von Marc Brandstetter
   

Nach "Frauenschläger"-Behauptung: Einstweilige Verfügung gegen NPD-Kader

Anscheinend wurde in der Auseinandersetzung Ricarda Riefling versus Clemens Lindemann die nächste Runde eingeleitet. Wie die NPD-Aktivistin auf Facebook mitteilte, sei gegen ihren Verlobten Markus Walter eine einstweilige Verfügung ergangen. Der Grund: Er hatte den SPD-Politiker einen „Frauenschläger“ genannt.

Über den Vorfall Anfang März gibt es zwei widersprüchliche Darstellungen. Während das NPD-Bundesvorstandsmitglied Ricarda Riefling behauptet, der Landrat des Saar-Pfalz-Kreises, Clemens Lindemann, habe sie mit der Faust ins Gesicht geschlagen, schildern mehrere Zeugen, die Polizei und nicht zuletzt der SPD-Politiker den Übergriff völlig anders. Demnach habe Riefling Lindemann attackiert, der dabei leicht verletzt wurde. Weitere Angriff wurden von den anwesenden Polizeibeamten unterbunden. 

Anschließend hatte Markus Walter, Pressesprecher der Kommunalpolitischen Vereinigung der NPD (KPV) und Verlobter Rieflings, die Sozialen Netzwerke und NPD-Seiten mit einer Pressemitteilung geflutet, in der er Lindemann einen „Frauenschläger“ genannt hatte. Gegen diese Behauptung setzt sich der Landrat nun zur Wehr: Gegen Walter wurde eine einstweilige Verfügung auf Unterlassung erlassen. Weitere rechtliche Schritte werden folgen: Lindemann will auch gegen Rieflings Behauptungen strafrechtlich und zivilrechtlich vorgehen. 

Auch ihre Facebookseite mahnte die NPD-Aktivistin ihr Anhänger, von der weiteren Verbreitung der Pressemitteilung abzusehen und diese zu entfernen. Trotzdem hält sie an ihrer Version fest: „Da der Inhalt der Pressemitteilungen der Wahrheit entspricht, werden wir dagegen gerichtlich vorgehen!“, kündigt die Neu-Pirmasenserin an.

Kommentare(2)

Amtsträger Donnerstag, 14.März 2013, 08:25 Uhr:
Die Pressemitteilung entspricht also der Wahrheit, soll aber lieber nicht weiter veröffentlich und sogar entfernt werden?!?

Man scheint also einem Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung keine großen Gewinnchancen zuzurechnen...

Mit der Wahrheit kann die eigene Darstellung dann nicht viel zu tun haben.
 
Michael Donnerstag, 14.März 2013, 13:00 Uhr:
Blödsinn. Die Pressemitteilung entspricht natürlich nicht der Wahrheit. Dafür gibt es hunderte von Zeugen und ein Video.

Hier noch ein paar Infos mehr:
http://zw-schoener-ohne-nazis.blog.de/2013/03/14/npd-darf-lindemann-mehr-frauenschlaeger-nennen-15627063/
 

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