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Kampf um NPD-Vorsitz: Peter Marx und Hardcore-Neonazi Thorsten Heise im Gespräch

Das Kandidatenkarussell für den NPD-Vorsitz dreht sich munter weiter. Nach Pressesprecher Frank Franz erklärte vor wenigen Stunden der frühere Generalsekretär der Partei und jetzige Landeschef des Saarlandes, Peter Marx, seine Bereitschaft für einen Antritt. Chancen werden dem intern höchst umstrittenen Multifunktionär kaum eingeräumt. Dafür brachte der Neonazi Dieter Riefling einen weiteren Namen ins Spiel: Den vom BKA auf einer Liste mit Kontakten zum NSU geführten Thorsten Heise.

Als NPD-Chef im Gespräch: Neonazi Thorsten Heise

Die Liste der NPD-Funktionäre, die tatsächlich oder gerüchteweise mit dem Amt des Bundesvorsitzenden liebäugeln, wird immer länger. Zunächst hatte mit Bundespressesprecher Frank Franz ein eher dem „gemäßigteren“ Flügel zugehöriger Kader seine Ambitionen verkündet. Die Absichten des früheren saarländischen Landesvorsitzenden, der bei der Wahl der Stellvertreter auf dem letzten Parteitag noch durchgefallen war, rief sofort die radikale Strömung auf den Plan. In einem Brandbrief griff Thomas Wulff, dessen Rausschmiss aus der NPD zuletzt an einem Schiedsgericht gescheitert war, neben dem amtierenden Vorsitzenden Udo Pastörs auch „Firle-Franz“ scharf an.

Außerdem schaltete sich mit Udo Voigt, den seit dem letzten verlorenen Machtkampf gegen eine Clique um Holger Apfel, Pastörs und deren Unterstützer, mit Franz eine erbitterte Feindschaft verbindet, bald der langjährige Frontmann der NPD in die Diskussion ein. Auch er denke über eine mögliche Kandidatur nach, um an seine Amtszeit von 1996 bis 2011 anzuknüpfen, ließ der Europaabgeordnete die Medien wissen. Unter Voigt hatte sich die NPD für militante Neonazis aus den Freien Kameradschaften geöffnet. Seinerzeit erklärten Wulff, Ralph Tegethoff und auch Thorsten Heise ihren Parteieintritt.

Peter Marx vor Comeback?

Laut Parteiangaben hat sich darüber hinaus der Vorstand der NPD Saar bei seiner letzten Sitzung für Peter Marx als Kandidaten für das höchste NPD-Amt ausgesprochen. Seine Partei brauche jemanden, der sie aus der derzeitigen „Abwärtsspirale“ herausführe, erklärte der Ex-Geschäftsführer der NPD-Fraktion in Mecklenburg-Vorpommern. Offenbar hält sich Marx für den richtigen Mann, die Parteibasis und weite Teile ihrer Führung dürften aber anderer Meinung sein.

Erst Generalsekretär, nun Chef? Peter Marx, hier mit dem geschassten Holger Apfel (Foto: Oliver Cruzcampo)

Erst vor wenigen Monaten waren dem 57-Jährigen die Skandale seines Landesverbandes zum Verhängnis geworden. Nach der Teilnahme an einer umstrittenen Party musste er seinen Posten als Generalsekretär räumen, an der Ostsee hatte die Fraktion ebenfalls keine Verwendung mehr für Marx, der nach dem Landtagseinzug 2006 von Dresden nach Schwerin gewechselt war. In der Vergangenheit machten über das Saarbrücker Stadtratsmitglied immer wieder Spitzelgerüchte die Runde, was seinem Ansehen unter den „Kameraden“ schweren Schaden zufügte. Nicht nur deshalb dürften seine Chancen auf den NPD-Vorsitz schlecht stehen. Trotzdem bleibt Marx ein Faktor in der NPD – durch die vielen Jahre in verschiedensten Führungspositionen weiß er über die „Leichen im Keller“ bestens Bescheid.

