von Robert Scholz
   

„Junge Freiheit“ mit Zweifeln am neuerlichen Engagement des Pro-Sponsors Brinkmann

In ihrer aktuellen Ausgabe befasst sich nun auch die rechtskonservative Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) mit dem jüngst bekanntgewordenen Engagement des mutmaßlichen Schwedenmillionärs Patrik Brinkmann bei Pro NRW. Zweifel am Engagement bestehen nicht nur aufgrund der bisherigen Sprunghaftigkeit Brinkmanns, auch das Wahlrecht könnte dem Politunternehmer einen Strich durch die Rechnung machen.

Es „könnte gute Gründe geben, auf Brinkmanns Ankündigungen gelassen zu reagieren“, schreibt Felix Krautkrämer unter Verweis auf die bisherigen politischen Stationen des mutmaßlichen Millionärs.

So soll die NPD zwar nach Informationen der JF ein Darlehen in Höhe von 200.000 Euro erhalten haben, zugesagte Wahlkampfunterstützungen seien allerdings ausgeblieben. Vor allem auf eine zugesagte Spende über 60.000 Euro für den Wahlkampf Andreas Molaus in Niedersachsen hätte die NPD vergeblich gewartet.

Noch schlechter soll es um die Zuwendungen an die DVU bestellt gewesen sein. Lediglich 2.000 Euro hätte Brinkmann zur Finanzierung eines Gutachtens für eine Klage der DVU gegen das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare bereitgestellt. Parteichef Matthias Faust zeigte sich gegenüber der JF daher auch menschlich enttäuscht von Brinkmann und prophezeit Pro NRW, denen der Schwede satte fünf Millionen Euro in Aussicht gestellt hat, Ähnliches: „Auch da wird bald Nüchternheit einkehren.“ 

Gerüchten, nach denen er gar nicht soviel Geld besitze, würde Brinkmann allerdings widersprechen. So hätten er und seine Frau vor dem Umzug nach Berlin Aktien in mehrfacher Millionenhöhe veräußert. Zudem habe ihm der Verkauf seiner Villa in Schweden etwa 2,1 Millionen Euro eingebracht. Die JF hält dem allerdings entgegen, dass die Aktiengesellschaften, an denen Brinkmann beteiligt sei, in den vergangenen Jahren „massiv“ an Wert verloren hätten. 

Ein anderes Problem könnte sich nach Ansicht der JF bei der von Brinkmann als Pro-Spitzenkandidat angestrengten Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus ergeben. Zum einen würde es schon einen Verein mit dem Namen „Pro Berlin“ geben, den einige Personen aus dem Umfeld der Berliner NPD gegründet haben, zum anderen verfügt Brinkmann noch nicht über die deutsche Staatsbürgerschaft. Als EU-Bürger dürfte er nur an Kommunal- und Europawahlen teilnehmen, der Antritt zur Abgeordnetenhaus-Wahl wäre somit ausgeschlossen.

Kommentare(3)

Peter Freitag, 05.Februar 2010, 11:58 Uhr:
pro nrw macht sich lächerlich:

http://www.blauenarzisse.de/blog/381/pro-nrw-macht-sich-laecherlich.html
 
Arthur Freitag, 05.Februar 2010, 16:20 Uhr:
Peter macht sich lächerlich ...

... indem er völlig unreflektiert auf einen Artikel der neurechten Schülerzeitung »Blaue Narzisse« verlinkt.
 
Robert Freitag, 05.Februar 2010, 17:42 Uhr:
Haben Sie sich den Artikel denn mal angesehen? Das ist nicht uninteressant. Finden Sie nicht, Arthur?
 

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