von Redaktion
   

Live aus Magdeburg - Der ENDSTATION RECHTS.-Ticker

Der „Trauermarsch“ in Madeburg ist in den letzten Jahren zu einer der bedeutensten Demonstrationen der extremen Rechten geworden - vor allem weil das Großereignis in Dresden an Attraktivität für die Szene verloren hat. Schuld daran sind die Blockaden Tausender Neonazi-Gegner. Werden die Gegendemonstranten den braunen Marschierern auch in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt Sand ins Getriebe streuen können? ENDSTATION RECHTS. berichtet live.

Neonazi-Trauermarsch in Magdeburg 2013 (Foto: Oliver Cruzcampo)

20:21 Uhr:

Viele Neonazi-Gegner sind mittlerweile auf dem Heimweg. Deshalb verabschieden auch wir uns an dieser Stelle. Danke für Euer Interesse. Ein Bericht zur Demo mit Fotos folgt bald!

 

19:40 Uhr:

Insgesamt sind heute wohl 900 Neonazis durch Madeburg gezogen. 750 beteiligten sich an dem offiziellen "Trauermarsch", 150 weitere Aktivisten liefen in einer kleineren Gruppe durch einen anderen Stadtteil. Das jedenfalls sind die Schätzungen der Gegeninitiativen. Genau diese Zahl war zuvor auch von der Polizei erwartet worden.

 

19.11 Uhr:

Die Abreise der Neonazis erfolgt wohl über den Hauptbahnhof.

 

18.54 Uhr:

Die Versammlung wurde vor wenigen Augenblicken vom Veranstalter für beendet erklärt. Seltsamerweise, ohne die angereisten Neonazis für ihre Teilnahme zu danken oder sie aufzufordern, auch in rund drei Wochen in Dresden auf die Straße zu gehen. Eine weitere Kundegbung fand ebenfalls nicht statt. Nun besteigen den geschätzten 700 Teilnehmer am Bahnhof SKET, von wo sie losgelaufen waren, die Züge und machen sich auf den Heimweg.

 

18.01 Uhr:

Im Fackelschein laufen die Marschierer wieder los - begleitet von "Nazis Raus"-Rufen.

 

17:38 Uhr:

Nach Maik Müller aus Dresden redet nun Sven Skoda, der die Europawahlliste Der Rechten anführt. Die Ankündigung seiner Person wurde von Jubel begleitet - der Neonazi war erst vor wenigen Tagen aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Derzeit muss er sich mit weiteren Gesinnungsgenossen vor Gericht verantworten. Ihnen wird u. a. die Mitglieschaft in einer kriminellen Vereinigung, dem "Aktionsbüro Mittelrhein" (AB), vorgeworfen.

 

17:27 Uhr:

Gleich wird die Kundgebung mit einigen Redner der Szene beginnen. Am Rande machen einige Gegner mit Klobürsten ordentlich Radau, in dem sie dieses neue "Widerstandssymbol" an Gittern reiben, und stören damit die Geschichtsverdrehungen der Ewiggestrigen.

 

17:20 Uhr:

Laut Veranstalter haben rund 10.000 Menschen die "Meile der Demokratie" besucht.

 

17:08 Uhr:

Während die Neonazis wie im letzten Jahr abseits des Zentrums "trauern", finden auf der "Meile der Demokratie" viele bunte Aktionen statt. Hier zeigen Feuerkünstler ihr Können, zahlreiche Initiativen stellen sich ebenfalls vor. Am Mittag gab es Reden, in denen sich gegen das braune Treiben in der Stadt ausgesprochen wurde. Und in diesen Minuten startet ein Lampionumzug, an dem viele Familien mit Kindern teilnehmen.

 

16:39 Uhr:

Die Stimmung im Neonazi-Aufzug scheint umzuschlagen. Beschwerten sich zu Beginn des Tages nicht Wenige in den Sozialen Netzwerken über den Stillstand, spricht die "AG Nordheide" mittlerweile von einem Erfolg.

 

16:26 Uhr:

Die Polizei gibt die Teilnehmerzahl mit 700 Neonazis an.

 

16:18 Uhr:

Am Sammelpunkt der Neonazis kommen immer noch versprengte Gesinnungsgenossen an, obwohl die Truppe schon vor ca. 30 Minuten losgelaufen ist. Auch in Herrenkrug sollen noch rund 120 unterwegs sein, meldet die NPD-Parteijugend Junge Nationaldemokraten. Eine Bestätigung hierfür fehlt bislang.

 

16.00 Uhr:

Die Veranstalter sprechen von 800 Teilnehmern.

