von Marc Brandstetter
   

Landtagswahl in Sachsen: AfD überrennt NPD

Für die NPD war es eine Zitterpartie bis zuletzt. Mit 4,95 Prozent verfehlte sie den dritten Landtagseinzug in Folge. Eine ganz andere Stimmungslage prägte hingegen die Wahlparty der AfD. Die Mannschaft um Spitzenkandidatin Frauke Petry erreichte aus dem Stand 9,7 Prozent und damit ihre erste Landtagsfraktion. Seine Partei sei damit endgültig in der deutschen Parteienlandschaft angekommen, zeigte sich Bundessprecher Bernd Lucke zufrieden.

Muss sich um einen neuen Job kümmern: Holger Szymanski (Foto: Oliver Cruzcampo)

Punkt 18.00 Uhr hielten die Anhänger der NPD den Atem an. Der braune Balken, der in den Fernsehprognosen an sechster Stelle aufgerufen wurde, überschritt die überlebenswichtige Grenze von fünf Prozent nur um Haaresbreite. Bereits im Laufe des Tages hatten die Meldungen von einer geringen Wahlbeteiligung die Runde gemacht. Letztendlich fand nicht einmal jede/r Zweite der 3,4 Millionen Wahlberechtigten den Weg ins Stimmlokal; was normalerweise kleineren Parteien in die Hände spielen sollte. Die letzten Umfragen, die die von Spitzenkandidat Holger Szymanski, einem eher blassen „Beamtentypen“ ohne jegliches Charisma, geführte Partei auf den letzten Metern doch noch den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde zutrauten, beflügelten deren Aktivisten.

Wie bei zurückliegenden Wahlkämpfen hatte die NPD auf eine Materialschlacht gesetzt, mit ihren Plakaten die entlegensten Landstriche zugekleistert. Ihre Tour durch Sachsen blieb demgegenüber ohne Resonanz, Wählerinnen und Wähler außerhalb des eigenen Milieus, das freilich in Sachsen größer ist als in vielen anderen Regionen Deutschlands, konnte sie nur selten ansprechen. Die Aufmerksamkeit der Medien erreichten die „Strategen“ in der Geschwister-Scholl-Straße in Riesa allenfalls mit Provokationen, auch wenn manch ein Schuss nach hinten losging und eventuell strafrechtliche Konsequenzen drohen. Für andere Aktionen blieb hingegen nur Spott übrig.

NPD scheitert auf der Zielgeraden

4,95 Prozent oder 81.060 Stimmen reichen bekanntlich nicht. Nach dem vorläufigen Endergebnis fehlten der NPD nur rund 800 Stimmen. Damit verliert die Partei 0,7 Prozentpunkte, was knapp 20.000 Stimmen entspricht, aber vor allem: ihre Fraktion. Landeschef Szymanski, der Sebnitzer Arzt Johannes Müller, Arne Schimmer, Alexander Delle, Mario Löffler, der frühere Chef-Ideologe der Partei, Jürgen Gansel, der sich in den letzten Jahren allerdings in seiner Landtagsarbeit aufgerieben hatte, und als einzige Frau Gitta Schüßler gewannen kein neues Mandat. Unterstützung erhielten die sieben Parlamentarier bislang von einem aufgeblähten Mitarbeiterstab, der SPIEGEL ONLINE zufolge gut 40 Anhänger umfassen sollte: In Dresden ist das „Versorgungsnetzwerk“ der NPD Geschichte.

Die sich selbst als „neue“ politische Kraft verstehende AfD bestätigte mit ihrem Ergebnis von 9,7 Prozent (159.547 Stimmen) das Resultat der Europawahl, als sie 10,1 Prozent eingefahren hatte – mehr Wählerinnen und Wähler hatte sie in keinem anderen Bundesland hinter sich versammeln können. 14 der 130 Mandate im Dresdner Parlament entfallen auf die Euro-Kritiker. Neben Petry, gegen die nach der Insolvenz ihrer Firma mittlerweile die Staatsanwaltschaft ermittelt, sind dies u. a. der frühere Mitarbeiter des CDU-MdB Manfred Kolbe, Uwe Wurlitzer, Mario Berger oder der Rechtsanwalt Andre Barth. Weitere Frauen neben Petry hievte die Partei nicht auf aussichtsreiche Listenplätze. AfD-Sprecher Bernd Lucke sah seine bunt zusammengewürfelte und mit nicht wenigen Querulanten besetzte Truppe damit endgültig im Parteiensystem angekommen.

AfD zieht NPD-Anhänger ab

Offenbar wilderte die AfD nicht nur bei der CDU, von der sie rund 35.000 Stimmen gewinnen konnte, sondern auch bei allen anderen Parteien. Von der NPD wanderten nach vorläufigen Zahlen von infratest dimap ca. 13.000 frühere Anhänger zu der selbsternannten Alternative. Die in Sachsen einen – auch für diese Partei – relativ rechten Kurs fahrende AfD scheint offenbar aufs richtige Pferd gesetzt zu haben. Die Wahlkämpfer der NPD hatten diese Gefahr zuletzt erkannt und sich zum „Original“ erklärt, gleichzeitig die blauen Senkrechtstarter auf vielen Fronten angegriffen. Außerdem machten sich 10.000 Menschen, die 2009 noch der NPD ihre Stimme gegeben hatten, nicht mehr auf den Weg ins Wahllokal. Jeder zehnte Unterstützer verweigerte ihr damit die Gefolgschaft und wechselte ins Lager der Nichtwähler. Der Skandal um den einstigen, unumstrittenen Frontmann der NPD im Freistaat, Holger Apfel, der junge männliche Gesinnungsgenossen sexuell belästigt haben soll, ging nicht ohne Spuren an der Partei vorüber.

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Rechte Wählermilieus verfestigen sich

Die Hochburgen der NPD blieben indes bestehen. Ihr bestes Ergebnis erzielte die Partei mit 10,9 Prozent im Wahlkreis Bautzen 5. In der Großen Kreisstadt machen lokale NPD-Aktivisten seit geraumer Zeit Front gegen eine Asylbewerberunterkunft, die in einem früheren Hotel errichtet wurde. Ihr „Lohn“: ein sattes Plus von 3,9 Prozentpunkten. Weit überdurchschnittlich erfolgreich war die NPD weiterhin in der Sächsischen Schweiz und im Erzgebirge. Dort lag ihre Zustimmung zwischen 5,7 Prozent (Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 1) und 9,9 Prozent (Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 4). In Meißen 2 entschieden sich 7,1 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die NPD. Nicht punkten konnten die Rechtsextremisten in den großen sächsischen Städten, besonders in den innerstädtischen Wahlkreisen. In Leipzig 5 reichte es gerade für schwache 1,8 Prozent, in Leipzig 2 für 2,0 Prozent, in Dresden 5 für 2,4 Prozent und in Dresden 1 für 2,8 Prozent.

Die nach wie vor bestehenden NPD-Schwerpunkt-Regionen zeichnete in dieser Wahl ein kaum übersehbarer weiterer Rechtsruck aus. Denn vielerorts lag auch die AfD über ihrem Landesdurchschnitt. Bautzen bescherte ihr ein Rekordresultat von 14,8 Prozent – damit kreuzte hier jede/r vierte Wählerin oder Wähler eine Partei rechts der Union an. Nur 0,2 Prozentpunkte weniger mobilisierte die Petry-Mannschaft in Görlitz (Wahlkreis Görlitz 3, 14,6 Prozent). In der Sächsischen Schweiz überzeugte die „Professoren-Partei“ genau wie im Erzgebirge mehr als elf Prozent der Wahlberechtigten. In Leipzig wachsen ihre Bäume nicht in den Himmel, obwohl sie hier die Fünf-Prozent-Hürde – wie in allen Wahlkreisen – überwinden konnte. Das schwächste NPD-Wahlgebiet Leipzig 2 bildet mit 5,2 Prozent auch das Schlusslicht im AfD-Ranking. Es folgt Leipzig 5 mit 5,6 Prozent.

