von Marc Brandstetter
   

Islamfeindliche Provokationen von PRO NRW führen zu Gewaltexzessen

Lange hatte sich PRO NRW nach Aufmerksamkeit gesehnt, nun ist sie da. Ihre umstrittene Wahlkampftour, bei der die Islamfeinde Mohammed-Karikaturen zeigen, werden von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen radikalislamistischen Salafisten und der Polizei überschattet. Wahlstimmen wird dies der rechtspopulistischen Splitterpartei aber kaum bringen.  

„Maximale Provokation“. Diese Losung hatte Markus Beisicht, Chef der rechtspopulistischen Splitterpartei PRO NRW, für den anstehenden Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen ausgegeben. Seine Partei rief zu einem Karikaturwettbewerb auf; die „besten“ Arbeiten möchten die Wahlkämpfer während ihrer „Freiheit statt Islam“-Tour präsentieren, die sie zu „Brennpunkten der Islamisierung in 25 Städten in Nordrhein-Westfalen“ führen soll. Man werde vor „protzigen Großmoscheen und umstrittenen Islamistenzentren“ Flagge zeigen, heißt es weiter in einer Meldung auf der Internetseite der Rechtspopulisten.  

Von den Planungen hätte die Öffentlichkeit kaum Notiz genommen, sie wären einfach verpufft, wären da nicht die radikalislamistischen Salafisten, eine militante Strömung des Islam, die auf die Provokationen der Beisicht-Truppe angesprungen sind und zu massiven Gegenprotesten mobilisieren. Am letzten Samstag eskalierte eine solche Veranstaltung in Bonn. Knapp 30 PRO NRW-Anhängern standen zwischen 500 und 600 Gegendemonstranten, darunter ungefähr 200 gewaltbereite Salafisten, gegenüber.

Die islamistischen Extremisten hatte eine antiislamische Kundgebung von PRO NRW, auf der Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt wurden, angegriffen. Dabei geriet die Polizei zwischen die Fronten. Sie wurde von salafistischen Aktivisten mit Flaschen und Steinen beworfen. Die Bonner Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa zeigte sich schockiert vom Gewaltausbruch. So etwas hätte sie lange nicht mehr erlebt.

Insgesamt 109 Personen wurden festgenommen. Nach Polizeiangaben wurden 29 Beamte verletzt, zwei von ihnen durch Messerstiche sogar schwer. Lebensgefahr bestehe aber nicht. Gegen den 25-jährigen mutmaßlichen Täter wird nun wegen Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Er ist bereits wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung polizeibekannt, berichtet der kaum Chancen ein. Angesichts leerer Kassen geht es für sie vordergründig darum, die Finanzierungsgrenze von einem Prozent zu erreichen. 2009 war sie auf 1,4 Prozent Zustimmung gekommen. Erst kürzlich war die Organisation ins Visier der Behörden geraten, als bei einer Razzia gegen eine militante Neonazi-Kameradschaft auch ein PRO-NRW-Büro durchsucht worden war. 

Zu ersten politischen Konsequenzen führte die eskalierende Auseinandersetzung der beiden extremistischen Gruppierungen bereits: Hannelore Kraft, nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin und Spitzenkandidatin der SPD, kündigte für den Fall ihrer Wiederwahl an, die Innere Sicherheit zur Chefsache zu machen. Sie sagte dem Spiegel: „Zum einen null Toleranz gegenüber Rechts- und Linksextremismus, kriminellen Rockerclubs und fanatischen Salafisten. Aber auch null Toleranz bei Angriffen gegen Polizisten. Mir macht der fehlende Respekt vor der harten Arbeit unserer Polizisten und Rettungskräfte Sorgen, die täglich für uns ihren Kopf hinhalten.“

PRO NRW hat trotz aller Krawalle ankündigt, ihre umstrittene Wahlkampftour fortzusetzen. Heute steht eine Veranstaltung in unmittelbarer Nähe eines Moscheeneubaus in Köln-Ehrenfeld auf dem Programm. Das Kölner Verwaltungsgericht hat der Kleinstpartei erst vor wenigen Stunden erlaubt, dabei erneut die Mohammed-Karikaturen zur Schau zu stellen. Die Behörden haben umfangreiche Vorbeugungsmaßnahmen getroffen, um einen Gewaltausbruch zu unterbinden. Über das Internet kann PRO NRW nicht zu der Veranstaltung mobilisieren. Nach einem Hack sind ihre Webseiten noch immer offline.

Kommentare(31)

Stefan Dienstag, 08.Mai 2012, 15:15 Uhr:
Vor ziemlich genau einem Jahr um die Mitte April zerstörten christliche Fundamentalisten ein Kunstwerk des New Yorker Fotokünstlers Andres Serrano in einer Ausstellung in Avingion. Das Werk zeigte ein in Urin eingelgtes Kruzifix. Die Welt war entsetzt über diesen Anschlag auf Kunst und Meinungsfreiheit. Jeder verurteilte die Täter, fast niemand machte dem Künstler den Vorwurf provoziert zu haben.
Mit den Angriffen von radikalen Salafisten auf Pro-NRW Kundgebung sollte man es genauso halten. In einem freien Rechtsstaat darf sich jeder auch über Relihion lustig machen. Das muss man nicht gut finden. Man darf auch gegen einen urinbeschmuddelten Jesus oder Mohamedkarikaturen demonstrieren. Aber niemand hat das recht dies mit Gewalt zu tun. Vor allem nicht mit so einer menschenverachtenden Gewalt gegen die Polizei.
In diesem Fall sind die Islamisten die Täter und die Polizei und pro NRW – auch wenn man sie nicht mag - die Opfer. Die Versuche hier Opfer und Täter umzukehren sind einfach widerlich.
 
Karl_Murx Dienstag, 08.Mai 2012, 16:00 Uhr:
@ Marc Brandstetter:
"Von den Planungen hätte die Öffentlichkeit kaum Notiz genommen, sie wären einfach verpufft, wären da nicht die radikalislamistischen Salafisten, eine militante Strömung des Islam, die auf die Provokationen der Beisicht-Truppe angesprungen sind und zu massiven Gegenprotesten mobilisieren. Am letzten Samstag eskalierte eine solche Veranstaltung in Bonn. Knapp 30 PRO NRW-Anhängern standen zwischen 500 und 600 Gegendemonstranten, darunter ungefähr 200 gewaltbereite Salafisten, gegenüber."

Allein schon an den Zahlen kann man das ungleiche Ausmaß der Bedrohung erkennen, die "aus den verschiedensten extremistischen Richtungen kommt", wie es in der offiziellen Lesart heißt. Sieht man sich dann noch Gewaltpotential und -bereitschaft dieser Gruppen an, dann werden die unterschiedlichen Dimensionen noch deutlicher. Irgendwann kommt auch die Mainstreampresse nicht umhin, die wahren Quellen der Bedrohung zu nennen, denen sich die freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Deutschland ausgesetzt sieht.

