von Marc Brandstetter
   

Hessen: "Die Rechte" gründet Landesverband

Die von dem bekannten Neonazi Christian Worch gegründete Splitterpartei „Die Rechte“ treibt ihren Strukturaufbau voran. Am Wochenende riefen Aktivisten in Hessen den zweiten Landesverband ins Leben. Während der zukünftige Landeschef über eine NPD-Vergangenheit verfügt, strebt man gleichzeitig einen Abgrenzungsbeschluss an.

Ungeniert wildert die Partei, die nach Eigenaussage aus den Trümmern der aufgelösten DVU entstanden sei, bei der nationalen Konkurrenz: Das Spitzenpersonal des am letzten Samstag gegründeten hessischen Landesverbandes verfügt über eine NPD-Vergangenheit. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass auch in Niedersachsen kommunale Mandatsträger der NPD zur „Rechten“ übergelaufen waren.

Gleichzeitig möchte die Worch-Truppe möglichst großen Abstand zur NPD halten. Per Pressemitteilung kündigte die Gliederung einen außerordentlichen Landesparteitag an, auf dem ein „Abgrenzungsbeschluss zur hessischen NPD“ verabschiedet werden soll.

Die Gründungsmitglieder entschieden sich einstimmig für Pierre Levien als Landesvorsitzenden. Der 38-Jährige führte zuvor den NPD-Kreisverband Main-Kinzig. Ebenso wie einst in der NPD ist Duancon Bohnert sein Stellvertreter. 

In Anwesenheit von Bundeschef Christian Worch, seiner Stellvertreterin Ingeborg Lobocki und Sascha Krolzig, dem einstigen Kopf der verbotenen Neonazi-Kameradschaft aus Hamm, gab Levin als Ziel des Verbandes die Teilnahme an der hessischen Kommunalwahl 2016 aus.

Keine Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen