Julius-Rumpf-Preis für FIM - "Frauenrecht ist Menschenrecht"

Wiesbaden – Eine Fraueninitiative aus Frankfurt wird für ihr Engagement geehrt.

Montag, 13. August 2007
Nadja Müntsch

Seit 2000 verleiht die Martin-Niemöller-Stiftung nun bereits den Julius-Rumpf-Preis. Er erinnert an den Wiesbadener Pfarrer Julius Rumpf, der sich als Mitglied der „Bekennenden Kirche“ gegen die Nationalsozialisten stellte. 2001 verstarb Rumpf – ein Jahr nachdem sein Sohn Günther Rumpf den Preis ins Leben gerufen hatte.
Seitdem wird die Auszeichnung alljährlich an Gruppierungen oder Einzelpersonen verliehen, in deren Arbeit Rumpfs Leitbilder der Toleranz, Mitmenschlichkeit und Versöhnung sichtbar werden. In diesem Jahr geht der Preis an die Initiative „Frauenrecht ist Menschenrecht“ (FIM) aus Frankfurt am Main. Sie leistet Beratung für mittel- und osteuropäische Frauen, die mit Aufenthaltstitel oder illegal in Frankfurt leben. Oft sind die Frauen von Ausbeutung und Diskriminierung betroffen.Die Initiative leistet rechtliche und soziale Beratung und setzt sich für Selbstbestimmung und Integration ein.

„Uns hat vor allem die Breite der Aufgabenfelder und die Kontinuität und Professionalität der Arbeit überzeugt - dass sie notwendig ist, bedarf keiner Diskussion,“ erklärte der Vorsitzende Prof. Dr. Martin Stöhr zur Entscheidung der Jury.
Am Samstag, den 25. August findet die Preisverleihung im Musiksaal des Hessischen Landtages in Wiesbaden statt.

Die Preisverleihung findet am Samstag, den 25. August 2007 im Musiksaal des Hessischen Landtags in Wiesbaden statt.

Bisherige Preisträger waren die evangelische Kirchengemeinde Joachimsthal mit ihrem Jugendmusikprojekt BAFF ("Bands auf festen Füßen"), der Flüchtlingsrat des Landes Brandenburg, das „Netzwerk Sachsen gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit e.V.“, der Verein "Miteinander" aus Magdeburg, das „Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm“, die „Aktion Zivilcourage Pirna e.V.“. und die Opferberatungsstelle „AMAL“ in Görlitz.

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