Angesichts der Alternativen Franz und Marx könnte Udo Pastörs einen Rückzieher vom Rückzieher machen. Das berichtet zumindest der umtriebige niedersächsische Neonazi Dieter Riefling auf „Altermedia“. Möglicherweise ginge es dem gescheiterten Parteichef auch darum, nach einem Ausscheiden aus dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern 2016 eine Machtposition in der NPD zu sichern. Grundsätzlich scheinen sich Pastörs und Riefling einig: Eine nach dem Vorbild der FPÖ oder des Front National nach außen derart weichgespülte NPD, wie sie Franz und Marx anstrebten, sei nicht zu verwirklichen. In Voigt sieht der Neonazi ebenfalls keine Alternative. Die Arbeit in Straßburg als Europaabgeordneter und in Berlin als NPD-Chef sei kaum vereinbar. Dafür hat Riefling einen weiteren Namen parat: den Landesvize von Thüringen, Thorsten Heise. Dieser müsste sich aber beeilen, heute endet die Frist für die Einreichung von Wahlvorschlägen.

Mutmaßlicher NSU-Unterstützer als NPD-Chef?

Zuspruch erntet Riefling für seinen Vorschlag von beinharten Überzeugungstätern. Für die Gesamt-NPD dürfte Heise trotzdem kaum eine Option darstellen. Zu viele Verurteilungen hat der Listenzweite zur Landtagswahl in Thüringen auf dem Kerbholz. Der einstige Aktivist der verbotenen FAP und Strippenzieher im Rechtsrock-Business ist mehrfach vorbestraft, u. a. wegen schwerer Körperverletzung, Landfriedensbruch, Nötigung oder Volksverhetzung. 2007 sicherten Spezialisten der Polizei bei einer Razzia auf seinem Anwesen in Fretterode drei Waffen, darunter eine Maschinenpistole.

Der Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses in Thüringen führt Heise im Kapitel „Unterstützer“ der Rechtsterroristen. Dort heißt es auch, der Inhaber des Neonazi-Musiklabels „WB Records“ sei vom BKA auf einer Personen-Liste mit „nachgewiesenen Kontakten zu Tätern oder Beschuldigten im NSU-Prozess“ geführt worden. Mit einem gewaltbereiten Neonazi an der Spitze dürfte das fast in Vergessenheit geratene NPD-Verbotsverfahren neuen Schwung bekommen.

Andererseits wird Heise für einen weiteren NPD-Spitzenposten gehandelt. Nach dem Desaster bei der Landtagswahl in Thüringen, zu dem nicht unerheblich die Veröffentlichung der dunklen Vergangenheit von Landeschef und Spitzenkandidat Patrick Wieschke beigetragen hat, sei dieser nach Rieflings Meinung dort nicht mehr tragbar. Erste Wahl könne nur Thorsten Heise sein.

Foto: Wikipedia, Lizenz: CC

Kommentare(25)

Dennis Mittwoch, 01.Oktober 2014, 11:31 Uhr:
Da wohl wenige so eine dicke Strafakte haben dürften wie Heise, ist er doch eigentlich der ideale Vorsitzende für die NPD. Schließlich gilt da ja das Konzept:

Je mehr Vorstrafen, desto höher das Parteiamt.
 
Jupp Mittwoch, 01.Oktober 2014, 12:29 Uhr:
Aber warum ist dann der Wieschke nicht mehr tragbar?
 
Insider wissen mehr! Mittwoch, 01.Oktober 2014, 16:02 Uhr:
Dieter Riefling ist ein umtriebiger Aktivist des Nationalen Widerstandes und hat als solcher selbstverständlich das Recht, seine Sicht der Dinge zum Besten zu geben. Ein NPD-Insider ist er jedoch mitnichten! Peter Marx und FraFra genießen tatsächlich beide – wenn auch aus gänzlich unterschiedlichen Gründen – keine sonderlich hohen Sympathiewerte an der Parteibasis. Allerdings kann Marx auf zahlreiche Erfolge in der Vergangenheit verweisen, an denen er maßgeblich mitgewirkt hat. Beim „Firle-Franz“ hingegen ist durchgehend alles schiefgegangen, was er jemals angefaßt hat. Udo Pastörs redet zwar ganz anders als die beiden Saarländer, doch ist es auch eine unbestreitbare Tatsache, daß FraFras Kandidatur ganz wesentlich auf seinem und Kösters Mist gewachsen ist. Der Haß und der Neid der beiden auf Udo Voigt scheinen im Zweifel eben doch schwerer zu wiegen als das eigene politische Glaubensbekenntnis.
 
