Konspirative Germanen

Hamburg – Die extrem rechte Hamburger Burschenschaft „Germania“ lädt zu einem so genannten „Germanenabend“ mit der österreichischen Rechtsaußenpolitikerin Barbara Rosenkranz ein.

Samstag, 18. Juni 2011
Anton Maegerle

Barbara Rosenkranz (Jg. 1958), FPÖ-Landesrätin in Niederösterreich, 2010 Bundespräsidentschaftskandidatin ihrer Partei, referiert auf der konspirativen Veranstaltung im „Juni“ zu ihrem Lieblingsthema „Erzwungene Gleichstellung: Gender Mainstreaming“. In einem Interview mit der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ führte Rosenkranz im vergangenen Jahr aus, dass die Politiker Guido Westerwelle und Angela Merkel „eine Politik protegieren“ würden, die „strategisch auf eine quasi-totalitäre Umstürzung unserer gesellschaftlichen Verhältnisse und auf die Vernichtung von Mann und Frau abzielt – sprich von Adam und Eva, denn für das christliche Menschenbild ist die Existenz von Mann und Frau fundamental“.

Die Hamburger Burschenschaft „Germania“ ist Mitglied der 1961 gegründeten Burschenschaftlichen Gemeinschaft, der etwa ein Drittel aller in der Deutschen Burschenschaft (DB) organisierten Burschenschaften angehören. Entwicklungen „vor allem in der rechtsgerichteten Burschenschaftlichen Gemeinschaft“ begründen „den Verdacht“, so der aktuelle Verfassungsschutzbericht des Landes Hamburg 2010, „dass dort zum Teil rechtsextremistische Positionen vertreten werden oder zumindest auf fruchtbaren Boden fallen“.

Kategorien
Tags