von Robert Scholz
   

Kooperationsankündigung zum Trotz – REP-Chef Schlierer wirbt für seine Truppe in NRW

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, scheint sich der wiedergewählte Parteivorsitzende der Republikaner, Rolf Schlierer, gesagt zu haben und unterstützt nun den Wahlkampf des NRW-Landesverbandes seiner Partei mit einem Video. Vor wenigen Wochen hielt sich Schlierer nicht zuletzt aufgrund des Versprechens, mit der Pro-Bewegung kooperieren zu wollen, im Amt.

Eine entsprechende Resolution nahm der Parteitag erst vor wenigen Wochen an. Schlierer konnte damit seine Kritiker umstimmen, die zuvor eifrig seine Abwahl betreiben wollten. Dass der nordrhein-westfälische Landesverband der Republikaner seine Landesliste zurückziehe und pro NRW das Feld überlasse, beurteilten Beobachter zwar skeptisch, das lag aber vor allem daran, dass Schlierers Konkurrentin auf dem Parteitag seine langjährige Vertraute Ursula Winkelsett, die Landesvorsitzende NRWs war.

So war denn ein Machtwort des wiedergewählten Vorsitzenden Schlierer nicht unbedingt zu erwarten und eine Duldung des Wahlkampfes wahrscheinlich, dass Schlierer nun aber selbst in den Wahlkampf eingreift, vermochte sich wohl niemand auszumalen.

Innerparteilich dürfte dieses Verhalten zu Irritationen führen und Debatten über die Wertigkeit von Resolutionen des Parteitages anstoßen. Strategisch stellt sich Schlierer damit letztlich auch selbst ein Bein. Nachdem Winkelsett sich auf Bundesebene entmachtet hat, indem sie nicht wieder für den Parteivorstand kandidierte und Schlierer dort mit Stephan Stritter nun auch einen Kritiker seines bisherigen Kurses zur Seite hat, wird die künftige Vorstandstätigkeit wohl weniger harmonisch verlaufen.

Keine Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen