von Redaktion
   

Mini-Kundgebungen in Waren und Stavenhagen: Reinfall für die NPD

Die NPD hat ihren Blick bereits auf die Landtagswahlen im nächsten Jahr gerichtet. Ähnlich wie in der Vergangenheit tingelt sie mit einer Handvoll Anhängern über die Dörfer – und bleibt an ihren Infoständen weitgehend unter sich.

Gelungenen NPD-Propagandaaktion in Stavenhagen

Der NPD-Kreisverband meldete für diese Woche zwei Kundgebungen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte an. Am letzten Dienstag ging die erste Veranstaltung auf dem Marktplatz in Waren über die Bühne. Die dazugehörige Anmeldung war erst am Wochenende bei der Versammlungsbehörde eingegangen. Die NPD versuchte damit wohl zu erreichen, dass die demokratischen Parteien und Bündnisse kaum Gegenaktionen und Proteste organisieren könnten.

Diese Taktik ging nicht auf. In der rund 21.000 Einwohner zählenden Stadt stellten SPD, die Linke und die Grünen eine Mahnwache auf die Beine, an der sich ca. 20 Personen beteiligten. Von einer Kundgebung auf Seiten der NPD kann demgegenüber eigentlich gar nicht gesprochen werden, denn der Kreisvorsitzende der NPD Mecklenburgische Seenplatte und Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion, Hannes Welchar, hielt nur eine sehr kurze Rede vor ungefähr sieben Personen. Während der übrigen Zeit gab es Ansagen und klassische Musik vom Band. Die NPD versuchte außerdem, ihre Parteizeitung Deutsche Stimme an die Leute zu bringen. Die meisten Zeitungen landeten meist gleich in den Mülleimern in der Umgebung.

Auch in Waren bestätigte sich das Bild von Stavenhagen

Kaum Interesse - selbst in den eigenen Reihen

Am darauffolgenden Donnerstag fand die NPD-Kundgebung von 9 bis 11 Uhr auf dem Marktplatz in Stavenhagen statt. Wenn die Kundgebung am Dienstag schon ein Reinfall für die NPD war, dann war dieses Trauerspiel ein Desaster für die NPD. Auch in Stavenhagen waren die demokratischen Parteien und Bündnisse vor Ort und zeigten Flagge. Gut 35 Personen nahmen an den Protesten teil, unter ihnen der Landtagsabgeordnete Peter Ritter von der Linken.

Wieder übernahmen die NPDler unter Aufsicht von Frank Klawitter den Aufbau. Dieses Mal waren noch weniger Bürgerinnen und Bürger an der braunen Propagada-Show interessiert. Nur fünf Zuhörer lauschten der Rede von Hannes Welchar. Dabei griff der Jungkader auf sein Manuskript vom Dienstag zurück und vergaß überdies, den Ortsnamen auszutauschen. Auch in Stavenhagen redete Welchar von Waren. Kein Wunder, dass die Truppe in der Reuterstadt auf den mitgebrachten Exemplaren ihrer Parteipostille sitzen blieb. Sogar die eigenen „Kameraden“ schienen gelangweilt von ihren Mini-Kundgebungen.

Kommentare(3)

Dennis Freitag, 22.Mai 2015, 12:46 Uhr:
Mensch, was für ein Erfolg für die Nazipartei. Das ist dann bestimmt die schweigende Mehrheit, die man auf den Bildern sieht. Was für Menschenmassen...

Bestimmt wird Björn auch diese Totalblamage wieder zu einem Großen Sieg umdeuten....
 
Insider wissen mehr! Freitag, 22.Mai 2015, 13:57 Uhr:
Mit der Installation des „Firle-Franz“ zum NPD-Parteivorsitzenden haben sich Pastörs und sein Landesverband das eigene wohlverdiente Grab geschaufelt! Der Landtagsauszug im kommenden Jahr wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit deutlicher ausfallen als letztes Jahr in Sachsen.
 
Dennis Freitag, 22.Mai 2015, 16:11 Uhr:
@Insider:

Der gefühlt eintausendste sinnfreie Kommentar mit dem Begriff Firle-Franz von Ihnen. Was wollen Sie damit eigentlich bezwecken?
 

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