"Die islamistischen Extremisten hatte eine antiislamische Kundgebung von PRO NRW, auf der Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt wurden, angegriffen. Dabei geriet die Polizei zwischen die Fronten. Sie wurde von salafistischen Aktivisten mit Flaschen und Steinen beworfen. Die Bonner Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa zeigte sich schockiert vom Gewaltausbruch. So etwas hätte sie lange nicht mehr erlebt.

Insgesamt 109 Personen wurden festgenommen. Nach Polizeiangaben wurden 29 Beamte verletzt, zwei von ihnen durch Messerstiche sogar schwer. Lebensgefahr bestehe aber nicht. Gegen den 25-jährigen mutmaßlichen Täter wird nun wegen Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Er ist bereits wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung polizeibekannt, berichtet der Spiegel."

Sämtliche Gewalt ging ausschließlich auf das Konto der Salafistentruppe, sowohl gegen die ProNRW-Demonstranten, deren Kundgebung angemeldet und genehmigt war, als auch gegen die Polizei, von denen zwei lebensgefährlich verletzt wurden. Aber so etwas paßt nun einmal nicht in das ideologische Raster der hiesigen politisch-medialen Kaste.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pro-nrw-demo-in-koeln-platzverbote-gegen-gewaltbereite-salafisten-a-832065.html

"Unter den Demonstranten waren Vertreter der Parteien und Kirchen. "Kein Fußbreit für Nazis", forderte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck. Der Bezirksbürgermeister von Köln-Ehrenfeld, Josef Wirges (SPD), sagte: "Es ist eine Unverschämtheit, heute, am Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus, sich hier hinzustellen und zu versuchen, Menschen gegeneinander aufzuhetzen. Wir sind bunt, und wir sind nicht braun."

Auf diese Buntheit namens Islamismus und wutschnaubendem salafistischem Mob, der hier gewaltsam gegen Demokratie, Meinungsfreiheit und unsere westliche Lebensweise vorgeht, kann ich und können die Deutschen verzichten.

"Weil es am Samstag in Bonn bei einer Pro-NRW-Aktion zu schweren Ausschreitungen mit radikalislamischen Salafisten gekommen war, war die Polizei in Köln mit mehreren hundert Beamten vor Ort. Die Pro-NRW-Leute bildeten nur ein versprengtes Häuflein. Sie hielten ihre Kundgebung in Sichtweite der noch nicht eröffneten neuen Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld ab."

Auch hier ein Hinweis, von wo Gewalt und Nötigung ausgehen. Die ProNRW-Leute bewegen sich jedenfalls im Rahmen der Gesetze und der Meinungsfreiheit, wie durch die Justiz mehrfach bestätigt. Aber die Vertreter der Religion des Friedens lassen inzwischen die Maske fallen.

"Das Verwaltungsgericht Köln hatte am Vormittag entschieden, dass sie dabei auch Mohammed-Karikaturen zeigen durften. Die Zeichnungen hatten die Auseinandersetzungen in Bonn ausgelöst."

Noch eine weitere Quelle der Bedrohung wird sichtbar.

"Polizist vom Dienst suspendiert

Derweil hat die Essener Polizei einen Kommissar wegen angeblicher Verbindungen zu den radikalislamischen Salafisten vorläufig vom Dienst suspendiert. Der 31-Jährige habe inzwischen eingeräumt, dass er den Islamisten "zugetan" sei, sagte ein Polizeisprecher und bestätigte einen Bericht der WAZ-Mediengruppe. Gegen den Mann würden Vorermittlungen geführt. Wenn sich die Vorwürfe bestätigten, werde ein Verfahren "mit dem Ziel der Entlassung aus dem Beamtenverhältnis" eingeleitet.

Der 31-jährige Kommissar soll unter anderem privat Infostände angemeldet haben, an denen islamistisches Material verbreitet wurde. Zudem soll er Kontakt zu Hasspredigern wie dem Konvertiten Pierre Vogel gehabt haben."

Wenn der Staat, der uns eigentlich vor den Machenschaften der Islamisten schützen soll, selbst zum Träger dieser antiwestlichen und antidemokratischen Ideologie wird, weil sich die hiesigen Parteien entschlossen haben, aus der hiesigen Gesellschaft eine Multikultiidylle zu machen und mehr und mehr Migranten in den Staatsdienst übernehmen (dieser Essener Kommissar hat Migrationshintergrund), kann man erkennen, wohin die Reise in Zukunft geht.
 
Amtsträger Dienstag, 08.Mai 2012, 20:50 Uhr:
"Wenn der Staat, der uns eigentlich vor den Machenschaften der Islamisten schützen soll, selbst zum Träger dieser antiwestlichen und antidemokratischen Ideologie wird, weil sich die hiesigen Parteien entschlossen haben, aus der hiesigen Gesellschaft eine Multikultiidylle zu machen und mehr und mehr Migranten in den Staatsdienst übernehmen (dieser Essener Kommissar hat Migrationshintergrund), kann man erkennen, wohin die Reise in Zukunft geht."

Wenn ich so einen Scheiß lese könnte ich schon kotzen... Eine Frage: Wieviele Beamte wurden letztes Jahr wegen rechts- oder linksextremen Tendenzen entlassen?

Und wieviele Kollegen mit Migrationshintergrund arbeiten bei den deutschen Polizeien und setzten sich für unsere Grundrechte ein?
 
Kabal Dienstag, 08.Mai 2012, 21:29 Uhr:
"Islamfeindliche Provokationen von PRO NRW führen zu Gewaltexzessen"

Bei einer so perversen Verkehrung der Tatsachen fällt es mir schwer, noch sachlich zu bleiben. Der Täter ist stets der Gewalttäter und nicht der, durch den sich der Gewalttäter provoziert fühlt. Die Überschrift suggeriert das Gegenteil und will die Schuld den (beinahe) Opfern unterschieben.

Das ist nicht nur hier zu beobachten. Auf faz.de wurde über Zusammenstöße zwischen rechtsextremen und islamistischen Extremisten berichtet, in anderen Medien las/hörte man, bei einer Pro-NRW-Demo seien Polizisten mit Messern attackiert worden.

Und die Krönung der Geschichte stellte die Reaktion des SPD-Innenministers Jäger dar: Der will das Zeigen der Karrikaturen am liebsten untersagen, weil davon Gefahr ausgehe. Er knickt damit vor den Islam-Faschisten ein und macht sich ihre Forderung zu eigen.

Wo leben wir eigentlich?

Blasphemie, die auf christliche Inhalte zielt, ist bei uns an der Tagesordnung. Wenn jetzt zweihundert hasserfüllte Katholiken irgendeinen anti-christlichen "Aktionskünstler" angriffen, würden Medien und Politik ähnlich reagieren? Von Zusammenstößen sprechen und ein Verbot der "gefährlichen Provokation" fordern?

Wenn morgen ein paar Nazis eine Muslima aufgrund ihres Kopftuchs überfielen, würde ER dann titeln: "Islamische Provokation führt zu Gewaltexzessen"? Würden deutsche Politiker ein Verbot der "gefährlichen Provoklation" fordern?

