von Mathias Brodkorb
   

„Junge Freiheit" lässt nicht locker: Stephan Braun (SPD) steht weiter in Kritik

Bereits vor einigen Wochen stand der SPD-Landtagsabgeordnete Stephan Braun aus Baden-Württemberg im kritischen Fokus der Berichterstattung der rechtskonservativen Wochenzeitung "Junge Freiheit". Braun würde Kontakte zur linksextremistischen Szene unterhalten, so der Vorwurf. Jetzt legt die "Junge Freiheit" nach. Im Internetportal "Wikipedia" wären kritische Hinweise zu Braun angeblich unerwünscht.

Demnach würde der Wikipedia-Artikel zu Stephan Braun zwar "Lobhudelei" enthalten, aber keinerlei Hinweise auf dessen vermeintliche Kontakte zum linksextremistischen Spektrum im Rahmen der Herausgeberschaft seines letzten Buches. "Obwohl mittlerweile genügend aussagekräftiges Material über die Autoren des Buches und ihre politischen Hintergründe vorliegt, wird dieses von engagierten „Wiki-Usern“ bewußt ignoriert, da es nicht in ihr Konzept paßt.", so Peter Freitag in der aktuellen Ausgaben der "Jungen Freiheit".

Doch zu objektiv möchte die "Junge Freiheit" offenbar selbst nicht berichten. Dann nämlich hätte Freitag in seinem Artikel auch darüber Auskunft geben müssen, dass sich die ursprünglichen Recherchen des JF-Autors Felix Krautkrämer als so fehlerhaft erwiesen haben, dass die "Junge Freiheit" mehrere Unterlassungserklärungen unterzeichnen musste. Nach entsprechenden Erklärungen des Anwalts der "Jungen Freiheit" und Krautkrämers aus dem Dezember 2007, die ENDSTATION RECHTS. vorliegen, verpflichten sich beide nicht nur, mehrere Sachverhaltsbehauptungen über den BNR-Autor Gernot Modery zu unterlassen. Der JF-Anwalt erklärt zudem, dass seine Mandanten für die Anwaltskosten aufkommen würden. "Unsere Mandanten werden die entstandenen Kosten auf Basis eines angemessenen Streitwertes erstatten.", heißt es in einem Schreiben vom 12. Dezember 2007.

Keine Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen