Hetzveranstaltung gegen Flüchtlinge

NPD-Gemeinderat Stefan Hartung mobilisiert für Samstag zu einem weiteren rassistischen „Lichtllauf“ in das sächsische Schneeberg im Erzgebirge.

Donnerstag, 23. Januar 2014
Johannes Hartl

Unter dem rassistischen Motto „WIR sind das Volk! WIR wollen entscheiden! Kein Asylmissbrauch in Schneeberg!“ wirbt der NPD-Gemeinderat Stefan Hartung auf einer eigenen Homepage sowie in der Facebook-Gruppe „Schneeberg wehrt sich!“ für den genannten „Schneeberger Lichtllauf“ am 25. Januar. Es ist die insgesamt vierte Veranstaltung dieser Art, bereits Ende 2013 sind die Bürger der sächsischen Kleinstadt drei Mal gegen 400 im Ort untergebrachte Flüchtlinge aufmarschiert. Die „nächste Demonstration für Jung und Alt“ soll nun an diesem Samstag um 18.00 Uhr stattfinden. Thematisch richte sich der Aufmarsch „für unser Erzgebirge“ unter anderem „gegen Ungerechtigkeiten und Politikerlügen“, schreibt Hartung.

Die „Lichtlläufe“ in der 15 000-Einwohner-Stadt sorgten zuletzt bundesweit für Aufsehen, teilweise zogen bis zu 1500 Menschen gemeinsam mit Neonazis gegen Flüchtlinge durch die Stadt und skandierten dabei Parolen wie: „Wir sind das Volk!“. Offiziell will die rechtsextreme NPD bei den Protesten nicht auftreten, ihren Angaben nach handele es sich um unorganisierte Bürgerproteste. Tatsächlich ist die NPD aber immer aktiv vertreten, der NPD-Gemeinderat Stefan Hartung aus dem benachbarten Bad Schlema hat im November vergangenen Jahres beispielsweise auch den Aufmarsch mit 1500 Teilnehmern angemeldet. Zudem ist der sächsische NPD-Funktionär, der für seine Partei im Gemeinderat seiner Heimatstadt sitzt, auch in der Facebook-Gruppe „Schneeberg  wehrt sich!“ sehr aktiv.

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