ehrlich kundzutun, sogar in einem Land in dem es keine Meinungsfreiheit mehr gibt.
 
Roichi Dienstag, 19.November 2013, 18:28 Uhr:
@General
"Eine Politik die sich demokratisch nennt, sollte es auch sein."
Du kannst dich ja wieder wählen lassen und dann die direkte Demokratie
einführen.
 
Bürger Mittwoch, 20.November 2013, 21:18 Uhr:
@ Roichi

"Schlechter Witz.
Kein seriöser Journalist bekommt diese Gelegenheit. Nur die Schreiberlinge einschlägiger Propagandaschriften. Deren Meinung steht aber eh fest und entsprechend schreiben diese."

Es ist schon lustig,wie der Genosse Roichi von "seriösen Journalismus" faselt,aber einen Beitrag weiter oben sowas hier als seriösen Beitrag verkaufen will:

"Zunächst einmal ein weiterer Bericht dazu:
http://www.vice.com/de/read/bei-dieser-demo-kuemmerte-es-einige-polizisten-wenig-dass-journalisten-verpruegelt-wurden
Gerade auch die Situation der Journalisten betreffend."

Vielleicht sollte Roichi mal definieren,was "seriöser Journalismus" überhaupt sein soll. Aber anscheinend kann er es nicht. Sonst würde er solche lustigen Blogs nicht als "seriösen Jounalismus" präsentieren.
 
Roichi Donnerstag, 21.November 2013, 12:57 Uhr:
Zunächst einmal: Der Kommentar vom 19.11. ist nicht von mir.
Da hat unser aller Generaltroll mal wieder zugeschlagen.
Sieht man unter anderem an der Formatierung. Ich mache immer Leerzeilen zwischen Zitat und Antwort.
Vom Inhalt reden wir mal nicht.


@ Leser

Billiger geht es nicht. Kannst du auch noch irgendwas inhaltliches von dir geben, oder bleibt es bei Parolen und Verschwörungstheorie?


@ Bürger

Du solltest lernen zwischen verschiedenen Artikelformen zu unterscheiden.
Der verlinkte Artikel ist eine aufgeschriebene Beobachtung eines Journalisten. Mehr will er auch nicht sein.
Entsprechend kann man das bewerten und in den Zusammenhang stellen.
Also ich kann das. Du offensichtlich nicht.

Ganz nebenbei versuchst du natürlich davon abzulenken, was die Kamerraden so tun.
Und natürlich weichst du der gestellten Frage aus.

Weiterhin ist dir natürlich auch die Einschüchterung von Journalisten durch die Kamerraden bekannt, ebenso wie die Weigerung mit Medien zusammenzuarbeiten, die nicht zur Szene gehören. Die Anspruchshaltung an Journalisten ist also unmöglich zu erfüllen, einfach weil die Kamerraden nicht wollen.
Daraus dann unseriösen Journalismus zu postulieren verkennt nicht nur die Ursachen, sondern verdreht diese, um sich mal wieder zum Opfer zu stilisieren.
 
Dresdner Donnerstag, 21.November 2013, 23:18 Uhr:
@ General

Verkomlizieren wir die einfachen Dinge nicht, Sie sind ein kleiner Forentroll, der anderswo nicht gehört wird.

@ Leser

"Immerhin haben jene [Nazis] den Mut ihre Meinung offen und ehrlich kundzutun, sogar in einem Land in dem es keine Meinungsfreiheit mehr gibt."

Irgendwas stimmt nicht, merken Sie es? Die Demo war nicht verboten, die NPD darf in Landtagen rumwettern und Ihre rassistischen Druckwerke per Post verschicken. Sie dürfen auch hier posten. Wo fehlt es Ihnen an Meinungsfreiheit und wo war jetzt der Mut Ihrer Kameraden?

Sie müssen noch lernen, dass Nazi-V-Männer auch Nazis sind. Sie sind keine Verfassungsschützer sondern bezahlte Spitzel aus dem rechtsextremistischen Milleu.

@ Bürger

"Sonst würde er solche lustigen Blogs nicht als "seriösen Jounalismus" präsentieren."

Die Inhalte dieses Blogs sind auch nur für Nazis wie Sie lustig. Menschen zusammenzuschlagen ist asozial. Das Zusammenschlagen von Journalisten ist außerdem ein Angriff auf die Meinungsfreiheit.
 
Amtsträger Samstag, 23.November 2013, 08:23 Uhr:
Es ist kein Geheimnis, dass das Versammlungsteilnehmer bei rechtsextremen Versammlungen nicht mit Journalisten reden (dürfen). Es ist fast immer zu beobachten, dass Teilnehmer, die gewillt sind auf Fragen zu antworten, von Ordnern oder anderen Teilnehmern daran gehindert werden. Dies geschieht natürlich immer unter dem Vorwand, die Presse würde die Angaben später zu Lügen umformulieren, -schneiden, -deuten.
Augenscheinlich will man vermeiden, dass der gemeine Teilnehmer seine Sicht der Dinge in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rückt. Denn die Öffentlichkeit reagiert auf derartige Äußerungen zumeist ablehnend.
 