Wie sieht es mit den iranischen Justizmorden an Schwulen aus? Auch Gewaltexzesse herbeigeführt durch islamfeindliche Provokation?

Die islamischen Fanatiker haben Pro NRW mit ihrer Aktion zumindest ein stückweit recht gegeben. Sie haben ihr Aufenthaltsrecht in Deutschland verwirkt, ebenso wie der Innenminister Jäger den Anspruch auf sein Amt.

Bleibt zuletzt noch zu sagen, dass ich persönlich platte Blasphemie, sei sie gegen das Christentum oder den Islam gerichtet, ablehne. Aber ... Ja, muss man denn da das "aber" überhaupt noch ausführen? Ich spare es mir.
 
Roichi Dienstag, 08.Mai 2012, 22:19 Uhr:
@ Stefan

Die PRO-Fritzen als Opfer zusehen geht zu weit.
Sie wollten die Provokation um jeden Prei. Und sie wollen sie noch.
Jeder vernünftige Mensch würde einen Gang zurück schalten und sich fragen, was die Konsequenzen des eigenen Handelns sind.
Nicht so diese Typen. Die geben noch eins drauf.
Es mag rechtlich drin sein, und es ist gut, dass diese Form der Meinungäußerung möglich ist. Nur kommt mit der Freiheit auch Verantwortung, und diese lassen die PRO-Fritzen vermissen. Sie sind definitiv keine Opfer.

Die Gewalttäter gehören bestraft. Sowas kann nicht geduldet werden, und das wird es auch nicht.
Richtig so.

Die einzigen Opfer sind die Polizisten, die zwischen Verantwortungslosen Rechtsextremisten und aufgestachelten Islamisten stehen.
Und natürlich die vielen friedlichen Muslime, die jetzt zu unrecht als Gewalttäter dargestellt werden, wie der Karl das hier so schön demonstriert.
Das war doch die Absicht der PRO-Fritzen. Friedliche Menschen zu verteufeln, damit man eine Rechtfertigung hat, diese auszugrenzen. Und die Islamisten haben noch schön mitgespielt.
So zerstört man den gesellschaftlichen Frieden.
Das ist es, was die PROler wollen.
Sich auf Kosten von Menschenleben profilieren.
Und die Polizei darf es ausbaden.

An Stelle der Beamten wäre ich mächtig sauer auf die.


@ Karl

Bravo.
Da freut sich der Karl, wenn seine Freunde jegliche Hemmungen und Verantwortung fahren lassen und mal eben für den Effekt Menschenleben riskieren.
Wedel dir einen von der Palme drauf.
Ist ja widerwärtig.

"Wenn der Staat, der uns eigentlich vor den Machenschaften der Islamisten schützen soll, selbst zum Träger dieser antiwestlichen und antidemokratischen Ideologie wird"

Du hast eben den Gegenbeweis angeführt.
Nämlich, dass der Mensch aus dem Dienst entfernt werden soll, weil sich Extremisten nunmal nicht damit vertragen.
Aber nicht doch der Karl. Der geilt sich nochmal richtig dran auf, dass der Polizist soger Migrationshintergrund hat.

Hast du eigentlich auch was anderes, als deine extremistischen Parolen und menschenverachtenden Parolen zu bieten?
Je menschenverachtend. Frag mal die verletzten Polizisten.
 
Stefan Mittwoch, 09.Mai 2012, 07:41 Uhr:
@Roichi
Natürlich schuld ist der der provoziert
Schuld ist auch Kurt Westergaard, der islamische Karikaturen zeigte. Schuld ist Salman Rushdie der die satanischen Verse schrieb, schuld ist Theo van Gogh weil er die falschen Filme drehte. Die Mörder und islamischen Gewalttäter sind nie schuld. Weil sie ja provoziert wurden. (Vermutlich ist auch das Mädchen, dass den kurzen Roc getragen hat schuld, weil es den Vergewaltiger provoziert hat.)

Die Leute von ProNRW haben sicher durchaus beabsichtigt, dass der Islam seine hässliche Fratze zeigt. Das ist ihnen offensichtlich gelungen. Und nein, das sind nicht nur ein paar wenige böse Gewalttäter. Das sind viele, sehr viele und es sind noch mehr, die mit ihnen sympatisieren.
Wo sind die friedliebenden Muslime, die Schilder hochhalten mit Aufschriften, wie "Liebe Deutsche lasst uns mit den Salafisten nicht allein" oder "Wir schämen uns für die Salafisten." Im Gegenteil was ich von Muslimen gehört habe, ist dass sie pro NRW verklagen wollen. Sie sollten sich lieber selbst verklagen.
 
Amtsträger Mittwoch, 09.Mai 2012, 07:53 Uhr:
Lieber Stefan,

warum lesen Sie die Beiträge der anderen Kommentatoren nicht, stattdessen eigene Vorurteile izu projizieren?

"Natürlich schuld ist der der provoziert"

Roichi hat sich dahingehend eindeutig positioniert...

"Wo sind die friedliebenden Muslime, die Schilder hochhalten mit Aufschriften..."

Die waren auch vor Ort und haben beschwichtigend auf die Masse eingewirkt. Setzen Sie sich bitte ein wenig mehr mit dem Sachverhalt auseinander!

http://www.ahmadiyya-islam.org/de/news/artikel/date/2012/05/06/stellungnahme-der-ahmadiyya-muslim-jamaat-zu-den-ausschreitungen-bei-der-demonstration-der-pronrw-in/ (5 Sekunden bei Google!)
 
Amtsträger Mittwoch, 09.Mai 2012, 07:56 Uhr:
Lieber Kabal

"Der Täter ist stets der Gewalttäter und nicht der, durch den sich der Gewalttäter provoziert fühlt."

Ich wäre da etwas vorsichtiger. Im Notwehrrecht bspw. verliert der Angegriffene durch eine Provokation weite Teile des Notwehrrechts! Wer Provoziert muss mit Angriffen des Provozierten rechnen, so das deutsche Recht. Natürlich bleiben diese Angriffe rechtswidrig, aber der Provozierende ist nicht frei von Schuld!
 
Stefan Mittwoch, 09.Mai 2012, 09:27 Uhr:
@Amtsträger

Natürlich hat sich Roichi eindeutig positioniert. Zitat: "Die PRO-Fritzen als Opfer zusehen geht zu weit." Damit spicht er auch den anderen von mir aufgeführten Personen Kurt Westergaard, Salman Rushdie und Theo van Goghund letztlich auch dem Mädchen, dass den kurzen Rock getragen hat und den Vergewaltiger provoziert hat, ab Opfer zu sein.
Ich möchte das noch auf das beispiel Nazis verprügeln Punks ausdehen. Im Prinzop sind da ja auch die Punks schuld, wenn sie so blöde mit ihren bunten Haaren provoziert haben.