Bundes-NPD fordert Neuauszählung

Es dauerte nur wenigen Stunden, bis schließlich das Nachtreten begann. Maik Scheffler, sächsischer Landesvize und Verfechter eines radikaleren Kurses, erklärte, die NPD sei als „Parlamentspartei gescheitert“. Eine inhaltliche und personelle Analyse müsse folgen. Im Klartext heißt dies wohl, dass die Tage von Szymanski an der Landesparteispitze gezählt sein dürften und damit die „seriöse Radikalität“, die noch sein Vorgänger Holger Apfel als strategischen Weg ausgerufen hatte, endgültig zu den Akten gelegt wird. Patrick Wieschke, Spitzenkandidat in Thüringen, beeilte sich, die politischen Unterschiede zwischen seinem Verband und den sächsischen „Kameraden“ herauszustreichen. In den verbleibenden beiden Wochen wird der vorbestrafte Kader mit seinen Unterstützern alles daran setzen, nicht in den Abwärtssog zu geraten. Vermutlich werden die Thüringer NPD-„Überzeugungstäter“ ihren Wahlkampf nochmals verschärfen.

Unterdessen kündigte die Bundes-NPD an, eine Neuauszählung der Stimmen „mit allen juristischen Mitteln“ erzwingen zu wollen. „Es wäre nicht das erste Mal, dass in der BRD eine rechte Partei nach anderslautenden Hochrechnungen durch Wahlfälschung und Auszählungsfehler auf knapp unter fünf Prozent gedrückt wird“, heißt es in einer knappen Erklärung. Schließlich hätte die Partei in den Hochrechnungen über drei Stunden stabil bei 5,0 Prozent gelegen. Vielleicht sollte ein Experte den Hobbypolitikern den Unterschied zwischen „Hochrechnung“ und „vorläufigem Endergebnis“ erläutern.  

Pro Deutschland (3.162 Stimmen) und die ebenfalls am rechten Rand positionierte DSU (2.472 Stimmen) kamen jeweils über 0,2 Prozent nicht hinaus und scheiterten damit deutlich an der Grenze für Gelder aus der staatlichen Parteienfinanzierung (1,0 Prozent bei Landtagswahlen).

Kommentare(17)

Niedermeier Montag, 01.September 2014, 12:59 Uhr:
Von der FDP kamen 18.000, von den Linken 15.000., von der SPD (8000) und den Grünen (3000). 16.000 Nichtwähler konnte die AfD aktivieren. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/landtagswahl-in-sachsen-afd-jagt-cdu-stimmen-ab-a-988680.html
 
Andreas Montag, 01.September 2014, 15:15 Uhr:
Also ich kann mich diesem Freudenfeuerwerk, welches hier und auf ähnlichen Seiten im Internet auf das Ausscheiden der NPD gezündet wird, nicht so wirklich anschließen.
Abgesehen davon, dass die fast 16% der Stimmen, auf die AfD, NPD und die anderen Splitterparteien vom rechten Rand kommen, ein mehr als fader Beigeschmack sind, so sollten wir uns doch alle mal darüber klar werden, dass die NPD in Sachsen mitnichten verschwunden ist. Sie hat sich über die Jahre ihre Strukturen aufgebaut und ist nahezu flächendeckend vertreten. Die z.T. zweistelligen Ergebnisse, die sie in manchen Ortschaften erreichte, dürften eine deutliche Sprache sprechen.
Die NPD mag zwar ( Stand heute! ) nicht mehr im Landtag vertreten sein, dafür aber mit über 90 (!!) Mandaten in den kommunalen Parlamenten.