 

15:53 Uhr:

In diesen Minuten beginnt der Aufmarsch. An kleineren Blockaden, die teilweise geräumt werden, führt die Polizei die Teilnehmer vorbei. Alles sieht sehr überstürzt aus. Absperrungen sind wohl kaum vorhanden.

 

15.49 Uhr:

Der Neonazi-Tross hat in der Schilfbreite Aufstellung genommen. Von hier wird es bald in Richtung Westen losgehen.

 

15:20 Uhr:

Nun steht fest: Die Neonazis werden doch noch marschieren, nachdem sie sich entweder 90 Minuten die Beine in den Bauch standen oder in Zügen festsaßen. Allerdings wird die Demonstration im Süden der Stadt laut Polizei nun in einer verkürzten Form stattfinden.

 

15:07 Uhr:

Scheinbar hat die Revisionisten-Truppe noch nicht genug. In Magdeburg-Buckau soll der nächste Versuch unternommen werden, doch noch durch die Stadt zu ziehen. Unterdessen berichtet der bekannte Neonazi Dieter Riefling, man sei "auf der Straße".

 

14.44 Uhr:

Die Blockade in Herrenkrug war erfolgreich. Laut Polizei wird östlich der Elbe wohl keine Neonazi-Kundgebung mehr stattfinden. Mittlerweile haben sich alle Züge wieder in Bewegung gesetzt. Auch die wartenden Neonazis aus Herrenkrug sind wieder unterwegs. Wie es weitergeht, weiß derzeit wohl niemand. Es heißt, die Polizeiführung verhandele mit den Anmeldern über den weiteren Verlauf.

 

14.32 Uhr:

Derzeit gibt es widersprüchliche Meldungen aus Magdeburg. Während einige Beobachter berichten, die mit Neonazis besetzten Züge seien auf dem Weg zurück in Richtung Hauptbahnhof, heißt es von Neonazi-Seite, man stünde noch immer. Gesichert scheint aber, dass am Jerichower Platz abgebaut wird.

 

14.14 Uhr:

Durch die Gleisblockade verzögert sich der Beginn des braunen Marsches nun schon um mehr als eine Stunde.

 

14.05 Uhr:

Für die Neonazis geht es nach wie vor nicht weiter - ihre Züge stehen noch immer.

 

13.57 Uhr:

Am Neustädter Bahnhof sind nach mehreren Twitterberichten Neonazis und Gegendemonstranten aufeinander getroffen. Dabei sollen Neonazis Flaschen geworfen haben. Außerdem gab es wohl Scharmützel zwischen der Polizei und Neonazi-Gegnern. Mittlerweile sind die beiden verfeindeten Lager getrennt.

 

13.38 Uhr:

Angekommen! Bislang scheint sich die Demonstration als Fehlschlag zu entpuppen. Rund 40 Neonazis sind mittlerweile eingetroffen. Mehrere Hundert sollen auf dem Weg sein. Allerdings ist die Bahnstrecke Richtung Herrenkrug momentan blockiert, was die Polizei bestätigt hat. Die Neonazis stecken in den Zügen fest.

 

13.17 Uhr:

Wir haben die Polizeiketten passiert und sind endlich auf dem Weg zur Neonazi-Demo. Derzeit sind wohl erst wenige Geschichtsklitterer eingetroffen.

 

12.56 Uhr:

Laut Volksstimme sind beide Brücken in Richtung Osten gesperrt. Verkehrschaos in der City. Die zentrale Kundgebung der Neonazis soll möglicherweise am Jerichower Platz stattfinden.

 

12.49 Uhr:

Nach eigener Aussage hat die Polizei der Grünen-Bundestagsabgeordneten Steffi Lemke bestätigt, dass der sogenannte Trauermarsch im Stadtteil Herrenkrug über die Bühne gehen soll und dort auch angemeldet ist. Gegendemonstranten können derzeit nur sehr schwer in Richtung der Revisionisten gelangen, da Brücken wohl gesperrt wurden. Und auf den Straßen herrscht Stau.

 

12.35 Uhr:

Die Veranstalter des Neonazi-Aufmarsches scheinen in diesem Jahr ihre kreative Ader entdeckt zu haben. Ein Flugzeug mit dem Banner "16.000 Tote! Unvergessen" fliegt über die Ottostadt.

 

12.00 Uhr:

Die "Meile der Demokratie" beginnt! Auftaktkundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz.

 

11.55 Uhr:

Die Bahn bestätigt: Der Zugverkehr läuft wieder; Störungen wurden beseitigt.

 

11.35 Uhr:

Am SKET Bahnhof (Industriepark) sitzen mittlerweile viele engagierte Bürgerinnen und Bürger auf der Straße, um die Neonazi-Route zu blockieren. Die Blockade ist offiziell angemeldet.

