Hitler-Huldigung indiziert

Bonn/Graz – Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat das 2002 in Graz erschienene Buch „Notwende - Aufsätze, Reden und Schriften im Kampf um eine neue Ordnung in Kultur, Geschichte und Politik aus lebensgesetzlichem Denken" von Lisbeth Grolitsch auf den Index gesetzt.

Donnerstag, 24. Februar 2011
Redaktion

Grolitsch (Jg. 1922), vormals „Gau-Unterführerin“ des „Bundes Deutscher Mädel“, ist die Grande Dame der rechtsextremen Vereine „Freundeskreis Ulrich von Hutten“, „Notgemeinschaft für Volkstum und Kultur“ und „Deutsche Kulturgemeinschaft Österreich“.

Grolitsch,die zeitweilig Kontakte zur „Wiking-Jugend“ (WJ) unterhielt, wähnt sich in ihrem Buch von der "Deutschen Kulturgemeinschaft" herausgegebenen Buch in einer „Auseinandersetzung mit den ‚Dunkelmännern’ unserer Zeit, die mit äußerstem Machtanspruch der Welt ihre krankhaften Wahnvorstellungen aufnötigen". Unverhohlen bewundert sie in dem Machwerk Hitler: „Adolf Hitlers Kampf galt der Wiederherstellung des Lebensrechtes des Deutschen Volkes unter anderen Völkern. Diesem Ziel hat er mit dem vollen Einsatz seines Lebens gedient unter Bereitstellung aller genialen Fähigkeiten seiner Persönlichkeit.“

1979 war Grolitsch Mitunterzeichnerin des Aufrufes für eine Generalamnestie für NS-Verbrechen in der „Deutschen National-Zeitung“. Grolitsch obliegt die „Hauptschriftleitung“ der im 29. Jahrgang erscheinenden rechtsextremen „Huttenbriefe für Volkstum, Kultur, Wahrheit und Recht“. Verantwortlich für den Satz des Buches „Notwende“ ist der Neonazi Franz Radl (Jg. 1967), ein Gefolgsmann des inhaftierten Holocaust-Leugners Gerd Honsik. (am)

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