Der Linkk zu der Stellungnahme ist auch sehr aufschlussreich. Ein Satz darüber das man Gewalt ablehnt, und dann zwei Absätze darüber, in denen pro NRW eine Mitschuld zugewiesen wird oder die Gruppe angegriffen wird. Das ist keine Entschulduigung, das ist eine Farce.

Wir stellen und nun mal vor. Nachder Schlägerei mit Punks erklärt die NPD, dass man Gewalt als Mittel der Politik ablehnt, es aber sehr bedauert, dass durch das herumlungern der linksorientioerten Jugendlichen so ein Angriff provoziert wurde, und Parolen wie "Nazis raus" oder "Kein Ort für Nazis" sicher nicht zur Versachlichung der Debatte beitragen, und mit schuld sind, an den tiefen Gräben, die da aufgerissen würden.
Das klingt doch eher wie eine Parodie. Die Stellungnahme des Islamsvereins ebenso.
 
Roichi Mittwoch, 09.Mai 2012, 11:08 Uhr:
@ Kabal

Du machst es dir aber sehr einfach.
Wie schon geschrieben haben die PROvokatuere eine Mitschuld.
Oder willst du das ernsthaft bestreiten?
Wer einen gewaltbereiten Hooligen beleidigt bekommt eins in die Fresse. Das mag falsch sein, denn Gewalt ist nicht richtig, aber die Reaktion ist vorhersehbar und kalkuliert.
Genauso hier. Nur dass diesmal die Polizei die Gewalt abbekommen hat und sich die PROvokatuere einen drauf runterholen.
Kein Verantwortungsbewusstsein, kein Mitgefühl mit den Beamten, die für sie den Kopf hinhalten, eifach nur rassistischer Egoismus.
Und du willst die Tatsächlich als Opfer hinstellen?


@ Stefan

"Schuld ist auch Kurt Westergaard, der islamische Karikaturen zeigte."

Nö. Der wehrt sich gegen den Missbrauch seiner Arbeit durch die PRO-Fritzen.
Aber Urheberrecht oder sowas zählt ja auch nicht.
er ist da wesentlich Verantwortungsvoller im Umgang.

"Die Mörder und islamischen Gewalttäter sind nie schuld. Weil sie ja provoziert wurden"

Versuchst du mir gerade irgendwelche Aussagen unterzuschieben, die ich nicht getätigt habe?
Lies nochmal nach, was ich schrieb.

"Die Leute von ProNRW haben sicher durchaus beabsichtigt, dass der Islam seine hässliche Fratze zeigt."

Und wieder ist es bei dir DER Islam. Dabei waren das doch nur die paar gewaltbereiten Idioten, die von der Mehrheit der Muslime abgelehnt werden.
Und diese Mehrheit hat auch noch versucht mäßigend auf diese Idioten einzuwirken.
Aber für dich gibt es ja nur DEN Islam, genauso wie für Karl und die PRO-Fritzen.

"oder "Wir schämen uns für die Salafisten.""

Hast du die Äußerungen des Zentralrates der Muslime verpasst?
So wie du auch die Berichte über den Vorfall wohl ignoriert hast. Sonst kämst du nicht zu solchen abenteuerlichen Aussagen.

"Damit spicht er auch den anderen von mir aufgeführten Personen Kurt Westergaard, Salman Rushdie und Theo van Goghund letztlich auch dem Mädchen, dass den kurzen Rock getragen hat und den Vergewaltiger provoziert hat, ab Opfer zu sein."

Wie schon vermutet versuchst du mir deine Aussagen unterzuschieben.
Die musst du aber schon selbst verantworten.
Ich bleibe bei den Meinen.

"Das ist keine Entschulduigung, das ist eine Farce."

Warum sollten sich auch diese friedlichen Leute entschuldigen?
Entschuldigst du dich auch für das Verhalten anderer Leute?
 
Thomas Mittwoch, 09.Mai 2012, 11:27 Uhr:
Nun will Innenminister Friedrich prüfen, ob man Salafisten ausweisen und deren Vereine verbieten kann. Ich halte das für billigste Wahlkampfpolemik. Warum? Ich habe das mal hier analysiert: http://www.jimidesaster.blogspot.de/2012/05/salafisten-ausweisen-die-vollig-falsche.html Natürlich muss man gegen jede Art von Gewalt vorgehen, aber man sollte dabei nicht Ängste schüren und den Teufel an die Wand malen.
 
Amtsträger Mittwoch, 09.Mai 2012, 11:39 Uhr:
Lieber Stefan,

Sie weigern sich einfach jeglichen subjektiven Tatbestand, auch Vorsatz genannt, anzuerkennen.

Die PRO-Fritzen sind in der Tat keine Opfer. Wer vorsätzlich provoziert ist niemals frei von Schuld. So sieht es auch das Gesetz! Und das teht übeR Ihnen und Ihren Dramatisierungen...
 
Amtsträger Mittwoch, 09.Mai 2012, 14:01 Uhr:
Der Innenminister muss doch solche Prüfungen nun einleiten, eben weil Wahlkampf ist.

Jede Opposition würde ein anderes Handeln als Schwäche deuten.

Ralf Jäger ist insofern in der Zwickmühle, als das er die Urteile nicht abwarten kann, da bis dahin die Wahl längst gelaufen ist und ansonsten keine Mittel zur Verfügung hat.

Ja es ist Wahlkampf. Wahlkampf ist Teil des demokratischen Systems und eigentlich nichts schlechtes. Ich sehe Wahlkampf eher als Katalysator politischen Handelns.
 
Stefan Mittwoch, 09.Mai 2012, 18:08 Uhr:
@Roichi
Es geht hier nicht um mögliche Urheberrechtsverletzungen.

Es ist davon auszugehen, dass Kurt Westergaard durchaus ebenfalls bewusst provoziert hat, was ja zu weltweiten Protesten und einigen Anschlagsversuchen geführt hat.

Und damit gibt es jetzt genau zwei Möglichkeiten. 1. Möglichkeit sowohl die Pro-NRW Leute als auch Kurt Westergaars, Salman Rushdie etc. sind Opfer oder keiner ist Opfer.
Wer will kann sich ja der Auffassung von Amtsträger anschließen, dass wer provoziert, selber schuld (mitschuld) ist.
Aber mit zweierlei Maß zu messen. Das sollte man nun wirklich nicht tun.

Ja: Der Islam hat eine häßliche Fratze. man kann sie eigendlich tagtäglich sehen. Man muss nur hinschauen. Das heißt im übrigen nicht, dass es auch nette und tolerante Muslime gibt. Aber die anderen gibt es auch. Und die "Hässlichen" sind nicht nur ein kleiner Haufen.
 
bc Mittwoch, 09.Mai 2012, 19:30 Uhr:
@stefan
"Und damit gibt es jetzt genau zwei Möglichkeiten. 1. Möglichkeit sowohl die Pro-NRW Leute als auch Kurt Westergaars, Salman Rushdie etc. sind Opfer oder keiner ist Opfer."

sind wir hier beim schachern auf dem flohmarkt? sie hauen zwei unterschiedliche sachverhalte in einen topf vergeben das etikett "provokation" und folgern daraus, dass nun beide sachverhalte gleich zu behandeln sind? das ist eine provokation ihrerseits! man sollte sie aus deutschland ausweisen!
gelle?
 
