von Redaktion
   

Mehr als 8.500 Unterstützer: „Frei.Wild“-Gegner machen gegen Auftritt in Hamburg mobil

Kommenden Donnerstag soll die Südtiroler Rock-Band „Frei.Wild“ in der Hamburger „O2-World“ auf der Bühne stehen. Kritiker der umstrittenen Gruppe versuchen den Auftritt durch eine Online-Petition zu verhindern – oder zumindest eine Debatte anzustoßen. Auch eine Mahnwache vor dem Konzertsaal ist geplant.

Frei-Wild-Truck (Foto: Oliver Cruzcampo)

Knapp 8.500 Menschen unterstützen mittlerweile eine Online-Petition, die von dem Hamburger Martin Nieswandt auf den Weg gebracht worden ist. Das Ziel: Den Auftritt von „Frei.Wild“ in der Hansestadt zu verhindern. Die Südtiroler, denen Kritiker nationalistische und völkische Texte vorwerfen, haben vor kurzem ihr neustes Werk „Opposition“ auf den Markt gebracht und befinden sich derzeit auf Konzerttour kreuz und quer durch die Republik. Proteste gehören dabei schon fast zu den normalen Begleiterscheinungen. Nieswandt ist sich sicher: „In der weltoffenen Stadt Hamburg darf rechtem Gedankengut keine Bühne geboten werden!“

„Eine Konzert-Absage ist zu optimistisch, vielmehr wünsche ich mir eine konstruktive Debatte mit der `O2-Arena´ über unternehmerische Verantwortung und eine Schärfung des Problembewusstseins,“ relativierte der „Frei.Wild“-Gegner in der Hamburger Morgenpost sein Vorhaben. Eine Diskussion hat er tatsächlich angestoßen – diese allerdings bewegt sich in eine gänzlich andere Richtung als beabsichtigt.

Anfeindungen und Gewaltdrohungen

Nieswandt berichtet, vor allem zu Beginn seiner Initiative sei er Anfeindungen, Beleidigungen und sogar Gewaltandrohungen ausgesetzt gewesen. Auf seiner Facebook-Seite hätten „Frei.Wild“-Anhänger, die sich offenbar zu Unrecht in die rechte Ecke gedrängt sahen, einen Shitstorm ausgelöst. Zwar könne die Band nichts für ihre Fans, problematisch sei aber, dass es durch diese bereits zu Gewalttaten gekommen sei.

Im Februar letzten Jahres war der haushaltspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Sven-Christian Kindler, in Hannover von einem offensichtlichen Fan der Musikgruppe attackiert worden. „Bist du Sven von den Grünen? Hast du nicht auf der `Anti-Frei.Wild´-Kundgebung gesprochen?“, hat sich dieser nach Kindlers Worten zunächst versichert, bevor er den Politiker zu schubsen begann. Es ist auch dieser Fall, mit dem Nieswandt sein Engagement begründet. „`Frei.Wild´ indes nimmt billigend in Kauf, dass ihre vermeintlich unpolitschen Liedtexte als Anstiftung zur Gewalt und für rechte Parolen verstanden werden“, sagt er.

Stiller Protest angekündigt

Der Geschäftsführer der „O2-Arena“, Uwe Frommhold, an den die Petition gerichtet ist, verweigere leider eine öffentliche Debatte, heißt es weiter von Seiten der „Frei.Wild“-Gegner. Stattdessen habe man sich für nicht zuständig erklärt und Nieswandt an die PR-Abteilung der Südtiroler Kapelle verwiesen. So leicht will der sich aber nicht abspeisen lassen: Für den Konzerttag kündigt er ab 18.30 Uhr eine Mahnwache vor dem Auftrittsort an. 

Kommentare(31)

Michael Montag, 20.April 2015, 22:52 Uhr:
Wenn man das so liest, kommt ein der Gedanke das es zwei Endstationen gibt.
Links und rechts ......
 
Irmela Mensah-Schramm Dienstag, 21.April 2015, 09:23 Uhr:
@ Michael
...wenn man das so liest......................Es müßte doch eigentlich jedem klar sein, dass es für "Frei - Wild" auch eine "Endstation" geben muss!
 
Tommi Dienstag, 21.April 2015, 09:23 Uhr:
Was fur ein Schwachsinn, hier versucht ein zugereister Düsseldorfer sich auf Kosten von Frei.wild zu etablieren! Wenn diese weltoffene Stadt Hamburg wirklich so weltoffen wäre, dann gäbe es so einen Quatsch erst gar nicht. Aber Bitte schön, verhindert wird jedenfalls nichts, weil eh alles an dem Haaren herbei gezogen ist !
 
Christian Dienstag, 21.April 2015, 13:25 Uhr:
"Nieswandt berichtet, vor allem zu Beginn seiner Initiative sei er Anfeindungen, Beleidigungen und sogar Gewaltandrohungen ausgesetzt gewesen. Auf seiner Facebook-Seite hätten „Frei.Wild“-Anhänger, die sich offenbar zu Unrecht in die rechte Ecke gedrängt sahen, einen Shitstorm ausgelöst."

Diese Reaktion verwundert nicht. Ich hätte ihn auch gerne gefragt, was er sich einbildet, so pauschal Frei.Wild-Fans als Rechts abzustempeln. Ich bin selbst Fan der Band, bin aber (was ich im Übrigen jederzeit bei "Endstation Rechts" nachweisen kann) in der LINKEn aktiv, engagiere mich gegen Neonazis, Rassist*innen und andere Menschenfeinde und suche den Kontakt zu Migrant*innen aller Art. Ich bin nicht Rechts und werde es auch nie sein.
Und ich möchte auch nicht als Frei.Wild-Fan ins rechte Eck gedrängt werden. Das ist doch normal.

Was nicht normal ist und man überhaupt nicht dulden sollte, ist die Tatsache, dass dieser Unmut schnell in persönliche Anfeindungen, Drohungen, etc. ausartet. Da muss ich auch den Finger mal auf eine Vielzahl von frei.Wild-Fans richten, die offensichtlich nicht wissen, was Toleranz eigentlich bedeutet. Toleranz bedeutet nämlich, dazu fäig zu sein, Kritik zu ertragen, auch wenn sie einem noch so wenig schmeckt. Das ist das Prinzip der Demokratie. Jeder kann sagen und tun, was er/sie will, solange er/sie nicht gegen das Gesetz verstößt.

<>
 
Christian Dienstag, 21.April 2015, 13:32 Uhr:
Fortsetzung:

Ich wünsche mir für die Zukunft sowohl von Linker Seite, als auch von den vielen Frei.Wild-Fans, dass man endlich Schluss macht mit dieser sinnlosen Diffamierungshetze und endlich den Dialog sucht.

Die Fans der Band sind dabei besonders gefragt. Hängt euch in antifaschistisch-antirassistische Kampagnen zukünftig mehr rein. Organisiert Initiativen gegen Rechts, macht euch stark für die Flüchtlinge oder Migrant*innen allgemein, helft, wo man eure Hilfe braucht.

Aber auch der Linke Sektor sollte endlich differenzierter arbeiten und sich mal endlich mit der kompletten Diskografie der Band befassen. Jeder einzelne Song/Text muss in Arbeitskreisen besprochen und analysiert werden, es muss die Band selbst zu solchen Arbeitskreisen geladen werden, der Fanclub der Band muss auch zu Wort kommen können und natürlich die Fans selbst.

Es muss klar werden, warum so viele Menschen so gerne Frei.Wild hören. Erst dann und nur dann, wenn das klar ist und erst dann, wenn man die inhaltliche Rezeption der Band klar erfasst hat, kann man auch ein differenziertes und nachvollziehbares Urteil fällen.
 
DasNiveau Dienstag, 21.April 2015, 13:32 Uhr:
@Michael
Die gibt es ja, aber wir lesen ja hier nur auf der einen. Für alles andere sind andere Portale zu nutzen.

@Fr. Schramm
Natürlich hat Frei.Wild eine Endstation. Die Rockerrente wird sie auch erreichen.
 
Christian Dienstag, 21.April 2015, 14:18 Uhr:
Es ist schon Komisch in diesem Land.
Wenn die Text in Englisch wären würde sich keiner darüber aufregen. Wenn ich mir die Texte von Renommierten Internationalen Amerikanischen Bands übersetzte wir mir Speiübel. Da wird Gewalt verherlicht zur Vergewaltigung aufgefordert, das gibt es Gotteslästerung und Teufelsanbetung.
Frei.Wild singt Text mit denen ich mich identifizieren kann. Wenn da jemand mal Angeklagt wird dann sind es die Politiker und Wirschaftsbosse die über Leichen gehen.
Dieser Martin Nieswandt scheint einfach zu viel Freizeit zuhaben und ist in meinen Augen nicht Tolerant und sehr engstirnig. Wenn er seine Heimat nicht liebt dann kann er doch unser Land verlassen und seine Geistigen Ergüsse wo anders verbreiten und vertreten. Soll er doch seine Energie im Mittelmeer aufbringen und dort den Menschen helfen die täglich ertrinken.
Unsere Politiker finden doch schlimm das da täglich Menschen ertrinken, bei der Überfahrt nach Europa, aber machen tun Sie eh nix. Keiner von unseren Politikern/innen macht was alle reden nur siehe Ukraine, Syrien usw. Übermorgen Siezen sie alle zusammen und reiben sich die Hände..
Noch darf in diesem Land jeder " fast" alles sage was er möchte.
Zensiert euch doch selbst.....
 
Asentreu Dienstag, 21.April 2015, 15:10 Uhr:
Es würde der sog. Linken allerdings auch mal gut zu Gesicht stehen, sich nicht auf Kosten einer Band zu profilieren.
'ne Mahnwache!? Schön und gut. Aber wie man weiß: es gibt auf beiden Seiten Deppen... Dann gibt ein Wort das andere und beide Seiten fühlen sich bestätigt...
Würd ich persönlich nicht empfehlen (und ich wage zu bezweifeln, daß eine Mahnwache bei 'ner linken Band nicht auch auf Unmut stossen würde...)

Und nebenbei: ich fühle mich auch minimal gereizt, wenn mir die Sittenpolizei vorschreiben möchte, was ich zu hören hab und was nicht... Erinnert ein wenig an das Reichskultusministerium, Oder auch das Zentralkomitee...
 
Michi Dienstag, 21.April 2015, 17:02 Uhr:
Bin echt erstaunt, wie man eine Band, der man strafrechtlich nichts vorwerfen kann, deren Texte, nicht inidiziert sind, den Auftritt verbieten möchte und nur deswegen, weil sie nach Ansichten linker Gruppierungen, "völkisch" "national" seien. Ich muss die Musik der Band nicht mögen, ihre Texte kann und darf ich diskutieren und kritisieren, aber Meinungsfreiheit bedeutet auch, Ansichten die mit den geltenden Gesetzen im Einklang stehen, zuzulassen, ohne dass ich Auftrittsverbote fordere und Veranstalter über Medien und (linken) Politikern unter Druck setze, damit diese die Band nicht mehr buchen.
 
Hamburger Mittwoch, 22.April 2015, 07:46 Uhr:
Ich kenne die band überhaupt nicht, aber diese Diskussion alleine ist schon abstrus.
"Freiheit ist immer die Freiheit des anders denkenden!" Rosa Luxemburg
Und wer jetzt sagt die War rechts.....
Ich bin weder das eine noch das andere, aber eines bin ich sicher -
Ich bin stolz Deutscher zu sein,stolz auf das Land der Dichter und Denker (auch wenns davon offensichtlich keine mehr gibt) und stolz in einem der demokratischten und sichersten Länder der Welt zu leben .....
 
Doktor schnaggels Mittwoch, 22.April 2015, 08:08 Uhr:
die Politiker vor allem von den grünen hetzen doch nur weil sie sonst keine Stimme bei der nächsten Wahl bekennen! sie wollte einfach nur im Gespräch bleiben und erfinden Lügenmärchen um ihre erbärmliche existenz zu retten.
 
Jörg Mittwoch, 22.April 2015, 08:23 Uhr:
Zitat aus Frei.Wild "Akzeptierter Faschist" vom Album Opposition:

Jedes Mal die gleiche Frage
Jedes Mal der gleiche Scheiß
Seid ihr nicht die, die, die?
Komm, lass stecken, ich weiß
Wir fragen uns: Bist du nur bescheuert
Oder auch taub und blind?
Arme Sau, siehst du nicht
Dass hier nur Deutschrock- Fans sind?
Wir stehen ein für dieses Leben
Doch wir grenzen keinen aus
Außer dich, der nicht verstehen will
Dass ein Mensch die Heimat braucht
Der überall und hinter jedem
Einen Täter sieht
Obwohl der Rest der Welt
Auch seine Heimat liebt
Keinen Zoll zurück
Wir haben es schon lang kapiert
Dieses Land braucht Verbrecher
Wir haben es akzeptiert
Lieb mich, friss mich, uns doch scheißegal
Keinen Zoll zurück
Wir haben es schon lang kapiert
Solange hier Frieden herrscht
Wird von dir Krieg geführt
Sag mal, merkst du nicht
Wie du dich selber in die Irre führst?

Weißt du eigentlich, was du wirklich bist?
Keinen Funken besser als ein Scheiß- Faschist
Ich erkläre dir, warum das so ist
Warum du für mich das Letzte bist
Du glaubst, du wärst der bessere Mensch als ich
Du verurteilst, richtest über mich
Andere Meinungen akzeptierst du nicht
Stellst andere ins Dunkel und dich ins Licht
Wie der Vollstrecker aus der Oberschicht
Und erkennst nicht, was du wirklich bist
Ein akzeptierter Faschist

*** Fortsetzung ***
 
Mimi Mittwoch, 22.April 2015, 08:30 Uhr:
Lasst die Freiwild Fans doch einfach in Ruhe ihre Konzerte genießen und die Musik hören, die sie wollen. Mich wundert es nichtmal dass manche ziemlich sauer werden wenn sie zu dem Konzert fahren, für welches sie bezahlt haben und auf welches sie sich freuen, und dann werden sie durch Proteste begrüßt in denen sie zu Unrecht als rechts betitelt werden. Da würde ich mir eher mal an die eigene Nase packen und sowas unterlassen und die Band und auch ihre Fans einfach in Frieden lassen. In meinen Augen gibt es nämlich auch weder Anzeichen noch Beweise dafür das Freiwild zur rechten Szene gehört.
 
Jörg Mittwoch, 22.April 2015, 08:33 Uhr:
*** Fortsetzung ***

Unsere Liebsten, unsere Freunde sind von verschiedenster Couleur
Sprechen viele, viele Sprachen, kommen von überall her
Ein Sturm im Wasserglas um nichts, bringt`s dabei richtig rum
Wer alles glaubt, was geschrieben steht, bleibt dumm
Weißt du nicht, weißt du nicht, hast du es nicht gerafft?
Weißt du nicht, weißt du nicht, was du hier gerade machst?
Du verfolgst gute Menschen, sonderst wieder aus
Mich überkommt das Kotzen, ja nur mehr blanker Graus

Weißt du eigentlich, was du wirklich bist?
Keinen Funken besser als ein Scheiß- Faschist
Ich erkläre dir, warum das so ist
Warum du für mich das Letzte bist
Du glaubst, du wärst der bessere Mensch als ich
Du verurteilst, richtest über mich
Andere Meinungen akzeptierst du nicht
Stellst andere ins Dunkel und dich ins Licht
Wie der Vollstrecker aus der Oberschicht
Und erkennst nicht, was du wirklich bist
Ein akzeptierter Faschist

Ich denke, dass es das ziemlich genau trifft. Es ist ein ebenso faschistischer Ansatz, jemanden zu verurteilen, nur weil er vl. eine Band mag, die nicht im Mainstream schwimmt.
Bei Texten im Death- und Black-Metal geht es aber heftiger zu,
oh, ich vergaß: die müsste man ja aus dem Englischen übersetzen,
da ist es doch einfacher voller Intoleranz auf die deutschsprachigen Rocker einzuprügeln.
Ich höre auch die Toten Hosen, Die Ärzte und... wg. der Musik
Akzeptiert einfach, dass Leute die Musik der Band gut finden und deswegen zu den Konzerten gehen
 
Murmeli Mittwoch, 22.April 2015, 09:35 Uhr:
Was sind eigentlich 8.500 Unterzeichner in einer Stadt wie Hamburg? Die dafür nicht einmal den Arsch von der Couch hochkriegen müssen. Und hieß es nicht im Hinblick auf 10.000 Demonstranten im deutlich einwohnerschwächeren Dresden (im Vergelcih zu Hamburg etwa 1:4), das sei dort nur eine kleine, unbedeutende Minderheit ...