Hans Mittwoch, 01.Oktober 2014, 16:40 Uhr:
@ Jupp
Weil der die Landtagswahl in Thüringen gegen die Wand gefahren hat :-)
 
Manfred Mittwoch, 01.Oktober 2014, 17:07 Uhr:
Aus sicherer Quelle ist zu hören, dass eine Frau aus MV die jedoch aus Hessen stammt als Parteivorsitzende kandidieren will. Sie ist zwar nicht mehr ganz frisch, jedoch in der Politik bekannt,selbst ein Fernsehteam wurde auf diese Frau aufmeksam und was für diese Partei neu wäre sie ist nicht vorbestraft. Ich bin auf den Namen gespannt, denn Frauen sind in der NPD Mangelware.
 
Björn Mittwoch, 01.Oktober 2014, 20:03 Uhr:
Das ist doch mal ein Zeichen von gelebter innerparteilicher Demokratie. Soviele Kandidaten gibt es bei anderen Parteien eher nicht.

Aber warum sollte ein Mensch mit Vorstrafen weniger gut eine Partei führen können, als ein Mensch ohne Vorstrafen? Der einzige Unterschied liegt in der Ausschlachtung der Vorstrafen durch die einschlägigen Medien. Aber mal ehrlich. Egal wer Parteivorsitzender wird. Anständig gehetzt wird medial tzrotzdem gegen ihn. Ob Vorstrafe oder nicht.

Ich freu mich schon auf die Schlagzeilen nach der Wahl. Wie immer wird sie in Richtung "NPD radikalisiert sich" gehen.
 
JayBee Donnerstag, 02.Oktober 2014, 09:18 Uhr:
@ Björn

"Das ist doch mal ein Zeichen von gelebter innerparteilicher Demokratie. Soviele Kandidaten gibt es bei anderen Parteien eher nicht."

Das ist erstmal inhaltsloses Geschwafel. Erstell doch mal eine Statistik, die das untermauert.
 
Roichi Donnerstag, 02.Oktober 2014, 09:36 Uhr:
@ Manfred

Frau Zutt wird wohl kaum eine Chance haben.


@ Björn

"Das ist doch mal ein Zeichen von gelebter innerparteilicher Demokratie. Soviele Kandidaten gibt es bei anderen Parteien eher nicht."

Nö Björn.
Abgesehen davon darfst dich du gerne auch mal informieren, bevor du irgendwelchen Dummfug schreibst.
Auch in anderen Parteien sind mehrere Kandidaten nicht ungewöhnlich.
Eine "innerparteiliche Demokratie" damit zu belegen, ist mehr als abenteuerlich. Denn außer der vom "System" vorgegebenen demokratischen Struktur findet diese nicht statt.
Was sich immerwieder in den schön öffentlich ausgetragenen Schlammschlachten und Flügelkämpfen zeigt.
Die NPD bleibt eine undemokratische Partei, die vom "System" in ein demokratisches Korsett gezwungen wird.
Aber was interessieren dich denn Fakten, wenn du deine Kamerraden bejubeln willst.

"Aber warum sollte ein Mensch mit Vorstrafen weniger gut eine Partei führen können, als ein Mensch ohne Vorstrafen?"

Vielleicht, weil er weniger glaubwürdig ist.
Siehe Wieschke, Köster, Pastörs, Voigt etc.
Gerade bei einer Partei, die von sich behauptet für Recht und Ordnung zu sorgen und gegen Kriminalität zu kämpfen.
Da sollte die Partei doch mit gutem Beispiel voran gehen und kriminelle Kader entfernen.
Stattdessen ist weiterhin ein Großteil der Führungskräfte kriminell, in der Vergangenheit und auch gegenwärtig.

"Der einzige Unterschied liegt in der Ausschlachtung der Vorstrafen durch die einschlägigen Medien. "

Soll man also nicht mehr bennen dürfen, wer sich da zu irgendwelchen Posten und Wahlen aufstellen lässt, wer diese Partei führt?
Wie diese Leute ihre eigenen Forderungen umsetzen?
Kurz gesagt, wie ehrlich sie sind.
Doch Björn, das kann, darf und muss gesagt werden, auch wenn dir das nicht passt.
Denn ehrlich kannst weder du, noch die NPD.
 
Björn Donnerstag, 02.Oktober 2014, 18:42 Uhr:
@JayBee

Wie du siehst gibt es kaum eine andere Partei, die soviele Kandidaten für den Parteivorsitz vorweisen kann. Das nenn ich mal gelebte innerparteiliche Demokratie. Während in euren Blockparteien meist vorher ausgeklüngelt wird, wer sich zur Wahl stellen darf.

