von Oliver Cruzcampo
   

Nach Demo gegen neuen Thor Steinar-Laden: Bündnis vor Gründung

Die Betreiber des vor Kurzem in Hannover eröffneten Thor Steinar-Geschäfts bekommen zunehmend Gegenwind zu spüren. An einer Demonstration nahmen 500 Personen teil, die Hausverwaltung stellt ein Ultimatum und nun soll auch ein breites Bürgerbündnis gegründet werden.

Erwartet wurden 300 Teilnehmer, am Ende fanden sich es 500 Personen ein, die vergangenen Sonnabend gegen den am 12. September eröffneten Tønsberg protestierten. Der Demonstrationszug war vom Lister Platz vor das Geschäft in der Podbielskistraße 159 gezogen, bis auf kleine Zwischenfälle sei der Verlauf friedlich gewesen.

Allem Anschein nach übt nun jedoch nicht nur die Zivilgesellschaft Druck auf das bei Neonazis beliebte Geschäft aus, auch die Hausverwaltung hat sich zu Wort gemeldet. Wie die „Hannoversche Allgemeine“ berichtet, soll sie sich in einem Schreiben mit mehreren Forderungen an den Eigentümer des Ladens gewandt haben.

Offenbar sollen bis Ende des Monats mehrere bauliche Änderungen wieder rückgängig gemacht werden. Konform geht die Hausverwaltung nicht mit den Hartplastikscheiben vor den Fenstern und weiteren kleinen Änderungen.

Auch das Zustandekommen des Mietvertrages sieht die Verwaltung kritisch. Sie hätte bei der Auswahl des Mieters angehört werden wollen; laut Teilungserklärung dürfe der Verwalter nämlich einen Mieter ablehnen, „wenn berechtigte Zweifel bestehen, dass der Mieter sich nicht in die Hausgemeinschaft einfügen wird.“ Die Proteste gegen den Thor Steinar-Laden seien ein Indiz dafür.

Zudem soll am Mittwoch ein Planungstreffen stattfinden, dessen Ziel es ist, ein vielschichtiges Bündnis gegen den Laden zu etablieren. „Nur gemeinschaftlich“, so schreibt die Initiative „Gegen rechten Lifestyle in Hannover“, könne man erfolgreich gegen das umstrittene Geschäft vorgehen.

Kommentare(4)

nur mal angemerkt Dienstag, 24.September 2013, 12:18 Uhr:
" „wenn berechtigte Zweifel bestehen, dass der Mieter sich nicht in die Hausgemeinschaft einfügen wird.“

Ja so ist das mit der Tatsachenverdrehung. Der Mieter fügt sich mit Sicherheit ein. Nur die Deppen die vor dem Laden stehen und "protestieren" leider nicht. Wird Zeit, das dem "Gutmenschen" das "Handwerk" gelegt wird.
 
Roichi Dienstag, 24.September 2013, 15:17 Uhr:
@ nur mal angemerkt

Willst du etwa sagen, dass dort nur Nazis wohnen?
Steile These.
 
Geht Dich gar nüscht an Mittwoch, 25.September 2013, 09:57 Uhr:
Sehr schön :)
 
John Donnerstag, 26.September 2013, 15:16 Uhr:
"Wird Zeit, das dem "Gutmenschen" das "Handwerk" gelegt wird."

Echt? Von wem? Und was dann? Man möchte nicht dran denken, was sich so ein Nazihirn zusammenspinnt.
 

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