von Redaktion
   

Kreativer Protest in Chemnitz: Das "Bündnis Bunter Brühl" setzt Zeichen gegen Rechtsextremismus

Am Dienstagabend wurde vor dem Chemnitzer Thor-Steinar-Laden „Tønsberg“ ein Schild mit der Aufschrift „geöffnet von 1933-1945“ enthüllt. Initiator der Aktion ist das „Bündnis Bunter Brühl“, welches sich gegen den rechtsextremen Szeneladen engagiert.

Häufig werde von den Menschen vergessen, dass Kunst Meinung bilden und Werte schaffen könne, so Uwe Dziuballa, Vorsitzender des Shalom e.V., der die künstlerische Protestaktion vor dem Chemnitzer Thor-Steinar-Laden mit einer kurzen Rede eröffnete.

Ganz nach diesem Motto soll das künstlerisch gestaltete Straßenschild mit der Aufschrift „geöffnet von 1933-1945“ dauerhaft ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Geschichtsrevisionismus setzen und zum Engagement der Bewohner und Passanten motivieren.

Außerdem verfolge das Schild das Ziel, dass die Kunden des Ladens sich darüber bewusst werden, dass sie mit ihrem Einkauf rechtsextremes Gedankengut unterstützen, so Dziuballa. 

Ferner sei es ihm unverständlich, wie Anhänger der Neonazi-Szene ihr Geschichtsbewusstsein so ausblenden könnten, weswegen die Aufschrift des Schildes von besonderer Bedeutung sei. Aus diesem Grund wurde auch das Datum für die Aktion bewusst gewählt, da sich am 8. Mai das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 67. Mal jährt.

Die Enthüllung des Schildes wurde durch musikalische Beiträge engagierter Kinder der Chemnitzer Musikschule begleitet. Anschließend gab es einen Sekt- bzw. Saftempfang und eine Straßenmalaktion für jüngere Besucher.

Von den Betreibern des Ladens wurde die Aktion ignoriert; sie schlossen das Geschäft weit vor Beginn der Veranstaltung. Wie ENDSTATION RECHTS. berichtete, hatte der Laden vor allem Proteste ausgelöst, weil er Anfang März unter dem Namen „Brevik“ eröffnete. Die Wahl des Namens hatte deutschlandweit für Entsetzen gesorgt, da sie unweigerlich an den Massenmörder Anders Behring Breivik erinnert, der im Sommer vergangenen Jahres 77 Menschen tötete. Nach zahlreichen Medienberichten hatte sich Mediatex GmbH, welche die Marke Thor Steinar vertreibt, entschuldigt und das Geschäft umbenannt.

Da jedoch das eigentliche Ziel vieler Bewohner die Schließung des Ladens ist, wurde nach der heutigen Veranstaltung eine Sitzung des „Bündnisses Bunter Brühl“ organisiert, um weitere Protestmaßnahmen zu planen. Dazu gehöre in naher Zukunft ein Straßenfest, wie die Initiatorin Hanka Kliese berichtete. „Kliese begründete den Widerstand gegen das Geschäft damit, dass Produkte der Marke Thor Steinar ein Erkennungszeichen in der rechtsextremistischen Szene seien“, so die Sächsische Zeitung.

Kommentare(8)

sven Freitag, 11.Mai 2012, 11:12 Uhr:
das ist kreativer protest?
was soll dieses absolute peinliche schild, als nächste steigerung scheint wohl nur noch
adolf hitler zu helfen.

wir schämen uns für solch einen pädagogisch, vollig peinlichen auftritt:

pds königs wusterhausen!
 
Beobachter Samstag, 12.Mai 2012, 20:14 Uhr:
Kreative Idee! Aber nicht jeder der die Klamotten trägt ist gleich in die Szene einzustufen.

Wenn man die Klamotten selbst trägt merkt man wenigstens gleich welche Menschen von Vorurteilen sich beeinflussen lassen. Dazu kommt auch noch das die Leute die dort Demonstrieren wohl nichts besseres zu tun haben als gegen Bekleidungsmaterial demontieren und nicht gegen die Personen gegen die sie Wirklich demonstrieren sollten.
 
