von Marc Brandstetter
   

Luxus-Urlaub im Nazi-Ferienlager

Die Nachfrage nach Ferienwohnungen im ehemaligen Nazi-Ferienlager Prora auf Rügen übertrifft alle Erwartungen. Von den 29 im Teil „Aurum“ entstehenden Unterkünften haben bereits 23 neue Besitzer gefunden, der Verkauf weiterer Apartments im nächsten Bauabschnitt ist angelaufen. Dabei lässt der neue Name „Meeressinfonie“ kaum einen Rückschluss auf die braune Vergangenheit des Gebäudekomplexes zu.

 
„Geschichte zum Anfassen“. Der Slogan, mit dem die „Prora Haus Wismar GmbH & Co. KG“ ihr Projekt auf der Insel Rügen bewirbt, klingt wenig originell. Und trotzdem könnte er kaum passender gewählt werden, wenn auch die tatsächlichen Hintergründe zumindest auf der offiziellen Webseite keine Erwähung finden.

Die Ferienwohnungen der Berliner Firma entstehen nämlich in einem ehemaligen Nazi-Erholungslager, Gruselfaktor inklusive. Das Seebad Prora auf Rügen war Teil der nationalsozialistischen Sozialpolitik, zu der auch die "Kraft durch Freude"-Kreuzfahrtschiffe gehörten. Die Ausmaße der Anlage sind gigantisch: Geplant für 20.000 Urlauber, misst der Gebäudekomplex rund 4,5 km. Seinen Betrieb nahm das NS-Prestigeobjekt allerdings nie auf. Während des Krieges diente es aus Ausbildungsstätte für Luftwaffenhelferinnen und für Polizisten. Ab 1944 brachte die Wehrmacht in den Gebäude Verwundete unter, außerdem fanden hier zahlreichen Flüchtlinge vor der heranrückenden Roten Armee Unterschlupf. 

Die DDR nutzte das Areal als Kaserne für ihre Streitkräfte. Für die Bevölkerung war der Bereich direkt am Ostseestrand nicht zugänglich, die Staatsführung hatte es als „Sperrgebiet“ ausgewiesen. Trotzdem urlaubten im südlichen Teil des Seebades Prora die Menschen weiter, wenn auch nur NVA-Angehörige oder die Grenztruppen mit ihren Familien. Nach der Wende übernahm die Bundeswehr den riesigen Komplex, sie blieb bis 1992. Danach prägte Leerstand den NS-Beton-Chic. Ab 2004 begann der Bund, die verschiedenen Gebäudeteile zu verkaufen, was rund 3,5 Millionen Euro in die Staatskasse spülte. 

Im Juli 2011 eröffnete eine moderne Jugendherberge in dem einstigen Nazi-Gebäude zwischen Sasnitz und Binz – der erste Schritt zur weiteren touristischen Nutzung der Anlage. In „Binzprora“ entstehen in verschiedenen Gebäuden „in perfekter Lage, eingebettet zwischen weißem Sandstrand, Dünen und Kiefernwäldern“ (Werbetext) Appartmenthäuser mit bis zu 29 Wohneinheiten. Im ersten Bauabschnitt „Aurum“ sind bereits 23 davon vergriffen, zwei Musterwohnungen laden zur Besichtigung ein. Die Nachfrage ist so hoch, dass mit dem Verkauf weiterer Urlaubsunterkünfte im Teil „Verando“ begonnen wurde. Die Preise für eine 42 qm-Wohnung beginnen bei knapp 123.000 Euro, wer im Obergeschoss 90qm sein Eigen nennen möchte, muss 323.000 Euro auf den Tisch legen. Ende des Jahres werden die ersten Urlauber in dem ehemaligen Nazi-Großprojekt erwartet.

Die braune Vergangenheit des Propagandaprojektes scheint dafür nicht hinderlich zu sein, zumal die Investoren diese kaum erwähnenswert finden. Schließlich sollte mit dem „Kraft durch Freude“-Programm die Bevölkerung nicht nur bei Laune gehalten, sondern auch ideologisch gestählt werden. Hinter einem unverfänglichen Namen wie „Meeressinfonie“ lassen sich derartige Manipulationsinstrumente trefflich verbergen.

Foto: Dr. Schorch, Lizenz: CC

Kommentare(40)

Timo Bernharnd Sonntag, 09.Juni 2013, 13:30 Uhr:
Und? Das ist doch jetzt wirklich kleinkariert. Dieser NS-Hinterlassenschaft sieht man ihre Herkunft an und vor Ort wird da wirklich kein Hehl drauß gemacht. Mein halbes Stadtviertel (HRO-Reutershagen) wurde während der NS-Zeit erbaut (mit Luftschutztür im Keller), soll die Whnungsgenossenschaft auf die Ideologie hinter diesen Wohnungsneubauten auch hinweisen?
 
