von Marc Brandstetter
   

„Ich bin dann mal weg“ – Ex-NPD-Kader Molau kehrt der Bewegung den Rücken

Gestern Abend wurde bekannt, dass der ehemalige Pressesprecher der Schweriner NPD-Fraktion, Andreas Molau, aus der rechtsextremen Bewegung ausgestiegen sei. Doch für die Szene stellt diese Meldung nicht mehr als eine Randnotiz dar; zu unbedeutend war der einstige Vordenker der extremen Rechten in den letzten Jahren.

Bereits seit seiner Jugend war Andreas Molau im rechtsextremen Milieu aktiv. Die Kontakte sollen über die NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten entstanden sein. Schon während seines Lehramtsstudiums, das er 1988 in Göttingen aufgenommen hatte, arbeitete er für die „Junge Freiheit“. Die Trennung von dem deutschen Vorzeigeblatt der „Neuen Rechten“ erfolgte 1994: Nach einem Streit über seine vermeintliche Nähe zu einem Artikel über die Leugnung des Holocausts in seinem Ressort musste der mittlerweile zum verantwortlichen Redakteur des Kulturteils aufgestiegene Molau die Redaktion verlassen. 

Danach wurde es oberflächlich ruhig um den umtriebigen Schreiber. Um seine Anstellung als Lehrer an einer Braunschweiger Waldorfschule nicht zu gefährden, publizierte der 44-Jährige unter Pseudonym. 2004 bat der gebürtige Braunschweiger die Schulleitung um eine Beurlaubung: Er wolle zukünftig im Referentenstab der gerade in den sächsischen Landtag eingezogenen NPD arbeiten. Die Schulleitung setzte ihn daraufhin vor die Tür, und verwies auch die beiden Kinder Molaus von der Schule.

Fortan konzentrierte sich Molau, der in Sicherheitskreisen wegen seiner Gabe, bürgerliche Schichten für rechtsextremistisches Gedankengut empfänglich zu machen, als „Wolfs im Schafspelz“ galt, auf die NPD. Neben seinem Job bei der sächsischen Fraktion übernahm der rhetorisch beschlagene Funktionär den stellvertretenden Chefredakteursposten der NPD-Parteizeitung Deutsche Stimme.

2006 folgte dann sein Wechsel nach Schwerin, wo er fortan den Pressesprecher gab. Gemeinsam mit dem neuen Fraktionsgeschäftsführer Peter Marx, der ebenfalls aus Dresden an die Ostsee gewechselt war, sollte er die Mannschaft um Udo Pastörs für die Parlamentsarbeit fit machen. Auch auf der NPD-Karriereleiter nahm er Stufe um Stufe: Bald war er in Niedersachsen Vize-Chef und Mitglied des Parteivorstandes der Bundespartei.

Im Zuge der „Affäre Kemna“ (der ehemalige NPD-Schatzmeister hatte rund 750.000 Euro an Parteigeld veruntreut) wagte sich der Rechtsextremist in völliger Verkennung seiner Postion in der Partei aus der Deckung und blies, mit den beiden starken Fraktionschefs Pastörs und Apfel im Rücken, zum Sturm auf das Amt des NPD-Vorsitzenden. Der Machtkampf mit Udo Voigt entwickelte sich schnell zu einem Richtungsstreit: Molau, der seine eigene Rolle maßlos überschätzt hatte, wollte der Partei eine gemäßigtere Linie, einen modernen, europäischen Nationalismus verordnen.

Doch die in Teilen neonationalsozialistisch aufgestellte NPD-Basis war damit nicht zu gewinnen. Molaus Ethnopluralismus hatte in der rassistischen Partei wenige Freunde. Deshalb ließen Pastörs und Apfel ihn bald fallen, um die eigenen Chancen auf eine Ablösung des angeschlagenen Voigt nicht zu gefährden, und schickten Pastörs selbst in den Ring. Schon damals galt Molau einigen Beobachtern als Marionette des oppositionellen Parteiflügels, die ohnehin ihre Schuldigkeit nach der Ablösung Voigts getan hatte.