Amtsträger Mittwoch, 09.Mai 2012, 19:45 Uhr:
"Es ist davon auszugehen, dass Kurt Westergaard durchaus ebenfalls bewusst provoziert hat..."

So? Hat er sich vor eine Moschee gestellt und die Karrikaturen gezeigt in vollem Wissen, was die Reaktion sein könnte?

P.S.: Wer provoziert ist nicht selbst Schuld, sondern nicht frei von Schuld. Das ist ein Unterschied, den Sie langsam wahrnehmen sollten. Außerdem ist das nicht meine Meinung, sondern die des Gesetzgebers!

Es ist unerträglich, dass Sie ständig Ihre Vorurteile in andere Kommentare projizieren, anstatt die Kommentare gewissenhaft zu lesen und den Inhalt aufzunehmen...
 
WW Mittwoch, 09.Mai 2012, 19:46 Uhr:
Ich würde sagen, Pro NRW hat diese Reaktionen erwartet und auch erhofft, um damit öffentlich ein bestimmtes Feindbild aufzubauen und die eigene Hasspropaganda als zutreffend zu bestätigen. Nicht ohne Grund suchte man einen Ort und eine Methodik maximaler Provokation aus.
Leider sind einige Gewalttäter genau in diese Falle getappt und haben Pro NRW damit einen großen Gefallen getan.

Nichts hätte aber Pro NRW mehr entblößt als eine friedlich protestierende Menge, welche sich versammelt, um die Werte des Grundgesetzes zu verteidigen und sich von radikalen Islamisten zu distanzieren. Pro NRW hätte sich nur lächerlich gemacht.
 
Kabal Mittwoch, 09.Mai 2012, 20:18 Uhr:
Lieber Roichi,

"Kein Verantwortungsbewusstsein, kein Mitgefühl mit den Beamten, die für sie den Kopf hinhalten, eifach nur rassistischer Egoismus."

Ob die Pro-Leute Mitgefühl mit den Beamten haben, kann ich genauso wenig sagen wie Sie. Ich nehme mal an, wenn man sie fragen würde, dann würden sie das von sich behaupten - und mehr kann man dazu nicht sagen. Jedenfalls sollte man von Anhägern eines gegnerischen politischen Lagers nicht immer gleich das Übelste vermuten. Das sind auch nur Menschen.


Zur Frage der "Provokation": Davon kann hier, im moralischen und juristischen Sinne - eben so weit ich letzteres beurteilen kann - keine Rede sein. Die Pro-Leute haben die Konfrontation mit den Salafisten nicht gesucht - diese haben sich als Gegendemonstranten bei der Pro-Demo eingefunden. Die Pro-Leute haben nicht skandiert: "Greift uns an, stecht uns ab!" Sie haben lediglich ihre Grundrechte beansprucht und ausgeübt.

Wer hier von Provokation redet, der muss in der Tat auch folgenden Personen eine "Mitschuld" bescheinigen: der Frau, die vergewaltigt wird, weil sie aufreizende Kleidung trägt; dem Juden, der angegriffen wird, weil er sich zu seinem Glauben bekennt; dem Polizisten, der am 1. Mai im Dienst verletzt wird; Giordano Bruno, der wegen "ketzerischer" Ansichten auf dem Scheiterhaufen gelandet ist. Oder man erkläre mir den Unterschied.

Deshalb, lieber Roichi,
"Und du willst die Tatsächlich als Opfer hinstellen?"
sind für mich hier tatsächlich die Pro-Leute die Opfer. Oder besser: Sie wären zu solchen geworden, wenn die Polizeikette nicht gehalten hätte.

Amtsträger, ich glaube Sie liegen hier mit Ihrer Einschätzung daneben. Denn andernfalls wäre jeder Mensch, der aufgrund kontroverser Meinung oder unangepassten Verhaltens körperlich angegriffen wird, mitschuldig. Insbesondere wäre jeder, der (eine) Religion öffentlich kritisiert mitschuldig, wenn sich die Gläubigen rächen. Und das wäre dann tatsächlich der vielbeschworene Untergang des Abendlandes.
 
Roichi Mittwoch, 09.Mai 2012, 20:23 Uhr:
@ Stefan

"Es ist davon auszugehen, dass Kurt Westergaard durchaus ebenfalls bewusst provoziert hat,"

Sehen wir doch mal, was er dazu sagt:
http://www.berliner-zeitung.de/neue-rechte/missbrauch-der-mohammed-karikaturen--unter-meinem-schaerfsten-protest-,10911114,15202964.html

Nicht so ganz das, was du hier postulierst.

"Und damit gibt es jetzt genau zwei Möglichkeiten."

Nö. Die gibt es nur für dich.
Die Auffassung des Amtsträgers ist nicht unbegründet und alles andere als mit zweierlei Maß gemessen.

"Aber die anderen gibt es auch. Und die "Hässlichen" sind nicht nur ein kleiner Haufen."

Laut Innenministerium ca. 4.000 hierzulande von ca. 4.000.000 Muslimen.
Also ein tausendstel.
Ich muss schon sagen, eine sehr bedeutende Menge.
http://de.wikipedia.org/wiki/Muslime_in_Deutschland#Anzahl_der_in_Deutschland_lebenden_Muslime
 
WW Mittwoch, 09.Mai 2012, 21:21 Uhr:
"Die Salafisten sind Wahlhelfer für Pro NRW"

http://www.tagessschau.de/inland/interviewsalafisten100.html
 
Roichi Donnerstag, 10.Mai 2012, 20:50 Uhr:
@ Kabal

"Ich nehme mal an, wenn man sie fragen würde, dann würden sie das von sich behaupten - und mehr kann man dazu nicht sagen."

Nach der Aktion könnte man auch sagen, die würden alles für ein bißchen Aufmerksamkeit machen.
Und natrülich kann man dazu etwas sagen.
Sie machen es nämlich trotz der Konsequenzen für die Beamten wieder.

"Jedenfalls sollte man von Anhägern eines gegnerischen politischen Lagers nicht immer gleich das Übelste vermuten."

Wieso vermuten.
Ich messe sie an ihren Taten.

"Zur Frage der "Provokation": Davon kann hier, im moralischen und juristischen Sinne - eben so weit ich letzteres beurteilen kann - keine Rede sein."

Was ist es denn sonst gewaltbereite Menschen zu beleidigen?

"Die Pro-Leute haben die Konfrontation mit den Salafisten nicht gesucht - diese haben sich als Gegendemonstranten bei der Pro-Demo eingefunden."

Und ob sie die gesucht haben. Wozu sonst die großspurigen Ankündigungen?
Doch nur, um genug Gewaltbereite für die "Show" anzuziehen.

