von Redaktion
   

Handel mit rechtsextremer Musik: Razzia in vier Bundesländern

Am vergangenen Dienstag wurde eine bundesweite Razzia auf der Suche nach rechtsextremer Musik durchgeführt. Dabei wurde die Wohnung eines Gießener Mannes durchsucht, der einen Online-Handel betreibe. Außerdem seien Wohnungen seiner Kunden in Schwerin, Leipzig und in Freudenberg (Nordrhein-Westfalen) unter die Lupe genommen wurden.

Der 29-Jährige Gießener soll über einen Online-Versand Musik des Genres „NS Black Metal“ verkauft haben. Die Staatsanwaltschaft werfe ihm illegale Verbreitung von volksverhetzenden und gewaltverherrlichenden Tonträgern vor, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bei der Razzia wurden durch das hessische LKA außerdem drei Wohnungen seiner Kunden in Leipzig, Schwerin und Freudenberg durchsucht, die zwar Musik mit dem vermutlich verbotenen Inhalt gekauft hätten, laut der Leipziger Volkszeitung bisher aber noch nicht als Beschuldigte gelten. Es sei nur die Verbreitung dieser Musik strafbar und nicht der Kauf für den eigenen Bedarf.

Bei der Aktion stellte die Polizei über 2.000 CDs, Cover und Booklets sicher, die nun einer rechtlichen Überprüfung unterzogen werden müssten. Der Gießener Händler sei aber nach wie vor auf freiem Fuß. Bei seinen Kunden werde nun überprüft, wie viele Tonträger diese erworben hätten bzw. ob der Verdacht bestehe, dass diese die rechtsextreme Musik selbst weiter verkauft hätten. Der Gießener Staatsanwalt Jochen Fabricius erklärte gegenüber der LVZ: „Sollten es beispielsweise 100 sein, wird das wohl weitere Nachfragen provozieren.“

Foto: Haskala Saalfeld, Lizenz: CC

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