Nach diesem Dolchstoß verabschiedete sich Molau – nicht ohne kräftig nachzutreten – in Richtung DVU, die mittlerweile von dem NPD-Dissidenten Matthias Faust geführt worden war. Nachdem das Führungsduo auch diesen Karren an die Wand gefahren hatte, heuerte Molau bei Pro NRW an. Nun folgte also der komplette Rückzug. 

In einem Interview mit NDR Info sagt der ehemalige NPD-Mann, die Rede seines alten Chefs Udo Pastörs zum Aschermittwoch 2009 habe einen Prozess des Umdenkens, der einige Jahre gedauert habe, ausgelöst. Dort habe Pastörs, den Molau als „völkischen Taliban“ bezeichnet, zu Gewalt aufgerufen. Außerdem sei deutlich geworden, wie sehr maßgebliche Führungsfiguren der NPD dem historischen Nationalsozialismus verhaftet seien.  

Für seine eigenen Reden fühlte er sich heute verantwortlich: „Es bedrückt mich, dass ich Menschen verletzt und Dingen Vorschub geleistet habe, die nicht zu akzeptieren sind.“ Nun aber möchte er versöhnen.

In den bekannten Internetforen überschlagen sich unterdessen die Kommentare. Schnell macht das Gerücht die Runde, Molau sei „V-Mann“ der Verfassungsschutzbehörden gewesen, zumal er beim niedersächsischen Amt um Unterstützung für seinen Szeneausstieg gebeten hat. Andere beschimpfen ihn als „Schmarotzer“, „übele Ratte“ und „Lump“ oder reden von einem „Achteljuden“. Mit genau dieser Bezeichnung hatte der verstorbene NPD-Vize Jürgen Rieger Molau während seines Führungsstreits mit Voigt angegriffen.

Für den Zustand der heutigen Szene hat der Ausstieg des einstigen Vordenkers der extremen Rechten – so aufsehenerregend er auf den ersten Blick auch sein mag – keine Bedeutung. Bereits seit Längerem spielte der 44-Jährige kaum eine Rolle, zuletzt war er als Beisitzer von Pro NRW nicht mehr als eine Randerscheinung. Visionen oder weitreichende Theoriepapiere ließ er vermissen. Von einer schweren Niederlage für die rechtsextreme Szene bundesweit kann also nicht die Rede sein.

Kommentare(16)

John Montag, 30.Juli 2012, 17:18 Uhr:
die leuchten auf altermedia haben vor allem einem problem mit der "achteljuden-frage" - was für idioten...
 
made in germany Montag, 30.Juli 2012, 19:48 Uhr:
@John
Nachdem dich die NPD so sehr in ihren Bann gezogen hat, folgt nun altermedia.
Immer schön heimlich, abends unter der Bettdecke die bösen Naziseiten lesen gelle.
 
WW Montag, 30.Juli 2012, 20:22 Uhr:
Ja, und Altermedia zitiert ausgerechnet den "Rotfunk" NDR. Komisch, wo die "Systempresse" doch sonst immer nur lügen soll....
 
John Dienstag, 31.Juli 2012, 07:33 Uhr:
@madeingermany
och, eure eigenen weltnetzseiten, sofern noch nicht abgeschaltet, gehören schon immer zu meiner (fast) täglichen lektüre.
 
Kabal Dienstag, 31.Juli 2012, 08:53 Uhr:
Molau war ohnehin zu gebildet für die NPD und vergleichbare Kameraden. Folgerichtig, dass er sich jetzt offiziell verabschiedet hat.

Es scheint ja tatsächlich innerhalb der NPD eine nennenswerte Anzahl von Leuten zu geben, die eher nationalkonservative oder nationalliberale Positionen vertreten und sich über die Partei selbst täuschen. Aber wie kann man eine solche Illusion längerfristig aufrecht erhalten? Gerade wenn man sich aktiv einbringt? Mit den Leuten da wirklich zu tun hat?
 
