von Mathias Brodkorb
   

„Lasst uns diese ganze verfaulte Republik unterwühlen." - Pastörs' Rathenow-Rede kein Einzelfall

Mit deutlichen Worten hatte der Chef der NPD-Landtagsfraktion MV am 16. Juni 2007 in Rathenow eine Gewaltherrschaft gegen Anhänger der Demokratie angedroht, falls die NPD in Deutschland jemals eine Mehrheit erhalten würde. Offenbar war dies jedoch kein Einzelfall. ENDSTATION RECHTS. liegt nunmehr ein weiteres Tondokument vor, das in noch radikalerer Weise einen Angriff auf das politische System der BRD darstellt.

Am 3. März 2007 begingen rechtsextreme Kräfte in Halbe (Brandenburg) eine Gedenkveranstaltung an die deutschen Opfer des Zweiten Weltkriegs. Vor der eigentlichen Totenehrung traten insgesamt vier Redner auf - darunter der Ritterkreuzträger Oberst a.D. Hajo Hermann, Reinhold Leidenfrost (Unteroffizier a.D. und Jagdflieger), Sascha Roßmüller (stellvertr. NPD-Bundesvorsitzender) sowie der Vorsitzende der NPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs.


Kampf gegen die BRD als Vermächtnis des 2. Weltkriegs

Auch in dieser Rede attackierte Pastörs wie in Rathenow in massiver Weise das demokratische System der Bundrepublik Deutschland. Er rief dazu auf, "diese ganze verfaulte Republik (zu) unterwühlen". Pastörs bezeichnete es gar als moralische Pflicht der heute lebenden Deutschen gegenüber den Gefallenen des 2. Weltkriegs, die Bundesrepublik Deutschland zu vernichten: "Ich habe ganz bewusst hier eine politische Rede gehalten und auch ganz bewusst so formuliert, dass jeder es ganz klar verstehen kann, dass wir nur Zukunft haben und unsere Schuld abtragen können bei den Toten des 2. Weltkriegs, wenn wir selbst mutig sind und wenn wir selbst bereit sind, alles einzusetzen, um das zu beenden, was uns vernichten will und wenn wir selbst dabei Nachteile in Kauf nehmen müssen. Ja, selbst wenn wir daran zu Grunde gehen, muss der Versuch gewagt werden, denn nur so werden wir dem gerecht, was die Toten von uns zu Recht fordern können, liebe Freunde. In diesem Sinne, rufe ich euch alle auf. Wehrt euch!"

Zu aufklärerischen Zwecken dokumentieren wir in Text und Ton Auszüge der Rede Pastörs', distanzieren uns jedoch ausdrücklich von deren Inhalt.

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Udo Pastörs (NPD) auf der Nazikundgebung in Halbe am 3. März 2007 (Auszug):


Wir werden regiert von mafia-ähnlich strukturierten Parteikartellen im Schulterschluss mit dem großen Bruder USrael. Speichelleckend laufen diese - ja ich muss schon sagen - Hofverräter den Amerikanern hinterher, faseln etwas von Freiheit und Demokratie, die am Hindikusch zu verteidigen sei. Lasst uns Widerstand organisieren. Nicht als Reflex, sondern als geplante, systematische und vom tiefen Herzen gewollte Bewegung. Wir haben die Chance. Die Nachkriegszeit neigt sich seinem Ende. [...]
Während unsere deutschen Väter und Großväter nicht für Geld und Gold in den Krieg zogen, werden diese erbärmlichen Figuren, die jetzt noch in Uniformen irgendwo Demokratenkrieg spielen, keinen Finger mehr krümmen, wenn man ihnen das Gehalt entzieht. Und auch die Ordnungskräfte, die hier noch relativ gut bezahlt ihren Dienst versehen, werden ohne Bezahlung für dieses korrupte und - ich muss schon sagen - bis in die Wurzel verfaulte BRD-System keinen Finger mehr krumm machen, liebe Freunde...

Am 8. Mai 1945 hat unsere heldenhafte Wehrmacht kapituliert. Das Deutsche Reich hat niemals kapituliert. Das Deutsche Reich besteht als Völkerrechtssubjekt bis heute fort. Und nur das Deutsche Reich kann eine, in Zukunft wieder lebendige, deutsche Nation bedeuten. Das System, das sich BRD nennt, ist irreparabel. [...]
Eine wirkliche Perspektive für die Zukunft kann diese BRD euch jungen Leuten niemals mehr bieten, liebe Freunde. Und, wenn man schon erkennt, als Mensch, der zumindest vernunftbegabt ist, wenn auch oft unvernünftig, dass das so ist, dann legitimiert sich daraus auch das Recht, ja sogar die Pflicht, das kaputt zu machen, was euch und uns kaputt machen will, meine sehr verehrten Damen und Herren.
Lasst uns diese ganze verfaulte Republik unterwühlen. Lasst sie uns unterwühlen. Und es ist heute schon ungleich viel einfacher, und wir haben ja schon auch den ein oder anderen politischen Tunnel gegraben, um dieses Konstrukt der Siegermächte zum Einsturz zu bringen...

Dieser Kampf gegen das BRD-System als Fortsetzung des 2. Weltkriegs mit politischen Mitteln, zur Niederhaltung unseres Volkes, diese Pflicht, dem entgegen zu treten, beziehen wir auch aus der Tatsache, dass die gefallenen Soldaten, die Gefallenen des 2. Weltkriegs, mit dem System, was man uns unter Demokratie verkauft hat, nicht einverstanden gewesen wären, liebe Freunde.
Ein Volk, das eine so große Vergangenheit hat wie das Deutsche Volk, ein Volk, das eine so wunderbare, und militärisch gesehen, einmalige Abwehrleistung, einen unglaublichen Verteidigungskrieg bis auf's eigene Territorium geführt hat, kann doch nicht feige die Waffen strecken, die politischen Waffen strecken, und sagen, wir wollen aufgehen in ein vereintes Europa und anschließend aufgehen in einen ganz anonymen Weltstaat.
Ich möchte zum Ende kommen. Und ich habe ganz bewusst hier eine politische Rede gehalten und auch ganz bewusst so formuliert, dass jeder es ganz klar verstehen kann, dass wir nur Zukunft haben und unsere Schuld abtragen können bei den Toten des 2. Weltkriegs, wenn wir selbst mutig sind und wenn wir selbst bereit sind, alles einzusetzen, um das zu beenden, was uns vernichten will und wenn wir selbst dabei Nachteile in Kauf nehmen müssen. Ja, selbst wenn wir daran zu Grunde gehen, muss der Versuch gewagt werden, denn nur so werden wir dem gerecht, was die Toten von uns zu Recht fordern können, liebe Freunde. In diesem Sinne, rufe ich euch alle auf. Wehrt euch! Wehrt euch gegen das, was man mit euch bereits schon praktiziert und gegen das, was man gegen die Völker Europas schon längst beschlossen hat...


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