General Samstag, 23.November 2013, 15:46 Uhr:
@Amtsträger
"Dies geschieht natürlich immer unter dem Vorwand, die Presse würde die
Angaben später zu Lügen umformulieren, .schneiden, .deuten."
Sehr gut erkannt und benannt !
Pressevertreter gehen natürlich davon aus : Wessen Brot ich esse, dessen Lied
ich singe.
P.S. Bei dem Foto von einer Person, gibt es manchmal sogar ein regelrechten Kampf um das Bild, welches die Person am unvorteilhaftesten zeigt.
 
kritiker Samstag, 23.November 2013, 23:51 Uhr:
@ roichi 19.11.
Roichi findet also solch ernste Geschehnisse wie in Schneeberg "niedlich". Na ja,
es betrifft ihn ja nicht direkt oder persönlich.
"Die NPD-Demonstranten sind natürlich..."
Wieviel Teilnehmer sowohl der Demo als auch der "Gegendemo" wirklich Schnee-
berger Bürger waren, vermag von uns beiden, werter roichi, keiner beurteilen.
Außer Sie haben mal wieder hellgesehen oder Juso(FDJ).Kontrollposten haben
vorher die Ausweise kontrolliert.
Aber die laut Cruscampo angekarrten 1000 linken Störer waren ganz bestimmt
k e i n e Schneeberger Menschen. Auch wissen wir nicht, wieviel der Schneeber-
ger Demonstranten Mitglieder oder Sympathisanten der NPD waren.
Wenn die deutschen Politiker aller Ebenen die Sorgen, Ängste und Bedenken der
deutschen Menschen (also ihrer Wähler,die ihnen die Politikerposten verschafft
haben) genauso ernst nehmen würden wie sie sich gegenwärtig so intensiv um
das Wohlergehen der Asylsuchenden, ausländischen Zuwanderer und Migranten
kümmern, dann würde es sicher nicht zu solchen Demos in den betreffenden
Orten kommen. Eigentlich sollen ja deutsche Politiker gemäß ihrem Eid "Schaden
vom deutschen Volk abwenden". Man sollte sie ab und zu daran erinnern !
 
General Sonntag, 24.November 2013, 10:37 Uhr:
@Amtsträger
"Denn die Öffentlichkeit reagiert auf derartige Äußerungen zumeist ablehnend."
Das ist wohl richtig, deshalb wird es ja versucht und auch ständig gemacht, um
in den Medien die NPD zu diskreditieren.
Das Fernsehen ist durch die Verbreitung von Bild und Ton für die meisten Menschen auf der Welt zur Zeit die Hauptinformationsquelle .
Was nicht gesendet wird und empfangen werden kann, findet quasi nicht
statt bzw. erreicht nur kleinere oder auch ausgewählte Teile der Bevölkerung.
Dieses Informationsmonopol kann und wird natürlich reguliert und auch manipuliert im jeweiligen Interesse der Machtinhaber, Macher und Entscheidungsträger.
Auch mit Hilfe von Einschränkungen in der Berichterstattung oder der verzögerten Ausstrahlung bis zur totalen Sperrung.
Erlaubt ist nicht was gefällt sondern was erwünscht ist.
In Schneeberg konnte man dies wieder sehr deutlich erkennen.
Ähnlich wie sich Geheimdienste Informationen oder Informanten beschafften und beschaffen, tun es Journalisten. Der sogenannte NSA-Skandal besteht
doch hauptsächlich nicht in der Nutzung, sondern in der Veröffentlichung
der angewandten Mittel.
P.S. Ich bin dann mal weg. Vergangenheit+Zukunft=Ewigkeit
 
Roichi Sonntag, 24.November 2013, 19:26 Uhr:
@ Generälchen

Und mal wieder kannst du nur trollen.
Naja, was soll man von dir auch noch erwarten.
Nichtmal lesen kannst du.

"P.S. Ich bin dann mal weg. Vergangenheit+Zukunft=Ewigkeit "

Schön wär's.
 
Roichi Sonntag, 24.November 2013, 19:26 Uhr:
@ Kritiker

"Roichi findet also solch ernste Geschehnisse wie in Schneeberg "niedlich"."

Offenbar bist auch du nicht in der Lage Kommentare zu erfassen.
Lern Lesen, das hilft dir weiter.
Meine Aussage bezog sich auf deine Parole und die Tatsache, dass du nicht ohne kannst.

"Wieviel Teilnehmer sowohl der Demo als auch der "Gegendemo" wirklich Schnee-
berger Bürger waren, vermag von uns beiden, werter roichi, keiner beurteilen."

Was dich natürlich nicht daran hindert, genau das zu tun.
Ich zitiere dich dazu: "Die 1000 Linken Störer aus dem Bundesgebiet..."
und "...die 1500 Schneeberger Bürger..."
Machst du jetzt den Björn und widerlegst beständig deine eigenen Aussagen?
Nicht ohne diese natürlich genauso beständig neu zu erfinden.

Und selbst im jetzigen Kommentar bist du dir nicht zu blöd das gleich wieder zu tun.

" dann würde es sicher nicht zu solchen Demos in den betreffenden
Orten kommen."

Jaja, die da oben sind Schuld.
Auch die Parole kennt man zur Genüge.
Dass die NPD massiv Propaganda macht und bewusst Ängste schürt, geht dir natürlich nicht auf.
Auch nicht das Ziel der NPD genau dort nach oben zu kommen.
Aber was stört dich denn sowas? Du brauchst ja nur bis zur nächsten Parole zu denken.

"Man sollte sie ab und zu daran erinnern ! "

Na wie gut, dass noch kein NPDler diesen Eid leisten musste.
Dann würde er ja sofort zum Verräter der Bewegung.
 

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