JN in Nachbarländern aktiv

Tschechien (Prag) –Die NPD-Jugendorganisation ist am 17. November bei einer rechtsextremen Demonstration in Prag dabei und nimmt am 21. November an einem Treffen in Rom teil.

Dienstag, 10. November 2015
Redaktion

Der 17. November ist in Tschechien ein geschichtsträchtiges Datum. Der Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie ist ein gesetzlicher Feiertag und erinnert an die von staatlicher Seite betriebene Niederschlagung von Studentenprotesten 1989 in Prag. Neonazis instrumentalisieren diesen Tag und tragen ihre Proteste an die Öffentlichkeit. Das soll auch in diesem Jahr passieren, wenn man sich gegen das EU-Diktat Brüssels bezüglich der Aufnahme von Flüchtlingen wehrt.

Federführend sind dabei die so genannte Arbeiterpartei der sozialen Gerechtigkeit (DSSS) und deren Jugendorganisation Delnicka Mladez (DM). Zu Letzterer hat die NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) um Vorstandsmitglied Pierre Dornbrach seit geraumer Zeit freundschaftliche Kontakte. Demonstrieren die nationalistischen Tschechen beispielsweise bei extrem rechten Aufzügen in Dresden, zieht es im Gegenzug JN-Aktivisten nach Prag. In diesem Jahr gibt es für den 17. November sogar einen gemeinsamen Aufruf.

Kopf der DM ist Erik Lamprecht. Die rechtsextreme Jugendorganisation ist landesweit in sieben Aktivregionen aufgeteilt. Die enge Zusammenarbeit zwischen Delnicka Mladez und dem NPD-Nachwuchs wird auch auf der DM-Homepage sichtbar. DM war zuletzt für die im Vormonat in Deutschland stattgefundene internationale JN-Konferenz „Reconquista Europa“ angekündigt und will sich auch beim Netzwerktreffen „Defend Europe, defend your Nation“ am 21. November in Rom beteiligen, wo es dann ein Wiedersehen mit den JN geben wird. (hf)

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