Soweit mir bekannt, hat sich die Linke doch über viele Jahrzehnte die "Freiheit der Kunst" derart hoch hielt, dass selbst sogenannten Aktionskünstler, die mit Blut und Exkrementen auf der Bühne agierten und das Publikum mit Urin bespritzten, die städtischen Hallen zur Verfügung gestellt wurden. Bürgerliche Kritik dagegen wurde als "reaktionäre Kunstkritik" abgetan. Gut vierzig Jahre später belassen es die Erben jener "Freiheit-der-Kunst-über-alles-Rufer" im Hinblick auf Frei.Wild nicht einmal bei jener "Kulturkritik", sondern fordern gleich Auftrittsverbote. Wie kläglich!
 
Roichi Mittwoch, 22.April 2015, 11:32 Uhr:
In welchem Fanforum wurde das diesmal gepostet?
So wie das Thema auch nur angerissen wird, tauchen hier die unbekanntesten Leute auf und echauffieren sich über die Forenbetreiber in immergleicher Weise. Nahezu Copy/Paste, was die "Argumentation" angeht, teilweise sogar in der Wortwahl.
Und heraus kommt immer "mimimimimi wir sind doch gar nicht rechts.....einige Fans mögen das zwar sein, aber wir nicht.....mimimimi......Freiheit des Wortes, der Kunst etc......linksgrüne Volksverräter.......nicht indiziert......" Persönliche Angriffe natürlich inbegriffen.
Jedesmal das Gleiche.
Und jedesmal wird nicht nur ignoriert, dass andere Menschen auch eine andere Meinung haben dürfen, diese verbreiten und auch dafür demonstrieren und dass die Band eben doch umstritten ist, von den Fans ganz zu schweigen.
Um das mal mit dem Letzten Satz eines solchen Kommentars zusammenzufassen: "Wie kläglich! "
 
Irmela Mensah-Schramm Mittwoch, 22.April 2015, 12:37 Uhr:
@ Hamburger
Frei Wild müßte glaubhaft beweisen können, dass sie keine Rechte Band sind, das können sie aber vielleicht vermutlich auch nicht!
Dennoch ist bekannt, dass sowohl das Nazis Rosa Luxemburg's Zitat
"Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden" eindeutig ist und von den Nazis ebenso mißbraucht wird, wie auch das Zitat von Erich
Kästner beim Ekel-Pegida-Marsch im März: "Bei allem Unfug der geschieht, sind nicht nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern"!
 
Erik Mittwoch, 22.April 2015, 13:02 Uhr:
Ach lasst die Frei.Wild-Gegner doch gegen Frei.Wild demonstrieren. Die Leute sind doch eh nur eine kleine Minderheit, die niemand will und niemand brauch. Was sind 8.500 Frei.Wild-Gegner in einer Stadt mit 1,7 Millionen Einwohnern? - Lächerlich! Sollen die sich doch zum Affen machen. Solange sie friedlich bleiben juckt es doch keine Sau!
 
Erik Mittwoch, 22.April 2015, 13:57 Uhr:
Schaut man sich mal die Verkaufszahlen der Frei.Wild-Alben an, dann kommt man schon zum Eindruck, daß es den Leuten überhaupt nicht interessiert, ob diese Band nun "rechts" ist oder nicht. Die Platten verkaufen sich trotzdem wie geschnitten Brot.
Seitdem dieser "Protest" gegen diese Band vor ein paar Jahren losgebrochen ist, haben sich die Alben sogar noch besser verkauft.
Wenn ich einer dieser "Frei.Wild-Gegner" wäre, dann würde ich mich fragen, ob mein "Protest" gegen diese Band nicht eher zum gegenteiligen Ergebnis führt, als ich es mir dadurch erhofft hätte.
 