Paul.Pa. Dienstag, 31.Juli 2012, 10:39 Uhr:
Die NPD dürfte Molaus Ausstieg recht wenig interessieren, da er diese Partei doch schon vor einigen Jahren verlassen hatte und über den Umweg als beazhlter Pressesprecher bei der DVU letztlich als bezahlter Mitarbeiter bei Pro NRW gelandet war.
 
Schwab Dienstag, 31.Juli 2012, 13:39 Uhr:
@Paul.pa

Genau das Thema "Bezahlung", das Du ansprichst, ist der eigentliche Grund für seinen Ausstieg.
Laut NDR hatte Molau mit dem VS-Niedersachsen über seinen Ausstieg verhandelt. Der Kuhhandel ist der, daß der VS Molaus Ausstieg mit einem Gütesiegel bzw. Unbedenklichkeitssiegel versieht, dafür Molau die Rückkehr in die BRD-Gesellschaft offensteht, über "Etappen", wie er sagt. Immer wenn sich künftig Molau um einen Arbeitsplatz bemüht, man ihn mit Interneteinträgen konfrontiert, kann er auf das VS-Siegel hinweisen. Das ist nur seine TÜV-Plakette in Sachen FDGO.

Molau hat doch gegenüber dem NDR gesagt, um was es ihm geht: er möchte zurück in die "Gesellschaft" und irgendwann mal wieder als Lehrer in seinem bürgerlichen Beruf "vor einer Klasse stehen".

Das System kauft also die "Nazis" aus der Szene raus. Das ist ja auch bekannt, daß die sozialen Kontakte und beruflichen und Einkommenschancen für öffentlich bekannte "Rechtsextremisten" in der Regel geringer werden.

Aber überzeugend wirkt diese System-Strategie nicht, daß man nur auf diese materielle Weise die rechte Szene ausdünnen kann. Das ist ein Armutszeugnis.

Für Molau, den ich immer in den wenigen Begegnungen sympathisch fand, empfinde ich keinen Haß, nur Mitleid. Ihm wäre zu wünschen, daß er ein glücklicher Mensch wird, der mit sich selbst in Einklang steht. Aber wie soll das gehn, er hat alles, für was er früher stand, verworfen. Seine Bücher, zahlreichen Artikel, Reden, usw. - alles Irrtümer!? Das kann er doch nicht an wenigen, überzogenen Reden und an der einen, kritikwürdigen Pastörs-Rede festmachen.

Also für micht ist das ein Vorwand. Nationale Politik wäre auch für ihn anders möglich gewesen, aber vielleicht demutsvoll mit ALG II-Bezug oder im Niedriglohnsektor. Aber dazu ist er halt zu sehr eitler Bürger.

Recht hat A. Paul Weber: Nur über den Bürger führt der Weg zu Deutschlands Freiheit! Also auch ein wenig über uns selbst, über den Molau in uns allen ... Und das System, das an den Molau in uns appelliert, wird bei einer echten Krise keine Prätorianer haben, die idealistisch für das System kämpfen. Rette sich wer kann, jeder wird nur verschlagen handeln und seinen eigenen Molau-Vorteil suchen.
 
Roichi Dienstag, 31.Juli 2012, 15:05 Uhr:
@ Paul

Warum betonst du die Bezahlung denn so stark?

Er war ja auch bezahlter Mitarbeiter der NPD, bei der deutschen Stimme und bei der Jungen Freiheit.
Das fehlt noch in der Aufstellung.
 
Amtsträger Dienstag, 31.Juli 2012, 18:09 Uhr:
Der Grund für den Ausstieg ist der Wunsch wieder am gesellschaftlichen Leben zu partizipieren. Das beinhaltet deutlich mehr, als am letzten Werktag vor dem 1. seine Bezüge abzuholen.