"Sie haben lediglich ihre Grundrechte beansprucht und ausgeübt."

Und wie schon geschrieben geht mit jedem Recht auch die Pflicht zum verantwortungsvollen Umgang damit einher.
Etwas, dass sie nicht getan haben und weiterhin nicht zu tun gedenken.

"Wer hier von Provokation redet, der muss in der Tat auch folgenden Personen eine "Mitschuld" bescheinigen"

Nö. Du legst mir wie auch Stefan einfach etwas in den Mund.
Einen passenden Vergleich, wie ich finde, habe ich oben gebracht.
Auch du wirst mir nichts untergeschoben bekommen.

"Oder besser: Sie wären zu solchen geworden, wenn die Polizeikette nicht gehalten hätte."

Da sie aber davon ausgehen konnten, dass die Polizei für sie den Kopf hinhält und ihnen eben nichts passiert ist es nur noch ungeheuerlicher.
Sonst hätten sie sich das nämlich nicht getraut.
Wie auch in dem Beispiel mit dem Hooligan.
 
Stefan Donnerstag, 10.Mai 2012, 20:57 Uhr:
@Roichi
Aus dem Artikel geht durchaus hervor dass Kurt Westergaard sich nicht von den „Pro“ Gruppen vereinnahmen lasen will. Was sein gutes Recht ist. Und peinlich für die Pro-Gruppen, die ja immer den Rechtsstaat beschwören. Den Pro-Gruppen geht es ja mehr oder weniger darum komplett gegen den Islam zu sein. Kurt Westergaard ging es hingegen darum ein Zeichen zu setzen für Meinungsfreiheit. Er hat damit aber durchaus bewusst die Muslime provoziert. Und ich gehe davon aus, dass er dies sehr bewusst getan hat. Die Pro-Gruppen haben nun auch die Muslime provoziert. In diesem einem Punkt sind eben beide auf einem Nenner. Und nun kann man entweder sagen, es ist okay auch eine Religionsgruppe zu provozieren. Oder man kann sagen es ist nicht okay, und man muss dann eben mit entsprechenden Gewalttätigkeiten leben. Aber einmal so und einmal anders zu entscheiden ist unredlich.
Ich weiss jetzt nicht wie Sie auf nur 4000 „Hässliche“ Muslime kommen. Allein laut Verfassunggschutzsind 40000 Muslime Mitglieder oder Anhänger einer islamistischen Organisation.
http://www.verfassungsschutz.de/de/arbeitsfelder/af_islamismus/zahlen_und_fakten_islamismus/zafais_1_islamistisches_personenpotenzial.html
Was alleine schon ein Prozent ausmacht. Und man kann davon ausgehen, dass noch ein 10 faches an Sympatisanten dazukommt. Das passt dann auch gut zur Bundesstudie zu jungen Muslimen


24 Prozent der nicht-deutschen Muslime im Alter zwischen 14 und 32 Jahren gelten als „streng Religiöse mit starken Abneigungen gegenüber dem Westen, tendenzieller Gewaltakzeptanz und ohne Integrationstendenz“.
33?Prozent der nichtdeutschen Muslime äußern zudem Vorurteile gegenüber Juden.
Bei jungen Muslimen mit deutscher Staatsbürgerschaft sind es dagegen 15 Prozent, die als streng religiös gelten, den Westen ablehnen und ideologisch fundierte „Gewalt als Mittel zur Verteidigung gegen die Bedrohung durch den Westen“ akzeptieren.
Besorgniserregende Ergebnisse gibt es vor allem bei den nichtdeutschen Muslimen: Nur 52 Prozent befürworten Integration, 48 Prozent zeigen dagegen „starke Separationsneigungen“.
Das heißt auch dieses 48 Prozent sind potentiell „hässliche“ Muslime.

Und das sollte nun heißen , dass man handeln muss. Und das heißt unseren demokratischen freiheitlichen Staat zu verteidigen. Und das heißt als erstes einmal ganz klar zeigen was geht, und was nicht geht. Und eine Sache, die in Deutschland halt nicht geht, ist mit Gewalt gegen Leute vorgehen, nur weil sie Karikaturen gemalt haben. Egal ob diese gut oder schlecht sind. Was man darf ist auch gegen solche Karikaturen friedlich zu protestieren. Aber man darf eben keine Gewalt anwenden. Und es gibt auch keinen Grund zum Gewaltverstehen. Und wenn man meint, dass die Karikaturen das maß des Erlaubten überschreiten. Dann muss man zur Polizei gehen. Und dann entscheidet ein Richter. Und auch wenn einem diese Entscheidung nicht gefällt, dann muss man sie akzeptieren. Aber man darf das Recht nicht in die eigenen Hände nehmen. Wir sind ein Rechtsstaat. Das Machtmonopol liegt beim Staat.
 
Kabal Donnerstag, 10.Mai 2012, 22:45 Uhr:
Weil es mich wirklich nicht loslässt - und ich mir auch nicht hätte vorstellen können - dass hier einige tatsächlich darauf beharren, die Pro-NRW-Demonstranten hätten eine irgendwie geartete "Mitschuld", erlaube ich mir in Richtung der Vertreter dieser These noch mal eine Frage.

Beim jüngsten Deutschland-Besuch Papst Benedikts protestierten immer wieder Gegner des Katholizismus gegen das Kirchenoberhaupt. Dabei wurden Plakate gezeigt, die kein Stück zurückhaltender waren als jene der Islam-Kritiker. Wenn nun bei einer solchen Gelegenheit militante Katholiken die Papst-Gegner attackiert und Beamte verletzt hätten - wäre den Demonstranten dann eine Mitschuld zu unterstellen gewesen?

Mit der ehrlichen Bitte um Antwort.
 
Roichi Freitag, 11.Mai 2012, 09:21 Uhr:
@ Stefan

Du wirfst da gerade aber einiges durcheinander.

"Er hat damit aber durchaus bewusst die Muslime provoziert. Und ich gehe davon aus, dass er dies sehr bewusst getan hat. Die Pro-Gruppen haben nun auch die Muslime provoziert."

Provokation kann durchaus unterschiedlich ausfallen.
Es ist nicht das Gleiche, ob ich eine Karikatur in eine Zeitung stelle, oder sie einem Gewaltbereiten vor die Nase halte.
Und vor allem, ob ich dsa mit dem vor die Nase halten wiederhole, wenn ich sehe, dass bei ersten Mal schon Unbeteiligte zu Schaden kamen. Das genau macht aber PRO. Trotz Veranschaulichung der Folgen für Unbeteiligte provozieren sie weiter. Für den Effekt und weil sie es nicht selbst abbekommen.