Che G. Sonntag, 09.Juni 2013, 17:13 Uhr:
sorry, aber auf dieser "Halbinsel" gibt es verdammt viele Braune..... nie mehr Urlaub dort, zu viele negative Erlebnisse.
 
Thilo Früh Sonntag, 09.Juni 2013, 18:09 Uhr:
ich schließe mich meinen Vorrednern an wenn wir auf der Welt alle Gebäude die unter fragwürdigen Regimen errichtet worden sind schleifen oder nicht mehr nutzen bringt das gar nichts
 
Elvira Sonntag, 09.Juni 2013, 20:22 Uhr:
Es ist doch schön zu sehen, wie der Wunsch von A.H. in Erfüllung geht. Es sollte ein Ferienobjekt werden, heute ist es eins.
Es kommt zwar viele Jahre später aber es kommt. Ich wünsche den Urlauber eine schöne Zeit.
 
kritiker Sonntag, 09.Juni 2013, 21:07 Uhr:
@ Redaktion
"Gruselfaktor inklusive" ???
Was ist an einem Ferienobjekt am Ostsee-
strand, welches durchaus praktisch gebaut
wurde, so "gruselig" ?
"was rund 3,5 Mio Euro in die Staatskasse
spülte". Na wenn dieses Objekt wirklich so gruselig und schlimm gewesen sein soll
(was ist an einem preiswerten Urlaub für
Arbeiterfamilien, für die dieses Objekt
gebaut wurde, so verwerflich ?), so hat
doch der "Bund" keine Skrupel gehabt, für
dieses "böse" NS-Objekt 3,5 Mio Euro
einzustreichen. Doppelmoral in Reinkultur
, Geld stinkt nicht !
Lächerlich und kleinkariert und spießig
die Beurteilung des Vorganges durch die
Redaktion von ER. Stellt sich die Frage:
wann wird das Berliner Olympiastadion
, ein Objekt mit "brauner Vergangenheit",
von ER ideologisch gestürmt ?
 
lieber nicht Montag, 10.Juni 2013, 06:22 Uhr:
In diesen Ekel-Bau wurde ich 1980 mit knapp 16 Jahren für mehrere Jahre eingesperrt. Kindheit weg, Jugend weg = Militärmusik lernen, juchu, Zucht lernen, juchu. Uns wurde erzählt, dass dieser Bau seinesgleichen in der Welt nur noch einmal in Argentinien findet. Und wir sollten stolz drauf sein. Unkaputtbar sollte er sein, genau wie seine schwachsinnigen Erbauer und deren Nachmieter. Lese ich heute im Zusammenhang mit diesem KdF- und SED-Bunker von "Vom-Ich-Zum-Wir"-Jugendfesten, Urlaubsangeboten und "D.D.R."-NVA-Museumsideen, wird es mir wirklich schlecht. Ich habe diese Insel nie wieder betreten und werde dies auch künftig nicht tun - selbst dann nicht, wenn Genossin Kassner dort Getränke wieder nur in Verbindung mit Speisen serviert... Das "Wir" darf nicht wieder gewinnen, denn es kann nur schlecht haftbar gemacht werden.
 
Dr. Stefan Wolter Montag, 10.Juni 2013, 07:56 Uhr:
Wie mein Vorredner anschaulich zeigt, war Prora in seiner Nutzungsphase ein zum Teil brutales Herrschaftsinstrument des SED-Regimes. Dass davon so gut wie nirgendwo die Rede ist, das ist der eigentliche Skandal. Stattdessen wird die NS-Baugeschichte (die noch nicht mal vollendet wurde) künstlich hochgejubelt - in allen Medien und Foren. In Prora hat man nach der Wende die Chance verspielt, den Ort unter sauberer Aufarbeitung der beiderlei Vergangenheitsschichten einer wirklich neuen Zukunft zuzuführen.
Die Verbindung Prora-KdF wurde erst seit 1990 wieder salonfähig gemacht, ohne die reale Fortentwicklung des Ortes zu akzeptieren. Ist unser Finanzministerium noch immer das Reichsluftfahrtministerium oder der VW der KdF-Wagen? Leuten wie von „Endstation rechts“ ist die einseitige Interpretation des Ortes zu danken, mit der wirklich verheerenden Folge, dass inzwischen tatsächlich ein KdF-Bad aus Prora gemacht wurde – was es nie gewesen ist!! Die Propaganda von heute setzt den Nazis ein Denkmal. Endstation „KdF-Bad-Prora“: www.denk-mal-prora.de
 
Björn Dienstag, 11.Juni 2013, 09:45 Uhr:
Wir waren damals von der Schule aus da und haben ein paar Tage dort übernachtet. Es gab also auch schon in den 90igern dort eine Jugendherberge. Allerdings war das Gebäude damals noch etwas runtergekommen. Insofern ist es schön, wenn es renoviert wird und nun seinem ursprünglichen Zweck dient.