Der Staat unterstützt bei dem Weg zurück in die Gesellschaft. So wie er es mit Straftätern macht. Denn Ziel ist es, sowohl Extremisten als auch Straftäter, wieder zu wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft zu machen.

"Das kann er doch nicht an wenigen, überzogenen Reden und an der einen, kritikwürdigen Pastörs-Rede festmachen."

Ob er das kann oder nicht ist einzig und allein seine freie Entscheidung. Ihre ist es mit absolute Sicherheit nicht!
 
Karl_Murx Dienstag, 31.Juli 2012, 19:00 Uhr:
@Kabal:
"Molau war ohnehin zu gebildet für die NPD und vergleichbare Kameraden. Folgerichtig, dass er sich jetzt offiziell verabschiedet hat."

Ich hege allerdings den Verdacht, daß Molau als V-Mann des Verfassungsschutzes unterwegs gewesen sein könnte.

Aber unabhängig davon: Sie sagen "NPD und vergleichbare Kameraden". Was macht Sie so sicher, daß es sich bei den Mitgliedern der NPD durchweg um lärmende Rabauken a lá Pastörs handelt, bei denen man nie den Verdacht los wird, es hier ebenfalls mit einem ferngesteuerten Strohmann der Dienste handelt, der den Auftrag hat, das Bild der NPD in der Öffentlichkeit nach Wunsch zu prägen? Sie haben sich in Ihren zurückliegenden Beiträgen mehrmals über die einseitige Berichterstattung einheimischer Medien geäußert. Ist es nicht naheliegend, daß es auch und gerade im Fall der NPD so ist?

Wenn Sie sich z.B. mal die Vertreter der NPD betrachten, die im sächsischen Landtag sitzen, dann haben Sie es, so weit man das in den ideologisch gefärbten Berichten der Mainstreampresse mitbekommt, mit ganz normalen Vertretern der bürgerlichen Mittelschicht zu tun, lediglich mit einer dezidiert nationalen bzw. von mir aus nationalistischen Einstellung. Die Verhaltensweisen und Reaktionen, welche die NPD und deren Vertreter in der Öffentlichkeit zeigen oder die ihnen angedichtet werden, sind bei einer Partei, die seit Jahren gezielt zum Paria gemacht wird (so wie das lange Jahre nach 1990 mit der SED-PDS geschah) psychologisch gesehen nachvollziehbar. Wer permanent als Außenseiter behandelt wird, reagiert irgendwann auch als solcher.

"Es scheint ja tatsächlich innerhalb der NPD eine nennenswerte Anzahl von Leuten zu geben, die eher nationalkonservative oder nationalliberale Positionen vertreten und sich über die Partei selbst täuschen. Aber wie kann man eine solche Illusion längerfristig aufrecht erhalten? Gerade wenn man sich aktiv einbringt? Mit den Leuten da wirklich zu tun hat?"

Haben Sie sich eventuell schon mal mit dem Gedanken vertraut gemacht, daß man sich als Nationalkonservativer oder Nationalliberaler sehr wohl mit dem idenitifizieren kann, was die NPD vertritt, beschäftigt man sich mit den politischen Inhalten? Bzw., daß diese Partei sehr wohl viele Nationalkonservative oder von mir aus auch national eingestellte Leute beinhaltet, die nach dem "Linksruck" der ehemaligen konservativen Parteien (gemeint ist vielmehr deren Selbstaufgabe) politisch heimatlos geworden sind, die sich aber im Gegensatz zu all den anderen Resignierten, die gar nicht mehr wählen gehen, auf diese Weise politisch artikulieren?

