von Robert Scholz
   

Hamburg: NPD gesteht Niederlage ein – Schuld sind aber die anderen

In Hamburg hat sich die NPD bereits vor Auszählung aller Stimmen die Niederlage eingestanden. An der staatlichen Parteienfinanzierung wird die Partei in Hamburg nicht teilnehmen können. Doch das konnte die NPD in Hamburg noch nicht zum Nachdenken bringen, denn Schuld sind mal wieder die anderen.

Man habe sich ein „besseres Ergebnis als die erzielten 0,9 % erhofft“, heißt es in einem ersten Statement des Hamburger Landesverbandes der NPD. Am eigenen Einsatz aber hat es nicht gelegen. „Aufgrund der Hetzkampagne der Medien und der Zerstörungswut unserer Gegner war eigentlich aber nicht viel mehr zu erwarten“. Dabei hätte ein bisschen mehr doch schon gereicht.

Hätte die NPD nur wenig mehr als die 27.324 Stimmen (nicht Wähler! In Hamburg hatte jede/r Wähler/in fünf Stimmen) bekommen, könnten die Rechtsextremen jetzt mit einer Rückerstattung ihrer Wahlkampfkosten rechnen. Und die hat die NPD nach eigenem Bekunden offenbar bitter nötig. So sollen die meisten der 7.000 aufgestellten NPD-Plakate nach spätestens einem Tag wieder verschwunden oder vernichtet worden sein.

Für den NPD-Wahlkampfleiter Thomas Wulff war die Schlappe an den Wahlurnen nur der Höhepunkt seiner Pleitewochen: Nach gefloppten Veranstaltungen in der Hansestadt, bei denen man im kleinen Kreise unter sich blieb, endete auch der samstägliche Ausflug in die andere Elbmetropole mit einer Niederlage.

Kommentare(4)

Nationalbolschewist Dienstag, 22.Februar 2011, 14:50 Uhr:
Hamburg (Wahlkreisliste)
Zwischenergebnis (22.02.2011 15:21)
Ausgezählt: 1.721 von 1.743 | Wahlberechtigte: 1.254.638 | Wähler: 716.824
Gültige Stimmzettel: 686.048 | Ungültige Stimmzettel: 26.100
Gültige Stimmen: 3.381.878
Bezeichnung Stimmen Prozent
DIE LINKE 234.845 6,9 %
NPD 34.464 1,0 %
 
Robert Dienstag, 22.Februar 2011, 15:41 Uhr:
Das ist die Wahlkreisliste, maßgeblich ist die Landesliste!
 
Klaus Bärthel Samstag, 26.Februar 2011, 11:15 Uhr:
Da hat man schon rechtzeitig für gesorgt das die 1% nicht erreicht werden. Ist letztendlich auch nur an ein paar 100 Stimmen gescheitert. Das ist in einer Demokratie kein Problem.
 
Roichi Samstag, 26.Februar 2011, 12:55 Uhr:
@ Klaus

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