Wie ich höre wurde es von den Antifaschisten in der DDR als brutales Herschaftsinstrument missbraucht. Da ist es doch schön, dass es jetzt seinem guten, ursprünglichen Zwecke wieder gwidmet wird.

Merkwürdig finde ich allerdings die Einschätzung des Autors, dass der Gebäudekomplex problematisch wäre, weil dort damals viele Arbeiter einen schönen Urlaub verbringen sollten, nicht aber wegen der Verbrechen, die dort offenbar während des real-existierenden Sozialismus begangen wurden.

Naja, die Antifaschisten halten scheinbar zusammen.
 
Xelf Dienstag, 11.Juni 2013, 22:04 Uhr:
"Schließlich sollte mit dem „Kraft durch Freude“-Programm die Bevölkerung nicht nur bei Laune gehalten, sondern auch ideologisch gestählt werden. Hinter einem unverfänglichen Namen wie „Meeressinfonie“ lassen sich derartige Manipulationsinstrumente trefflich verbergen."

"Programm die Bevölkerung bei Laune zu halten"? "Manipulationsinstrumente"?

A priori, es gab weiland keine heterogene Bevölkerung, sondern noch ein homogenes Volk. Und dann...heutzutage hält das System die "de facto Bevölkerung" mit Hartz-IV (Beruhigungspille), "Game-shows" und ständigen "Sportereignissen" in irgendwelchen "Arenen"(!) bei Laune und manipuliert sie über die Systemmedien.

Immer wieder amüsant...diese eklatante Doppelmoral der BRD-Gutmenschen. :-D
 
Sven Mittwoch, 12.Juni 2013, 07:37 Uhr:
@Björn

"Wie ich höre wurde es von den Antifaschisten in der DDR als brutales Herschaftsinstrument missbraucht. Da ist es doch schön, dass es jetzt seinem guten, ursprünglichen Zwecke wieder gwidmet wird."

Das die totalitäre Struktur der DDR kein bißchen besser als das NS-Regime war, darüber brauchen wir uns an dieser Stelle nicht unterhalten.
Aber hier ein kleiner Auszug aus einem Wikipediaartikel über Prora:

"Die Planungen sahen vor, für die Unterbringung der Urlauber acht jeweils 550 Meter lange, sechsgeschossige, völlig gleichartige Häuserblocks mit insgesamt 10.000 Gästezimmern zu errichten. Durch diese langgestreckte, über etwa fünf Kilometer entlang der Küstenlinie reichende Bauweise sollte erreicht werden, dass alle Zimmer Meerblick hatten, während die Flure zur Landseite hin gelegen waren. Die geplante Ausstattung der nur 2,5 mal 5 Meter großen Zimmer, von denen jeweils zwei mittels einer Tür verbunden werden konnten, war an heutigen Maßstäben gemessen recht karg: zwei Betten, eine Sitzecke, ein Schrank und ein Handwaschbecken. Weitere sanitäre Einrichtungen fanden sich jeweils in den landwärts gerichteten Treppenhäusern der Blocks. Alle Gästezimmer sollten über Lautsprecher verfügen."

Wenn das Urlaub sein soll, dann frag ich mich was du unter Spaß verstehst. Mit vielen Menschen auf einer kleinen Fläche zusammen gepfercht zu sein und dann ständig mit Propaganda aus den Lautsprechern in den Schlaf gelullt zu werden? Das klingt eher nach ständiger Kontrolle. Aber so sollte es ja auch sein oder? Kein Abweichen von der Norm.

@Xelf

"A priori, es gab weiland keine heterogene Bevölkerung, sondern noch ein homogenes Volk."

Homogenes Volk? Vieleicht solltest du noch einmal in Schule gehen oder dich anderweitig bilden. Es gab, gibt und wird nie ein homogenes Volk geben. Das ist biologisch unmöglich. Nun gut nicht ganz wenn wir alle Klone von ein und der selben Person wären aber das irgendwie komisch oder?
 
Henriette von Stetten Mittwoch, 12.Juni 2013, 07:49 Uhr:
Ich war in den 90er Jahren mehrfach dort in
Prora. Auch übernachten konnte man dort. Es
ist und bleibt ein lohnenswertes Ziel,auf
der größten deutschen Insel. Der Kommunist
wußte es auch zu schätzen und hat deshalb
die Bauten in Prora nicht komplett abgerissen. Es scheint nach wie vor die
Sonne und das Meer rauscht. Schönheit und
Natur verbinden sich.
 
bc Mittwoch, 12.Juni 2013, 09:00 Uhr:
Dieser Artikel ist genauso überflüssig, wie peinlich. Was soll denn nun bitte die Botschaft sein? Wiso gibt es keine Beiträge zur letzten verkorksten "Wetten dass"-Sendung?