@Roichi

"Denn außer der vom "System" vorgegebenen demokratischen Struktur findet diese nicht statt."

Ach, seit wann schreibt der Staat vor, dass sich mehrere Kandidaten für den Parteivorsitz finden müssen? Das dir deine Reinfälle nicht irgendwann selbst peinlich werden...

"Was sich immerwieder in den schön öffentlich ausgetragenen Schlammschlachten und Flügelkämpfen zeigt."

Und inwiefern widerspricht das deiner Meinung nach der innerparteilichen Demokratie? Es ist im Gegenteil ein Zeichen für gelebte innerparteiliche Demokratie, wenn jeder in der Partei seine Meinung sagen darf. Das gibt es ja in euren Parteien eher selten. Ich sage nur Fraktionszwang usw.

"Die NPD bleibt eine undemokratische Partei, die vom "System" in ein demokratisches Korsett gezwungen wird."

Versuch doch bitte mal deine Unterstellung zu belegen. Wird sicher witzig.

"Vielleicht, weil er weniger glaubwürdig ist."

Wieso sollte ein Mensch mit Vorstrafe weniger glaubwürdig sein? Glaubwürdigkeit richtet sich danach ob ein Mensch zu seinen Worten steht oder eben nicht. Da haben Vorstrafen keinen Einfluss drauf.
 
Björn Donnerstag, 02.Oktober 2014, 18:55 Uhr:
@Roichi

"Gerade bei einer Partei, die von sich behauptet für Recht und Ordnung zu sorgen und gegen Kriminalität zu kämpfen."

Im Gegenteil. Gerade ein Politiker, der selbst aus schwierigen Verhältnissen stammt und in seiner Jugend mit Kriminalität in Berührung gekommen ist, ist bei diesem Thema hundertmal glaubwürdiger, als ein Berufspolitiker aus einem Villenviertel, der in seinem Leben noch nie aus dem Oberschichtenghetto herausgekommen ist.

"Stattdessen ist weiterhin ein Großteil der Führungskräfte kriminell, in der Vergangenheit und auch gegenwärtig."

Wenn man inhaltlich keine Argumente hat, muss man sich eben an alte Vorstrafen klammern. Das ist ja nicht neu bei dir. Trägt aber nicht eben zur inhaltlichen Diskussion bei.

"Soll man also nicht mehr bennen dürfen, wer sich da zu irgendwelchen Posten und Wahlen aufstellen lässt, wer diese Partei führt?"

Natürlich. Aber man sollte denjenigen nicht auf uralte Vorstrafen reduzieren, so wie es eure Medien machen. Um damit dann Propaganda gegen diese Partei zu betreiben. Während bei Joschka Fischer seine gewaltätige Vergangenheit bei Medienberichten nur sehr selten eine Rolle spielte, beginnen eure Medien bei Berichten über entsprechende NPD-Politiker regelmäßig mit "Der wegen [...] vorbestrafte NPD-Politiker...". Auch wenn es in diesem Artikel dann um etwas ganz anderes geht.

"Denn ehrlich kannst weder du, noch die NPD."

Dann nenne mal einen Punkt wo ich unerhlich war. Da kommt doch wieder nichts von dir. Wie immer...
 
Otto Freitag, 03.Oktober 2014, 00:53 Uhr:
@ Manfred
ich glaube nicht das die Frau kandidiert, die kennt doch die Papnasen von da oben. Die konzentriert sich doch jetzt auf Waren, da laufen doch dauernd Aktionen . Man vermutet das die dahinter steckt, die JUgend arbeitet doch mit der zusammen. Ich gehe eher davon aus das die für die LTW MV fit gemacht wird, obwohl man sie ja damals nicht haben wollte, aber viele Frauen haben die ja nicht.
 
Chewie Freitag, 03.Oktober 2014, 11:22 Uhr:
Hauptsache, der neue Vorsitzende ist wieder für ordentliche Lacher gut. Schwierig wird das allemal, denn Grabbel-Holger hat mit seinen mutmaßlichen Grabsch-Übergriffen gegen seine Parteijünglinge die Latte ja nun enorm hoch angesetzt. Der nächste muss sich da schon ordentlich was einfallen lassen.
 
JayBee Freitag, 03.Oktober 2014, 21:10 Uhr:
@ Björn

Du:
"Das ist doch mal ein Zeichen von gelebter innerparteilicher Demokratie. Soviele Kandidaten gibt es bei anderen Parteien eher nicht."

Ich:
Das ist erstmal inhaltsloses Geschwafel. Erstell doch mal eine Statistik, die das untermauert.

Du:
"Wie du siehst gibt es kaum eine andere Partei, die soviele Kandidaten für den Parteivorsitz vorweisen kann. Das nenn ich mal gelebte innerparteiliche Demokratie. Während in euren Blockparteien meist vorher ausgeklüngelt wird, wer sich zur Wahl stellen darf."

Das sagtest Du ja schon. Aber bleibt das nun bei einer unbelegten Behauptung? Dann hättest Du sie Dir auch sparen können.

" Ich sage nur Fraktionszwang usw."

Ich frag mich, wie es bei der Wahl zu einem Parteienvorsitzenden einen Fraktionszwang geben soll...

"Im Gegenteil. Gerade ein Politiker, der selbst aus schwierigen Verhältnissen stammt und in seiner Jugend mit Kriminalität in Berührung gekommen ist, ist bei diesem Thema hundertmal glaubwürdiger, als ein Berufspolitiker aus einem Villenviertel, der in seinem Leben noch nie aus dem Oberschichtenghetto herausgekommen ist."

Das hatten wir ja schon mal und da war es schon Blödsinn. Wird nur jemand ein guter Sportler, dessen Umfeld nur aus Sportlern besteht? Oder ein guter Musiker aus einem Umfeld von Musikern? Außerdem hätte ich gern diesbezüglich eine Gegenüberstellung der führenden NPD-Politiker mit den führenden Politikern anderer Parteien. Ansonsten ist das belegloses Geschwafel.
 
JayBee Freitag, 03.Oktober 2014, 21:18 Uhr:
@ Björn

"Aber man sollte denjenigen nicht auf uralte Vorstrafen reduzieren,..."

Definiere bitte "uralt" und einen Zeitraum, ab dem Deiner Meinung nach Vorstrafen nicht mehr relevant sind.

"Während bei Joschka Fischer seine gewaltätige Vergangenheit bei Medienberichten nur sehr selten eine Rolle spielte,..."

Das kannste auch gleich noch nachweisen, wenn Du schon dabei bist. Und Dir ansonsten Deine Kritik an dem Benennen uralter Vorstrafen zurücknehmen, da Du das ja direkt selber anführst. Außerdem ist Joschka Fischer nicht vorbestraft, wenn ich mich grad richtig erinnere.

"beginnen eure Medien bei Berichten über entsprechende NPD-Politiker regelmäßig mit "Der wegen [...] vorbestrafte NPD-Politiker...""

Jups, bei denen geht das aber auch regelmäßig.
 
Soldat Samstag, 04.Oktober 2014, 22:57 Uhr:
@ Björn
"[...]Joschka Fischer[...]"

Sagen Sie mal, wird es Ihnen nicht langsam zu dumm immer und immer wieder das gleiche Lied zu singen? Außern Herrn Fischer haben Sie nicht EINEN Namen vorzuweisen. Ohne in den Tonfall verfallen zu wollen, den Sie und Roichi anschlagen, sind Sie unfähig weitere "kriminelle" (man bedenke, dass die Vorwürfe gegen Herrn Fischer nicht erwiesen sind...) Politiker aus demokratischen Parteien zu nennen? Falls nicht, dann lassen Sie dieses Beispiel einfach mal langsam fallen, denn wenn wir die Namen von Kriminellen bzw. Vorbestraften zwischen den Parteien vergleichen, dann wird die NPD immer verlieren.
 
Roichi Sonntag, 05.Oktober 2014, 14:35 Uhr:
@ Björn

"Das nenn ich mal gelebte innerparteiliche Demokratie. "

Es ist immernoch eine leere Behauptung.
Denn diese wird immernoch vom System vorgegeben.
Komischerweise kommst du daran gar nicht erst vorbei.

"Ach, seit wann schreibt der Staat vor, dass sich mehrere Kandidaten für den Parteivorsitz finden müssen?"

Der Staat schreibt die innerparteiliche demokratische Struktur vor.
Egal, ob es mehrere Kandidaten für ein Amt gibt, oder nicht.
Dass diese Struktur von der NPD nicht gelebt wird, sondern nur pro Forma eingehalten, kann man schon an den innerparteilichen Kämpfen sehen.
Erinnert sei an den Fallobst-Holger.
Deine Behauptung, dass mehrere Kandidaten ein Beweis für innerparteiliche Demokratie seien und das in anderen Parteien nicht der Fall wäre, bleibt weiterhin nur deine Behauptung.

"Es ist im Gegenteil ein Zeichen für gelebte innerparteiliche Demokratie, wenn jeder in der Partei seine Meinung sagen darf. Das gibt es ja in euren Parteien eher selten. "

Dann solltest du vielleicht mal öffentliche Debatten anderer Parteien verfolgen. Zum Beispiel zum Thema Sterbehilfe, um mal etwas aktuelles und neutrales zu nehmen.
Aber das wäre ja der Ideologie hinderlich.
Zumal du keinen Plan hast, was wie in anderen Parteien besprochen wird. Du behauptest einfach, esgäbe keine Diskussion.
Und dann erklärst du deine Behauptung zum Beweis.

Ende Teil 1
 
Roichi Sonntag, 05.Oktober 2014, 14:35 Uhr:
Teil 2


" Ich sage nur Fraktionszwang usw."

Und zeigst damit, dass du keine Ahnung hast, wovon du redest.
Zunächst einmal hat die Fraktionsdisziplin nichts mit innerparteilichen Fragen zu tun.
Weiterhin existiert diese auch für deine Kamerraden. Dafür musst du dir nur mal Abstimmungen in den Landtagen ansehen.
Über Sinn und zweck dieser Fraktionsdisziplin reden wir mal lieber nicht, bevor du kapiert hast, was diese eigentlich ist, und wo sie verwendet wird.

"Versuch doch bitte mal deine Unterstellung zu belegen."

Du meinst, die Forderung nach Abschaffung der Grundrechte, wie sie immernoch im Partieprogramm steht, und wie sie immerwiedr von Kadern erhoben wird.
Ist doch ganz einfach nachzulesen.
Da die Grundrechte aber das Fundament der Demokratie bilden, ist die NPD antidemokratisch. Undemokratisch ist sie intern, wenn nicht der Parteiführung passende Leute mit angeblichen Vorwürfen zum Austritt gezwungen werden, wenn die Berichterstattung behindert wird, solange sie nicht der Parteimeinung entspricht, wenn politische Gegner angegriffen und bedroht werden.

"Wieso sollte ein Mensch mit Vorstrafe weniger glaubwürdig sein? Glaubwürdigkeit richtet sich danach ob ein Mensch zu seinen Worten steht oder eben nicht. Da haben Vorstrafen keinen Einfluss drauf. "

Du würdest also einem mehrfach vorbestraften Betrüger einfach auf sein Wort hin dein Geld überlassen.
Oder einem Sexualverbrecher dein Kind.
Den Blödsinn hatten wir dir doch schon mehrfach zerlegt.

Ende teil 2
 
Roichi Sonntag, 05.Oktober 2014, 14:35 Uhr:
Teil 3


"Wenn man inhaltlich keine Argumente hat, muss man sich eben an alte Vorstrafen klammern."

Wie komst du denn auf "alt"?
Nur, weil dir nur Fischer einfällt, der noch nichtmal vorbestraft ist.
Ich sprach nicht umsonst davon, dass diese Führungskräfte gegenwärtig immernoch kriminell sind.
Entsprechende Verfahren sind ja nun nicht selten.
Aber wie JayBee schon sagte, gibt doch mal einen Zeitraum an, ab dem eine Vorstrafe nicht mehr zählen soll.

"Aber man sollte denjenigen nicht auf uralte Vorstrafen reduzieren, so wie es eure Medien machen. "

Das habe ich auch nicht behauptet. Ich sagte, das soll benannt werden.
Und wenn die Leute keinen Kriminellen dort haben wollen, dann entscheiden sie eben so.

"beginnen eure Medien bei Berichten über entsprechende NPD-Politiker regelmäßig mit "Der wegen [...] vorbestrafte NPD-Politiker...""

Das liegt aber nicht an den Medien, sondern an deinen kriminellen Kamerraden.
Stellt doch mal Leute auf, die nicht vorbestraft sind. Dann kommt das auch nicht.
Dumm nur, dass ihr da nicht viel vorzuweisen habt.