 

11.09 Uhr:

Mittlerweile sind alle Eingänge am HBF wieder frei, meldet der MDR. Die Lage ist ruhig.

 

11.00 Uhr:

Noch immer ist nicht bekannt, wo die Neonazis haute laufen werden. Im letzten Jahr ging die Polizei genauso vor.

 

10.45 Uhr:

Ursache des gestörten Zugverkehrs ist laut Polizei ein Kabelbrand.

 

10.40 Uhr:

Offenbar ist der Zugverkehr am HBF gestört. Züge aus Richtung Süden erhalten keine Einfahrt.

 

10.20 Uhr:

Seit rund 20 Minuten ist der Madeburger Bahnhof abgeriegelt, berichten Augenzeugen. Selbst Journalisten finden keinen Einlass mehr. Nur Reisende haben Zugang.

 

10.00 Uhr

Auf den Straßen in Madeburg ist bereits zu dieser frühen Stunde ordentlich was los: Überall gut gelaunte Menschen, die bereit sind, den Neonazi-Aufmarsch heute zu blockieren. Die Route hierzu ist bislang nicht bekannt. Laut MDR ist die Polizei mit 3.300 Beamten im Einsatz. 

 

9.50 Uhr

Wir begrüßen Euch zum ENDSTATION RECHTS.-Liveticker aus Magdeburg. Die #Hachtags für Twitter, die wir auch benutzten werden, lauten #mdnazifrei und #blockmd. Folgt uns dort oder auch bei Facebook!

Kommentare(16)

für immer dagegen Samstag, 18.Januar 2014, 10:36 Uhr:
Noch alles ruhig aber kommt bestimmt noch
 
Anton Samstag, 18.Januar 2014, 11:09 Uhr:
Kabelbrand ist doch auch die Aussage der DB?!
 
Chef Samstag, 18.Januar 2014, 11:54 Uhr:
Mittagsruhe vor dem Sturm ?
 
JK Inc Samstag, 18.Januar 2014, 15:32 Uhr:
Damm, waren keine 12 jährigen Flakschützen da? Das Flugzeug war sicherlich ne Chessna ;)
 
Chef Samstag, 18.Januar 2014, 15:39 Uhr:
Der Kampf um die Straße wird nicht nur mit Waffen des Wortes geführt.
 
Elvira Samstag, 18.Januar 2014, 17:33 Uhr:
Ihr könnt die Straße noch so sehr blockieren, den Geist jedoch nicht.
Auf lange Sicht wird das nationale Gedankengut wieder in allen Dörfern und Städten vorhanden sein. Sobald es den Menschen schlechter geht wird der Aufstand kommen wie in Spanien,Griechenland und vielen anderen Kontinenten.
 
Dennis Samstag, 18.Januar 2014, 20:03 Uhr:
@Elvira:

Na, haben wir mal wieder den feuchten Traum von der Machtübernahme?

Gehen Sie mal zum Arzt, vielleicht kann der Ihnen helfen... Obwohl, auch ein Arzt hat seine Grenzen.
 
L.B. Samstag, 18.Januar 2014, 22:12 Uhr:
"Sobald es den Menschen schlechter geht wird der Aufstand kommen wie in Spanien,Griechenland und vielen anderen Kontinenten."

@ Elvira

Mir geht es schon schlecht, wenn ich Kommentare wie deine lese.
 
Elvira Samstag, 18.Januar 2014, 23:35 Uhr:
@ Dennis

Ich bin mir sicher das der Arzt der versucht hat dir zu helfen dich als untherapierbar eingestuft hat.
 
kritiker Sonntag, 19.Januar 2014, 01:14 Uhr:
Sehr interressant, Euer Bericht.
Das "Feuerkünstler" auftraten, ist schon sehr makaber, aber völlig unangebracht
zu einem solchen Anlaß. Wollten diese "Künstler" vielleicht so ein bischen nach-
spielen, wie es damals beim alliierten Bombenterror in Magdeburg gebrannt hat ?
Zeitzeugen werden darüber anders denken.
"Bunte" Aktionen aus Anlaß des Gedenkens an den schrecklichen Bombenterror, an das unermeßliche Leid der Magdeburger Zivilbevölkerung
sind nicht nur makaber, sondern schon pervers.
Und wenn kriminelle Blockaden (also Verstöße gegen das Demonstrationsrecht)
nicht mehr ausreichen, dann liefern sich die "toleranten Demokraten" (genannt
Gegendemonstranten) Scharmützel mit der Polizei und zeigen damit deutlich
ihre Haltung gegenüber dem GG, den Gesetzen und dem Rechtsstaat.
Was eigentlich noch fehlte, waren bei den sogenannten Gegendemonstranten
auf der "Meile der Demokratie" Transparente mit solchen Losungen wie z.B.
"Danke, liebe alliierte Freunde, für den Bombenterror" oder "Danke, liebe USA und lieber B. Obama, für das Bespitzeln unserer Menschen und unserer Politi-
ker durch Eure NSA-Stasi". Wer solche "Freunde" hat, braucht keine Feinde mehr.
 
nurmalso Sonntag, 19.Januar 2014, 09:26 Uhr:
"900 Neonazis" "braunen Marschierern"

Erstens sind die Marschierer nicht braun und Zweitens, wie kommt ihr nur darauf, dass es sich bei Denen um neue Nazis handeln soll?
 