Billig allerdings auch, wie sich Björn versucht, am peinlichen Artikel einen abzujuckeln und seine omnipräsente ich-erklär-damit-alles-Weltsicht einzubetten sucht. Billigkeit lässt sich offensichtlich toppen.
 
nur mal angemerkt Mittwoch, 12.Juni 2013, 09:15 Uhr:
@che.g
"sorry, aber auf dieser "Halbinsel" gibt es verdammt viele Braune..... nie mehr Urlaub dort, zu viele negative Erlebnisse."

Dann bleib doch in Deinem Multikultighetto.
Zugelaufene Genderromantiker braucht hier niemand!
 
Marlies Mittwoch, 12.Juni 2013, 10:59 Uhr:
Einfach nur Krank! Meidet Gutmensch auch alle Autobahnen die zw. 33-45 gebaut wurden?
 
Bürger Mittwoch, 12.Juni 2013, 11:24 Uhr:
@ nur mal angemerkt

"Dann bleib doch in Deinem Multikultighetto.
Zugelaufene Genderromantiker braucht hier niemand!"

Vor allem brauchen wir hier,auf der Insel,niemanden der sich nach Massenmördern benennt,wie der Genosse Che. ;)
 
Sven Mittwoch, 12.Juni 2013, 11:29 Uhr:
@bc

Es ist ein Artikel gegen das Vergessen.

@nur mal angemerkt

"Dann bleib doch in Deinem Multikultighetto.
Zugelaufene Genderromantiker braucht hier niemand!"

Sind dir die Argumente ausgegangen oder warum wirfst du mit hirnlosen Kommentaren um dich?
Leider che.g Recht, es gibt im Sommer auf den Zeltplätzen rund um Prora genug rechtsgerichtete Menschen. Die Augen aufmachen hilft dabei.
 
Alexander Mittwoch, 12.Juni 2013, 11:42 Uhr:
@Sven:
"Das die totalitäre Struktur der DDR kein bißchen besser als das NS-Regime war, darüber brauchen wir uns an dieser Stelle nicht unterhalten."

Ist das jetzt blanker Hohn oder schlechter Humor?
Inwiefern fußte denn die "totalitäre Struktur der DDR" auf einer Vernichtungsabsicht gegenüber anderen Völkern?
Klären Sie doch bitte einmal über die staatlich organisierte Massenmordmaschinerie in der DDR auf!
 
Bürger Mittwoch, 12.Juni 2013, 11:47 Uhr:
Auch Interessant zum Thema ist,dass auch die "Jusos MV" den Neubau dieser angeblich so "schrecklichen" Ferienanlage in Prora unterstützen.

"Als Reaktion auf die im NDR geäußerte Kritik am Neubau der Jugendherberge in Prora und den Vorwurf Steuergelder aufKosten der Hoteliers zu verschwenden, äußerte sich der Juso-Landesvorsitzende Bernd Woldtmann verärgert. “Einen Urlaub inMecklenburg-Vorpommern sollte sich möglichst jeder Geldbeutel leisten können. Nicht jede Familie ist in der Lage, einen Hotelaufenthalt zu bezahlen und trotzdem sollte sie die Vorzüge unserer Region genießen können. Jugendherbergen bieten auch in M-V ein dichtes und qualitativ hochwertiges Netz an Übernachtungsplätzen. Dieses zu stützen und auszubauen ist Aufgabe der Politik und darum unterstützen wir den Neubau der Jugendherberge in Prora."

Quelle:
http://jusos-mv.de/2010/04/13/urlaub-in-mv-auch-fur-einkommensschwache-familien/

Diese Jugendherberge befindet sich übrigens auch in diesem ehemaligen "Nazi-Ferienlager".
Wie schlimm diese "Jusos" doch sind. Alles Ewiggestrige!! ;)
 
nur mal angemerkt Mittwoch, 12.Juni 2013, 14:09 Uhr:
@sven
"Sind dir die Argumente ausgegangen oder warum wirfst du mit hirnlosen Kommentaren um dich?
Leider che.g Recht, es gibt im Sommer auf den Zeltplätzen rund um Prora genug rechtsgerichtete Menschen. Die Augen aufmachen hilft dabei."