"Ich weiss jetzt nicht wie Sie auf nur 4000 „Hässliche“ Muslime "

Hab ich doch dazugeschrieben. Die Zahl stammt vom Innenministerium und gibt die Anzahl der potentiell gewaltbereiten Salafisten an.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/moscheen-im-wedding-und-neukoelln-salafisten-in-berlin-a-832068.html
Der Herr Herr Jäger nennt sogar nur 1500 Leute in dieser Gruppe.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/salafisten-gegen-pro-nrw-innenminister-kuendigt-konsequenzen-an-a-831641.html
Der Spiegel nennt für die Zahl der Salafisten 2500.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pro-nrw-anhaenger-und-salafisten-kundgebung-eskaliert-in-bonn-a-831570.html

Welche Zahl auch immer nun stimmt, die Größenordnung zeigt die Bedeutung auf.
Nämlich die einer ein Promille Minderheit.

Interessant ist im Spiegel Artikel auch der Absatz über die festgenomenen PROller.
Was man nicht so alles findet.

"Und man kann davon ausgehen, dass noch ein 10 faches an Sympatisanten dazukommt."

Diese Vermutung solltest du aber auch belegen.
Denn schon davor wirfst du ja Salafisten und Anhänger einer islamistischen Organisation durcheinander.

"Das heißt auch dieses 48 Prozent sind potentiell „hässliche“ Muslime."

Du hast kein Plan, was erfasst wurde und spekulierst einfach mal drauf los.
So wird das aber nichts.
 
Stefan Freitag, 11.Mai 2012, 11:23 Uhr:
@Roichi
Sie nehmen die Zahl der Salafisten. Die Salafisten sind aber nicht die einzigen Islamisten. Der Verfassungsschutz geht von 40000 Mitglieder und Anhänger islamistischer Muslime aus. Das ist ein Prozent. Ein Prozent scheint zunächst eine Minderheit zu sein. Aber das sind die Leute die behördlich erfasst sind. Zum Vergleich das Potential Rechtsextemisten beträgt lediglich 26.000 Personen. Das ist Verglichen zur Gesamtbevölkerung, 0,03 Prozent. Oder anders ausgedrückt. Um auf ein vergleichbares Potential zu bekommen, müsste die rechte Szene über 800000 Personen verfügen.
Die Vernutung, dass es ein 10 faches Potential an Sympatisanten gibt ist durch die Bundesstudie belegt. Nehmen wir an, dass der Anteil der Anhhänger islamistischer Gruppierungen und dass die Haltung zum Westen, starke Religiösität und potentielle gewaltakzeptanz bei Jugendlichen und Erwachsenen gleich groß ist, dann käme man sogar auf ein 24faches Potential. Die Schätzung, dass das Potential 10 fach ist, ist also eher am unteren Rand geschätzt.
Wenn 48 Prozent starke Seperationsneigungen haben, dann wird man sich doch wohl wirklich Gedanken machen dürfen, dass da ein gewaltiges islamistisches Potential besteht. Man kann es natürlich auch wie das bisher in der Politik größtenteils geschehen ist, ignorieren.

Nun stellt sich die Frage, was ist nun zu tun, wenn man mit den ersten Karikaturen oder Kriztik am Islam zu Unruhen und Schaden gekommen ist. Natürlich kann man dann einfach das nicht mehr machen und das Problem ist scheinbar gelöst.
Jetzt stellen wir uns aber mal vor, es wird irgendwo wieder ein Stolperstein aufgestellt oder sonst etwas, dass an die Verbrechen des Naziregimes erinnert. Und des weiteren stellen wir uns vor, dass darauf die Neonazis das randalieren anfangen, ein paar Geschäfte anzünden und Unbeteiligte zu schaden kommen. Dann dürften wir auch keine Holocaust-Gedenkstätten errichten. Natürlich machen wir keine derartige Appeasement-Politik gegen Rechtsextremisten. Warum ist klar. Und genau deshalb sollte man auch keine Appeasement-Politik gegen Linksextremisten poder Islamisten machen.
 
Karl_Murx Freitag, 11.Mai 2012, 12:59 Uhr:
"Bei einer so perversen Verkehrung der Tatsachen fällt es mir schwer, noch sachlich zu bleiben. Der Täter ist stets der Gewalttäter und nicht der, durch den sich der Gewalttäter provoziert fühlt. Die Überschrift suggeriert das Gegenteil und will die Schuld den (beinahe) Opfern unterschieben."

An den aggressiven Reaktionen der KgR-Fraktion auf Beiträge wie Ihrem und dem meinen erkennen Sie schon, wie sehr sich dort ein festgefügtes Weltbild durch solche Dinge in seinem Bestand bedroht fühlt. Wenn sich dort die Realität in Form von nackter Gewalt und Haß seitens der Vertreter der Religion des Friedens dieser ideologischen Schablone entzieht, wird die Verlogenheit dieser trügerischen Multikultiidylle immer besonders deutlich. Das fürchten die Sittenwächter der Politischen Korrektheit aber wie der Teufel das Weihwasser, weil gemäß deren ideologischer Prämisse Gewalt und Bedrohung der Demokratie von rechtsextremen Deutschen auszugehen hat und Migranten sowie speziell Muslime grundsätzlich das unterdrückte Opfer einheimischer rassistischer Gewalt zu sein haben. Dabei zeigen alle Statistiken und Erfahrungen der letzten Jahrzehnte, daß es vorwiegend umgekehrt ist.

"Das ist nicht nur hier zu beobachten. Auf faz.de wurde über Zusammenstöße zwischen rechtsextremen und islamistischen Extremisten berichtet, in anderen Medien las/hörte man, bei einer Pro-NRW-Demo seien Polizisten mit Messern attackiert worden."

Das Zähnenknirschen ist nicht zu überhören, wenn die Mainstreammedien um die Darstellung der Fakten einfach nicht mehr umhinkommen. Allerdings muß dann die Wirklichkeit in dem Sinne umgebogen werden, daß die ProNRW-Leute diese Gewalt eben durch ihr Verhalten proviziert haben. So stimmt das linke Weltbild wieder.

"Und die Krönung der Geschichte stellte die Reaktion des SPD-Innenministers Jäger dar: Der will das Zeigen der Karrikaturen am liebsten untersagen, weil davon Gefahr ausgehe. Er knickt damit vor den Islam-Faschisten ein und macht sich ihre Forderung zu eigen."

Ehe man auf die eigene Ideologie und den Kampf-gegen-Rechts verzichtet, knicken unsere unerschrockenen Vertreter von Rechtsstaat und Demokratie lieber vor den Islamisten ein und machen sich deren Forderungen zu eigen, in Verletzung aller elementaren Grundrechte und Prinzipien des deutschen Grundgesetzes.

"Wo leben wir eigentlich?"

Das frage ich mich schon lange.

"Blasphemie, die auf christliche Inhalte zielt, ist bei uns an der Tagesordnung. Wenn jetzt zweihundert hasserfüllte Katholiken irgendeinen anti-christlichen "Aktionskünstler" angriffen, würden Medien und Politik ähnlich reagieren? Von Zusammenstößen sprechen und ein Verbot der "gefährlichen Provokation" fordern?"

Die Antwort darauf erübrigt sich, angesichts der Dinge, die man in der Berichterstattung und vom Verhalten hiesiger Vertreter von Politik und Justiz beobachten konnte.

