von Robert Scholz
   

Hansa-Boss Bernd Hofmann: „Hansa ist nicht braun“

Nach dem Rausschmiss der NPD-Delegation aus dem Fanblock der DKB-Arena hat die Polizei von Amts wegen Anzeige gegen Unbekannt erstattet. In zwei Fällen soll es zu Handgreiflichkeiten gekommen sein, wie die Polizeisprecherin berichtet. Der Vorstandsvorsitzende von Hansa Rostock, Bernd Hofmann, verteidigte die Fans und sprach von einem „positiven Zeichen“.

„Das ist eine positives Zeichen“, sagte Hofmann gegenüber dem „Nordkurier“, „unsere Anhänger lassen sich nicht politisch instrumentalisieren und wehren sich gegen die politische Einflussnahme der rechtsextremen NPD“. Hofmann verteidigte das Vorgehen einer Gruppe von 150-200 Personen, die den NPD-Fraktionsvorsitzenden Udo Pastörs und seine Entourage am Sonntag aus dem Stadion gedrängt hatten. Da es bei der Aktion in zwei Fällen auch zu Handgreiflichkeiten gekommen sei, habe die Polizei von Amts wegen Anzeige wegen Körperverletzung erstattet.

Vorstandschef Hofmann betrachtet die Aktion auch als Signal, dass Hansa Rostock nicht wie häufig dargestellt in die rechte Ecke gehört: „Hansa ist nicht braun, anders als oft fälschlich dargestellt“.

Die wohl einflussreichste Hansa-Fangruppierung, die Suptras, betonten indes in ihrer Stellungnahme zu den Geschehnissen vom Sonntag, dass sich die Aktion in erster Linie gegen die Instrumentalisierung des Sports durch die Politik gerichtet habe: „Jede Politik, erst recht von extremistischer Art, hat bei Hansa Rostock nichts zu suchen!“ Den Auftritt der NPD verurteilte die Gruppe als „eine dreiste und dumme Provokation“.

Dass es der NPD offenbar gar nicht um den Fußball gegangen zu sein scheint, wird auch daran deutlich, dass der NPD-Fraktionsvorsitzende Pastörs das Angebot des Veranstalters, das Spiel von einem anderen Bereich des Stadions aus zu verfolgen, ablehnte und die DKB-Arena unter Polizeibegleitung endgültig verließ.

Kommentare(1)

B.C. Dienstag, 10.August 2010, 09:43 Uhr:
dem pastoers kann man aber auch nix recht machen. spielt er hinterher die beleidigte leberwurst, nur weil die feindliche uebernahme nicht funktioniert hat.
 

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