Der gestrige Wahlabend mag für diese Partei ein herber Dämpfer gewesen sein. Aber ganz sicher nicht der Todesstoß!
 
rolf Montag, 01.September 2014, 17:13 Uhr:
Besonders gut hat mir die neutrale ( ironisch gemeint ) Berichterstattung von ARD und ZDF gefallen. Da ist mal wieder verdeutlicht worden, wie die öffentlich rechtlichen Medien mit bestimmten Parteien Hand in Hand arbeiten.

Und mal abgesehen davon, dass die AfD bisher noch nicht einmal eine eindeutig rechtspopulistische Politik vertritt, ist es vollkommen lächerlich, wie verbiestert von den Etablierten gegen sie geschossen wird. Offenbar darf man in diesem Land nur Sozialdemokrat, Kommunist oder höchstens noch linkslastiger Christdemokrat sein. Rechtskonservative oder gar deutschnationale Ansichten stellen dagegen eine nicht tolerierbare Todsünde dar, wobei diese ja gerade mal von einem Flügel der AfD vertreten werden.

Es wird immer offensichtlicher, wie sehr dieses Land ein Gegengewicht zu den etablierten Parteien und den gleichgeschalteten Medien benötigt.
 
Roichi Montag, 01.September 2014, 20:37 Uhr:
@ rofl

Immerhin schaffst du auch nicht mehr, als die üblichen beleidigten Parolen.
Das macht doch Mut.
 
kritiker Montag, 01.September 2014, 23:25 Uhr:
@ Rolf
Eine Ergänzung zu Ihrem guten und sachlichen Kommentar sei gestattet :
- Die ständig in den Systemmedien wiederkehrende Bezeichnung "Professoren-
Partei" für die AfD ist nicht nur sachlich falsch, sondern auch ausgesprochen
dümmlich ; d.h. nur dumme Menschen verwenden diese Bezeichnung.
- Die schon im Wahlkampf von den Vertretern der selbsternannten demokra-
tischen Parteien und den Ihnen engstens verbundenen Medien angewandte
Hetze , verbunden mit Verleumdungen, gegen die AfD zeigt eigentlich nur die
Angst um die Machterhaltung und ist außerdem lächerlich und zu offensicht-
lich.
- Am unverschämtesten aber ist die Äußerung des SPD-Chefs Gabriel kurz nach
der Wahl im TV, als er eine Stimmabgabe für die AfD als "Dummheit" bezeich-
nete. Und damit faktisch rund 160000 Wähler als Dummköpfe bezeichnete.
So also reden "echte" Demokraten !!! So sieht der Respekt eines SPD-Chefs
vor den Wählern aus.
 
Jupp Dienstag, 02.September 2014, 11:18 Uhr:
@kritiker
Viel der Vorzeigedemokraten bezeichnen ja gerne alle Nicht-NPD-Wähler (mithin also 98,7% des Volkes) als dumm....
 
systemstoerung Dienstag, 02.September 2014, 13:59 Uhr:
soooooo rolf und kritiker

mal davon abgesehen das gabriel selbst mit einer der groessten pfeifen im politischen parteiensystem is,hat er einfach mal recht mit der aussage.
wobei es gibt eigentlich 3 gruppen in die man AFD waehler unterteilen kann/muss.

entweder dumm und faul oder rechtspopulistisch/rassistisch oder eben dumm,faul und rechtspop./rassistisch.

wuerde man sich mal die muehe machen und sich mit dem parteiprogramm auseindersetzen und sich mal paar kritische informationen ueber die jungs um lucke und henkel besorgen,wuerde man ganz schnell merken das da nix demokratisches,vernuenftiges und soziales ueber bleibt oder man is halt einer von den (rechts)radikalen,neoliberalen anhaengern denen eigentlich scheiss egal ist was mit sozialschwachen,armen,schwulen/lesben usw passiert.