"Wenn morgen ein paar Nazis eine Muslima aufgrund ihres Kopftuchs überfielen, würde ER dann titeln: "Islamische Provokation führt zu Gewaltexzessen"? Würden deutsche Politiker ein Verbot der "gefährlichen Provoklation" fordern?"

Mit Sicherheit nicht, denn Paranoiker und Ideologen neigen dazu, sich an jeden Strohhalm und den kleinsten Hinweis zu klammern, der ihr Weltbild zu stützen scheint. Umgedreht reagieren sie immer besonders aggressiv darauf, wenn man versucht, sie mit der Realität zu konfrontieren. Wie an den Reaktionen der üblichen Verdächtigen hier im Forum zu beobachten.

"Die islamischen Fanatiker haben Pro NRW mit ihrer Aktion zumindest ein stückweit recht gegeben. Sie haben ihr Aufenthaltsrecht in Deutschland verwirkt, ebenso wie der Innenminister Jäger den Anspruch auf sein Amt."

Wenn es noch einen Rest von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gibt sowie Leute,denen diese Werte am Herzen liegen, werden diese Salafisten ausländischer Abstammung entweder schnellstens abgeurteilt und ausgewiesen. Ein eventuell vorhandener deutscher Paß, soweit vorhanden, sollte hier entzogen werden können, damit sich diese Islamisten ihrer Ausweisung nicht entziehen können. Wer zur Erlangung dieses Passes falsche Tatsachen vorspiegelt, dem kann nach geltender Rechtssprechung des BVG bereits heute die Staatsbürgerschaft entzogen werden. Aber ich habe unseren Herrn Bundesinnenminister schon sagen hören, daß dem humanistische Gründe entgegenstehen, da diese Leute (soweit zugewandert) dann keine Staatsbürgerschaft mehr besitzen. So kennt man unsere Politik und Medien: Immer jedermanns Interessen und kulturelle Befindlichkeiten im Auge, nur nicht der eigenen deutschen Bevölkerung.

"Bleibt zuletzt noch zu sagen, dass ich persönlich platte Blasphemie, sei sie gegen das Christentum oder den Islam gerichtet, ablehne. Aber ... Ja, muss man denn da das "aber" überhaupt noch ausführen? Ich spare es mir."

Natürlich nicht. Antikirchliche Blasphemie, so wie man sie in den letzten Jahren beobachten konnte, ist meist platt und plump polemisch, im Grund peinlich und unangebracht. Aber niemandem, der das tut, droht hier Gewalt und Terror.
 
Roichi Freitag, 11.Mai 2012, 14:47 Uhr:
@ Stefan

"Man kann es natürlich auch wie das bisher in der Politik größtenteils geschehen ist, ignorieren."

Man kann es auch künstlich aufbauschen und Zusammenhänge herstellen, die nicht existieren.

"Nun stellt sich die Frage, was ist nun zu tun, wenn man mit den ersten Karikaturen oder Kriztik am Islam zu Unruhen und Schaden gekommen ist."

Deine Antwort überzeugt nicht wirklich.
Denn einfach weiterzumachen mit maximaler Provokation, weil das ja sonst Appeasement wäre, kann nicht die Lösung sein.
 
weijo Freitag, 11.Mai 2012, 20:49 Uhr:
nur ma einfach in den raum gestellt,
bei dieser aktion von pro waren ja auch älter menschn frauen und kinde.
nun meine frage wenn die polizeikette nicht gehalten hätte und dadurch fauen und kinder vom pöbel ( und von was anderm kann man in dem fall nicht reden )
zu tode gekommen wären, dann haben wir doch mal wieder das problem die täter werden in watte gepackt naja und die opfer pech gehabt
 
Stefan Samstag, 12.Mai 2012, 11:19 Uhr:
@Roichi
"24 Prozent der nicht-deutschen Muslime im Alter zwischen 14 und 32 Jahren gelten als „streng Religiöse mit starken Abneigungen gegenüber dem Westen, tendenzieller Gewaltakzeptanz und ohne Integrationstendenz“
Also es gibt Leute die halten das für ein Problem. Ich halte es auch für ein Problem. Und nun hört man von Ihnen, sowie zahlreichen demokratischen Parteien, wie CDU/CSU, FDP, SPD, Grüne und Linke, dass man das Problem nicht aufbauschen soll.
Und das ist genau der Punkt, als den man sich als besorgter Bürger nicht mehr ernstgenommen fühlt. Und genau das führt dann dazu, dass die Leute die sich von der Politik nicht ernstgenommen fühlen dann nicht nur Parteien wie die Pro wählen, sondern vielleicht gleich die NPD.
Unsere Politiker sollten nicht nur beschwichtigen sondern die Sorgen der Bürger ernst nehmen
 
Germanophob und stolz drauf Dienstag, 15.Mai 2012, 16:07 Uhr:
"Amtsträger": "Im Notwehrrecht bspw. verliert der Angegriffene durch eine Provokation weite Teile des Notwehrrechts! Wer Provoziert muss mit Angriffen des Provozierten rechnen, so das deutsche Recht. Natürlich bleiben diese Angriffe rechtswidrig, aber der Provozierende ist nicht frei von Schuld!"

Nehmen wir einmal an, ein öffentlicher Auftritt des antisemitischen Verleumders, pardon: Israel-Kritikers Günter Grass etwa auf Einladung der SPD Mecklenburg-Vorpommern riefe gewalttätige antifaschistische Proteste hervor (nota bene: es ist ausgeschlossen, dass solches eintritt; Israel-Freunde verhalten sich nicht wie islamofaschistische Pogromhorden). Würden Sie in einem solchen Fall die Aussage unterschreiben, der Provozierende - also Grass und die SPD MV - seien "nicht frei von Schuld" an den rechtswidrigen Handlungen der gegen ihn Protestierenden? Und, wenn nein: Warum nicht?

Als Antifaschist erfüllt mich schon allein der Umstand, dass ein früherer Angehöriger der Mörderbande SS in Deutschland frei herumläuft, in vergleichbarer Weise mit Empörung wie einen religiösen Fanatiker eine blasphemische Handlung im öffentlichen Raum ...
 
Germanophob und stolz drauf Dienstag, 15.Mai 2012, 16:22 Uhr:
Zu PRO NRW: Ich würde es begrüßen, wenn es dem von mir hochgeschätzten Kurt Westergaard auf zivilrechtlichem Wege gelänge, dem Missbrauch seiner Karikaturen durch eine deutsche Nazi-Bewegung, die ausgerechnet Jean-Marie Le Pen beizeiten eine Truppe von Lügnern nannte, ein Ende zu bereiten.

Kurt Westergaard steht für das demokratische, pro-westliche Dänemark; insofern verkörpert sein Werk das Gegenteil dessen, wofür die "rot"-braune Publizistikjauche des ER-Interviewpartners Henning Eichberg steht.
 

Die Diskussion wurde geschlossen