Ende Teil 3
 
Roichi Sonntag, 05.Oktober 2014, 14:36 Uhr:
Teil 4


"Dann nenne mal einen Punkt wo ich unerhlich war."

Man erinnere sich an die Highlights der vergangenen Jahre:
Dresden, wenn du mir immerwieder Straftaten unterstellst. Das deutsche Ohm. Die Änderung des Parteiprogramms. Deine Ablehnung von Gewalt bei gleichzeitiger Rechtfertigung der Gewalt deiner Kamerraden.
Und hier:"Wenn man inhaltlich keine Argumente hat, muss man sich eben an alte Vorstrafen klammern" um dann mit Fischer zu kommen, der noch nichtmal vorbestraft ist, und dessen Tat nun wirklich ewig zurückliegt.
Und das sind nur einige Beispiele.

Ende Kommentar
 
Björn Sonntag, 05.Oktober 2014, 21:50 Uhr:
@JayBee

"Außerdem hätte ich gern diesbezüglich eine Gegenüberstellung der führenden NPD-Politiker mit den führenden Politikern anderer Parteien."

Niemanden interessiert, was du gerne hättest. Ich habe dir mittgeteilt, dass viele Kandidaten für den Parteivorsitz ein Zeichen für die funktionierende innerparteiliche Demokratie in der NPD sind. Du bist da anderer Meinung. Natürlich ohne ein Argument dafür zu bringen. Meinetwegen können wir es dabei belassen. Ansonsten schau doch mal nach wieviele Kandidaten für den Parteivorsitz der anderen Parteien so aufgestellt wurden. Dann erkennst du es auch. Aber natürlich darfst du es nicht zugeben. Schließlich darf ein "Rechter" neimals Recht haben.

"Definiere bitte "uralt" und einen Zeitraum, ab dem Deiner Meinung nach Vorstrafen nicht mehr relevant sind."

Für den Parteivorsitz sind Vorstrafen zu keiner Zeit relevant. Wieso sollte auch eine Vorstrafe etwas über die Fähigkeit aussagen einer Partei vorzustehen?

"Das kannste auch gleich noch nachweisen, wenn Du schon dabei bist."

Das könnte ich. Aber den Onkel Googel kannst du auch selbst befragen.

"Außerdem ist Joschka Fischer nicht vorbestraft, wenn ich mich grad richtig erinnere."

Trotzdem hat er Straftaten und Gewalttaten verübt, wie er selbst zugegeben hat.
 
Björn Sonntag, 05.Oktober 2014, 22:04 Uhr:
@Soldat

" sind Sie unfähig weitere "kriminelle" (man bedenke, dass die Vorwürfe gegen Herrn Fischer nicht erwiesen sind...) Politiker aus demokratischen Parteien zu nennen? Falls nicht, dann lassen Sie dieses Beispiel einfach mal langsam fallen"

Erstens hat Fischer seine Gewalttaten selbst zugegeben. Und gleich noch relativiert. Zweitens gibt es mehr als genügend Blockparteien-Politiker, die Straftaten verübt haben. Und natürlich nenne ich auch Fischer immer wieder, da der vollkommen reicht um euch der Doppelmoral zu überführen. Wenn es in diesem Staat nämlich möglich ist als Gewalttäter Außenminister zu werden, dann wird eure künstliche Aufregung über vorbestrafte NPD-Politiker nämlich zu dem was es ist. Der lächerliche Versuch die eigene Argumentationslosigkeit zu überspielen.

@Roichi

"Denn diese wird immernoch vom System vorgegeben."

Falsch. Das System schreibt nicht vor, dass sich so viele Kandidaten für den Parteivorsitz bewerben müssen. Das machen die Kandidaten von sich aus. Und das zeigt die funktionierende innerparteiliche Demokratie in der NPD.

"Dass diese Struktur von der NPD nicht gelebt wird, sondern nur pro Forma eingehalten, kann man schon an den innerparteilichen Kämpfen sehen."

Damit widersprichst du dir selbst. Gerade das zeigt doch, dass die innerparteiliche Demokratie und Meinungsfreiheit gut funktioniert. In einer totalitär ausgerichteten Partei, würden widersprechende Mitglieder rausgeschmissen. Aber wie du siehst ist die NPD demokratisch.
 