Und Du bestimmst wer wo Urlaub machen darf? Träum weiter. Die übergroße Mehrheit der Urlauber fühlt sich hier sauwohl. Und auf die paar nervigen gutmenschlichen Nörgler aus der Genderrandgruppe können wir hier gut verzichten. Kleiner Tip:
Du solltest das Surfen unterlassen, denn es kann sein, dass Deine Daten noch über gute alte Kupferleitungen aus der Zeit von 33- bis 45 laufen. Da müsste Dir doch glatt die Hand abfallen. Oder?
 
bc Mittwoch, 12.Juni 2013, 14:28 Uhr:
@sven
artikel gegen das vergessen?
beim wort PRORA faellt einem fast gar nix anderes ein, als der KDF-bau.
 
bc Mittwoch, 12.Juni 2013, 14:38 Uhr:
@angemerkt
"Zugelaufene Genderromantiker braucht hier niemand!"
mal abgesehen davon, dass sie mit vermurxten worthuelsen hantieren, steht ihre allmachtsphantasie (oder haben wir es bei ihnen mit einer multiplen persoenlichkeit zu tun?) klar im widerspruch zur oeffentlichkeitsdarstellung:
http://www.ruegen.de/

der tourismus ist der wirtschaftsfaktor schlechthin. da kaeme man nicht weit mit ihrer einstellung.
 
bc Mittwoch, 12.Juni 2013, 14:47 Uhr:
@henriette
"Schönheit und Natur verbinden sich."
da haben sie aber eigenartige assoziationen, die eintoenigen betonkaesten als schoenheit zu deklarieren.
 
Henriette von Stetten Mittwoch, 12.Juni 2013, 15:10 Uhr:
@bcAls zugelaufen würde ich sie nicht nur
bezeichnen. Als Möchtegernhobbyseelenschlau
schon eher.
Rügen ,die größte deutsche Insel braucht
keine multi-kultifantasten und auch keine
Zeitgeistfetischisten. Hörige Mutmaßer sind
ebenso entbehrlich.
 
nur mal angemerkt Mittwoch, 12.Juni 2013, 15:28 Uhr:
@bc
Dümmer gehts nimmer? Doch doch!
" da kaeme man nicht weit mit ihrer einstellung."

Die Seebäder sind voll von böööösen Nazis und tagtäglich erhebt sich ein Proteststurm dagegen! (man liest und hört nur nichts davon)

"oder haben wir es bei ihnen mit einer multiplen persoenlichkeit zu tun?"

Ohne diese linken tricks würde das Forum hier nicht überleben.
 
B. aus M-V Mittwoch, 12.Juni 2013, 15:40 Uhr:
Die braunen Gesellen (hier so zahlreich vertreten als @nur mal angemerkt, @Bürger ...) sind keine gute Werbung für das vom Tourismus lebende M-V. Oder hat schon mal jemand in Jamel Urlaub gemacht - außer rechte Hassmenschen vielleicht? Elvira wollte doch mal hin.
Wir würden hier eher auf euch als auf die Urlauber verzichten. Und es würden noch mehr kommen, wenn ihr euch endlich zum Teufel scheren würdet.
M-V tut gut!
 
Xelf Donnerstag, 13.Juni 2013, 00:39 Uhr:
@sven

"Homogenes Volk? Vieleicht solltest du noch einmal in Schule gehen oder dich anderweitig bilden."

Bildung ist ein gutes Stichwort für den kleinen Sven. Hier mal eine Defintion vom Terminus "homogen":

http://synonyme.woxikon.de/synonyme/homogen.php

Such dir ein Synonym aus und überlege dann noch mal gaaanz in Ruhe, was du obig fabuliert hast. Selbstredend war das DEUTSCHE VOLK bis 1945 noch homogen. Deswegen war es ja auch keine(!) "Bevölkerung". Die Ausländerquote lag weiland (bis 1945) zwischen 0,6 und 1,3 Prozent in Deutschland.

Also verdammt "heterogen". (Achtung, Genosse: Ironie)

http://www.verwaltungsgeschichte.de/auslaender.html
 
Henriette von Stetten Donnerstag, 13.Juni 2013, 08:02 Uhr:
@bc Schönheit und Natur verbinden sich. Hab
ich geschrieben. Das sind für Sie also,wie
Sie schreiben "eigenartige Assoziationen".
Natürlich meinte ich damit ein schönes Haus
direkt am Meer. Sicherlich kennen Sie das
eher nicht aus eigenem Erleben. Es gibt
auf der größten deutschen Insel kein größeres Haus,als das in Prora.
@B.aus M-V Jamel besteht nicht nur aus dem
zugezogenen Pärchen,welches sich aus der
Dorfgemeinschaft ausschließt. Dafür aber
schon wieder um finanzielle Zuwendungen
bittet. Ein kleiner Ort mit sehr netten
Einwohnern ist Jamel mit funktionierendem
Dorfleben.
 
bc Donnerstag, 13.Juni 2013, 09:11 Uhr:
@Henriette von Stetten
"Rügen ,die größte deutsche Insel braucht
keine multi-kultifantasten und auch keine
Zeitgeistfetischisten."

was bilden sie sich eigentlich ein, fuer die rueganer sprechen zu duerfen? sie sind doch gar nicht von hier!
mit der erkenntnis, dass ruegen die groesste deutsche insel ist, haben sie sich doch bzgl. ihrer ortskundigkeit schon total verausgabt.
 
bc Donnerstag, 13.Juni 2013, 09:19 Uhr:
@nur mal angemerkt
"Ohne diese linken tricks würde das Forum hier nicht überleben."

ohne ihre zusammenhanglose antwort haetten sie wohl gar nix zu vermelden.

linker trick ist fuer sie also, dass man ihnen nicht durchgehen laesst, dass sie sich anmassen fuer alle insulaner zu sprechen? das ist aber auch kompliziert zu akzeptieren, dass wir nicht in einer autokratie leben und sie nicht der herrscher sind...
 