da sieht man auch prima das den ganzen rechten hanseln demokratie und soziales total am arsch vorbeigeht,trotzdessen das dies ja eigentlich themen sein sollten die einem ja sooo sehr am herzen liegen ode rman is einfach nur bloede und laesst sich,weil man auf irgendwelche parolen anspringt,vor den karren spannen...beides spricht nicht grad fuer einen

ich empfehle dieses interview mit den dazugehoerigen quellen,wie der ganze verein eigentlich wirklich tickt(auf das rot hervorgehobene kann man drauf klicken um den quellennachweis zu bekommen)

http://www.nachdenkseiten.de/?p=23091
 
rolf Dienstag, 02.September 2014, 18:10 Uhr:
@ systemstoerung

Die AfD ist im Ursprung eine FDP ähnliche Oberschichts und Besserverdienerpartei, welche aber eben zu einem großen Teil rechtspopulistische Wähler anzieht, eine Tatsache, welche der Parteiführung zwar gar nicht so recht ist, aber ohne diese, die AfD ihren Betrieb sofort wieder einstellen könnte.

" denen eigentlich scheiss egal ist was mit sozialschwachen,armen,schwulen/lesben usw passiert. "

Ich komme selbst aus ganz einfachen Verhältnissen, und es kotzt mich einfach nur an, wie Millionen Bürger, zu einem Großteil Migranten, sich ihr gesamtes Leben vom Steuerzahler finanzieren lassen, während gleichzeitig meine Familienmitglieder, oftmals 6 oder gar 7 Tage in der Woche, für ein Appel und ein Ei arbeiten gehen, und noch nicht mal einen Cent vom Staat nehmen.

Drecksarbeit gibt es in diesem Land jede Menge, aber im linken Sozialstaat, kommen die Faulen und Dreisten eben auch ohne eigene Anstrengungen gut klar. Und dass hier Geschenke verteilt werden hat sich mittlerweile weltweit herum gesprochen.

Aber im Irrenhaus BRD müssen sich die Rechtskonservativen, diejenigen, welche sich korrekt verhalten, auch noch dafür rechtfertigen, wenn sie die Chaoten kritisieren. Diese Gesellschaft wurde vollkommen auf den Kopf gestellt.

Die AfD ist eine ganz normale demokratische Partei, und hat selbstverständlich das Recht eine Alternative zum linken Kartell der etablierten Parteien zu bilden.
 
Björn Dienstag, 02.September 2014, 20:01 Uhr:
Lieber Systemgestörter,

ihren Kommentar hätten sie auch auf einen Satz komprimieren können:
"Ich hasse die AfD."

Mehr Inhalt hat ihr Kommentar leider nicht.
 
kritiker Mittwoch, 03.September 2014, 00:54 Uhr:
@ Jupp
"Viel der Vorzeigedemokraten..."
Welche Vorzeigedemokraten ?? Meinen Sie die Mitglieder und Anhänger der
etablierten Parteien oder wen ?
"(mithin also 98,7 % des V o l k e s )"...
Für Sie sind alle Nicht-NPD-Wähler also gleichbedeutend mit 98,7 % des Volkes ??
Seit wann zählt man das ganze Volk, also auch die Kinder, Jugendlichen unter
18 Jahren und die Nichtwahlberechtigten, zu Nichtwählern einer Partei ?
Wenn, dann waren 98,7 % der W a h l b e r e c h t i g t e n die Nichtwähler der
NPD. Und das war bei der leider zu geringen Wahlbeteiligung eben nur ein
Teil des V o l k e s , nicht aber 98,7 % des Volkes.
@ systemstoerung
Ihr Kommentar löst bei mir neben Heiterkeit auch Schaudern aus. Nicht nur
wegen des konfusen Inhaltes, sondern auch wegen der Grammatik und Ortho-
grafie. Wirklich ein Meisterstück !
 
