von Robert Scholz
   

„Keine Anhaltspunkte für extremistische Bestrebungen“ beim Sturmvogel

Zur Jahreswende sorgte der „Sturmvogel – Deutscher Jugendbund“ mit einem Zeltlager im mecklenburgischen Neuhof für Aufsehen. Einige Beobachter hatten vermutet, der Jugendbund könnte die zuvor verbotene "Heimattreue Deutsche Jugend" (HDJ) ersetzen. Die Bundesregierung kann das nicht bestätigen.

„Auch nach aktueller Bewertung liegen keine Anhaltspunkte für eine extremistische Ausrichtung vor“, teilt die Bundesregierung recht wortkarg mit (Drs. 17/1002) und verweist zur Einschätzung des „Sturmvogel“ auf eine Anfrage aus dem Jahr 1995, die nach wie vor Gültigkeit besitze.

In jener Anfrage (Drs. 13/1461) heißt es zum „Sturmvogel“, er habe Ende der 80er Jahre Anhaltspunkte für rechtsextremistische Bestrebungen aufgewiesen und hätte als Jugendorganisation des „Arbeitskreises Junge Familie“ gegolten. Beide Gruppierungen seien Abspaltungen der verbotenen „Wiking-Jugend“. „Seit etwa 1990 liegen keine Erkenntnisse über weitere Aktivitäten vor.“

Bereits Anfang des Jahres hatte der Parlamentarische Staatssekretär Ole Schröder, der Ehemann der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, der Grünen-Abgeordneten Monika Lazar mitgeteilt, dass „an der in der damaligen Antwort enthaltenen Bewertung festgehalten“ werde.

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