Zwei Dinge möchte ich vorausschicken: Ich bin weder Anhänger und Wähler der NPD, und ich bin persönlich der Auffassung, daß diese Partei, so wie sie ist, nicht die wählbare Gruppierung für eine angemessene Zahl von Menschen ist, um sie für die Zukunft in die Lage zu versetzen, politisch relevant zu werden und Probleme zu lösen. Aber es sollte eigentlich nach etwas Nachdenken klar sein, daß bei erreichten Stimmenanteilen von über 11 % da nicht alle Nazis sein können; solche Leute sind ohnehin immer eine kleine Minderheit. Generell ist anzumerken, daß die "Nazis", also die NSDAP, die Partei, mit der Hitler an die Macht kam und mit der er 12 Jahre in Deutschland regierte, mit dem NS-Regime 1945 untergegangen ist.

Sicher wird das die KgR- und Anti-Naaaaaaaazi-Fraktion nicht gern hören, wenn ich solch lästerlichen Gedanken niederschreibe. Außerdem kann natürlich niemand ausschließen, daß auch in der NPD Leute dabei sind, die jeden Abend vor einem Himmler- oder Hitler-Bild onanieren. Ich bin aber der Meinung, die NPD, unabhängig was man von ihr denkt, wie man zu ihr steht bzw. was auch immer sie darstellt, keine neonazistische oder faschistische Partei ist und auch nicht sein kann. Die Positionen, die sie in punkto Einwanderungs-, Ausländer und Asylpolitik vertritt, war noch vor einigen Jahren in der CSU und großen Teilen der CDU Parteipolitik, ohne daß damals jemand ernsthaft auf die Idee kam, lauthals das Nahen des 4. Reiches anzukündigen, wie das heute jeden Moment passiert.

Man muß die NPD nicht mögen, und man muß sie nicht wählen, um zu dieser Erkenntnis wie oben zu kommen.
 
WW Dienstag, 31.Juli 2012, 20:24 Uhr:
Schwab...

"Das ist nur seine TÜV-Plakette in Sachen FDGO."

Nein, das wäre die Sicherheitsüberprüfung.

"nationale Politik wäre auch für ihn anders möglich gewesen, aber vielleicht demutsvoll mit ALG II-Bezug oder im Niedriglohnsektor."

Wie bei vielen anderen NPD-Mitgliedern, die sich auf ihren Berufsweg viel einbilden können und es Kraft ihres Geistes weit gebracht haben... :-)
 
WW Dienstag, 31.Juli 2012, 20:26 Uhr:
Paul.pa...

"Die NPD dürfte Molaus Ausstieg recht wenig interessieren"

Glaube ich nicht. Jetzt kann man nämlich eine neue Akte füllen zum Verbotsverfahren. Eine bessere Quelle dürfte es kaum geben :-)
 
paul.pa Dienstag, 31.Juli 2012, 22:10 Uhr:
Hallo Roichi,
ich betone das Bezahltsein deswegen, weil Herrn Molau, nachdem er die wesentlichen Gruppierungen "durch" hatte, nicht mehr allzuviele Möglichkeitenn gehabt haben dürfte sein Leben in der rechten Szene zu fristen. Ihre angeführten Beispiele kämen eben noch zur beruflichen Laufbahn.
Dass Jemand Geld verdienen muss, ist doch nichts Negatives. Sie und ich werden ja wohl auch nicht nur von Luft und Liebe leben.
Ein Schnitzel ab und zu ist doch nicht schlecht, aber das will bezahlt werden.
Die Erläuterungen von Schwab scheinen mir aber in dieser Frage durchaus fundiert.
 
Roichi Dienstag, 31.Juli 2012, 22:24 Uhr:
@ Schwab

Jetzt, wo er aus der Szene ausgestigen ist, kann das ja nicht sein, dass er vorher ein völlig normales Mitglied war. Er muss ja in seinem tiefsten Inneren korrupt gewesen sein.
Nicht wahr?
Ist doch immer wieder schön zu sehen, wie weit die Zuneigung zu den Menschen geht, wenn sie sich nicht der eigenen Meinung beugen, oder sogar von dieser Abstand nehmen.
Da ist dann nichts mehr mit Freiheiten und Kameradschaft.
So widerwärtig wie erwartet.

Ich freu mich schon auf die Kommentare von Björn und Karl.
 
Kabal Donnerstag, 02.August 2012, 09:50 Uhr:
Lieber Karl,

"Was macht Sie so sicher, daß es sich bei den Mitgliedern der NPD durchweg um lärmende Rabauken a lá Pastörs handelt, bei denen man nie den Verdacht los wird, es hier ebenfalls mit einem ferngesteuerten Strohmann der Dienste handelt, der den Auftrag hat, das Bild der NPD in der Öffentlichkeit nach Wunsch zu prägen?"

Eine Partei kann ich nur nach dem beurteilen, was ich über sie erfahre - und zwar nicht nur aus den tatsächlich zuweilen einseitigen Medien, sondern auch aus deren Selbstdarstellung. Wenn ich übrigens z.B. in der Jungen Freiheit über die NPD lese, wird sie mir auch nicht unbedingt sympathischer.

Einfach zu sagen: Vielleicht wird mir ja ein falsches Bild der NPD vermittelt - es könnte auch ganz anders sein - also nehme ich mal an, dass es anders ist, ist kein vernünftiger Standpunkt. Er ist irrational, weil nicht falsifizierbar.

Über die sächsische NPD weiß ich wenig. Was ich in MV sehe, ist aber katastrophal. Der Ex-Bundesvorsitzende Voigt war ein lupenreiner Holocaust-Leugner. Bei einer bürgerlichen Anti-ESM-Demo vor dem Reichstag sah ich fünf Figuren von der NPD am Rande herumstehen - die erfüllten jedes Klischee.

Deshalb kann ich nur fragen: Wo soll denn diese andere NPD sein? Wo kann ich die beobachten?

Ihre - und nicht nur Ihre - NPD-Apologie scheint mir auf einem beliebten Denkfehler zu basieren. Die Gegen-Rechtsler, die Bunten, die Linken sind gegen die NPD - deshalb kann die gar nicht so übel sein. Auf solche Kurzschlüsse sollte man sich nicht einlassen.
 
Roichi Samstag, 04.August 2012, 14:55 Uhr:
@ Karl

Hast du mehr zu bieten, als die übliche Litanei, dass alle, die sich von deiner NPD lossagen V-Leute waren?
Wofür du natürlich keinen Beleg liefern kannst und es bei den üblichen Spekulationen belässt.

Ja ist schon doof, wenn Leuten deine kleine Welt nicht mehr gefällt.
Das müssen dann von vornherein Verräter gewesen sein.
Nicht, dass man über seine Weltsicht nachdenken müsste.


@ Paul

Auch hier nochmal die Klärung, dass die Abstellung auf rein monetäre Motive wohl etwas zu kurz gegriffen und auch der eigenen "Unfehlbarkeit" geschuldet ist.
Denn die Rechte irrt ja nie.
Oder etwa doch?


@ Schwab

Auch wenn dein Kommentar inzwischen verschwunden ist, wirst du dich sicherlich an ihn erinnern. Ich hatte ja noch gehofft, dass er wieder auftaucht.
Daher hier nochmal die Antwort darauf:

Das Nichtverständnis des Kommentars gebe ich gerne zurück.

Es lässt sich sehr gut in einem Satz von dir zusammenfassen:
"Deshalb teile ich aber nicht den Schritt der Selbstverleugnung, den er gegangen ist. "

Womit für dich klargestellt ist, dass ein Sinneswandel nicht möglich ist, sondern nur Selbstverleugnung zum monetären Vorteil.
So wie für dich klar ist, dass es nur diese eine Gesinnung wirklich geben kann und alle anderen Ansichten Ausdruck des Systems, selbstverständlich böse, sind.
Insofern sehe ich sehrwohl den Schwarz-Weiß-Denker in dir.
Wenn Erkenntnis und Selbstkorrektur nicht möglich sind, wie soll dann Entwicklung stattfinden?
Natürlich nur in einer Richtung, der Nationalen, denn diese ist die einzig Richtige.
Das ist deine zweite Aussage.
 

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