Henriette von Stetten Donnerstag, 13.Juni 2013, 13:01 Uhr:
@bc Sehrwohl kann ich für sehr viele sprechen. Waren Sie denn z.B. 1979 beim
Jahrhundertwinter auf der größten deutschen
Insel ? Vermutlich nicht. Ich fuhr damals
mit meinem Volvo auf Rügen herum und habe
fotografiert. Auch die Wiederfreisetzung
der steckengebliebenen Reichsbahn durch
die Armee. Da gab es Zusammenhalt zwischen
den Deutschen und gut koordinierte Führung.
Ich konnte sogar unkompliziert in das von
der Armee bewirtschaftete Gebiet in Prora
reinfahren.
 
JayBee Donnerstag, 13.Juni 2013, 14:32 Uhr:
@ Henriette

Nun machste Dich aber wirklich lächerlich. Im Winter ´79 willste auf der Insel rumgefahren sein und photographiert haben?
Ich zitiere mal aus Wikipedia: "Die Folgen waren gravierend. Meterhohe Schneeverwehungen brachten den Straßen- und Eisenbahnverkehr zum Erliegen, viele Ortschaften und auch die ganze Insel Rügen, auf der ein Eisenbahnzug mehr als 48 Stunden im Schnee steckte, waren von der Außenwelt abgeschnitten. Die meisten Verkehrswege im Nordosten des heutigen Bundeslands Mecklenburg-Vorpommern (damals DDR) wurden unpassierbar. Eine Versorgung der Einwohner aus der Luft war wegen des starken Sturmes vorerst nicht möglich. Erst nach mehreren Tagen konnten die wichtigsten Verkehrswege notdürftig befahren werden."

Nee, schon klar, die gesamte Insel steht still, aber Du fährst da überall durch. Du musst ja echt eine Auserwählte sein.

Und das Du in das militärische Sperrgebiet durftest, glaubt Dir auch keiner. Hmmmm, es sein denn, der Zugang und auch das Auto bedeuten, Du warst ein hohes Tier im DDR-System. Lass das bloß die Gruppe rechter Schreiber hier, die voll gegen dieses System wettern, nicht hören. Ich denke dabei an Äußerungen wie "Stasi-Spitzel Kahane."

Und dann mal noch ganz davon ab: Was befähigte Dich, für die Insulaner zu sprechen, nur weil Du im Winter ´79 dort warst?
Das ist alles sehr rätselhaft...
 
Henriette von Stetten Donnerstag, 13.Juni 2013, 21:03 Uhr:
@JayBee Na das ist ja ne Antwort von Dir,oh
oh. Ich war schon damals 1979 unabhängig.
Aber so ist es ja mit der Wahrheit. Du hast
offensichtlich Schwierigkeiten damit.
Deine Informationssucht legt allerdings wie
so oft neuerliche Zweifel bei Dir frei. Ja
ich fuhr da durch (natürlich dort wo geräumt war). Ich habe noch einige hundert
Fotos (Dias) davon. Im Kurhaus in Binz hab ich übernachtet. Ich konnte nicht rein und raus fahren in Prora, wie ich wollte. Ich hatte einen hohen Offizier
quasi aus Nettigkeit von Bergen nach Binz
mitgenommen. Während der Fahrt ergab sich
ein interessantes Gespräch. Ich meinte zu
ihm das ich mein Volvo(schneeweiß) mal
gegen einen Russenpanzer tauschen würde,
um überall durchzukommen. Am nächsten Tag
ging das unkompliziert. Also ich konnte
aufs Armeegelände rauffahren und durfte
in einem Russenpanzer mitfahren. Nur fotografieren war absolut tabu.
Deine evtl. Mutmaßung ,ich sei ins DDR-
System eingebunden gewesen,ist schlichtweg falsch. Die Ideologie des Kommunisten hat mir noch nie gefallen. Aber Berührungsängste oder gar Angst vor
egal wem, hatte und habe ich nicht. Warum
auch. Vertrauen ist besser als Garantie.
Für Spitzel,Verräter und Denunzianten a la coleur hatte und habe ich generell keinerlei Verständnis.
"Das ist alles sehr rätselhaft..."
Für Dich vielleicht. Ich bleib dabei
Rechts vor Links gilt nicht nur im Verkehr. Meine Uhr dreht sich rechts rumm
ER heißt ? Endlich Recht . o Der
 
Nur mal angemerkt Freitag, 14.Juni 2013, 06:44 Uhr:
@bc
"dass sie sich anmassen fuer alle insulaner zu sprechen?"

