von Redaktion
   

HoGeSa-Ableger bläst Hooligan-Demo in Erfurt ab

Die für den kommenden Sonntag in Erfurt geplante Demonstration des HoGeSa-Ablegers „Gemeinsam stark“ wurde von Seiten der Veranstalter abgesagt. Nach Angaben der Hooligans soll die Veranstaltung allerdings nur auf einem neuen Termin verschoben werden. Weitere Details wurden bislang nicht bekannt.

HoGeSa-Teilnehmer in Hannover, (Foto: Thomas Rassloff, Archiv)

Es ist der zweite Rückschlag für die Gruppierung „Gemeinsam stark“, eine Abspaltung der sogenannten Hooligans gegen Salafisten (HoGeSA), innerhalb weniger Wochen. Nachdem eine erste Demonstration in Ludwigshafen, in deren Rahmen ein Auftritt der extrem rechten Hooligan-Band „Kategorie C“ verboten worden war, mit nur 400 Unterstützern Anfang Februar floppte, stellten die Organisatoren nun die Mobilisierung zu einem eigentlich für kommenden Sonntag in Erfurt angemeldeten Aufmarsch ein. Zuvor hatten sie bei der Stadtverwaltung bis zu 1.500 Teilnehmer in Aussicht gestellt.

In einem nur 100 Sekunden kurzen – trotzdem unstrukturierten – Videoeintrag begründete ein Sprecher die Absage mit zwei weiteren Veranstaltungen, die an diesem Wochenende stattfinden würden. Auf beiden seien die verhassten „kriminellen Salafisten“ direkt anzutreffen. Wahrscheinlich meinen die „Gemeinsam stark“-Macher vor allem die von Pegida NRW organisierte Kundgebung gegen einen Auftritt des Salafisten Sven Lau, dem Erfinder der „Scharia-Polizei“, in Wuppertal. In einem Forum begrüßten mehrere Hooligans den Ansatz, die „Kräfte zu bündeln“.

Keine „Komplettabsage“

Die Entscheidung sei der Gruppierung „nicht einfach“ gefallen, heißt es weiter. Allerdings werde, so der junge Mann, im Laufe der nächsten Woche ein neuer Termin für die Demonstration in Erfurt bekanntgegeben. Ihm war es außerdem wichtig, die „Freunde und Mitstreiter“, darauf hinzuweisen, dass es sich nur um eine Verschiebung und nicht um eine „Komplettabsage“ handele.

Der Thüringer Allgemeinen lagen entsprechende Informationen aus dem Rathaus vor, die bislang allerdings noch nicht bestätigt worden seien. Dem Blatt zufolge wolle sich die Verwaltung im Laufe des Tages zu der Demonstrationsabsage äußern.

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