General Sonntag, 19.Januar 2014, 10:20 Uhr:
Bombenterror gegen die Zivilbevölkerung zeugt von geistigem Verfall. Dieses
im Nachhinein zu feiern, schaffen nur Fanatiker. Völkerrechtswidriger Terror
der "Befreier" wurde versucht zu rechtfertigen. Vergeblich! 16 000 Tote sind
16 000 zuviel.
 
Amtsträger Sonntag, 19.Januar 2014, 11:10 Uhr:
Lieber Kritiker,

die Feuerkünstler traten auf einer Versammlung auf, die sich gegen Rechtsextremismus richtet. Insofern gibt es überhaupt kein Problem.


Und warum sollen die Menschen Ihren Protest nicht gut gelaunt Ausdruck verleihen? Warum darf man keine Freude daran haben, sich mit einer Vielzahl an Mitbürgern friedlich zu versammeln, nur um mit seiner bloßen Anwesenheit, selbst ohne örtliche Nähe zu den Neonazis, dem eigenen Standpunkt zu vertreten.
 
Soldat Sonntag, 19.Januar 2014, 14:59 Uhr:
Mal ne Frage: Wenn die Bombardierungen auf deutschem Boden Verbrechen waren, was macht man dann mit den Bombardierungen in Spanien, Polen, Großbritannien, den Niederlanden etc? Wird denen auch die notwendige Andacht seitens der Rechten gewährt? Oder nur unter den Teppich gekehrt?
 
Roichi Sonntag, 19.Januar 2014, 15:11 Uhr:
@ Elvira

"den Geist jedoch nicht."

Wozu auch, der ist doch schon blockiert?
Sonst würde niemand auf solchen nationalen Blödsinn kommen.

"Sobald es den Menschen schlechter geht wird der Aufstand kommen"

Die wievielte Wiederholung war das jetzt?
Und immernoch ist nichts passiert, immernoch mögen die Menschen euch nicht, immernoch fahrt ihr Zustimmungswerte um die 1% ein.
so langsam seid ihr unglaubwürdig, was diese Drohungen angeht.



@ nurmalso

"wie kommt ihr nur darauf, dass es sich bei Denen um neue Nazis handeln soll? "

Weil die alten kaum noch in solchen Zahlen vorhanden sind.
Zudem sahen die jetzt nicht aus, wie 90jährige Altnazis.
Der Schluss ist also einfach nachzuvollziehen. Selbst für dich.
 
Roichi Sonntag, 19.Januar 2014, 15:11 Uhr:
@ kritiker

"Das "Feuerkünstler" auftraten, ist schon sehr makaber, aber völlig unangebracht
zu einem solchen Anlaß."

Aber Fackeln sind OK oder wie?
Sind ja die Kamerraden, da muss das gut sein.

"Wollten diese "Künstler" vielleicht so ein bischen nach-
spielen, wie es damals beim alliierten Bombenterror in Magdeburg gebrannt hat ?"

Also langsam wird es lächerlich mit dir. Du glaubst doch nicht ernsthaft diesen Stuss.
Hast du denn rein gar nichts, worüber du dich wirklich aufregen kannst? Dass du dir schon solch hahnebüchenen Geschichten ausdenken musst.

"Zeitzeugen werden darüber anders denken."

Die werden vor allem mit Abscheu an deine Kamerraden denken.

"Und wenn kriminelle Blockaden"

Uhh. Mal wieder das alte Märchen.
Du weißt doch, friedliche Blockaden sind Teil der Versammlungsfreiheit.
Wurde hier schon oft genug anhand von Gesetzen und auch höchstrichterlichen Urteilen ausgeführt. Aber das interessiert ja die Kamerraden nicht.
Dann wär man ja nicht mehr Opfer.
Dazu passt dann auch deine Aussage: "zeigen damit deutlich
ihre Haltung gegenüber dem GG, den Gesetzen und dem Rechtsstaat."
Du hältst ja offenschitlich nichts von alledem.
 

Die Diskussion wurde geschlossen