Roichi Mittwoch, 03.September 2014, 09:19 Uhr:
@ rofl

"Die AfD ist im Ursprung eine FDP ähnliche Oberschichts und Besserverdienerpartei, welche aber eben zu einem großen Teil rechtspopulistische Wähler anzieht"

Womit du dir soeben selbst widersprochen hast.
Denn die FDP zog aus gutem Grund nicht diese Wähler an.

"welche der Parteiführung zwar gar nicht so recht ist,"

Behauptet sie. Toleriert und befördert das aber dennoch.
Eine Distanzierung sieht anders aus.

"zu einem Großteil Migranten"

Was nicht mehr, als dein Sozialneid ist.
Real ist das nicht. Aber die Parolen scheinen dir ohnehin besser zu liegen, als Fakten.

"Drecksarbeit gibt es in diesem Land jede Menge, aber im linken Sozialstaat, kommen die Faulen und Dreisten eben auch ohne eigene Anstrengungen gut klar."

Ach deswegen haben die Kamerraden soviel Zeit.
Dann solltest du vielleicht dem "linken Sozialstaat" danken, dass deine Kamerraden nicht arbeiten müssen.

"Und dass hier Geschenke verteilt werden hat sich mittlerweile weltweit herum gesprochen."

Auch nur in deiner Ideologie.
Weiter reicht diese Behauptung auch jetzt noch nicht.

"Die AfD ist eine ganz normale demokratische Partei"

Sagst du. Damit ist das noch nicht Fakt.


@ Kritiker

"Für Sie sind alle Nicht-NPD-Wähler also gleichbedeutend mit 98,7 % des Volkes ??"

Sonst hätte die NPD wohl mehr Zustimmung erhalten, oder nicht?
Den Mythos der "schweigenden Mehrheit" kannst du gerne behalten.

"Und das war bei der leider zu geringen Wahlbeteiligung eben nur ein
Teil des V o l k e s , nicht aber 98,7 % des Volkes."

Wie gut, dass du keinen Schimmer hast, von Statistik, oder deren Aussagemöglichkeiten.
Bei einer derart großen Stichprobe, kann man ohne Probleme eine Aussage auf die Gesamtheit ziehen.
Nur passt dir das ideologisch nicht.
 
systemstoerung Mittwoch, 03.September 2014, 13:14 Uhr:
dadurch das ich z.z.travel hab ich nur begrenzte moeglichkeiten an nem ordentlichen rechner zu sitzen mit nem weiten ueberblick,anstatt dem briefmarkenkaestchen als chatfenster.da leidet schonmal der ausdruck und die grammatik drunter aber ich driesel das hier gern mal auf.

blablabla bjoern..."hass" is auch nur noch der einzige terminus den du im wortschatz hast wa um irgendwas negatives zu beschreiben wa?
mit allem anderen drunter isses wohl ideologisch nich mehr vereinbar um sich selber ins rechte licht zuruecken?
aber kann dich beruhigen.ich bin weit davon diese partei der chauvinisten,der latent und vollzeit rassisten,stimmungsmacher und nationalkonversativen zuhassen.
"hass" blockiert,macht depressiv und verbaut einem jede moeglichkeit einen objektiven blick auf sachen zu werfen bzw loesungen fuer probleme zu finden.

das lustige an der ganzen AFD sache ist,dass dieser laden einfach mal klar aufzeigt was fuer wendehaelse ihr naionalen typen seid und wie wit her es mit eurem verständniss füer demokratie,menschenrechte und soziales ist.welches ihr ja hier immer als alleiniges erkennungs- und anspruchsmerkmal euch rechten zuschreibt.
deshalb hätte ich gern mal erläutert wie genau diese sachen mit dem politischen kurs der AFD vereinbar sind?schliesslich sind dies ja kernthemen und -thesen,welche du und alle anderen verblendeten für euch in anspruch nehmt.

ende teil 1
 
systemstoerung Mittwoch, 03.September 2014, 13:35 Uhr:
teil 2

wie erklärst du die ablehnung von menschrechten fuer schwule/lesben,arme,sozialschwache,politisch andersdenkende,wo du und deine kameraden angblich die einzigen sind,die diese achten?

