„III. Weg“-Chef Armstroff bleibt im Amt

Die Neonazi-Partei „Der III. Weg“ hat ihren Vorsitzenden Klaus Armstroff im Amt bestätigt.

Dienstag, 22. September 2015
Redaktion
„In harmonischer Atmosphäre“ hätten die Mitglieder beim zweiten Parteitag des „III. Weges“ am vorigen Samstag zudem einen stellvertretenden Vorsitzenden sowie die Beisitzer im Gesamtvorstand  gewählt, teilte die Partei via Facebook mit. Angaben über die weiteren Vorstandsmitglieder machte die Partei nicht. Auch der Ort des Geschehens blieb ungenannt.
 
Stattdessen berichtet der „III. Weg“, dem Parteitag habe sich „ein umfangreiches kulturelles Programm unter dem Motto ,Bismarcks Erbe – unserer Auftrag' mit viel Musik, Tanz, dem Fest-Redner Pierre Krebs sowie einem Handwerkermarkt und einem umfangreichen Kinderprogramm“ angeschlossen.
 
Eine der ersten Amtshandlungen des wiedergewählten Vorsitzenden war ein Glückwunschschreiben, das Armstroff an die griechische Neonazi-Partei „Chrysi Avgi“ und ihren „Führer“ Nikolaos Michaloliakos richtete. Armstroff gratulierte nach der Wahl des neuen griechischen Parlaments, bei der „Chrysi Avgi“ mit rund sieben Prozent drittstärkste Partei geworden war, Michaloliakos zum „guten Abschneiden“. „Es wird nicht mehr all zu lange dauern, dann wird Hellas sich wieder seiner wahren Werte und Stärke besinnen und mit der Chrysi Avgi an der Spitze die politischen Verhältnisse in Griechenland grundlegend ändern“, schrieb Armstroff und endete mit den Worten: „Griechenland erwache!“
 
Das ARD-Magazin „Report Mainz“ hatte Anfang August gemeldet, es gebe bei mehreren Brandanschlägen auf geplante Flüchtlingsunterkünfte Bezüge zum „III. Weg“. Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen war mit den Worten zitiert worden: „Wir sehen schon, dass diese Agitation, dieses Billigen von Gewalttaten, das unterschwellige Loben von Gewalttaten, dazu beiträgt, weitere Gewalttaten anzufeuern.“ Aktuell berichtet die Partei auf ihrer Internetseite unter der Überschrift „Brand in Wertheim – Anti-Asylproteste reißen deutschlandweit nicht ab“ über einen Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Baden-Württemberg. „Die Asyl-Unterbringungspläne sind somit in Wertheim vorerst durchkreuzt“, heißt es in dem Text. Und: „Sollte es sich also tatsächlich um einen asylkritischen Anschlag handeln, hat der oder die Täter ihr Ziel erreicht.“ (ts)
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