Roichi Mittwoch, 22.April 2015, 18:13 Uhr:
@ Erik

Und auch du verwendest die falsche Vergleichsgröße. Wenn du schon versuchen musst, den Protest kleinzurechnen, dann doch bitte im Verhältnis zur Anzahl Konzertbesucher. Nicht zur Gesamtbevölkerung.
Zum Rest muss man nicht mehr viel sagen, das hatte ich oben schon.
 
Chewie Mittwoch, 22.April 2015, 18:17 Uhr:
Ich lach´ mich schlapp. Frei.Wild und sein Rattenschwanz an unterwürfigen Teenager-Fans aus dem Land fern jedweder Bildung sind wieder da... und ich dachte schon, in der Berichterstattung hätte der absolute Garant für pathetisches, hirn- und belangloses Geseier in den Kommentarspalten seinen Thron eingebüßt.

Köstlich.
 
Murmeli Mittwoch, 22.April 2015, 19:16 Uhr:
@Roichi

Wenn die Quintessenz lautet: Die (Kunst-)Geschmäcker sind halt verschieden, wie die Menschen verschieden sind - wie es Deinem Satz: "Und jedesmal wird nicht nur ignoriert, dass andere Menschen auch eine andere Meinung haben dürfen, diese verbreiten und auch dafür demonstrieren ..." zu entnehmen ist - ich kenne keinen Menschen, der dies nicht akzeptieren würde oder etwas dagegen hätte.

Aber so liegen die Dinge halt nicht. "Verhindern" ist eben etwas ganz anderes als kritisieren, "Verhindern" ist schlicht und einfach dumm.
 
Patrick Mittwoch, 22.April 2015, 19:38 Uhr:
Ich als Bekenner Frei Wild Fan der mit einer Afrikanerin seit 12 Jahren verheirate ist wollt ihr vor werfen Rechts zu sein???. Das ist so armselig. Zieht euch besser an denen hoch die es verdient haben. Früher waren es die Onkelz (am 20.6.15 sind WIR DABEI) heute ist es Frei Wild. Und an dich Chewie wer ist hier Unterwürfig??? Schön weiter den scheiss aus den Medien verbreiten weil sie gerade nichts Besseres haben. Das was du da tust das ist Rechts das ist hetze. Solltest mal vielleicht drüber nachdenken bevor du andere diffamierst und ich bin ganz sicher kein jugendlicher mehr. Das nicht alles Gold in seiner Jugend war, sagt der Sänger von Frei Wild doch selber. Nur das Schöne an der Vergangenheit ist das man sie nichts ändern kann sonst würde man nichts lernen draus oder wie seht ihr das.
 
DVO1993 Mittwoch, 22.April 2015, 19:51 Uhr:
#Chewie Ich würde nicht alle Freiwild fans über einen Kamm scheren. Ich bin 22 und am Studieren also nicht bildungsfern und trotzdem Freiwild Fan.
Freu mich auf ein geiles Konzert morgen in Hamburg :-)
 
Erik Mittwoch, 22.April 2015, 20:01 Uhr:
@ Roichi

"Wenn du schon versuchen musst, den Protest kleinzurechnen, dann doch bitte im Verhältnis zur Anzahl Konzertbesucher. Nicht zur Gesamtbevölkerung."

Guten Abend, Roichi. :D
Du weißt aber schon, daß jede Konzerthalle irgendwann überfüllt ist, oder?
Es geht hier ja eigentlich auch um eine Onlinepetition der "Frei.Wild-Gegner", die allerdings nur von 8.500 Leuten unterzeichnet wurde. Diese Petition kann übrigens von jedermann unterzeichnet werden und nicht nur von den Hamburgern. Wenn du das als Maßstab nimmst, dann musst du also die Konzertbesucher von allen Freiwild-Konzerten an jedem Ort dagegenrechnen.
Mach das mal. Das wird bestimmt sehr lustig. :D
Übrigens wird die Akzeptanz einer Musikgruppe in erster Linie an der Zahl der verkauften Tonträger gemessen. Vergleiche diese Zahl doch mal mit deinen 8.500 Petitionsunterzeichnern, dann wird es nämlich ganz besonders lustig. ;)
Es bleibt dabei: Die Frei.Wild-Gegner sind nur eine kleine Minderheit, die keiner will und keiner brauch. :))
 
Chewie Mittwoch, 22.April 2015, 21:06 Uhr:
@ Patrick:

"und ich bin ganz sicher kein jugendlicher mehr"

Wenn dem tatsächlich so sein sollte, dann ist das das gemessen an Deinem Geschreibsel drumherum ganz sicher kein Pluspunkt für Dich.

@ DVO1993:

Ich setze ja auch nicht ALLE Frei.Wild-Fans gleich. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ein nicht zu vernachlässigender Anteil der Fans minderbemittelte Typen sind, die jedesmal die Kommentarspalten mit nicht enden wollendem Mist zumüllen, wenn ihre peinlichen Idole - völlig zu recht - kritisch zerrissen werden. Und ich sage noch nicht einmal, dass von *denen* alle rechts sind, sondern auch hier nur, dass die meisten einfach zu bekloppt sind, um zu begreifen, was sie da überhaupt von sich geben.
Und im übrigen ist auch ein Immatrikulationsnachweis keine Garantie der Immunität gegen Naivität und generelle Verblödung.
 
Roichi Mittwoch, 22.April 2015, 23:11 Uhr:
@ Murmeli

Das Auftrittsverbot kam von dir. Deine Aussage. Aber nicht die Forderung von irgendwem anders, wie du es hier verkaufst.


@ Patrick

Seit wann ist Ehe von Menschen unterschiedlicher Herkunft ein Garant dafür, nicht rechten Ideologien hinterherzulaufen?
Deine "Argumentation" geht so ein ganz klein wenig am Thema vorbei.
Aber das ist bei Fans dieser Band ja offensichtlich üblich.
 
Roichi Mittwoch, 22.April 2015, 23:11 Uhr:
@ Erik

"Du weißt aber schon, daß jede Konzerthalle irgendwann überfüllt ist, oder? "

Aber sicher. Das war aber auch nicht die Frage.
Es ging nur um eine sinnvolle Vergleichsgröße.
Um gleich mal dich zu zitieren: "Diese Petition kann übrigens von jedermann unterzeichnet werden und nicht nur von den Hamburgern."
Warum also werden die Hamburgerals Vergleichsgröße genommen? Du sieht vielleicht selbst, wie sinnlos das ist.

"Wenn du das als Maßstab nimmst, dann musst du also die Konzertbesucher von allen Freiwild-Konzerten an jedem Ort dagegenrechnen."

Könnte man machen, wenn man erstens Doppelungen ausschließt und gleichzeitig die Proteste an jedem Konzertort mitnimmt. Eben nicht nur in Hamburg.
Wenn du jetzt noch nicht gemerkt hast, wie sinnlos deine Rechnerei ist, dann ist dir da wohl nicht mehr zu helfen.

"Übrigens wird die Akzeptanz einer Musikgruppe in erster Linie an der Zahl der verkauften Tonträger gemessen. "

Interessante These. Dem würde ich glatt widersprechen. Man könnte auch Radiozeit nehmen, wie es früher einmal getan wurde, oder Konzertbesucher, oder andere Größen.

"Die Frei.Wild-Gegner sind nur eine kleine Minderheit, die keiner will und keiner brauch. "

Der Meinung darfst du gerne sein. Das bleibt dann aber deine Meinung.
Man könnte aber mit der gleichen Begründung die Fans der Band so bezeichnen.
 
barbara Donnerstag, 23.April 2015, 09:12 Uhr:
Diese Schrottband bekommt viel zu viel Beachtung. Nur so sind sie bekannt geworden, bestimmt nicht weil sie gut sind.
 
DasNiveau Donnerstag, 23.April 2015, 10:33 Uhr:
@barbara

Das mit der übermäßigen Beachtung mag stimmen, aber ob gut oder nicht ist bei Musik ein ganz eigenes Thema. Gerade bei sowas gibt es nichts absolutes. Als ob alle Bands die ich nicht "gut" finde nur durch Verschwörungen erfolgreich geworden wären.
 
Deutschrockfan Freitag, 24.April 2015, 13:58 Uhr:
Ironie an.... Zum Glück gibt es keine gewaltbereiten Toten Hosen Fans. Auch geht null Gewalt von autonomen linken Antifaschisten aus. Jede Medaille hat zwei Seiten.
....Ironie aus.
 

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