Zugelaufene (Öko)-Besserwessis und ihre Nachkommen (die drüben keiner haben wollte) haben hier zum Glück nur wenig zu sagen. Siehe Ausbau B96N. Euch braucht hier keiner. Stelle Dich mit Deiner Ideologie und Deinen Thesen auf den Bergener Marktplatz. Dann wirst Du sehen, wie die Insulaner Dich ignorieren! Kannst auch Bauwände an der B96N mit Deinen Parolen bemalen. Das ruft unter den Einheimischen nur ein müdes Lächeln hervor. Mehr nicht!
 
nurmalso Freitag, 14.Juni 2013, 07:12 Uhr:
"Die braune Vergangenheit des Propagandaprojektes ..."

Was soll man machen? Gebäude abreißen und als Sondermüll entsorgen? Dann wäre allerdings die Deponie verseucht, Hmmm. @Roichi, was meinst Du, wie läßt sich die braune Vergangenheit aus den Steinen entfernen?
 
Dennis Freitag, 14.Juni 2013, 09:40 Uhr:
@ Henriette:

Henriette, Sie wurden doch bestimmt von irgendeinem Humorbeauftragten geschickt, um uns unter Ihren ganzen verschiedenen Namen zu amüsieren, oder?

Anders ist Ihr Verhalten hier nicht zu erklären.
 
Chewie Freitag, 14.Juni 2013, 12:31 Uhr:
@ Dennis:

Wie merkwürdig, sinngemäß dasselbe schrieb ich doch erst gestern an von Stetten. Und du wiederholst das hier mit ausdrücklichem Hinweis ausgerechnet auf von Stettens Merhfach-Pseudonyme.
Wie perfide XD. Aüssere ich mich jetzt nicht dazu, wird von Stetten mir augrund der inheltlichen Gleichheit beider Beiträge unter zwei verschiedene Namen genau diesen Vorwurf der Mehrfach-Pseudonyme vorhalten.
Äussere ich mich aber, wird sie mir Paranoia vorwerfen.
Durchschaubar und langweilig.

@ von Stetten:

"[...]Spitzel,Verräter und Denunzianten a la coleur[...]"

"A la" coleur? Made my day. XD

"Rechts vor Links gilt nicht nur im Verkehr. Meine Uhr dreht sich rechts rumm"

Herum, herum, herum. Drüber, drunter und hindurch. Werbeslogan-Tiefsinn à la von Stetten as usual.
 
Chewie Freitag, 14.Juni 2013, 14:29 Uhr:
Aber zur Sache:
Wenn dieses "Ding" ein Projekt aus DDR- oder heutigen Zeiten wäre, würden die Damen und Herren Kameraden doch angesichts der (objektiv betrachtet tatsächlich nicht von der Hand zu weisenden) Landschaftsverunstaltung auf die Barrikaden gehen. Nur eben aus ideologisch verqueren Gründen. Sie würden es wohl unter "sozialistische Verschandelung einer der schönsten Deutschen Strände" oder "hässliche Fratze des linksgrünen Zeitgeistes" verbuchen und propagandistisch ausschlachten. Aber weil es doch eben in den "guten alten Zeiten" hingepflotzt wurde, ist es eben zwingendermaßen "Schönheit", die sich "mit der Natur verbindet". Ideologien scheinen tatsächlich blind machen zu können. Sogar im wahrsten Sinne des Wortes.

Bevor ich diese sich ins Endslose ziehende Betonwand 1993 während eines Kurzurlaubs auf Rügen - auch damals wimmelte es dort schon vor Faschos, was einem den Urlaub echt versaut - das erste mal von Strand aus sah und das Gefühl hatte, ich stünde an der Küste einer Gefängnis- oder militärischen Sperrgebietsinsel, war ich eigentlich von so jedem Hotel- oder Gebäudekomplex angepisst, der sich in unmittelbarer Nähe eines egal wo auf der Welt gelegenen Strandes auftürmte. Seit ich den Vergleich mit Prora ziehen kann, bin ich da gelassener.
Ich bin jetzt zu faul nachzuschauen, welches Genie auf die Idee kam, diese architektonische Manifestation eines schlechten Witzes unter Denkmalschutz zu stellen. Aber wenn man den Rotz schon nicht wegsprengen darf, sollte man ihn wenigstes sinnvoll nutzen. Die Jugendherberge ist schon mal ein Anfang, Kliniken und angeschlossene Schwesternwohnheime, Altenheime, Hospitze, Kur- und Rehaeinrichtungen, Schulungs- und Fortbildunsgzentren, Sozialwohnungen, Obdachlosen-Unterkünfte etc. Irgendetwas.

Naja. Der Gruselfaktor bliebe auch dann noch erhalten. Nicht alleine wegen der NS-Vergangenheit, sondern wegen der Assoziation einer derart rücksichtslosen, gigantomanischen, größenwahnsinnigen Kasernenarchitektur MIT dem NS-Regime. Einem Nazi läuft es dabei vielleicht vor Freude warm das Hosenbein runter, mir dagegen kalt den Rücken.
 
Björn Samstag, 15.Juni 2013, 13:00 Uhr:
@Sven

"Das die totalitäre Struktur der DDR kein bißchen besser als das NS-Regime war, darüber brauchen wir uns an dieser Stelle nicht unterhalten."

Im dritten Reich wurden dort offenbar keine Verbrechen verübt. Es sollten einfach nur Arbeiter Urlaub machen. Darum ist es mir unverständlich, dass der Autor nur die Herkunft aus dem dritten Reich für problematisch hält, nicht aber die Vorgänge in der SED-Zeit.

"Wenn das Urlaub sein soll, dann frag ich mich was du unter Spaß verstehst."

Du musst das ganze ja auch im Umfeld der damaligen Zeit betrachten. Damals war es für die meisten Arbeiter unmöglich überhaupt Urlaub zu machen. Und erstrecht nicht an der Ostsee, wenn man nicht gerade in der Nähe wohnte. Vergleiche doch mal die damalige Einrichtung einer Arbeiter-Wohungen mit heute. Die kann man auch nicht mehr vergleichen. Du wirst mir sicher rechtgeben, dass der Anspruch der Menschen in den letzten 60 Jahren stark gestiegen ist.

In den 40iger Jahre wäre so ein Urlaub aber ein Traumurlaub gewesen.

"Mit vielen Menschen auf einer kleinen Fläche zusammen gepfercht zu sein und dann ständig mit Propaganda aus den Lautsprechern in den Schlaf gelullt zu werden?"

Irgendwie verwechselst du da was. Es ging um Urlaub. Die Menschen sollten sich erholen. Die sollten nicht gezwungen werden irgendwelche Reden anzuhören. Natürlich hatte das auch einen Hintergrund. Man wollte zufriedene Arbeiter um die Wirtschaft zu stärken. Im übrigen sind viele Hotelzimmer heute auch nicht größer. Oder wollen sie sagen auch heute werden die Urlauber zusammengepfercht?

@Alexander

"Inwiefern fußte denn die "totalitäre Struktur der DDR" auf einer Vernichtungsabsicht gegenüber anderen Völkern?"

Da kommen sie wieder herausgekrochen, die SED-Nostalgiker.

Die totalitäre Struktur der DDR basierte auf dem Willen alles Abweichende zu vernichten.
 
Björn Samstag, 15.Juni 2013, 13:08 Uhr:
@bc

"der tourismus ist der wirtschaftsfaktor schlechthin. da kaeme man nicht weit mit ihrer einstellung."

Und sie verstehen offensichtlich nicht, dass sich Engagment für Volk und Heimat und Touristenzentrum nicht widersprechen. Auf Usedom holt die NPD seit Jahren über 20% an Wählerstimmen und trotzdem oder gerade deswegen wächst der Tourismus dort immer weiter. Wer nach Mecklenburg oder Vorpommern fährt um Urlaub zu machen, der tut dies nicht, weil er sich nach Multikulti sehnt.

Bei uns sind die Menschen eben noch bodenständig und natürlich. Die Landschaft ist einmalig und wir haben mit die meisten Sonnenstunden im Land. Wer dann rummekelt, dass viele Mecklenburger und Pommern ihre Heimat lieben und keine Freunde von Multikulti sind, der sollte dann einfach Urlaub in Wilhelmsburg machen. Die ständig steigenden Urlauberzahlen zeigen aber, dass viele Besucher kein Problem mit der NPD oder anderen Patrioten in Mecklenburg und Vorpommern haben. Insofern ist uns das Gejammere von einer handvoll Multikulti-Fanatikern egal. Sollen sie doch woanders Urlaub machen. Damit wäre allen geholfen.
 
Bürger Samstag, 15.Juni 2013, 18:31 Uhr:
@ bc

"der tourismus ist der wirtschaftsfaktor schlechthin. da kaeme man nicht weit mit ihrer einstellung."

Vielleicht fragen Sie mal eine Reinigungskraft,die für 600 Euro monatlich,14 Stunden täglich knechten muss,was diese Person vom "Witschaftsfaktor Tourismus" hält.
Diesen Menschen ist es nämlich egal,ob sie im Tourismus oder in der Landwirtschaft arbeiten müssen.
 

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