http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2014/05/19/afd-und-neonazis-luden-zum-gespraech-mit-akif-pirincci_16251

wie kann es sein das ihr auf der einen seite (soziale)gleichstellung fordert aber auf der anderen seite sympathin fuer eine partei habt,welche genau das abschaffen will und menschen in in wertvolle und wertlose(alleinerziehende,ausländische familien,sozialschwache) gruppe kategoriert?

nachzulesen hier:
http://afdsachsen.de/download/AfD_Programm_Lang.pdf

wie kann es sein das ihr selektion betreibt z.b in bildungs-und einwanderungspolitik,obwohl ihr ja immer betont und hervorhebt wie wichtig menschenrechte und gleichbehandlung für euch sind?

http://andreaskemper.wordpress.com/2013/09/20/zur-bildungspolitik-der-afd/
http://andreaskemper.wordpress.com/2013/09/14/bodensatz-und-weitere-vertikalismen-der-afd/

ist wohl doch nicht soweit her mit den eigenen anspruechen sobald personen diese rechte in anspruch nehmen wollen die nich dem nationalen muster entsprechen wa?

ende teil 2
 
systemstoerung Mittwoch, 03.September 2014, 13:48 Uhr:
teil3

wie kann es sein das du/ihr hier immer die friedliche ausrichtung und einstellung von euch betont aber die partei im gegenzug genau das gegenteil fordert?(alexander gauland ist AFD spitzenkandidat in brandenburg)

http://www.tagesspiegel.de/meinung/diffuser-pazifismus-warum-sich-die-deutschen-mit-gewalt-so-schwer-tun/6907386.html

warum wird einem bekennenden homohasser eine öffentliche bühne gegeben wo dir/euch doch das wohl aller menschen am herzen liegt?

http://www.queer.de/detail.php?article_id=22116

desweiteren muss ich dir/euch ne gehörige portion schizophrenie unterstellen wenn man auf der einen seite gegen hartz4 und soziale ungerechtigkeit wettert,aber auf der anderen seite eine partei gut findet und am ende auch noch waehlt die noch viel weiter geht als es sich spd/gruene/cdu/fdp je getraut haben?!

https://www.wiso.uni-hamburg.de/fileadmin/wiso_vwl_iwk/paper/appell.pdf
http://www.gbv.de/dms/sub-hamburg/230721486.pdf

mal ganz davon angesehen das dieser haufen auch einen angriff auf die parlamentarische demokratie plant wobei das doch auch so'n ding ist,was du/ihr euch auf die fahnen geschrieben habt.

http://www.heise.de/tp/artikel/39/39244/1.html

ich bin ja schon gspannt auf eure erklärungsversuche um das wieder grade zurücken.
fragt sich nur wer am ende nen wendehals ist und wer hier am ende der doppelmoralist ist
 
Jupp Mittwoch, 03.September 2014, 14:14 Uhr:
@kritiker
Ok, Punkt für Dich, ich habe mich in der Tat nicht akkurat ausgedrückt. Daher korrigiere ich: in sehr vielen Kommentaren von NPD-Sympathisanten liest man die Aussage, alle jene, die nicht die NPD wählen, seien dumm. Daher also 98,7% aller Wähler Dummköpfe. Auch nicht nett, wie?
Erstaunlich, wie man sich gleichzeitig für Volks-/wählerentscheide aussprechen können tut!
 
Arnonym Mittwoch, 03.September 2014, 16:02 Uhr:
Ich denke ja die PARTEI (0,9%) ist der Hauptgrund warum die NPD nicht mehr im Landtag sitzt.

God bless die PARTEI.
 
Kurth Mittwoch, 03.September 2014, 18:08 Uhr:
Oh mann - und ich dachte noch der erste Kommentar von Kritiker wäre subtile Satire gewesen... grausam.
 

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