Roichi Sonntag, 13.Mai 2012, 09:40 Uhr:
@ Beobachter

Diese Klamotten waren und sind ein Erkennungszeichen innerhalb der Szene und auch nach außen.
Wer diese trägt kann sich inzwischen auch nicht mehr herausreden, er hätte das nicht gewusst.
Das sollte inzwischen ja selbst bei Bildlesern angekommen sein.
Er entscheidet sich also bewusst für dieses Erkennungszeichen, und muss sich dann nicht beschweren entsprechend erkannt zu werden.

"Dazu kommt auch noch das die Leute die dort Demonstrieren wohl nichts besseres zu tun haben als gegen Bekleidungsmaterial demontieren und nicht gegen die Personen gegen die sie Wirklich demonstrieren sollten."

Du solltest vielleicht mal etwas gründlicher beobchten.
Es geht um die Ideologie, die damit transportiert werden soll und wird.
Eben auch durch die Verwendung als Erkennungszeichen.
 
Björn Sonntag, 13.Mai 2012, 15:25 Uhr:
@Roichi

"Diese Klamotten waren und sind ein Erkennungszeichen innerhalb der Szene und auch nach außen."

Und das bedeutet was? Und bitte nicht Propagandaphrasen mit weiteren Propagandaphrasen erklären.

"Er entscheidet sich also bewusst für dieses Erkennungszeichen, und muss sich dann nicht beschweren entsprechend erkannt zu werden."

Und ist er auch selbst schuld an dem, was nach der "Erkennung" folgt?

"Es geht um die Ideologie, die damit transportiert werden soll und wird."

Und wie transportiert diese Marke "Ideologie"? Nenne doch mal ein konkrtes Beispiel.
 
Amtsträger Sonntag, 13.Mai 2012, 17:26 Uhr:
"Und wie transportiert diese Marke "Ideologie"? Nenne doch mal ein konkrtes Beispiel."

http://de.wikipedia.org/wiki/Thor_Steinar#.C3.96ffentliche_Rezeption

Lesen bildet!
 
Roichi Sonntag, 13.Mai 2012, 19:10 Uhr:
@ Björn

"Und das bedeutet was?"

Ähm, ist dir die Brille runtergefallen?
Steht doch da.

"Und bitte nicht Propagandaphrasen mit weiteren Propagandaphrasen erklären."

Das überlasse ich dir. Du kannst das hervorragend.

"Und wie transportiert diese Marke "Ideologie"? Nenne doch mal ein konkrtes Beispiel."

Siehe Amtsträgers Kommentar.
 
WW Sonntag, 13.Mai 2012, 19:43 Uhr:
"Lesen bildet!"

Dieser Hinweis ist an Björn gerichtet? An BJÖRN ????
 
Björn Sonntag, 13.Mai 2012, 20:37 Uhr:
@Roichi

"Ähm, ist dir die Brille runtergefallen?
Steht doch da."

Ähm. Nö. Da steht nur eine inhaltsleere Propagandaphrase. Ich hatte dich nach einer genaueren Erklärung gefragt. Offensichtlich bist du nicht in der Lage zu erklären inwiefern diese Klammotten eine "Erkennungsmarke" sind und was das für eine Bedeutung hat.

"Siehe Amtsträgers Kommentar."

Leider ist das nur ein Wiki-Artikel der sich auf Mutmaßungen der verfassunsfeindlcihen Antifa stützt. Wenigstens wird das gleich zu Anfang zugegeben. Und natürlich steht da keine Antwort auf meine Frage drin. Wie transportiert diese Marke eine "Ideologie"? Zeig mir ein konkretes Kleidungsstück und die politische Aussage, die dieses Kleidungsstück transportieren soll. Alles was ihr bis jetzt gebracht habt waren inhaltsleere Phrasen. Eure typische Antwort, wenn ihr inhaltlich nichts beizutragen habt.

Welche "Ideologie" diese Marke wie transportieren soll und inwiefern diese Marke auf welche Weise ein Erkennungszeichen sein soll, konnte noch niemand von euch erklären.

Eure Argumentations bewegt sich auf dem Niveau unserer damaligen Schulleiterin. Da hieß es auch das "N" auf den New Balance-Schuhen bedeute "Nazi", deshalb dürfe man diese in der Schule nicht mehr anziehen.
 

Die Diskussion wurde geschlossen