JayBee Montag, 06.Oktober 2014, 08:48 Uhr:
@ Björn

"Das ist doch mal ein Zeichen von gelebter innerparteilicher Demokratie. Soviele Kandidaten gibt es bei anderen Parteien eher nicht."

und

"Ansonsten schau doch mal nach wieviele Kandidaten für den Parteivorsitz der anderen Parteien so aufgestellt wurden."

Ich soll also Deine Behauptung belegen. Nee, mach das mal selbst. Kannste aber anscheinend nicht, weil Du Dich mal wieder verrannt hast, das aber - wie immer - nicht zugeben kannst.

"Für den Parteivorsitz sind Vorstrafen zu keiner Zeit relevant. Wieso sollte auch eine Vorstrafe etwas über die Fähigkeit aussagen einer Partei vorzustehen?"

Hm, und warum kommst Du dann immer mit Joschka Fischer, der nicht mal vorbestraft ist?

"Das könnte ich. Aber den Onkel Googel kannst du auch selbst befragen."

Ich soll schon wieder Deine Behauptung belegen? Björn, so läuft eine Diskussion nicht. Fazit: Du hast Dich verargumentiert, bist inhalt- und beleglos.

"Für den Parteivorsitz sind Vorstrafen zu keiner Zeit relevant. Wieso sollte auch eine Vorstrafe etwas über die Fähigkeit aussagen einer Partei vorzustehen?"

Bei einer Partei, die sich den Kampf gegen die Kriminalität so auf die Fahnen schreibt, wie es die NPD tut, sollte es relevant sein. Aber da Du ja der Meinung bist, Kriminalität, könne am besten von Leuten bekämpft werden, die sich damit auskennen: Ist es eigentlich zwingend nötig, vorbestraft zu sein, um in höhere NPD-Ämter aufzusteigen? Dann steh wenigstens dazu.
 
Roichi Montag, 06.Oktober 2014, 10:50 Uhr:
@ Björn

JayBee hat schon alles gesagt.
Da gibt es nichts hinzuzufügen.
 
Soldat Montag, 06.Oktober 2014, 11:26 Uhr:
@ Björn
"Erstens hat Fischer seine Gewalttaten selbst zugegeben. Und gleich noch relativiert."

Herr Pastörs hat seine Gesinnung auch deutlich zu verstehen gegeben, aber diese nie relativiert. Der Herr Voigt ist wegen Volksverhetzung verurteilt, aber ansonsten eher wenig. Und Sie sehe ich hier auch nur relativieren, aus Fremdenhass einer Partei soll da auf einmal politische Räson werden, aus massenhaft vorhandenen Vorstrafen für nicht grade geringfügige Delikte werden dann "Fehltritte". Wie oft darf ein Mensch denn bei Ihnen fehltreten, bis er unhaltbar wird?

"Zweitens gibt es mehr als genügend Blockparteien-Politiker, die Straftaten verübt haben."
Namen. Ich habe nur einen Namen von Ihnen verlangt, keine schwammige Aussage. Und nun sagen Sie mir nicht, ich solle selber recherchieren. Ihr Argument, Ihre Bringschuld.

"Und natürlich nenne ich auch Fischer immer wieder, da der vollkommen reicht um euch der Doppelmoral zu überführen. "

Es besteht wohl ein Unterschied ob es einen, in der Vergangenheit mutmaßlichen kriminell gewordenen Außenminister gab oder eine Partei, die sich selber als Reinemacher verstehen, sich aber augenscheinlich zu einem guten Prozentsatz aus justiziell bekannten Personen zusammensetzt. Zumal Herr Fischer sich später deutlich von seiner früheren Einstellung und seinen Taten abgegrenzt hat. Bei der NPD, Fehlanzeige.
Es ist also IHRE Doppelmoral, die Sie mal überprüfen sollten.
 
Soldat Montag, 06.Oktober 2014, 11:31 Uhr:
@ Björn

Ach ja, ein kleiner Nachsatz:
Andere Parteien verfügen ebenso sehr über mehrere Kandidaten für innerparteiliche Wahlen. Bestes Beispiel dafür ist z.B. die Neubesetzung der Führungsspitze der SPD und die damit einhergehende Teilablösung des linken Flügels selbiger nach der Regierung Schröder.

Der Punkt ist einfach nur, dass die meisten Parteien es verstehen, ihre internen Probleme auch intern zu lösen. Denn wer will schon einer Partei, die sich nicht mal selbst im Griff hat, zutrauen Regierungsverantwortung zu übernehmen? Ich nicht.
 

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