von Robert Scholz
   

HDJ-Razzia in M-V – Bekannte Rechtsextremisten betroffen

Wie das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern mitteilte, sind im Rahmen der bundesweiten Razzia gegen die Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ) in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 14 Objekte durchsucht worden, die 13 Personen im unmittelbaren Umfeld der HDJ zuzuordnen sind.

Nach Recherche von ENDSTATION RECHTS. gehört eines der durchsuchten Objekte Frank Klawitter. Klawitter, der vor kurzem aus dem Technischen Hilfswerk ausgeschlossen wurde, kann zum näheren Umfeld der HDJ gezählt werden. Weiterhin durchsuchte die Polizei der „taz“ zufolge die Wohnung von David Petereit, stellvertretender NPD-Landeschef und Mitarbeiter von Birger Lüssow. Des Weiteren konnte ENDSTATION RECHTS. in Erfahrung bringen, dass es auch bei Lutz Giesen, Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion,  Durchsuchungen der Polizei gegeben haben soll. Beim Landtagsabgeordneten Tino Müller (NPD), der als Inhaber der HDJ-Internetdomain eingetragen ist, soll es hingegen keine Durchsuchungen gegeben haben.

Aus gut informierten Kreisen wurde derweil bekannt, dass vier Objekte in Greifswald und Umgebung und zwei Objekte im Umkreis der Stadt Anklam durchsucht worden sein sollen. Bei einem der Objekte wird es sich um die Wohnung des mehrfach vorbestraften Neonazis Lutz Giesen handeln. Mit weiteren Informationen hält sich das federführende Bundesinnenministerium bislang zurück. Ob es auch im mecklenburgischen Lübtheen und Umgebung Durchsuchungen bei HDJ-Mitgliedern gab, ist zum jetzigen Zeitpunkt daher noch nicht bekannt. Entsprechende Medienanfragen bleiben unbeantwort.

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