Keine Kandidatur der NPD für das Bürgermeisteramt in Lübtheen

Am 14. September 2008 ist Bürgermeisterwahl in Lübtheen. Bis Montagabend 18.00 Uhr sollten die Bewerberunterlagen abgegeben werden – die NPD tat dies offenbar nicht.

Dienstag, 29. Juli 2008
Claudia Naujoks
Obwohl Torgai Klingebiel die Wahlunterlagen eigenhändig abgeholt haben soll, wurden diese, nach Recherche von ENDSTATION RECHTS., offenbar nicht abgegeben. Somit tritt die Amtsinhaberin Ute Lindenau (SPD) als einzige Kandidatin zur Bürgermeisterwahl an.

Es ist schon ein wenig wunderlich, dass die NPD gerade in Lübtheen auf einen eigenen Bewerber verzichtet, hatte sie bei der Landtagswahl 2006 in Lübtheen doch 16,0% der Stimmen erhalten. Der Landesdurchschnitt lag bei 7,3%. In und um Lübtheen wohnen unter anderem Udo Pastörs (Fraktionsvorsitzender der NPD-Landtagsfraktion), Torgai Klingebiel (Landesgeschäftsführer der NPD) sowie der NPD-Kreisvorsitzende Andreas Theißen. Außerdem befinden sich die Wahlkreisbüros von Stefan Köster und Udo Pastörs in Lübtheen.

Wie ENDSTATION RECHTS. berichtete , distanziert sich Lübtheen behaarlich vom „Braune Stadt“-Image und hat jüngst eine Broschüre mit dem Titel „Wir sind Lübtheen“ herausgegeben.
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